Druckschrift 
2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
Seite
171
Einzelbild herunterladen
 

Baden.

17 1

der Tiefe unter der Limmat durchstreichen, und nachdem fVälpelsberg bey Schinznacht fortsetzen, wo siewieder zu Tage kommen. (S. Schinznacht). Ander Nordseile des Läger giebt es auch viel MergelEisenbohnenerz zwischen Thonschichten bey dem Cap-peler-Hof, zu Endingen, zu Tägerfelden und Rel-lingen ain Nurenberg, in dessen Klüften es tief ein-gesenkt ist; zur First hat es einen bleichen Bolus, überwelchem Sandstein oder Nagelfiue lagert. Seit mehrals ioo Jahien wurde auf dieses Erz ein Raubbau ge-führt, und zu Laufenburg am Rhein geschmolzen. Seit1801. wurde unter der helvetischen Einheits-Regierungdurch den Hin. Bergrath Grüner mit dem TVannenstol-len ein regelmäfsiger Bergbau zu Tägerfelden angefan-gen, womit auch t 8 ° 3 . als die ganze Landschaft Badendem K. Aargau zugetheilt ward, noch fortgefahren wurde.

Geo gn o s t i s ch e Thatsachen. Die Stadt Ba-den liegt grade in dem gewaltsamen Durchrifs des La-ger-Bergs; dieser zieht von W- nach O. und die Lim-mat strömt von S. nach N. queer durch den Körperdieses Kalkgebirges. Die Beobachtung des Läger - undSchlofs-Berges auf beyden Seiten der Limmat zeigt be-stimmt, dafs beyde nur eine einzige Bergraasse ausmach-ten, deren ununterbrochne dicke Schichten des festestenKalksteins von dem obersten £rad nach S. senken unddadurch einen unzerbrechlichen Damm gegen alle vonSüden herkommende Gewalt bildeten. Der Läger - Berg6chlofs den Limmat-Kessel aufs genaueste; und damalswogte von hier bis nach Schwanden in Glarus, und