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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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126 Appenzell.

zeigt sich unvermengt ein feiner blaulichter Sandstein,wie man diefs bey Rosckach , Thal , Stade , PVienacht ,iSf. Margareth und Altstätten im Rheinthal , und soauch bey Trogen sehen kann +). Alle Sandsteinbänke,' welche höher liegen, sind wegen beygemischten Mergelsgelblich, locker und brüchig. Ihre südlich geneigteund horizontale Schichtung zeigt einige Ausnahmen.Z. B. in dem Beete der Urnäsch streichen sie von O.nach W. und senken sich nach N.; zwischen Hastenund Gais zeigen sich auf dem Gipfel eines Berges fastsenkrechte Schichten, welche von SO. nach NW. strei-chen. Im Baschloch bey Speicher hat man ein Stein-hohlen-Flöte entdeckt; zwischen Herisau und Teufenfand ich, in einem senkrecht durchgrabnen Hügel mer-gelartigen Sandes , eine dünne Ader von schwarzemglänzendem Erdpech . Hin und wieder in diesem Sand-steingebilde ganze Hügel voll Pektiniten und andrerversteinerter Seemuscheln, besonders in der Nähe vonSt. Gallen. Die gerollten Steine sind fest unter einan-der verbunden, und bilden die Gebirgsart, welche dieSchweitzer Nagelßue , die Deutschen PVurststein nen-nen. Diese Nageiflue zeigt sich überall in UngeheuernSchichten übereinander , und steigt zu den höchstenKuppen dieses Gebildes. Die gerollten Steine derselbensind meistentheils Kalksteine; doch giebt es auch dar-unter sehr viele Granite, Gneifse, Porphire, Serpentine

*) Auf diesen festen zu Quadern tauglichen Sandstein giebtes zu Teuffen und in der Grub Steinbriiclie, mehrere

aber im Rheinthal.

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