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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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564 Niesen.

sengebäudes, als ungeheure Quaderstücke aig^ und gegen-einander gestemmt. Diese hellgelblichten Schichten be-stehen aus reinen, abgerundeten Quarzkörnern von derGröfse eines Hanfkorns, selbst kleiner Erbsen, welche' unter einander so fest wieder verbunden sind, dafs sie

eine einzige Felsmasse bilden. Hin und wieder sind

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die Quarzkörner so klein zerrieben, dafs sie in wahrenSandstein übergehen. Die innere Beschaffenluit desNiesen läfst sich sowohl von seiner Spitze, weil seineganze Nordseite senkrecht abgerissen ist, als auch andem Westrande derselben, wenn man nach TVimmisherabsteigt, vortreflich beobachten. Der ganze Körperdes Niesen und der etwas südlicher emporsteigendenBett - Flue bestehen aus Tegelmäfsigen Schichten von^2-r Fufs Mächtigkeit, die von NO, nach SW. strei-chen und sich nach S. ziemlich steil senken; nur dieobersten Schichten aus dem grobkörnigen Sandsteinsind weit mächtiger, wie die übrigen. Diese gehennach und nach in kleinkörnigen Sandstein *über, undunter diesen folgen dann abwechselnd Schichten vondünnblättrigem Schiefer und Grauwacke , aus blauligcm,schwarzem Schiefer und Kalksteinen in allen Gestaltenund Gröfsen, mit und ohne Quarzkörner gemengt. DieSchiefer- und Kjlksteinstiicke sind alle eckig, äufserstselten sieht man ein gerolltes Stück; die Quarzkörnersind mehr abgerundet, als eckig.

Diese geognostische Beschaffenheit des Niesen scheintnicht nur in der Niesenkette zwischen dein Adelboden-und Sirnrnsn - Tbale allgemein zu scyn, sondern zwi-

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