3 Mer* 1476. zog er sich nach Nozeröi zurück, u n( Jbegab sich in der Mitte desselben Monats nach Lau-sanne, wo er ein neues Heer sammelte (s. Lausanne').Am 27. May kam Karl der Kühne mit seinem Heervon 70,000 M. bey Murten an. Adrian von Buben-berg aus Bern , der die Besatzung von 2000 Bernernund Freyburgern unter Afry befehligte, hatte Murtenin den befsten Vertheidigungsstand gesetzt. Er versam-melte die Besatzung und die Einwohner, redete mitgroi’sem Ernst zu ihnen, und schlols mit folgendenWorten : „ Kriegsgesellen! wachet! an Murten
hangt das Vaterland. Nur eine Fannulier hat dieSchweitz , unsern Enischlufs" . Nach Bern schriebAdrian: „Der Herzog von Burgu. d stehe mit aller
„ f einer Macht ihm gegenüber. Schultheifs, Rath und„Bürger sollten nichts fürchten, sich nicht übereilen,„ und die Eidgenossen ruhig erwarten; er wolle Mur-„ ten behaupten ”. Die nach Bern führenden PässeAarberg, Lauppen, Güminenen , wodurch die Zugängezu Murten gedeckt sind, waren in den Händen derSchweitzer; diefs machte, dafs die Burgunder die Bela-gerung nicht mit Sicherheit führen, und die Gemein-schaft zwischen Murten und Bern nicht hindern konn-ten. Der Graf Iiomont stand mit 15,000 Mann aufder Seite gegen Bern, so dafs sein rechter Flügel beyinLöwen- Berg an den See stiefs, und Altavilla nebsteinigen Meyerhöfen in und hinter der Linie waren,die sich über den .Ldera-Rebhügel gegen Burg hinzog ;vor dem Flügel befand sich das einen Büchsenschufs