Lys-Thal. 4 2 7
ten aus dem 'Montafun - Thale im May 1799. die Ge-birge und überraschten von der Guscheralp herab, wievom Kimmei gefallen, die Franzosen (s. Feldhirch'j .Diese hingegen umgiengen den Pafs auf der linken Seitedes Rheins , drangen über den Strom, und griffen dieOesterreicher von hinten an. Die letztem haben diedasigen Befestigungswelke gesprengt. — Ohnweit demLuzien- Steig führt ein schmaler Fufsweg nach dem ab-gelegnen an der Bergwand der Guscher - Alp hängendenGuscha , dessen Bewohner noch in patriarchalischer Ein-falt leben. Man versichere in der Gegend, dafs dieMütter ihre kleinen 2-5 Jahr alten Kinder, wenn sieselbige ohne Aufsicht in den Häusern, der Arbeit wegenzurücklassen müfsen, an einen Lauf-Strick aubinden,damit sie nicht herabstürzen können; so steil sind rundumher die Bergwände. Die Grenze des K. Graubiind—ten gegen Deutschland befindet sich jenseit der Steigeunweit dem Dorfe Balzers. Eine Steinplatte neben demKatharinen - Brunnen, welcher unter der Landstrafsehervorquillt, trägt auf der nördlichen Seite das fürst-lich Lichtensteinische Wappen, auf der südlichen Seitedas Bündtnerische Wappen mit der Umschrift: Alt
fry Rhezien.
Lys-Tiial fauch Lesa - Thal , italienisch: Val
di LesaJ, am Fufse des Rosa in Piemont , von Deut-sehen bewohnt; öffnet sich bey St. Martin im Aosta-Tlial (s. Aosta ),