263 Langen- See.
Am Fariolo scheint der Granit in senkrechten Schichtenvon SSW. nach NNO. zu streichen. Der rothe Gra-nit ist sehr hart, widersteht dem Einflufs der Luit unddes Wassers, nimmt vollkoinmne Glättung an, undkommt manchmal dem prächtigen egyptischen rothenGranit gleich. Um diese merkwürdigen Granitlager vonallen Seiten zu sehen , so folge man zu Ohre fiumedem Bett des Baches I'iume. Dieser Granit enthälthin und wieder grofse Nester Kaolin, schwarzen Glim-mer, weifsen Quarz, Hornblende; auch statt des Feld-' spaths röthliche Hyacynthen, seihst von Haselnufsgröfse;und sehr häufig Höhlen und Adern voll schöner Kry-stallc aus Quarz, Feldspath, Flufsspath, Glimmer undScliörl. Die Höhlen halten 5 Zoll bis 5 Fufs Durch-messer. Eine ganz vorzüglich schöne Druse von 20 ZollLänge, 16 Zoll Breite und 5 Zoll Höhe befindet sichim Naturalien-Kabinet zu Mailand. Das merkwürdigstebey diesen Drusen sind die Flufsspath — und weifsenund röthischen Feldspathkrystalle , und zwar letzterein mannigfaltigen und ihm ganz ungewöhnlichen Kry-stallformen. Der Flufsspath ist entweder grün, oderveilchenblau, oder weifs als dreyseitige Pyramide, alsAcht - und Neuneck krystallisirt. Zwischen viereckigemFeldspathkrystalle befinden sich sechseckige Quarzkry-stalle und Anzeigen von schönen metallischen Kry-sallisationen. Dem Naturforscher Mailands, Hrn. Pini,hat man diese Entdeckung zu verdanken *). — Bey
Pini memoire sur des nouvelles Crislallisations de Feld*spath et autres singularites renfermees dans les Granits