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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Konstanz. 245

Burgrecht, Welches aber durch den unglücklichen Aus-gang des Bürgerkrieges vom J. tS.j'- (S. Kappel }wieder vernichtet wurde, und verlohr nun im J., 15<8.nach def Zerstöhrung des Schmalkaldischen Bundesihre Freyheit, mufste sich dem Scepter Oesterreichs un-terwerfen und die papistische Lehre wieder aunehmen.Seit dieser Zeit liegt die Stadt in einem solchen Verfall,dafs sie nur 2000 Einwohner zählt. Genf ersehe Aus-gewanderte gaben ihr zwischen 1784- und 17f?tz. einevorübergehende Blütlie, die aber nach derselben Bück-kehr in ihr altes Vaterland sofort wieder verwelkte.Seit t 8 ° 5 - wurde Konstanz durch den Prefsburger-Frieden zwischen Frankreich und Oesterreich dem Ge-bieth des Markgrafen von Baden zugetheilt.

K onstanzer-Concilium. Nachdem seit 1378.in der römischen Kirche ein Schisma, anfänglich zweyund dann drey Gegenpabste zu gleicher Zeit, und dar-aus in allen Ländern seit 30 Jahren die äufsersten Ver-wirrungen entstanden waren, in Deutschland und Frank-reich viele gelehrte Männer ihre Stimme laut gegendieses Unwesen erhoben hatten und von allen Seiteneine Kirchen - Verbesserung verlangt wurde, so beriefKönig Sigmund die Kirchen-Versammlung nach Kon-stanz im J. 1414. nachdem er vorher zu Cotno undLodi mit den Abgeordneten der Päbste darüber Verab-redung getroffen hatte und über den grofsen Bernharddurch die Schweitzer-Städte Freybarg , Bern , Solothurn.und Basel zurückgekehrt war. Es kamen Abgeordneteaus Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland Eng-