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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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Gletscher so sehr vergröfsert haben, dafs nur seltenein Gemsjäger die gleiche Reise wagt. Auf demWege von Kanderstäg nach dem Fufs des Cernmi siehtman links siidostwärts einen schwarzen engen Schlund,durch welchen die Kontier herabströmt; diefs ist derEingang ins Gast er - Thal, eins der abgeschiedenstenund wildesten aber doch bewohnten Bergthäler, inwelches der prächtige Kander- Gletscher (ein Arm desgrofsen Tschingel- Gletschers) herabsteigt. Von Kan-derstäg bis zu diesem Gletscher 4 St. Er liegt zwi-schen der Bliimlis- Alp und dem Tschingel , und steigtzwischen dem Dolden - und Zack-Horn äufserst male-risch ius Thal. Die Kander entspringt unter diesemGletscher. Nach S. erhebt sich der Lötsch- Berg, überwelchen ein Wegl ins Lötsch - Thal in Wallis führt,und die Alt-Ets (11,432 F. übers Meer}. Vor 20 Jah-ren sind Schweitzer von dem Fufs des Kander - Glet-schers in 9 Stunden bis zur ersten Hütte in Lauter-brunn , äusserst mühsam und gefährlich über Gletscherund Felsen gegangen. Zu dieser gewagten Reise sindsichre Wegweiser, heitres Wetter, Gewohnheit im Fel-sen- und Gletschersteigen, und Muth, nothwendig.Von Kanderstäg nach Frutingen 3 St. auf einer Strafse,die mit Wagen befahren werden kann, und von danach Thun 5 St. Auf dem Wege nach Frutingen zei-gen sich rechts auf einem Felsen Reste eines altenSchlosses, und in der Thalebne mehrere kleine kegel-förmige Hügel, welche derselben Ursache, wie die Hü-gel neben der Rhone , zwischen Sitten und Sidcrs in