Gletscher so sehr vergröfsert haben, dafs nur seltenein Gemsjäger die gleiche Reise wagt. — Auf demWege von Kanderstäg nach dem Fufs des Cernmi siehtman links siidostwärts einen schwarzen engen Schlund,durch welchen die Kontier herabströmt; diefs ist derEingang ins Gast er - Thal, eins der abgeschiedenstenund wildesten aber doch bewohnten Bergthäler, inwelches der prächtige Kander- Gletscher (ein Arm desgrofsen Tschingel- Gletschers) herabsteigt. Von Kan-derstäg bis zu diesem Gletscher 4 St. Er liegt zwi-schen der Bliimlis- Alp und dem Tschingel , und steigtzwischen dem Dolden - und Zack-Horn äufserst male-risch ius Thal. Die Kander entspringt unter diesemGletscher. Nach S. erhebt sich der Lötsch- Berg, überwelchen ein Wegl ins Lötsch - Thal in Wallis führt,und die Alt-Ets (11,432 F. übers Meer}. Vor 20 Jah-ren sind Schweitzer von dem Fufs des Kander - Glet-schers in 9 Stunden bis zur ersten Hütte in Lauter-brunn , äusserst mühsam und gefährlich über Gletscherund Felsen gegangen. Zu dieser gewagten Reise sindsichre Wegweiser, heitres Wetter, Gewohnheit im Fel-sen- und Gletschersteigen, und Muth, nothwendig. —Von Kanderstäg nach Frutingen 3 St. auf einer Strafse,die mit Wagen befahren werden kann, und von danach Thun 5 St. Auf dem Wege nach Frutingen zei-gen sich rechts auf einem Felsen Reste eines altenSchlosses, und in der Thalebne mehrere kleine kegel-förmige Hügel, welche derselben Ursache, wie die Hü-gel neben der Rhone , zwischen Sitten und Sidcrs in
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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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235
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