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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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Joux-Thal.

kohlen , und bey Paudex , zwischen Lausanne undLuttry , an der Westseite des Bachs Paudeze, einSteinkohlenflötz in drey Schichten von 7 10 ZollMächtigkeit, zwischen Sandstein und Stinkstein gelegen,an. Zwischen den Steinkohlen und dessen Dach liegenkleine zersetzte Flufsmuscheln *). Die Schichten derSteinkohlen senken unter einem Winkel von 15 0 nachS. während dafs die Sandstein - Schichten unter einemWinkel von io° sich nach S. neigen. Der Nagelflue,welcher den Jorat hin und wieder bedeckt, wie z. B.zwischen Cu/ly und Vevay, wo man ihn längs derStrafse sieht, liegt auf einer Schicht verhärteten Mer-gels, welcher, vom Wasser aufgelöst, den Sturz vongrofsen Theilen dieser Nagelflue verursacht. Hin undwieder wechselt der Nagelflue mit Schichten von sandi-gem Thon. Die meisten gerollten Steine sind Kalk-steine, Kiesel und Sandsteine. Oberhalb Vevay , woder Jorat den Namen Chardonne trägt, trifft man inden Spalten und Zwischenräumen des Nagelflue Kalk-«patli-Adern an. (S. Lausanne und Vevay).

Joux-Thal (Val de Joux) , im K. Waat, aufdem Jura gelegen, 6 St. lang, wovon nur die Hälfteauf Schweitzerboden, die andere in Frankreich liegt,zieht von W. nach O. Dasselbe ist von allen Seitengeschlossen, ohne Eingang, und, obgleich reich anSeen und Bächen, doch ohne Stromabilufs. Es liegenhier im Jura mehrere Thäler unter einander. Der oberste

*) Etwas Achnlichcs zeigt sich bey den Steinkohlenflötzen indem Sandstein - Gebilde des Ii. Zürichs. S. Alhis.