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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Guggisberg. rSi

OuGf.iSBEEG, im K. Bern, an der Grenze desK. Freyburg, in der Landschaft Schwarzenburg , zwi-schen der Sense und Schwarzenbach; reich an Vieh-zucht und Alpen, und merkwürdig wegen seines der-ben Volksstamms und der sonderbaren Tracht seinerhübschen Bewohner *); ist von allen Landstraisen ganzabgelegen. Von Freybarg nach Thun geht der Wegdurch diese Landschaft; auch nach dem Thal Bellegardeoder Tann, an der Grenze von Sannen , kann manseinen Weg von Freyburg über Guggisberg nehmen.

Geschichte. Nicht weit von Guggisberg lag dasKloster Rügisberg, welches Liilold von Rümlangenim XI. Jahrhundert stiftete. Im J. 1323. nahm dieStadt Bern den Landammann und das Volk von Gug-gisberg in ihr Bündtnifs auf, und im J. 1434. erkau-fen Bern und Frey bürg das an der Sense gelegneReichs-Schlofs Grasburg , an welches die benachbartenGuggisberger pflichtig waren.

Ursprung der Sense. Die Sense entspringt ander Gebirgskette, welche das Siemen- und Sannen- Landnördlich begrenzen; der östliche Arm kömmt vom Gan-terisch , Gcmsen-Grath und andern Felsen; der südlicheaus dem Schwarzen-See (See Omeina , in Patois) zwi-schen der Regardi, Korbli- Flue, Ouschel und Umeinazauf der Grenze des Yann - Thaies. Die Ufer desSchwarzen - Sees bestehen aus Kalkstein, auf den sieh

*) Unter den Volksliedern der Schweitzer giebt es kein ein-facheres als das Cuggisberger- Lied.