Gr I N BEL'TA LI)*), im K. Bern. Nur ein Wirths-haus ; ist es zu voll, so nimmt der H. Pfarrer dieReisenden auf. — Ein alpenreiches und sehr bevölker-tes Thal, 3150 F. übers Meer, in der Richtung vonNO, nach SW. von ausserordentlich hohen Felsen omtschlossen. Die nördliche Felsenkette erhebt sich in demFaul-Hom bis zu 8020 F. , und südlich starren die fürch-terlichsten uud höchsten Felsen aus ewigen Eisthälernin die Himmel. Das Wetter - Horn 11,453 F. , derEiger 12,268 F., die Schreck- und Viesch - Hörnernoch einige hundert Fufs höher. In NO. schliefst dieScheideck , 6045 F. hoch das Thal, und nach SW- liegtsein enger Ausgang. Wird von einem muntern undwohlhabenden Alpenvolke bewohnt. Kirschen und Erd-beeren wachsen bis im September. Dieses Thal isteines der berühmtesten und besuchtesten von allenThälern der Schweitz , weil man nirgends so gefahrlosund bequem Gletscher sehen und bewundern kann, wiehier. Von Bern kann man in 1^2 Tag, thcils zuWagen, theils zu Wasser, hier ankommen.
Wer von Unterseen am Thuner - See hieher reist,wendet sich bey dem Wirthshaus zu Zvreyliitschirtenlinks nach O., geht über die Weijsliitschine , welche ausLauterbrunn strömt, bald nachher über die Schrrarz-Lütschine in das enge hutschen - Thal, wo der Fall—
*) Erhielt seinen Namen von einem nordöstlich liegendenBerge, Grindel , Grindle (ein ccltisches Wort, welchesRiegel bedeutet), welcher nach Hasli zu das Thalschliefst, und dem ehmaligen grofsen Walde, welcherdas Thal bedeckte,