GlETS CHER. 117
Bett eingraben. Oefters, wenn der Ablauf des Was-sers unter den Gletschern verstopft wird, und sich inausserordentlicher Menge angesammelt hat, werden danndie Eistafeln gesprengt, und ein wilder Strom ergiefstsich plötzlich aus einer breiten Spalte. — Hin undwieder trifft man runde Löcher an, die senkrecht durchden Gletscher geben und bis oben mit Wasser ange-füllt sind. Diese Löcher entstehen von Steinen, wel-che durch die eingezogne Wärme das Eis um sich herschmelzen, und immer tiefer und tiefer einsinken, lndiesen Löchern treibt man ein Spiel mit^den Bergstö-cken , nämlich man stöfst sie mit Gewalt in das W r as-ser, und sie kommen immer wieder in die Höhe.
Steine an und auf den Gletschern. MancheGletscher haben eine schmutzige schwärzliche Farbe ander Oberfläche , welche von aufgelösten verwittertenSteinen entsteht. Eine grofse Menge Steintrümmer,welche in den höchsten Felsenthälern durch Stürme undLauinen herabgestürzt werden, liegen immer sowohl indem Eise des Gletschers als auf demselben; daher fin-det man an den Rändern und am Ende aller GletscherSteinhügel, die bisweilen 100 Fufs hoch sind. DieseSteindämme (Gandehen , Ganda , Morene , Moraine ,Mürene *) genannt) schieben das Ende jedes Glet-
*) Iu Tyrol heifsen die Stcintriimmer - Haufen um die Glet-scher trockne Murren, woher auch wohl das französische"Wort Morren, Morene seinen Ursprung hatj es ist wahr-scheinlich ein altes celtisches Wort. Nafse Murren heissendie X\l'oler das, was die Schweitzer Steinrysenen nennen.