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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Gletscher.

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Bewegung der Gletscher nach den tiefergelegnen T.h ä 1 e r n. Es giebt kein einziges Felsenthal,welches nicht abhängig wäre. Ist der oberste Theileines solchen Thals init einem Gletscher gefüllt, dessenMasse und Ausdehnung mit jedem Jahr durch die nunvermehrte Kälte in doppeltem Verhältnisse zunimmt, somufs der Druck nach dem Abhange des Thaies ausser-ordentlich werden. Während der warmen Zeit schmilztder Gletscher an den Seiten und ai^ der untern Fläche,mit der er auf dem Felsen aufliegt, am stärksten ; hierentstehen durch die vielen rinnenden Wasser lange undgrofse Gewölbe, die hie und da anstemmenden Eistafelnwerden von angesämmelten Bächen weggerissen, unddie unter dem Gletscher verschlofsne Luft, wenn siesich bey Veränderung des Luftkreises ins Gleichgewichtsetzen will, zerbricht viele Stützen. Alles dies verrin-gert die Berührungspunkte und die Reibung. Die Kraftdes Drucks von oben überwindet den noch vorhand-nen Widerstand, und die ganze Last rückt vorwärts.Jst endlich das hohe Felscnthal von der Eisrnasse 4 ange-füllt, so wird sie an dessen Ausgange hervorgedrängt,und so nach und nach in das fruchtbare Thal hinab-gesclioben, wo die gröfsere Hitze ihrem immer weiternVorrücken Grenzen setzt. Die Bewegung der Gletscherzeigt sich dem Beobachter an folgenden Erscheinungen :i ) Man sieht oft das Ende des Gletschers vorwärts

in den italienischen Alpen Vedretto, in Kärnthen lirifs,in Savoyen und der Dauphine (i/ncier, auch fblice; inden Pyrenäen Serncllcs, Senieilles.

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