Druckschrift 
3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

104 Glarus.

Gotthard , über die vorher unbetretnen Hirtenpfade desKienzig- Culms, aus dem Schachen- Thal ins Muotta-Tbal, von Muotta üher den Pragei nach Glarus, unddurchs Sernft - Th&\ über den Segnes nach Chur ,immer blutig kämpfend und ohne Lebensmittel, wirdkünftige vielleicht unglaublich scheinen. Die Armeerastete zu Glarus drey Tage, und legte also dieseschreckliche Felsenreise fast so schnell zurück , als einrüstiger Gehirgswandrer, unter allen Stärkungen desTisches und nächtlicher Ruhe, solches zu thun vermag,

P fl anz e n.

Die Gebirge von Glarus sind reich an Alpenpflanzen,Ausschliefsend wachsen auf des en Alpen Hypericum coris( Hartheu); am Wege auf den fViggis; Ophrys mono,phyllos (Ragwurz) am Wege auf die Fr o h u-Alp (diesefindet man aber auch in Biindten). In der übrigen Schweitzfinden sich seltne Alpenpflanzen auch auf einigen Glarner-Alpen. So z. B. Poeonia ojficinalis auf den Bergendes Sernft - Thaies. Senecio abrotanifolius (stabwurzblät-teriges Kreuzkraut), sehr selten; wächst nur imVaitelin, bey Lugano und auf dem Mont Rosa.Senecifi incanus. Jnula montana (Alant) bey Keren-zen. Chrysanthemum Halleri. Lunaria annua auf den Ber-gen um Glarus, ^ilchemilla maxima auf Bühren-Bo-den-Alp. Galium hareynium auf Märsche n - Stock. Py-rola unijlora auf dem Schilf. Daphne mecereum und Li.eben islandicus in grofser Menge. Durch den thätigeuHandel, den seit einigen Jahren die Glarner mit Seidel-bast-Rinde besonders nach Holland getrieben haben,