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Reformation, welche von den Bewohnern des Sernft-thales zuerst angenommen wurde, und sich über dengröfsten Theil des Kantons verbreitete. Die Glaubens-trennung hatte nahen Einfinfs auf die politischen Ver-hältnisse, und dadurch entstanden oft die heftigsten in-nern Spaltungen, wo die übrigen Eidgenossen stets alsVermittler bis ins J. 1757 auftreten mufsten. Es ent-standen durch die mancherley dadurch nothwendig ge-wordnen Veränderungen in der Verfassung aus den Alt-und Neugläubigen gewissermafsen zwey Bürger-Ganze,welche abgesonderte Landsgemeinden halten, und nurIn den allgemeinsten Angelegenheiten zusammentretenBey der Umwälzung der Schweitz im J. 1798. verlorGlarus alle Unterthanen, und dessen Vogteyen Gast er,Vlznach, Gambs und Werdenberg wurden dem K.St. Gallen zugetlieilt.
Neue Geschichte. Von 1588. bis 1798. nähertesich dem Kanton kein fremder Feind. Am 17. Sep-tember 1798. ward Glarus von den Franzosen entwaff-net. Den 28. May 1799. Gefechte zwischen den Oester-reichern und den Franzosen bey Mollis , den 30. Aug.bey Näfels , den 31. August bey Mollis , am 5. Sep-tember bey dem Pafs nach Kerenzen , am 25. Scpt. imServr/it-Tliale und im Kerenzer- Pafs. Am 26. dringendie Oesterreicher bis Schwanden. Von 27 - 29. Ge-fechte bey Glarus , worauf die Oesterreicher nach demSernft - TllvAe zurückgetrieben wurden. Den 30. Sep-
*) S. die politische Verfassung und bürgerlichen Gesetze in
Ebels Schilderung der Gcbirgsvölkec 11 . TlT 1802. l.eipz.
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