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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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Jahren 1762 und 64* von den gilifslichsten Ucber-schwcmmungen gelitten haben. — Das Land eignetsich hauptsächlich zu Wiesenbau und Alpcnwirthschaft;Obstbau ist beträchtlich, Getreide und Wc/nbau unbe-deutend. Das Klima ist in den Thaltiefen nicht rauh;Pfirsichbäume kommen sehr gut fort, cfsbare.Kastanienstehen am Kufsbühel und am Wallenstadtcr - See, undMandelbäume sind auch foi tgekommen.- Die Südwindeführen sehr schnell den Frühling lierbey, und oft schonhatte man in Mitte Aprill reife Erdbeeren, Ende Mayreife Kirschen. Die Rindviehart ist nicht so grofs wieim K. Schwjlz, nur 3-4^2 Ct. schwer. Im Sommerweiden 7-8000 Kühe auf den Alptriften, im W’iuteraber können nur 4— 5000 ernährt werden. Die Milchwird hauptsächlich zu Butterbereitung benutzt. Eigen-*thümlich und allgemein geschätzt ist der Glarner grüneKäse, Schabzieger genannt, der nirgends in der Schweitzals in diesem Kanton so gut verfertigt und in Menge aus-geführt wird. Die Zahl der Ziegen ist ausserordentlichgrofs, denn jede Gemeinde hält 100-400 Stück. Seit1802. haben einige Patrioten die spanischen Scliaaf«eingeführt, und schon ist die Landschaatwolle sehr ver-bessert. Auch Pferdezucht wird getrieben. — DieGlarner gehören zu den demokratischen Völkern derSchweitz, (sie halten ihre Landesgemeinde alljährlichzu Glarus oder Schwanden) und sind durch Erwerbs-fleifs und Handelsthätigkeit sehr merkwürdig. Der au-"fangs spärliche Vertrieb der schönen Schieferplatten ausdem Scrnftthale im XVII. Jahrhundert wurde der Ur-