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XX. AII S C H NIT T.
uuvermischt mit andern Völkern. Obgleich späterhinihr Land bald von den Römern, bald von den Galliern,bald von den Longobarden , bald von den Hunnenund andern Völkern , späterhin endlich von den deut-schen und französischen Kriegsvölkern heimgesuchcward, überliefsen doch die Sieger den Ueberwund-nen gern jene wilde Einsamkeiten der Hochalpen.Unvermiscbt , wie das Volk, erhielt sich jiuch dessenSprache. Seine Sitten und bürgerlichen Verhältnisseblieben unverändert. Unbekannt mit der ganzen übrigemWelt und deren Kultur konnte sich der Ideen - Reich-thum dieses Volkes nicht vermehren, und folglich wa-ren auch keine neuen Bezeichnungen von Begriffen nö-thig. Die rlrätisch-romanische Sprache ist daher auchnoch heute zu Tage sehr wortarm , und sie kann nurdie gewöhnlichen Gegenstände des Lebens benennen. DieAusdrücke, welche wir in alten Zins-und Gerechtigkeits-rödeln dieses Volkes aus dem VIII. Jahrhundert inromanischer Sprache erblicken , sind noch jetzt unvcralter.Ueherbleibsel alter Handschriften, die vor rjoo. Jahren
geschrieben worden sind , kann man noch jetzt eben so gut
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lesen und verstehen, als diejenigen, welche in der ge-genwärtigen Zeit geschrieben und gedruckt worden sind.
Die rhätische Sprache theilt sich in zwey Haupt-mundarten , in jene der Quellen des Rheins, in dasRomanische, und in diese der Quellen des Inns undder Etsch, in das Ladiniscke.
Das Romanische theilt sich wieder in die Mund-art der Ebnen , und der Sursclver (das Oberland des
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