■ I k>y * 5 ^ 1 ^*! I ANLEITUNG, NÜTZLICHSTE UND GENUSSVOLLSTE ART ' Mit drey geatzten Blättern; welche die ganze Alpenkette, von dem Santi« im Kanton Appenzell an, bis hinter den Montblanc darstellen; nebst einem Titelkupfer, einer Schweitzerkarte, einer Profilkarte, und einer Abbildung der Leisten Art Fufseisen, auf Gletschern zu gehn. Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu München, der Naturforschenden Gesellschaft zu Zürich, und der Wet» teraiiischen Gesellschaft für die gesammte Naturkunde. Dritte ganz umgearbeitete und sehr vermehrte Auflage# AUF DIS DIE S C II W E I T Z ZU BEREISEN. VON J. G. EDEL, M. D, > ERSTER THEIL. ZÜRICH r.F.y OiisLL, F'üssli vkd Com riGHU, i 8 o g. V o r b.e r i c h t Diese dritte Ausgabe der Anleitung, di» Schweitz zu bereisen, umfafst die ganze Schweifz, nämlich die XIX. Kantone, das VF alliserland, das Fürstenthüm Neuchat el und Vallengin, die sonst zur Schweitz gehörigen Städte Und Gebiete von Genf und Biel, \ und ausserdem noch die merkwürdigsten Theile von Savoyen und Piemont, und die nächst angrenzenden Gegenden der Lombardei oder des Königreichs Italien, Schwabens und Frankreichs. Der erste Theil enthält Alles, was dem Fremden zur Vorbereitung einer Reise in der Schweitz zu wissen nothwendig ist; und macht ihn mit allen Hiilfsquellen bekannt, IV in denen er gründlichen Unterricht über Geographie, Statistik, Geschichte, politische Verfassungen, Gesetze, Naturgeschichte und 'Litteratur dieses merkwürdigen Landes schöpfen kann. Der zweyte Theil ist ihm ein unentbehrliches Handbuch auf der Reise selbst. Bey der ersten Ausgabe hatte der Verfasser rsur diejenigen Reisenden im Auge, welche den Ge- nufs malerischer Schönheiten und ausserordentlicher Szenen der Alpennatur suchten. Die Anzahl derer, welche bey einer Schweitzerreise nur dies zur Absicht haben , ist freylich die gröfste; indessen giebt es doch viele Jünglinge, welche eigentlichen wahren Unterricht suchen ; und auch von jenen blo- fsen Naturpilgern besitzen manche das Verlangen darnach, und benutzen ihn mit Freuden, wenn er ihnen auf leichtem Wege dargereicht wird. Dem Verfasser schien es daher nützlich, seinen Gesichtskreis bey der Bearbeitung der zweylen Ausgabe zu erwei- I V fern, und aus der Botanik, Mineralogie und Geognosie alle Merkwürdigkeiten darin aufzunehmen , welche dem Reisenden in dem Alpengehirge nahe vor den Augen liegen. Die Schweitz ist in ihrer mineralogischen und geognostischen Beschaffenheit bey weitem nicht hinreichend untersucht, und in diesem reichen Felde ist noch unendlich viel zu thun. Durch die ■ genaue Anzeige aller Gegenden und Gebirge, welche schon durch treue Beobachtungen bekannt sind, werden die reisenden Naturforscher in den Stand gesetzt, ihre Aufmerksamkeit besonders denen noch gar nicht oder wenig erforschten Th eilen der Alpen zu wiedmen, und dadurch die Summe kostbarer Kenntnisse zu vermehren. Nichts ist für die Erweiterung des menschlichen Wissens, für die Ausbeute immer neuer Kenntnisse so über Alles wichtig, wie die Darstellung reiner Tliatsachen, die Grundsteine aller physischen Wissenschaften. In dieser Ueberzeugung habe ich mich gewissen- VI haft bemüht, in allen mineralogischen und geognostischen Artikeln keine Meynungen sondern nur die sich darbietenden Thatsachen bemerkbar zu machen. Ein Jeder sehe, prüfe, bestätige oder berichtige; so allein kann Naturwissenschaft wachsen. i ' Bey dieser dritten Ausgabe hat der V. alle jene Rücksichten noch mehr beachtet, und gestrebt, dieses Handbuch sowohl im Allgemeinen als in seinen einzelnen Artikeln bestmöglichst zu vervollkommnen. Die dadurch vermehrte Bogenzahl soll, hoffe ich, das Ganze dem vorgesleckten Ziele um etwas näher gebracht haben. Frankfurth a. Mayn, jm Januar. i8°9< I. G. Ebel. Dr. Med. Inhalt • des ersten Theils. t / I. Abschnitt. Seite Handbücher und Wegweiser für Reisende in der Schweitz. ..... i w II. Abschnitt. Für wen ist die Schweitz merkwürdig? . 4 Das Alpengebirg* ist eine unermefsliche Ruine, gleich wichtig für den Philosophen, Geognosten und Mineralogen; dessen Gletscher und Eismeere sind die Wasser - Vorrathe des festen Landes. Als das höchste Land in Europa bietet die Sehweite dem Botaniker, Insekten — und Thierforscher, so wie dem Physiker, den reichster. Stoff von Produkten und anzustellenden Beobachtungen dar. Die Völker der Schweitz sind durch ihre alte und neue Geschichte dem Geschichtsforscher, dem Staatsmann , dem Kriegsmann , dem Wcltwcisen und jedem gebildeten Menschen gleich wichtig. Die Landwirtschaft ist in einigen Zweigen sehr vervollkommnet, und Industrie und Fabriken blühen hie und da in hohem Grade. Einige eigentümliche Krankheiten der Alpeubcwoh- ncr sind dem Arzte wichtig. Die Naturschönheiten sind unerschöpflich , und versprechen dein Landschaftsmaler, dem Dichter und jedem fühlenden Menschen die schönste Befriedigung. t rtlATEj: ' * Ai touufti 10 l’orno de u indem bey ()veTl, Fitssh und 0 1 ERSTER ABSCHNITT. Handbücher und Wegweiser für Reisende in der Schweiz. Guide ' du Voy ageur en Suisse , traduit de V Anglois. Lausanne 1788. Die zweyte Ausgabe 1790. le Guide des Voyageurs en Suisse . Paris 1790. Der letztere ist dem ersten vorzuziehen. Ohngeachtet derX T nrichtigkeiten und Irrthümer, die hie und da vorkorn- nen, können beyde dem mit der Schweitz ganz unbekannte Fremden auf seinen Reisen nützlich seyn, sind aber eigentlich sehr unvollständig und unbefriedigend. Handbuch für Reisende durch die Schweitz. Zürich, 1 Thl. 1787 - 2 Thlc* » 70 ^. Mit einer Karte« Manuel de VEtranger , qui voyage en Suisse, 1790. Dies ist die Uebersclzung des vorigen. Der erste Theil ist deu Reisenden fast unentbehrlich; dtim man findet darin die Entfernung** v und \Vege eines Orts zu dem andern, und die Namen der Dörfer und Oeiter, welche man auf jedem Wege berührt. Der zweyte Theil enthalt eine kurze Anzeige der chma- ligen Verfassungen der Kantone, und der Merkwürdigkeiten der Hauptörler. Obgleich hie und da etwas Mangelhaftes ist, so wird er doch den Fiemden sehr nützlich seyn. Instruction pour les Voyageurs , qui vont voir les GInders et les Alpes du Canton de Berne , 1787. Berne , Nach dem Titel sollte man viel mehr erwarten, als man findet; cs enthält nichts als eine Reise über Tium nach h x 2 1. Abschnitt. Lauterbruun , Crindclwald. Meyringen , und über den Brienzer- und Thunersee wieder zurück. Jtineraire de Geneve , Lausanne et Chamouny , par M. Bourrit. Geneve 1791. Alles, was Genf betrift, ist sehr brauchbar; das übrige minder. Jtineraire de la vallee de Chamouny , d'une partie de Bas-Vallee et de Montagnes avoisinanles , par M. B er t haut -van Bereitem. Lausanne i 79 °> Mit einer Karte. Cut und brauchbar für die auf dem Titel angezeigten C egenden. Ueber das Reisen in der Schweitz, oder kurze Anleitur.g für Ausländer, u. s. f. Beytrag*zum Handbuch fir Reisende. Zürich 1792. Der Verfasser schlägt einige Reiserouten vor, die von Zürich nach dem Vierwaldstättersee, durch Unterwalden nach Engelberg, von da über das Joch ins llasli , nach Lauterbrunn, Thun und Genf gehen ; man liest darin auch eine Beschreibung «1«« Ka*«maeK«n. auf den Alpen. Description topographique , physique et politique du Pays - de - Vaud , en forme d'ltineraire pour les Sa-vans et les Voyageurs. Avec la Description des Salines d'Aigle , du Pays de Neuchatel , de la Chaux - de - Fond et du Locle; par M. Struvc f Professeur a Lausanne , 1796. Jtineraire du St. Gothard et d'une partie du Valais , accompagne d’une Carte lithographique. 1795. Chez M e che l a Bäte. Bcyde Wegweiser sind für die auf dem Titel angezcig- ten Gegenden vortreflich. Alle diese jetzt angeführte Schriften sind entweder nicht ganz das, was sie seyn konnten; oder sie geben keine vollständige Anleitung, so wie sie derjenige be- « Handbücher u. s, f. darf, welcher die ganze Schweiz bereisen Will. Unter der grofsen Menge Reisebeschreibungen, welche über dieses merkwürdige Land erschienen sind, würden, sollte man denken , doch einige diesen Zweck leisten. Man irret sich aber darin; denn es giebt keine einzige, welche die ganze Schweiz umfafst, alle merkwürdigen Gegenden berührt, den Fremden in Stand setzt, sich nach seinen Zwecken, seinen Wünschen, und nach der Zeit, die er verwenden will und kann, einen vernünftigen Reiseplan zu entwerfen, und welche ihm für jeden Fall Belehrung und Rath über so manche Dinge giebt, die man selbst bey vielen Eingebornen vergebens sucht. Vielfache eigne Erfahrung hat mich hinlänglich belehrt, wie sehr der Reisende in der Schweitz den Mangel einer richtigen und vollständigen Anleitung auf Kosten seines Nutzens und Vergnügens nur zu oft fühlen mufs. Deswegen möchte es nicht unnütz seyn , die Früchte meines langen Aufenthalts in der Schweitz in diesen Bogen dem Druck zu übergeben, wodurch ich beyzutragen hoffe und wünsche, dafs jeder Reisende die Schönheit und Gröfse der erhabnen Natur in der höchsten Fülle der Innigkeit geniefsen , und auf leiclrterm Wege Unterricht und Kenntnisse in diesem merkwürdigen Hochlande Europa’s einsammeln könne. rr r ^-'> » 4 II. Abschnitt. ZWEYTER ABSCHNITT. Für wen ist die Schweitz merkwürdig? Nichts beflügelt die Phantasie so allmächtig, als dies, Denkmale des grauen Alterthums. Die Beschreibungen der Ruinen von Palmyra , Theben und Rom eigreifen jeden Sinn und fesseln jeden Geist. Glücklich wird der gepriesen , welcher diese erstaunenswürdige Reste der Menschenkunst und Kraft mit eignen Augen schauen kann. Wie schwinden aber doch alle diese Werke vor- übergegangner Volker gegen die Ruinen des Erdgebäudes ! ! Ja, das Alpengebürge ist eine unermefsliche Ruine, dessen zahllose Trümmer die ganze Schweitz , die Ebnen Schwabens und des Rheins , die Flächen der Lombardei bis zum adriatischen Meer, und die Ebnen Süd-Frankreichs vom Fufse des Jura an längs der Rhone und der Isere bedecken. Und nach den schrecklichsten Welt- stürmen ragen noch die stehenden Reste als Grundpfeiler einer ganzen Welt in die Himmel empor ! An den Füfsen der nördlichen Kalkalpen liegt in der Nagelflue- kette der Schutt über 5000 Fufs hoch und bildet die ersten Stuften zu den erhabnen Säulen des gebrochnen Tempels der Erde. Ueber die Kalkgräber zahlloser Geschlechter von Seethieren klimmt der Pfad weiter zur Höhe von 10000 Fufs ; und hier erheben sich erst die kolossalischen Granitfelsen, deren weifse Häupter einst FÜR WEN IST DIE ScHWEITZ MERKWÜRDIG ? 5 all grünende Inselgruppen die weiten Meere überschauten, welche Europa deckten, und im Glanze der Sonne glühten, ehe noch ein Mensch war und empfand. Ehrwürdige Zeugen der Jugend und der schrecklichen Schicksale der Erde , Zeugen der Entstehung ungeheurer Flötzgebürge und ihrer gräfslichen Zerstörungen, Zeugen der Geburt der ersten lebendigen Wesen und des ganzen Europäischen Welttheils , wer war Zeuge bey eurer Geburt?? Was sind die Jahrbücher der Menschheit gegen die Geschichte der Natur ? Was ist Menschen- und Völkerdauer gegen die Ewigkeit der Welt? Gänze Jahrhunderte sind nur Tagg der Natur. — So versinkt in einer unergründlichen Gedankentiefe der Geist des Wanderers an den zerrifsnen Seiten dieser Ungeheuern Pfeiler, so alt, wie die Erde seihst. —— Und doch wagt es der Mensch, die schwarze Nacht zu durchschauen, welche die Geschichte der Natur verbirgt 1 Gewifs ist, dafs in den Ruinen der Alpengebürge dasjenige Buch aufgeschAgen liegt, in welchem die wundervollen Schicksale des Erdplaneten mit grofsen Buchstaben aufgezeichnet sind , von denen man jetzt nur erst wenige lesen kann. Die Kühnheit und Geduld der Erdforscher ( Geognösten ) werden endlich durch ihre vereinte Beobachtung eine Fackel erringen, mit welcher sie der erstaunten Menschheit die tiefen Fernen der Vergangenheit erhellen werden, so wie der Astronom die Geheimnisse des Weltalls enthüllt. In diesem aufgerifsnen Erdenschoofse eröffnen sich gleichfalls dem Liebhaber der Mineralogie unerschöpf- 6 II. Abschnitt. •?’’ A_ 'V liehe Minen der verschiedenartigsten Steinarten, ihrer Vermischungen und ihrer Uebergänge. Auf den Scheiteln der Alpen sammelt die Natur einen ewigen Vorrath des befruchtenden Elements für die weiten Länder Europa’s. In tausend Strömen entrinnt dem unübersehbaren Meer von Schnee und Eis, welches die Alpen füllt, Sommer und Winter, Tag und Nacht unausgesetzt der allbelcbende Quell, welcher auf grünen Fluthen'seine Wohlthaten ewig wallend nach allen Gegenden , bis zum Schwarzen und zum Mittelmcer , bis zum Adriatischen, und zum Nordmeere vertheilt. Als das höchste Land und die Mutter der prächtigsten Flüsse von Europa, vereinigt die Schweitz in ihrem kleinen Gebiete die Natur und Produkte des Nordes und Südes, verstattet in 7 — 8 Stunden die verschiednen Klimate von 8° bis zum 40 °. der Breite zu durchwandern; in einer Tagreise das ewig starrende Eis Spitzbergens zu betreten und die Glut des Senegals zu fühlen *); das isländische Moos zu sammeln und die Stachelfeige anzustaunen; 'das Donnern verheerender Schneestürze in der Todtenstille einer erstorbnen Natur, und den Gesang der sizilianschen Zygale zu hören. Der Pßanzcnkundige findet in diesen zahllosen Ge- bürgsstaffeln und Thälern eine ausserordentliche Ausbeute. Schon kennt man 496 Pflanzengattungen und 1800 Arten, über 1000 Kryptogamisten; und doch sind *) In Unterwallis steigt das Reaumiirsche Thermometer im Schatten, des Sommers auf 24 ißi Grad, am Felsen der Sonne ausgesetzt auf 38 und bisweilen auf 4b Grade. FÜR WEN IST DIE SCHWEITZ MERKWÜRDIG? J die Kantone Thurgau , Aargau , Solothurn, Freyburg , Craubündten, Tessin und ein grofser Tlieil des Wallis noch wenig oder gar nicht durchsucht. Es werden daher jährlich neue Arten entdeckt. Dem Insektenforscher bietet sich ein eben so weites Feld dar,'wie dem Botaniker; und die grofse Mannigfaltigkeit der Vögel, welche von Spanien bis in Nordamerika wohnen , mehrere merkwürdige vierfüfsige Thiere, und die zahllose Menge versteinerter See- Schaalthierc, geben demjenigen reichen Stoff, welcher diese Zweige der Naturgeschichte bearbeitet. Der Physiker findet, von den Tiefen der Seen bis zu den in die Himmel ragenden Zinnen über die Wolken empor gehoben, Gelegenheit zu Versuchen über Wärme , Kälte , Licht , Elektrizität , Magnetism , ■nd über die Beschaffenheit und Veränderungen des Erd’ umfassenden Laboratoriums der Atmosphäre; Versuche , die in einem niedrigem Lande auf keine Weise anzustellen sind. Die Gletscher und Eismeere an der Seite blühender Thäler sind so wunderbar und einzig auf der Erde, dafs diese Naturerscheinung schon allein die Schweitz über Alles merkwürdig macht. Die Schweitz, zwischen Deutschland, Italien und Frankreich gelegen, vereinigt in seinem Staatsbunde die drey merkwürdigsten Völker des festen Landes. W r er also den Menschen zum Gegenstand seiner Beobachtung macht, den erwartet hier die befriedigendste Geistesnahrung. Die Tugenden und Gebrechen jener drey 3 II. Abschnitt. Völkerstämme, näher an einander gerückt, lassen sich leichter erforschen und erkennen, als da, wo die Kontraste der Vergleichung fehlen. Der deutsche Stamm, des helvetischen Volkes trat aus dem Dunkel der barbarischen Jahrhunderte mit Heldenglanze hervor. Kämpfend für die heiligste Sache des Menschen, überall siegend, und doch bescheiden und mäfsig, gründete er seiner Tugend ewigen Ruhm, seinen spätesten Nachkommen ein geehrtes und gefürchtetes Vaterland, und jedem edeln Menschen ein wohl- thätiges Vorbild und ein Herz erquickendes Schauspiel. Der heilige Genius der Humanität bewachte den tiefen Frieden dieses Bodens; hielt, mitten unter den unaufhörlichen Stürmen und Zerfleischungen der Völker Eu- ropa’s, durch die in drey Zungen redenden Eidgenossen die letzten Bande der Menschheit zusammen , und öf- nete jedem von politischer oder kirchlicher Partheywuth Verfolgten *) , jedem, dem das Toben höllischer Leidenschaften ein Greuel war, sichere Ruhestätte in dem Schoofse der Alpen. Welchem Europäer sollte nicht in diesen Hinsichten die Schweitz äufserst merkwürdig seyn ? — Das unglückliche Loos, welches dem Vaterlande Teils und Winkelrieds von fremder Gewalt am Ende des XVIII. Jahrhunderts bereitet wurde, fügt der merkwürdigen Geschichte des Alpenvolks einige *) Die Vertreibung J. J. Rousseau’s von der Pctersinsel im Pielersce, auf Befehl der Regierung von Bern, ist die einzige betrübte Ausnahme der Art. Im Merz 1798, mitten itu Frieden, rückte eine franzö- 1 I Fük wen ist die Schweitz merkwürdig? 9 bewcinenswerthe Blätter hinzu. Der Altar des ewigen Friedens loderte bey dem Kanonendonner einbrechender feindliehcr Schaare'n unter Wehklagen der bestürzten Welt in Flammen auf; die durch so lange Jahrhunderte vor jedem Frevel geheiligten Thäler wurden der Tnm- melplatz des wilden Kriegers, und die himmelreinen Alpen befleckte das Blut schlachtengieriger Völker von der Seine und den Pyrenäen bis zur Wolga und dem Ural. Diese fast unglaublichen Ereignisse haben die Schweitz dem Kriegsmann und dem Geschichtsforscher der neuesten Zeit sehr merkwürdig gemacht; und der Weltweise, welcher durch genaue Erforschung des Menschen und der Völker die Quelle ihrer Handlungen und Schicksale zu entdecken sucht , wird in der jener unglücklichen Epoche vorangehenden Zeit und Lage,der Schweitz gewifs ein weites Feld der Untersuchung finden, welches nicht unfruchtbar an wichtigen Wahrheiten seyn möchte, die das Wohlwollen des Forschers zur lautsprechenden Lehre und Warnung für die Zukunft aufstellen könnte. — Ueberhaupt darf sich jeder denkande Mann , dem das Wohl der Menschen am Herzen liegt, und welcher mit scharfsichtigem Auge den Einflufs ausspähet, welchen Klima, örtliche Lage , physische Beschaffenheit des Bodens , politische und bürgerliche Einrichtung, Kirchenglaube und Er- sische Armee in die Schweitz, und begann eine allgemeine Revolution in denen seit i3i5 bestandenen Verfassungen. 10 II. Abschnitt. werbsarten, sowohl auf den körperlichen Zustand, als auf die Gemüthskraft, auf die Sitten und Geistesausbildung , überhaupt auf das vernunftmäfsige, glückliche oder elende Leben jedes Völkchens so unverkennbar äufsern — der darf sich in der Scliweitt die reichste Erndte fruchtbringender Betrachtungen und Kenntnisse versprechen. Nur hier allein in Europa bestehen Hirtenvölker und Volksregierungen. Wer also diese merkwürdige Staatseinrichtung in der Wirklichkeit kennen lernen will, der mufs die Hochgebirge der Schweitz besuchen. Der Landwirth kann in mehrern Gegenden der Schweitz die nützlichsten Erfahrungen einsammeln ; denn Wiesen- und Ackerbau, Viehzucht und Milchbenutzung werden auf dem festen Lande von Europa nirgends so vollkommen betrieben, als hier; auch läfst sich da jeder Zweig der Landökonomie von dem Bau der Gräser bis zur Kultur der Oliven und Seidenbäume beobachten. Wichtiger aber als alles dies wird jedem Landwirth der Besuch zu Hofwyl (2 St. v. Bern) bey dem Hm. von Feilenberg seyn. Dieser edle Schweitzer hat so tief greifende Verbesserungen in den verschiednen Zweigen des Landbaues ausgeführt, dafs sein Landgut die-Schule und das Muster für die Landwirthschaft des XIX. Jahrhunderts werden wird. Man sehe hierüber den Art. Hofwyl im III. Theil. Eben so wird derjenige, welcher den Kunstßeifs der Menschen und die Fabrikhandlung zum Zweck seiner Reisen macht, in den Gebirgen Jppenzelis , Für wen ist die Schweitz merkwürdig ? 1 1 Glarus, Emmethals, Neuchatels, in den Kantonen St. Gallen , Zürich, Basel und Aargau hinreichenden Stoff tu Bemerkungen finden. Auch der Aufmerksamkeit des reisenden Arztes bieten sieh einige merkwürdige eigenthümliche Krankheiten der Alp- und Thalbewohner, wie z. B. Kretinisin, Kröpfe, Heimweh u. s. w. dar. Es ist schwer zu bestimmen, ob die Schweitz durch alle bisher angedeuteten Gegenstände , oder durch ihre ISaturschönheiten am merkwürdigsten sey. Alles Grofse, Erhabne, Ausserordentliche und Erstaunenswürdige , alles Schreckliche und Schauderhafte, alles Trotzige, Finstre und Melankolische, alles Romantische Sanfte, Reitzende , Heitre, Ruhige, Süfserquickende und Idyllenliebliche der ganzen weiten Natur , scheint sich hier in einem kleinen Raume vereinigt zu haben, um dies Land zu dem Garten von Europa zu bilden, wohin alle Anbeter der Natur pilgern, und wo sie für ihre reinen Opfer Belohnung und Befriedigung in dem vollsten und reinsten Maafse erndten sollten. Das Schauspiel eines feuerspeyenden Berges und den Anblick des Meares ausgenommen, wüfste ich keine Naturscene, keine Naturschönheit, die der Wandrer in der Schweitz vermissen möchte ; im Gegentheil, er wird sehr, sehr viele finden , welche er sonst nirgends sehen und ge- niefsen kann, von denen der Bewohner eines ebnen Landes keine Vorstellung hat, und wovon ein treffendes Bild zu geben, dem Pinsel wie der Feder gleich unmöglich ist. . . 12 II. Abschnitt. • Der Genufs der Natur wird nicht allein durch die Abwechslung und Mannigfaltigkeit im Allgemeinen, die in manchen Gegenden fast mit jedem Schritte stattfindet, erhöht, sondern eben so sehr durch die Mannigfaltigkeit der Ansichten einer Landschaft aus einem einzigen Punkte in den verschiednen Tageszeiten, bey reinem, halbbewölktem und ganz überzognem Himmel betrachtet, wodurch Farben, Lichter, halbe und ganze Schatten auf Seen und Wiesen, auf Hügel und Berge, auf die kahlen und beschneiten Felsenscheitel geworfen, und bisweilen in kurzer Zeit so verändert werden, dafs eine und dieselbe Gegend die verschiedensten und auffallendsten Schauspiele gewährt. Wer nicht in der Schweitz die Natur in ihren günstigen Augenblicken genossen hat, der kennt weder ihre Gröfse und Erhabenheit , noch ihre bezaubernden Reitze , weder ihren Glanz und ihre Pracht, noch ihre heitre beglückende Lieblichkeit. Unerschöpflich an Gestalten und Schmuck zeigt sie sich am nördlichen und südlichen Saume der Alpen, so wie mitten im Felsen- und Gletschergraus, dem erstaunten Auge überall neu. Der Dichter kann sich hier gewifs den vortrefiichsten Stoff zur Befruchtung seines Genies versprechen, und dem Landschaftsmaler stehet ein unerschöpflicher Reichthum von Studien offen. Jeder Mensch , dessen Gefühl im Schoofse der schönen Natur einige Freuden zu finden weifs, der einen Schatz der lebendigsten Bilder und Genüsse dieser edeln Art für die Zeit des Winters einsammeln will, oder dessen Herz, von Leiden und Kummer zer- Für wen ist die Schweitz merkwürdig? 13 prefst, Trost, Erhebung und Stärke bedarf: Der wandere in die Alpen der Schweitz. DRITTER ABSCHNITT. Das Reisen in der Schweitz stärkt ganz besonders die körperliche Gesundheit. Das Fuisreisen in Bergländern ist unter allen körperlichen Bewegungen in jeder Rücksicht die gesundeste. Die nicht zu starke und nicht zu milde Erschütterung des Unterleibs , das Athmen der reinen Bergluft, die verstärkte allgemeine und gleiche Ausdünstung, die einfachen Nahrungsmittel, der Genufs ausserordentlicher Natur , wodurch das Gemüth in froher Stimmung erhalten wird, geben jedem Theil die freyeste Wirksamkeit und dem ganzen Körper ein harmonisches Spiel aller Organe. Deswegen sieht man die meisten Fufsreisenden aus den Gebirgen fetter, m/tntrer, und an Körper und Seele thätiger zurückkehren. Nicht blofs als ein die Gesundheit erhaltendes, sondern auch als ein die Gesundheit herstellendes diätetisches Mittel kann ich daher die Fufsreisen in der Schweitz denjenigen nicht genug empfehlen , welche an Verstopfungen , an Schwäche im Unterleib und an hypochondrischen Uebeln leiden, in sofern ihnen der Zustand der Lungen das Bergsteigen nicht verbietet. Die Bewohner eines ebnen Landes werden für das Fulsreisen in einem Hochlande wie die Schweitz erschre- i/ t III. Abschnitt. cken, indem sie sich dies als die ärgste Anstrengung vorstellen* Allerdings sind die Fufsreisen ermüdend; nur mit dem gewissen Unterschiede, dafs sie in einem Berglande bey weitem nicht so angreifend, als in einem ebnen Lande sind. Die beständige Veränderung des Weges, auf dem man bald auf- und absteigt, bald gerade fortgeht, bewirkt, dafs bald diese, bald jene Muskeln in lebhaftere Thätigkeit gesetzt werden; dai's die, welche kurz vorher am meisten gespannt wurden, durch die mindere Theilnahme an der .gegenwärtigen Bewegung einige Ruhe geniefsen; kurz es werden nicht beständig dieselben, Muskeln angestrengt, welches hingegen auf einer ebnen Strafse der Fall ist. Aus diesen Gründen sind Ermüdung und rauhe Straffheit, welche nach einer Tagreise in einem ebnen Thale den Wandrer selbst Wunder nehmen, bey weitem nicht so stark, wenn man über die höchsten Gebirge reist. Ferner werden auf ebnem Wege die Füfse immer gleich bewegt und gesetzt, dieselben Theile werden immer gedrückt und gerieben ; geschieht dies nun einen ganzen Tag, so entstehen sehr leicht Blasen, welche nicht blofs Schmerzen hervorbringen , sondern bisweilen das Gehen auf eine Zeitlang unmöglich machen. Auch diese grofse Beschwerde hat der nicht zu befürchten, welcher Gebirge besteigt. Die unglaublich wohltliätige Wirkung der elastischen reinen Bergluft auf den Körper erleichtert ausserordentlich das Reisen in den Gebirgen. Itn Gefühle der gröfsten Erschöpfung nach stundenlangem Steigen Das Reisen i. d. Schweitz staerkt d. Gesundheit. 15 an einem heifsen Tage, darf man nur einige Minuten stille stehn, um sich wieder ganz munter und kraftvoll zu fühlen. Je höher man kömmt, desto mehr wirkt diese stärkende Kraft der Luft. In der schwülen Hitze der niedern Gegenden fühlt man oft schon eine bleischwere Müdigkeit; man verzweifelt, nur eine Stunde steigen zu können. Indessen je höher man kömmt, desto mehr schwindet die Mattigkeit; und, wenn man nach drey'bis fünf Stunden eine Höhe von 6 — 8000 Fufs erreicht hat, so empfindet man eine Heiterkeit, Munterkeit und Leichtigkeit, die sich nicht beschreiben lassen. Dafs jeder Wandrer die Tagreisen nach seinen Kräften und seiner Bequemlichkeit einrichten, vier, acht bis zehn Stunden zurücklegen kann , und überall wenigstens erträgliches Nachtlager findet, und dafs die grofse Abwechslung der Gegenstände die Aufmerksamkeit immer spannt, die Seele beständig durch die mannigfachsten Gefühle belebt — auch dies macht das Fufsreisen selbst dem, der es vorher nicht gewohnt war, ungemein leicht. VIERTER ABSCHNITT. Das Reisen und der Aufenthalt in der Schweitz befördert die moralische Gesundheit. Je ausschliefsender der Mensch nur mit Menschen umgeht, je mehr deren Getümmel, Thun und Treiben ihm einzige Welt wird, desto mehr sinkt er zu einem l6 IV. Abschnitt. kleinlichen, niedrigen, verdorbnen und elenden Geschöpfe herab. Erreichung der Wünsche des gemeinsten eigennützigen Triebs wird dann das Ziel seines Lebens , und glanzender Prunk das Maafs aller Gröi'se; hergebrachte Meynungen und das Geschwätz der Menge erfüllen dann seinen Geist, und kindische, oft grausame Eitelkeiten sein Herz. Als ein Sklave niedrer Triebe kriecht er bald im Staube vor verächtlichen Götzen, bald stolziert er in eingebildeter Hoheit mit alles zertretendem "Fufse einher. Ueherall zwar bietet die Natur jedem Guten , der unter dem Drucke alles dieses Elendes, dieser Verkehrtheiten und Laster seufzt, eine tröstende Hand, an deren Leitung das Herz Milderung seiner Leiden findet; aber der Umgang mit erhabner .Natur wird wahre Läuterung für die Seele, ein Verwahrungsmittel gegen die Gefahr, iin Strudel der Welt zu versinken und sich selbst und das hohe Vorbild edler Geister zu verlieren. — In den Alpen thront die Natur in allmächtiger Gröfse und unvergänglicher Erhabenheit! Auf ihren Zinnen, über die Wolken in die Himmel emporgehoben , fühlt sich der Mensch entfesselt von allen Sorgen , allen Plagen und Gebrechen seines Ceschlechts, dessen Gewühl und Geräusch in den dunkeln Tiefen und weiten Fernen allen Sinnen entschwindet. Ein ungeheures Gebiet von Riesenfelsen überschauend, glaubt der beflügelte Geist über eine ganze Welt zu schweben, und von den zahllosen Zeugen der vergangnen Schicksale der Erde die Geschichte der Natur verkünden zu hören. I-Ke heilig* Bepörd. d. mor. Gesundh. n. Schweitzerreisen. 17 Stille dieser Himmelhohen versetzt das Gemüth in die feyerüchste Stimmung. Nichts stört hier die ernsten Betrachtungen über die Ewigkeit der Natur und über den Augenblick des Seyns , welches Menschenleben, Völkerlehen heilst. Wie schwindet dann so Alles, was die menschliche Thorheit Grofs und Wichtig nennt, als das elendeste Traumbild dahin, und wie bejammerns- werth erscheinet das sich selbst plagende Geschlecht!! — Hier erweitert sich die Seele in die Räume der Unendlichkeit. Die erhabensten Gedanken und edelsten Gefühle beseligen im reinsten Einklänge^ das Gcmüth, und eine nie empfundene Begeisterung weihet zum Bunde der Tugend, der einzig ewigen Gröfse denkender Geister, ein. — O! nur in der Einsamkeit erhabner Natur findet der Mensch sich selbst und den Adel seines Wesens wieder; nur da erlangt der Geist Gröfse und Würde, und das Herz unnennbaren harmlosen Frieden. Es giebt keinen ehrwürdigem Tempel des Nachdenkens und der Weisheit, als die himmelschauen- den Alpen ; sie sind der einzige TVallfahrtsort , zu welchem Jeder pilgern sollte, dem die moralische Gesundheit und Kraft das ausschliefsende Kleinod des Menschen dünkt, und der die Befestigung derselben für das wichtigste Geschäft des Lebens hält. So eigentümlich die Natur der Alpen ist, eben so eigentümlich sind die gesellschaftlichen Einrichtungen ihrer Bewohner. Der Ueberzeugung gemäfs: Die Menschen seyen zur Ordnung , nicht zur Dienstbarkeit geschaffen ; Richter müfsen sie sich wählen , und J. 2 t iy IV. Abschnitt. nicht Hencnknechlc seyn *) , haben die Schweitzer bürgerliche Rechtsgleichheit zur Grundlage aller ihrer Verfassungen gemacht, und die Wahl aller Beamten in die Hände der Bürger gelegt. In einigen Kantonen übt sogar das Volk die Landeshoheit unmittelbar aus. Hier linden sich weder Gebieter noch Knechte, weder bevorrechtete Kasten noch Leibeigenschaft, weder Kriegsheere noch Schaaren von Zöllnern, weder Monopole noch endlose Listen von Auflagen, weder Willkür noch Gnade einzelner Mächtigen. Alles dies bewirkt natürlich, dafs die bürgerliche , häusliche und moralische Lage der Alpenvölker ausserordentlich unterschieden von der Lage der Unter- thanen in den andern Ländern Europa’s seyn inufs. Die scharfen Kontraste zwischen den Verfassungen der Scliweitz und andrer Länder , der ganz verschiedene Gang der bürgerlichen politischen Geschäfte , der Verhältnisse und Begriffe im Einzelnen , wie im Allgemeinen, müfsen jeden Ceist, der Kraft, die Dinge in ihrem Wesen zu betrachten, und Trieb sich aufzuklären hat, zur tliätigsten Untersuchung antreiben. Diese Untersuchungen, welche sich von aller Spekulation dadurch so sely unterscheiden, dafs sie von Wirklichkeit entstanden , von dieser immer geleitet, berichtigt und auf diese immer zurückgeführt werden, bringen bald auf den Weg der Wahrheit, erzeugen ganz neue Gedanken, erhellen die unbestimmten und dunkeln Ideen, und reinigen so nach und nach den Kopf von Irrthümern und *) Ausdrücke der Appenzeller im Anfang des XV. Jahrhunderts, \ Beförd. d. mor. Gesundh. d. Schw'eitzerreisen. 19 Vorurtheilen, und das Herz von unwürdigen und menschenfeindlichen Gefühlen, welche sich so leicht in die ßenk- und Empfindungsweise desjenigen verweben, der in Staaten geboren und erzogen wird , wo Willkür und Dienstbarkeit, in mehrcrm oder geringcrm Grade gegründet und gesetzlich gemacht, durch Erniedrigung- einzelner Klassen das ganze Geschlecht herabwürdigen. Von dieser Seite betrachtet, könnte man also den Ausländern die Schweitz als eine Schule anpreisen, wo sich der Mensch in einem ganz andern als dem von Jugend auf gewöhnten Gesichtspunkte zeigt; wo man den Menschen ohne Rücksicht auf seinen Namen oder sein Kleid schätzen lernt; gegen Jeden herzlich und brüderlich zu denken und zu handeln, und das ganze Menschengeschlecht als eine Familie anzusehen beginnt. Wer zu diesem Sinne gelangt, von dem kann man gewifs auch sagen: Er habe die moralische Gesundheit seiner Seele befördert. FÜNFTER ABSCHNITT. Der Aufenthalt in reiner Bergluft ist in manchen langwierigen Krankheiten ein wichtiges Mittel, die Gesundheit wieder hcrzuslellen. Diejenigen, welche aus Furchtsamkeit, aus körperlicher Schwäche, oder durch andre Hindernisse abgehalten würden , die Gebirgsgegenden zu Fufs zu durchwandern , denen es aber nützlich wäre, täglich Spatzier- ■ M f .( ! t 20 V. Abschnitt. gänge in reiner Bergluft zu machen ; oder denen der Aufenthalt in Berg- und Alpengegenden, in Verbindung mit Molken- oder Milchkuren , zur Herstellung ihrer Gesundheit für heilsam geachtet würde, Alle diese können in der Schweitz ihre Wünsche befriedigen. Man könnte jeden an den Ort schicken, wo die Luft denjenigen Grad der Dünnheit hatte , welcher seinem körperlichen Zustande am angemessensten seyn würde, wenn es möglich wäre , dies ganz genau zu bestimmen. Indessen will ich einige Gegenden nennen, in denen die Luft in ihrer Reinheit und Elastizität zunimmt, und welche zu einem Aufenthalt für jene genannte Absichten geeignet sind: Die Dörfer Langnau im Einmenthale, Mey ringen im Hasli, 1818 Fufs übers Meer; Schrreitz, der Hauptort im Kanton Schweitz , ohngefähr 14- 1800 F. übers Meer: Zrreisimmen , 2852 F. übers Meer, und an der Lenk , etwas höher als das vorige , beyde in dem Simmenthale; Saanen , 3108 F. übers Meer / ’ und Chateau dQecc , niedriger als das vorige, beyde in dem Saanenlande, liegen in sehr reitzenden Tliälern, wo eine reinere Luft als in den flachen Theilen der Schweitz herrscht und wo man so ziemlich alle Bequemlichkeiten finden wird. Simmenthal udd Saanen liegen schon höher, als die erstem Thäler , und geben den Fremden nicht dieselben Bequemlichkeiten, wie jene. Diejenigen, welche in noch hohem und reinem Luftgegenden eine Zeitlang sich aufhalten wollten, müfsten nach Gais ) Gais ist durch die Ziegenmolkenkur, die dort von vielen Fremden alle Sommer gebraucht wird , bekannt. Die Dir. Bkrgt.uft ist ein GnsUNrmn tsmittel. 21 pp'olfshalden , Sdivrellbrunn , ohngefahr zwischen 2 — 5000 F, übers Meer, in dem reformierten Appenzell; ' oder in die Thiüer von Locle oder von Chaux-de-Fond, ohngefahr 3000 F. übers Meer; in das Thal von Joux , 3054 F. übers Meer ; in die hochgelegnen Dörfer der Landschaft Aigle , od|r ins Ursernthal , 4356. F. übers Meer sich begeben; in den vier ersten wird der Fremde alle Bequemlichkeiten, und durch die Natur und die Menschen , welche ihn umgeben, gewifs einen angeneh- - men Aufenthalt finden. Das Ursernthal kann den, welcher 1 nicht zu viel im ersten Punkte fodert, auch befriedigen, und in allem Betreff sowohl durch die ausserordentliche Natur der Gegend, als durch die Menge der Durchreisenden viel Zerstreuung gewähren. Im Joux- Tlialo und den Alpendörfern von Aigle mufs man auf Vieles Verzicht tliun, woran diejenigen Personen, welche reisen, oft nur zu sehr gewöhnt sind. Zu diesen Höhen könnte » ich auch noch das "Wirthshaus auf deni Albis (2513 F. übers Meer, 1234 F. über den Zürchersee) und auf dem Kzel (ohngefahr in gleicher Hohe init jenem) liinzüfügen. Die Lage von Leyden ist vortreflich; dock ziehe ich den Molken ■werden alle Morgen von den Alpen des hohen' Säntis drey bis vier Stunden weit herbeygetragen, und Iwnimen immer noch warm an. Zu Aarmiihl licy Unterscen, nahe am Thunersec, hat der Doktor Ebersold Einrichtungen für solche Personen getrofi’en , welche Ziegcnmolkenkuren machen wollen, und seit dieser Zeit wird Unterseen häutig von solchen Personen besucht, welche Ziegcnmoiken trinken wollen. Dictc Gegend liegt 17-1300 Fufs übers Meer, und ge- niefst nicht einer Bergluft wie Gats igi Appenzell. 22 V. Abschnitt. AU>is vor , weil sich da die nöthigen Bequemlichkeiten finden. Zürich ist von dem Albis drey Stunden , von dein &e/ sechs bis sieben Stunden entfeint. Diese Thä- * ler und Oerter mufs man aber nur in den Monaten Juli und August bewohnen , wenn man die Hoffnung hegen will, dauerhaft schönes Wetter zu geniefsen. Die noch hohem aber bewohnbaren Gegenden , wo die Luft den Grad der Dünnheit und Spannkraft hat, wodurch sie am stärkendsten und belebendsten für den Körper wird, ohne Beschwerden zu verursachen , sind dann die verschiednen Staffeln der Alpen, welche in den Sommermonaten von den Kühheerden belebt sind. Die Senn- und Alphütten (Wohnungen der Hirten, wo sie die Kiise verfertigen) sind im Allgemeinen so klein und einfach gebaut, dafs sie nur allein dem bedürfnislosen, hart gewöhnten Bergbewohner Raum und Schutz geben ; für jeden andern , der auch mit wenigen Bequemlichkeiten zu befriedigen ist, sind sie durchaus nicht für einen Aufenthalt von mehrern Wochen geeignet. Doch giebt es einige Alpen oder hohe Berggegenden , wo der Fremde in Allem aufs höchste befriedigt werden würde $ wenn er sich mit wenigen Bequemlichkeiten , mit der einfachsten Kost , und mit dem Umgänge der Hirten genügen könnte. Diese Berge sind der Schrreitzerhacften , der Rigi , der Weissenslein und der Chasseral. Ueber den Schweitzerhaden geht eine Strafse von Schweitz nach Einsiedeln, die auch für Pferde gangbar Ist. Fast am höchsten Punkt dieser Strafse steht ein Die Berglüft ist ein Gesundheitsiuittel. 23 "Wirthshaus, 3120 F. über den Vierwaldstättersee, 4440 F. übers Meer. Die Aussicht von hier auf den Vierwaldstättersee und den Lowerzersee , auf die dortigen Gebirge und Felsen und auf die Tliäler und Dörfer ist vortreflicli; spaziert man etwas höher auf die nahe gelegnen Alpen , so eröfnet sich eine ausserordentliche Aussicht auf den Zürchersee, und alle 'um denselben liegenden Gegenden. Wer hier einige Wochen zubringen wollte, könnte die nothwendigsten Bequemlichkeiten von Schwei tz, welches nur eine Stunde tiefer liegt, leicht hielier bringen lassen. Auf dem Rigi liegt ein Kapuziner-Hospitium, und bey demselben mehrere Wirtlxshäuser, 4260 F. übers Meer, 2940 F. über den Zugersee; die höher gelegnen Alpen sind 5539 F. übers Meer. Von Al t, Lowerz oder Schweitz , welche Oerter zwey und drey Stunde?! entfernt liegen , könnte das , was man am meisten nö~ thig hat, sehr leicht herbeygeschaft werden ; von Art und Lowerz kann man hinauf reiten. Diese Wirths- häuser liegen nicht auf der Höhe, sondern eine Stunde unter dem Gipfel des Rigi; es gieht also keine Weitsichten aus den Zimmern. Dafür wird man aber hinlänglich belohnt, wenn man Spatziergänge oder Ritte r — 2 Stunden weit aufwärts machen will. Auf den vielen Alpen , welche dieser, wegen seiner Gestalt und Lage so ausgezeichnet schöne Berg trägt, liegen alle Viertel- und halbe Stunden Sennhütten, wo man Milch und Molken so frisch erhalten kann, als cs nur zu wünschen ist. Es wäre hier zu weitläuftig , auch nur 2.\ V. A 15 S C H N I T T. I schwache Entwürfe von den vcrschiedrien ausserordent- lichen Ans- und Ansichten , die man auf diesem Berge geniefst, darzulegcn. Sein naher Standpunkt an der hohen Alpen-Kette, seine ganz freye I.age in der Mitte so vieler Seen und Thiiler , seine Höhe von 900 Klaf r tern , welche die ganze nördliche und einen Theil der östlichen nnd westlichen Schweltz, bis nach Deutschland hinein, unumschränkt überschaut, werden Jeden überzeugen , dafs ein Aufenthalt auf diesem Berge äufserst anziehend und reich an Genufs seyn müfse. Ich kenne keine Berggegend, wo man neben dem Zweck, in reiner Bergluft zu leben und Milchkuren zu machen, so genufsvoll mehrere Wochen zubringen könnte , als auf dem Rigi. Zugleich findet hier die grofse Annehmlichkeit statt , dafs mehrere Personen zugleich einen Aufenthalt machen können , welches auf den drey andorn Bergen wegen Beschränktheit des Raums schwerlich möglich seyn möchte. Die edle und geliebte Dichterin, Friederi/.e Brun, war die erste unter allen Reisenden, welche im Anfang des Septembers 5795. mit ihren Kindern auf dem Rigi einen Aufenthalt von neun Tagen machte. Man sehe hierüber ihre lebendige Schilderung in ihrem Tagebuch einer Reise durch die östliche und südliche Schneitz 1800. Kopenhagen. S. 232 — 318- „Ich kann”, schreibt sie, «den Rigiberg nicht verlassen, ohne der Familie «Joseph Antoni Schriebers (aus Art), Gastwirths zum « treij'sen Hofs auf dem Rigi, das dankbare Zeugnifs «eines gerührten Herzens zu geben. Ihr W°Hf vv0 U en i Die Bf.rgluft ist ein GEsuNnHEirsMrrrEL. 25 ihre thätige Freundschaft für mich, waren rein , und (< ihrer stillen edeln Seelen würdig. Auch hütete ich mich wohl, was unschätzbar ist ^ bezahlen zu wollen. „Ich zahlte ordentlich nach unserni sehr billigen Akkord; das übrige empfiengen sie, mich wohl verstehend „aus meinem Herzen.” Dieses trcfliche Zeugnifs kann vielleicht desto eher manche nervenkranke Person bestimmen, in der Alpenhöhe des Rigi, während den heissen Monaten des Sommers, eine Zeitlang zu wohnen. Der fVeisienslein und Chasscral stehen in der Jura-Kette, also gerade den grofscn 'Alpen • gegenüber, und gewähren die weiteste Aussicht. Ich darf weiter nichts sagen, als dafs man die ganze schweizerische Alpenkette von Morgen nach Abend bis weit hinter den Montblanc erblickt. Dies Schauspiel ist einzig. Auf der Höhe des vordem TVeissenstein (ohngefähr 3000 Fufs übers Meer) steht eine Sennhütte, die man von Solothurn sehr genau sieht; sie ist grofs, geräumig und gut gebaut, und enthält im ersten Stock ein Zimmer, wo man ganz gut wohnen kann; Betten und andre 1 nöthige Sachen wären sehr leicht von Solothurn heraufzubringen, welches nur drey Stunden entfernt ist; man kann bequem hinauf reiten, sogar fahren. 1 Auf dein Chasseral (3616 1 jz F. über den Ncuchate- lcrsee, 4928 12 F. übers Meer) liegen in den verschiedenen Staffeln seiner Alpen mehrere Sennhütten, welche besser und geräumiger sind , als die meisten andern. Von Biel kann man mit einem Char h Bane den gröfsten Theif hinauf fahren, und Betten und andere Bedürfnisse leicht herbcyschaffen. Es hat gewifs keine Schwierigkeiten, mit Jen Besitzern oder den Sennen dieser Berghauser auf dem Weissenstein und dem Chasseral die gehörige Verabredung über Miethe und andre Bedingungen zu treffen. Der Aufenthalt auf diesen beyden Bergen ist aber auf längere Zeit nicht so angenehm, als auf dein Rigi, weil die grofse Abwechselung fehlt, und weil man die herrlichen An- und Aussichten nicht suchen darf, sondern sie beständig aus dem Zimmer geniefst. Es versteht sich, dafs nur in den Monaten Julius und August diese Berge zu bewohnen sind." Alle bieten die Bequemlichkeit dar, im Fall, dafs schlechtes Wetter einfällt, und es den Anschein hat, mehrere Tage dauern zu wollen, in wenigen Stunden im Thal unter Menschen zu seyn, wo man andere Zerstreuung findet; denn von dem Hacken kann man nach Schweiz in einer , von dem Rigi in drey Stunden , nach Art aber in zwey Stunden, von dem PVeis- senstein nach Solothurn in zwey, und von dem Chasseral nach Biel in zwey bis drey Stunden herabsteigen. Ich habe mich oft gewundert, dafs der Aufenthalt in reiner Bergluft so unbegreiflich selten als ein diätetisches Mittel empfohlen wird. Es könnte doch in so manchen Beschwerden, besonders der Njrven , wo der Arzt bisweilen mit allen seinen innerlich gegebnen Mitteln nichts ausrichtet, ungemein wichtig seyn. Selbst von den Einwohnern der Schweiz wird es sehr wenig benutzt. Nur in'Biel und Neuchatel scheint man den Werth desselben zu kennen ; denn viele dortige Familien bringen alle Sommer einige Wochen auf den Alpen des Jura zu. Geber Badekuren in der Schvyeitz. 27 SECHSTER ABSCHNITT. Kränkliche Beisende, denen Badekuren nützlich sind, finden in der Schweitz, was sie bedürfen. Es ist bekannt , dafs die Scliwcitz sehr viele Bäder aller Art zählt. Die besuchtesten sind: Baden und Schinznach, im Kanton Aargau; Gurnigel und Blumenstein , im Kanton Bern; Lenk im Wallis, und Pf effers in der Landschaft Sargans des K. St. Gallen. Die zwey letztem sind ihrer auflösenden , reinigenden und durchdringenden Kräfte wegen allgemein berühmt. Man sehe die umständliche Auseinandersetzung ihrer Bestandteile im II. Theil unter jenen Namen. Beyde Heilwas- ser werden eben so häufig getrunken , als in Bädern benutzt. Um sich von mannichfachen Beschwerden und Krankheiten, die in Verstopfungen, in Schärfen und andern Ursachen ihren Ursprung haben, zu heilen, könnten sich also Reisende mit grofsem Nutzen hier aufhalten. Inzwischen, da die äussern Anstalten und Bequemlichkeiten aller Art in den Schweitzer-Bädern , in Vergleich mit den deutschen und französischen Bädern, sehr schlecht sind, so kann man sie denen , die weite Reisen deswegen allein thun wollen , nicht so laut empfehlen. An Gesundbrunnen hat das Land keinen Ueberflufs; das berühmteste Sauern-asser quillt in einem Bergthalc zu St, Maurice in Graubünden; es hat einen stärkern 28 VII. Abschnitt. Luftgehalf als die Brunnen zu Spaa, Schwalbach, Selz und Pyrmont. Das Bergthal liegt hoch, und die Luft ist seht rein. Für die Bequemlichkeit in Wohnung und Essen, ist gut gesorgt; aber der Weg dahin führt aus der fischen Schweitz über hohe Gebirge, wo man nur gehen oder reiten kann. Die Italiener besuchen diesen Brunnen häufig.— Am südlichen Ufer des Genfer-Sees, bey Evian und Thonon, quellen Stahlfr asser , welche im Sommer sehr besucht werden. SIEBENTER ABSCHNITT. » ,h Kosten, in der Schweitz zu reisen, und sich aufzulialtcn. q». Die verschiedenen Berichte über den grofsen Kostenaufwand, in diesem Lande zu reisen, schrecken gewifs viele Personen ab,, je den Entschlufs dazu zu fassen. Auch, gesteh’ ich gerne, dafs man mit Recht erschrecken mufs, wenn man z. B. liest, dafs eine Reise von 16 Tagen 32 Karoline kostete, obgleich zwey Personen zusammenfuhren , und der Lohn für Wagen und Pferde also nur auf .jeden’ zur Hälfte fiel. , ; Durch folgende genaue Nachrichten wird Jeder in den Stand gesetzt werden, seine Berechnungen zu machen ; denn es ist nicht allen Reisenden gleichgültig, 30 bis 30 Karoline mehr oder weniger auszugeben. In der Schweitz sind aus natürlichen Gründen fast alle Lebensbedijrhiisse theurer, als in den meisten Län- Kosten, in der Schweitz zu reisen. 29 dem Deutschlands und in andern Reichen. Dies hat unmittelbaren Einflufs auf die Erhöhung des Preises aller möglichen Dinge, und bewirkt also, dafs jeder, welcher aus wohlfeilen Gegenden ankömmt , die Ver- gröfserung seiner Reiseausgaben bald merken mufs , wenn er auch nicht im mindesten übersetzt wird. - Man hat unrecht, wenn man über die Theurung in den ersten Gasthäusern der vorzüglichsten Städte in der Schweitz klagt. Vergleicht man sie mit denen, die in andern aber bey weitem wohlfeilem Ländern denselben Rang haben, und nichts mehr dem Fremden leisten, als diese , so mufs man gestehen , dafs man billig be- t bandelt wird. Jede Mahlzeit au der Gasttafel kostet einen Gulden *), seit dem letzten Kriege einen kleinen Thaler, wofür, ausser der Suppe, drey Gänge Gerichte, Nachtisch und eine halbe Maas Tischwein aufgesetzt werden. Der Preis der Zimmer ist nach den Stockwerken und ihrer Lage verschieden. Wer nicht an die Tafel geht, sondern auf seinem Zimmer speist, mufs zwey Gulden, auch noch mehr geben. In den Wirtlis- liäusern der kleinen Städte und Dörfer, wo auf der Reise die Kutscher futtern, und einkehren, wird eben so viel bezahlt; und da begegnet ies , dafs man bisweilen sehr übersetzt wird. W^er auf hohen Füfs reist, in *) Dieser Gulden, nacli denen liier immer gerechnet wird, gehen io auf eine Karolin , und 2 1 Ji auf einen französischen Thaler. Ein GuIdeH hat nach Konventionsfufs i 11. 6 kr. S. unten das XVI. Kapitel: Ucber den Geldkurs. 3o VII. Abschnitt. stolzem Ton viel befiehlt und das Haus in Bewegung setzt, dem wird dann nach einem andern als erwähntem Preise seine Rechnung geschrieben. Das Reisen in der Schweitz wird eigentlich durch den hohen Fuhrlohn und « das langsame Fahren, wodurch das öftere Einkehren nothwendig wird, kostspielig. Es giebt, wie bekannt, keine Extraposten. Von Basel nach Schaff hausen, Zürich , Bern , Solothurn , Biel und den Thalern von Locle und Chaux-dc-Fonds, , von Zürich nach St. Gallen und Bern , von Bern nach Thun , Genf und Neu- chatel aber gehen öffentliche Postkutschen, in denen man recht gut und sehr schnell reist. Da aber der gröfste Theil der Reisenden in eignen Wagen mit Extrapost an den Grenzen der Schweitz ankömmt, so jnüi’sen sie sich der Fuhrleute bedienen, die in allen Städten Pferde und auch Kutschen für die Fremden bereit halten. Ehedem, war durch die ganze Schweitz der Fuhrlohn ziemlich gleich und bestimmt; man zahlte für zwey Pferde täglich eine Karolin. Nemlich man erhält auf keine andre Art Pferde, als wenn man auch die Tage, die sie zur Rückkehr brauchen, eben so bezahlt, als die der Reise selbst; wer jdso acht bis zehn Stunden weit fährt, mufs zwey Tage bezahlen, u. s. f. Der Wagen kömmt hiobey gar nicht in Anschlag; im Gcgentheil, die Lohnkutschcr fodern oft mehr, wenn sie nur die Pferde geben, weil sie dann nicht die Aussicht haben, huf der Rückreise Personen mitzunehinen, und noch mehr zu verdienen. Da die Zahl der Reisenden im Kosten, in der schvveitz zu reisen. 51 ✓ Sommer sehr grofs ist, so findet man öfters an den leer zui iickgehenden Kutschen eine wohlfeilere Gelegenheit, weil tnan nicht die Tage der Rückkehr, also nur die Hälfte des gewöhnlichen Preises zahlt. Es ist deswegen nützlich, den Hausknecht des Wirthshauses öfters zu fragen, ob keine Wagen von dem Ort, wohin man reisen will, angekoimnen wären. Ich sagte, ehmals war der bestimmte allgemeine Preis für das Pferd täglich fünf Gulden, jetzt aber nicht mehr. Seit dem letzten Kriege mufs man für zwey Pferde täglich 6 — 8 Gulden, jeden Tag doppelt wegen der Rückreise, also ia — 16 Gulden täglich zahlen; wohey das Trinkgeld für den Kutscher noch nicht geicchnet ist, welches täglich wenigstens 1 [-> Gulden angeschlagen werden mufs. Eisweilen fodern die Pferdeverleiher nur 3 Gulden täglich für das Pferd; inan denkt, einen billigen Mann gefunden zu haben, und ist doch der Betrogne ; denn da rechnen sie nur einen Tag mehr an, und die Sache kömmt darauf hinaus, wie ich eben sagte ; z. B. von Zürich nach Bern, 24 Stunden, oder zwey Tagreisen, und der leeie Wagen oder die ledigen Pferde könnten auch in zwey Tagen wieder zurückgehen; und doch mufs man fünf Tage bezahlen. V011 Zürich nach St. Gallen anderthalb Tagreiseu, und doch rechnet der Fuhrmann vier Tage Eben so vier Tage von Basel nach Bern hin und zurück, obgleich man ganz bequem in ändert- halb Tagen die Reise zurücklcgt. Deswegen ist es noth- wendig , mit dein Verleiher neben dem Preise auch die Zahl der Tage bestimmt zu bedingen. 32 VII. Aß S C H N I T T. Die Reitpferde oder Maultliiere in den Gebirgsgegenden , wo kein Wagen gebraucht werden kann , erhält man immer noch um den Preis eines grofsen Thalers; bisweilen auch etwas wohlfeiler, wenn man sie auf einige Wochen miethet. Es begegnet aber auch , dafs man für drey Stunden zu reiten zWey grofse Thaler fodert, und so eigensinnig ist, das Pferd lieber im Stall zu lassen , als von der Foderung herunter zu gehn. Dergleichen unverschämte Eoderungen und Uebersctzun- gen erfährt der Reisende auch bisweilen von den Schiffleuten an den Seen , und von den Wirthsleuteu in den Gebirgsgegenden, die manchmal für die armseligste Mahlzeit mehr anrechnen, als für die kostbarste in den , glänzendsten Gasthöfen nicht gefodert wird ; indessen geschieht dies im Allgemeinen doch nur selten. Da der Reisende in den Gebirgen nie oder fast niemals wieder dahin zurückkommt, wo er die Reitpferde mietliete , ‘so mufs immer ein Knecht oder ein Bube zu Fufs folgen, der für alles Sorge trägt (wenn man einen grofsen Thaler täglich bezahlt, kümmert man sich weiter urn nichts) und sie wieder zurückführt. Hat man zwey Pferde gemiethet, so zahlt man dem Buben nichts water , als ein Trinkgeld; hat man aber nur eines , so mufs man dem Verleiher mehr als einen grofsen Thaler täglich geben, weil auf ein Pferd der Unterhalt des Knechts dabey zu grofs ist. In dem Rächern Theil der Schweitz zahlt man täglich für ein Reitpferd einen Gulden höchstens einen halben Laubthaler, und übernimmt die Sorge des Unterhalts. Wer von einem Ort Reisen macht, Kosten, in der ScmvraTz zu reisen. 53 die immer wieder dahin zurückiaulen, und bey denen er sich unterwegs nicln aufhält, der wird beym Keircn wohlfeiler reisen , als mit einem Wagen; vorausgesetzt, dafs er keinen Knecht zu Pferde mitnimmt. Ich habe Viele gesehen, die in der ersten schweizerischen Stadt, wohin sie kamen, einen Vergleich mic einem Fuhrmann auf die ganze Reise , die sie machen wollten, eingiengen : ich habe aber nie bemerkt, dafs sie täglich weniger als den genannten Preis geben mufsten. Wer blofs reist, ohne sich aufzuhalten, oder nur höchstens hie und da einen halben oder ganzen Tag, und dessen Reise sich da wieder endigt, wo er ausfulrr, der gewinnt dadurch viel, indem er die Tage der Rückreise nichts bezahlt; sonst aber kann man nicht anders als dabey verlieren; denn die Reise wird erstaunend kostbar, wenn man sich hie und da drey, fünf bis zehn Tage aufhält, und immer seinen Kutscher bezahlen mufs; und man gewinnt nichts, indem überall zu jeder Zeit Pferde und auch Waagen zum weitern Fortkommen zu linden sind. In diesem Fall vertheuert man sich also die Reise ohne Nothwendigkeit. Mit eignen Pferden zu reisen ist nicht so kostspielig, wie man denken sollte. Das Futter für zwey Pferde und das Kostgeld des Kutschers belaufen sich täglich höchstens auf vier bis fünf Gulden, nämlich so lange man sich in Wirthshäusern aufhält. Wenn der Fremde in einem Privat- oder Landhause wohnt, und der Kutscher das Futter einkauft, kostet der Unterhalt nicht so viel. Wer einige Monate in der Schweitz viel reist, /. 3 34 VII. Abschnitt. der wird demnach weniger Unkosten haben, wenn er seine eignen Pferde mitbringt, als wenn er sich der Lehnkutscher bedient; denn der Fuhrlohn von zehn bis zwölf Tagen beträgt so viel , als der Unterhalt eines ganzen Monats von zwey Pferden und einem Kutscher. Wenn man sich seiner Pferde zum Reiten in den Gebirgen bedienen könnte, so wäre noch gröfsere Ersparnis dabey ; dies ist aber gar nicht rathsam, nicht sowohl deswegen , weil die Pferde verdorben werden , als vielmehr, weil der Reiter nicht so sicher als mit den Saumpferden reist, welche diese Felswege gewohnt sind. Wer Bediente hat, mufs das Kostgeld eines jeden auf t Gulden 50 Kreutzer rechnen. Sie sind aber in der Schweitz ganz überflüssig, weil es überall gute Lohnbediente giebt, welche man in den Städten doch annehmen mufs , um sich alles Merkwürdige zeigen zu t lassen. Wem der Lohnbediente den ganzen Tag zu Dienste stehen mufs, der zahlt 1 Gulden. Wer in die Gebirge reist, es sey nun zu Pferd oder zu Fufs, dem ist ein Führer, der alle Wege kennt, die Reisebedürfnisse trägt, und jede Besorgung eines Dieners übernimmt , unentbehrlich ; und da sind die eignen Bedienten ganz unnütz, und vertheuern nur die Reise um sehr vieles. Wenn einige Personen zusammen die Reise machen, so werden die Kosten derselben für jeden etwas geringer; denn der Fuhrlohn, der Schifferlohn auf den Seen, und der Lohn des Führens in den Gebirgen fällt nicht auf einen Einzigen. Für einen Kahn mit zwey Schiffleuten zahlt man auf Kosten , in der Schweitz zu reisen. 35 zwey Stunden 1 Gulden 15 Kreutzer, oder statt der Kreutzer giebt man Wein und Brod; auf vier Stunden 3 Gulden 50 Kreutzer, u. s. w. Nimmt man mehrere Ruderer und eine Decke über den Kahn, zum Schutz gegen die Sonne, so. kostet es mehr. An wenigen Orten, als z. B. am JVallenstädter - uud Thuner - See, ist dies der von der Obrigkeit festgesetzte Lohn; an den andern, wo das nicht der Fall ist, fodern die Schiffer weit mehr, und man mufs den Preis bedingen. Wer .Mittags und Abends an der Gasttafel speist, einen Lohnbedienten täglich bezahlt, Haarkräusler und Bartscherer bedarf, Wäscherlohn und Biergelder hinzurechnet , kann wenigstens sechs Gulden tägliche Ausgabe annehmen. Hält sich ein Fremder fünf bis sechs Monate auf, und bereist in dieser Zeit zu Wagen und zu Pferde die ganze Schweitz , so mufs er täglich noch sechs Gulden für Fuhr- und Pferdelohn hinzurechnen, auf jeden Tag also für alle nöthige Reiseausgaben ia Gulden. Kommt jemand nur auf einige Wochen nach der Schweitz, so bemüht er sich gewöhnlich , in dieser kurzen Zeit so viel als möglich zu sehen , hält sich daher wenig auf, und ist immer in den Händen der Pferdeverleiher. Dadurch werden die Kosten gröfser, so dafs man wohl auf jeden Tag 17—18 Gulden rechnen kann. Wer während seines Aufenthalts sehr we- *) In den Städten ist es Herkommen, dafs jeder, welcher in einem Hanse zu einem Gastmahl oder andern Fest einge» laden war, beym Weggehn der Magd oder dem Bedienten des Hauses ein Trinkgeld von t5 •*— ao Kr. giebt, gö VII. Abschnitt. nig reist, also selten die Lohnkutscher nöthig hat, der wird freylich nicht so viele Ausgaben haben; und umgekehrt , wer mit Gepränge von Bedienten und vielen Bedürfnissen erscheint, mufs sich auf weit gröfsere ge- fafst halten, als dieser Ueberschlag angieht. Die Arten, zu reisen, sind übrigens so verschieden, dafs sich die Kosten dieser oder jener Reise unmöglich genau bestimmen lassen. Alan kann auch auf Reisen eine vernünftige Sparsamkeit anwenden. Ich habe hier nur immer die nothwendigen Ausgaben angegeben , von denen sich bey aller genauen Einrichtung nichts verringern läfst. Erfahrung hat mich gelehrt, dafs jeder, der ohne Bedienten, ohne Aufwand, und mit vernünf- \ tiger Sparsamkeit Jahrelang reisen will, in jedem Lande alle Ausgaben bestreiten kann, wenn er eine halbe Ka- rolin einen Tag in den andern rechnet *). Wer mit Nutzen reisen will, kann nicht immer auf der Poststrafse liegen; er mufs hie oder da einen ruhigen Aufenthalt machen. Ich rechne dazu sechs Monate ; die übrigen sechs Monate reise man. Während der sechsmonatlichen Reise braucht man natürlich täglich mehr , als einen halben Karolin, wenn man mit zwey Pferden Extrapost fährt ; was man aber in dieser Zeit mehr aus- giebt, kann vollkommen bey dem Aufenthalt von sechs Monaten erspart werden, wo sich eine solche Einrichtung treffen läfst, dafs man bey weitem nicht täglich *) Seit dem letzten Kriege am Ende des vorigen Jahrhun- hunderts sind überall die Preise gestiegen. Vor dieser t t Zeit zahlte man in den grofsen Gasthäusern für die Mahl- Kosten, in der Schweitz zu reisen. 37 einen halben Karolin verzehrt. Derjenige, welcher auf diese Weise reist, und sieh wahrend des Winters in der Schweitz oder irgendwo anders aufhalt , könnte zu Wagen und zu Pferde alle Kantone durchreisen, wenn er auf jeden Tag des Jahrs einen halben Karolin Reisegeld annimmt. Man halte sich in der Schweitz auf wo man wolle, so kann man die monatlichen Ausgaben für die noth- wendigen Bedürfnisse unter vier Karolinen nicht ansetzen. Wer nicht mehr ausgiebt , lebt dann in der Schweitz so wohlfeil, als es für einen Fremden möglich ist; um aber dies zu können, mufs man in einem Privathause wohnen und essen (wie es in der Schweitz heifst, in eine Pension gehen) oder mit einem Gastwirth einen Vergleich schliefsen. Da sich stets viele Fremde im Waatland und Genf aufhalten, so giebt es dort sehr viele Pensionen zu verscliiednen Preisen. In der deutschen Schweitz halten sich des Winters die Reisenden äussert selten auf, und daher findet man jene Pensionsanstalten nicht; dem ungeachtet kann man überall seine Einrichtung treffen, und in der deutschen Schweitz noch um etwas wohlfeiler, als in der französischen , leben. In Genf ist der Aufenthalt am theuersten; es giebt aber doch gute Pensionen, wo eine einzelne Person für Wohnung, Tisch, Frühstück und Holz, monatlich nicht mehr als vier Karoline bezahlt. Wer in einem Privatzeit höchstens 1 Gulden, jetzt nirgends weniger als ! fl. 20 — 24 kr. Man muls also jetzt täglich etwas mehr, als einen halben Karolin re.chncn. VII. Abschnitt. 3S liause wohnt, aber an die Wirthstafel speisen geht, braucht monatlich für die nöthigen Bedürfnisse 9— 10 Karoline. In der Gegend von Genf und im ganzen TVaat- lande giebt es eine grofse Menge Landhäuser, die an fremde Familien vermiethet werden ; es hat daher keine Schwierigkeit, selbst in den schönsten Gegenden am Ufer des Genfcrsees nach den verschiednen Bedürfnissen und Wünschen jeder reisenden Familie Landwoh- nungen au finden. Die Miethe für die Sommermonate richtet sich nach der Schönheit des Landhauses, seiner Lage, ob man es ganz, oder nur einen Theil davon braucht, u. s. f. Für die schönsten Landhäuser giebt man jährlich 24 Karoline Miethe, den Sommer also die Hälfte. Kann man sich mit einem Theil begnügen, so mag es 6 — 8 Karolin kosten ; in verschiednen werden auch einzelne Zimmer vermiethet. Wenn eine Familie vom Frühling bis spät in den Herbst in einem Landhause wohnen wollte, so rathe ich auf jeden Fall, durch Bekannte an dem Ort, in dessen Gegend man den Sommer zuzubringen wünscht, in den letzten Monaten des Winters dafür sorgen zu lassen, weil die Menge von Fremden , die dort auf dem Lande leben, so grofs ist, dafs man Gefahr läuft, die schönst gelegnen Landsitze schon vermiethet zu finden, wenn man damit bis zu seiner Ankunft an dem Ort selbst wartet. An den Zürcher -, Konstanter- und A’e uenbur - S e e u, und in der Gegend von Bern, giebt es auch schön gelegne Landhäuser , von denen manche an Fremde vermiethet werden. Kosten, in der Schweitz zu reisen. 39 ACHTER ABSCHNITT. Welche Art, zu reisen, ist die nützlichste und die wohlfeilste? Wer zu Fufs reiset, hängt einzig nur von seinem Willen und seinem Vergnügen ab; diese Freyheit ist unbeschreiblich angenehm. Nur der Fufswandrer ernd- tet den vollsten Genufs der Natur, und findet den meisten Unterricht. Nichts entgeht seiner Aufmerksamkeit; jeden Stein, jede Pflanze, jeden Gegenstand kann er betrachten, alles untersuchen; nach allen Gegenden, wo er etwas Merkwürdiges zu finden glaubt, sich hinbegeben, mit jedem Menschen sich unterhalten, nach Allem sich erkundigen, über Alles nachforschen, sich aufhal- ten, wo es ihm gefällt; an jedem Ort des Weges, wo ihm eine schöne Gegend, Aussicht, oder sonst etwas winkt, Stillstehen, es geniefsen, so lang er will; nach seiner Bequemlichkeit Alles, was seine Augen erblicken, zeichnen ; kurz, er kann jede Naturschönheit aufs innigste geniefsen und sich mit den mannigfaltigsten Kenntnissen aller Art bereichern, so bald er nur will. Ich habe schon in einem der vorigen Abschnitte durch Gründe gezeigt, dafs das Fufsreisen in der Schweitz nicht so beschwerlich sey, als man sich vorstellt. Ein Beweis dessen ist, dafs ich deutsche und englische Frauen angetroffen habe, die zu Fufs die Gebirge durchwanderten. Wird man durch eine starke Tagreise sehr ermüdet, oder will man einen nicht sehr reizenden W e g 4 o VIII. Abschnitt. schneller zurücklegen, so darf man nur einen Tag reiten , um den Füfsen einige Erholung zu geben. Wer zu Fufs reist und einen Führer bey sich hat, der die nöthige Wäsche und andre Kleinigkeiten trägt, kann alle Unkosten mit einem halben Karolin täglich bestreiten. Dem Führer rnufs man täglich einen grofsen französischen Thaler geben, wenn er selbst für seine Beköstigung sorgen soll. Sehr viele Reisende hab’ ich klagen hören, dal’s bey diesem Vergleich sie doch immer wenigstens die halbe Zeche des Führers hätten zahlen müssen, weil er sich mit den Wirthen verstühnde. Ich habe mit meinem Führer überall zusammen gespeist, wo man sagen kann: „ Macht mir dies oder jenes“; also freylich nicht da, wo man für die Mahlzeit einen Gulden anrechnet. Ich habe Alles , was er verzehrte , sein Nachtquartier, seine Wäische bezahlt; bisweilen bin ich einen halben Tag gefahren oder geritten; mehrmalen habe ich Tagelang Wegweiser in unbesuchten Gebirgen gehabt, auf den Seen für mich allein einen Kahn ge- ♦ nommen , in den Städten mich zu acht bis zehn Tage aufgehalten, und alle Ausgaben für mich und den Führer haben mir im Durchschnitt nie mehr als 3 Gulden täglich betragen; dazu noch 1 Gulden, höchstens I 1 j: Gulden täglichen Lohn, macht einen halben Karolin. Ich kehrte stets in die ersten Wirtshäuser ein, speiste des Mittags an der Gasttafel, und genofs zum Frühstück, und wenn ich mich irgendwo aufhielt, auch zum Abendbrod Milch und Brod. Wer die Schweitz zu Fufs durchreist, und de» Nützlichste ünd wohlfeilste Art zu reisen. 4 1 Winter an irgend einem Ort häuslich lebt, kann alle Kosten der Reise und des Aufenthalts mit iio — 120 Karolin jährlich bestreiten. Diejenigen ', welche ohne Führer , oder ohne einen Menschen, der die nothwendigsten Sachen trägt, zu Fufs reisen wollen , dürfen höchstens nur zwey Gulden tägliche Ausgaben rechnen. Die rüstige Jugend vermag es recht gut, den kleinen Reisebündel auf dem Rücken und den Stab in der Hand , fertsc Länder zu durchwandern. Wie viele Hohlköpfe rollen in Kutschen durch die Länder Europa’s ohne Nutzen und Frommen weder für sich selbst noch für andre, während so viele vortrefliche Köpfe ohne Glücksgüter au einem Punkte wie eine Pflanze festgewurzelt sind, und aus Mangel eines vielseitigen Anschauens der Natur, der Kunst und der Menschen , die herrlichste Ausbildung ihrer hohen Talente entbehren müfsen. Hätte der Verfasser des Ardinghello nicht den Muth gehabt, mit einer Jägertasche über die Schultern allein zu Fufs die Schwcitz und Italien zu durchreisen *), so würde sich die Fülle seines Genies *) In Heinse’s Briefe an Jacobi aus Luzern vom 29 Augus. 1780. heifst es: „Icli bin glückseclig wie wenige Men* „sehen es scyn können, gesund und bell und frisch, „ nimmer ermüdet und immer neu gestärkt an allen „Sinnen. Es. geht doch nichts über einen Reisenden zu „Fufs mit fröhlichem Muth und heitrer Seele, und „Stärke und Munterkeit in den Gelenken, der seinen „Reisebündel selbst trägt, wie Pythagoras und Plato/* S. Heinse’s Briefe in der von Körte hcrausgegebnen Sammlung der Briefe zwischen Gleim, Ilcinse, u. Joh, Müller, Zuiich. rgoö. /}2 VIII. Abschnitt nimmermehr mit dieser Pracht entwickelt haben, und Deutschlands Litteratur nicht stolz auf die Werke eines Geistes seyn, der bald mit lyrischem Feuer in den Aetherhimmeln der Schönheit schwebt, bald in die Tiefen der Metaphysik mit der Vernunftschärfe eines Weisen herabsteigt. Ich wünsche durch dieses Beyspiel die talentvollen aber unbegüterten Jünglinge unter der zahlreichen Klasse, welche den Musen und Künsten opfert, zu ermuntern, und ihnen die Aussicht zu geben, auch mit einer kleinen Summe die schönsten Theile unsers Welttheils durchwandern und geniefsen zu können, wenn man nur frohen Muth und Kraft in den Gliedern hat *). Wenn zwey deutsche Jünglinge zusammen ohne Führer und Träger die Schweitz, Italien oder Frankreich bereisen, so wird ein Jeder die nothwendigen Ausgaben monatlich mit fünf Karolin bestreiten können. Man sehe auf Seite 55 die beschrankteste Reise - Einrichtung für solche F'ufsganger. Alle Reisende , welche die deutsche Sprache nicht verstehen , "müfsen durchaus einen Führer annehmen, wenn er ihnen auch zu nichts, als zum Dollmetscher dient. Diejenigen hingegen, welche deutsch sprechen, bedürfen, wenn sie zu Fufs reisen, nur einen Menschen, der die nothwendigsten Bedürfnisse trägt, und dazu kann man jeden starken Purschen brauchen. Unter den Lohnbedienten in den Städten der deutschen Schweitz giebt es mehrere, die sich ganz dem Geschäfte gewidmet haben, Herr Seume spalzierte vor zwey Jahren von Leipzig nach Sizilien, zurück durch die Schweitz nach Paris, und von Nützlichste und woiarEii sTE Art zu reisen. 43 den Reisenden als Führer und Träger zugleich zu dienen. Einige unter ihnen haben mchrmale alle Theile ihres Vaterlandes durchreist, kennen alle Wege, wissen über Vieles dem Fremden Bescheid zu geben, und gewähren, wenn man allein zu Fufs reist, eine Gesellschaft, die zwischen den hohen Felsen in der schauerlichsten Einsamkeit sehr angenehm ist. Ich würde jedem Fremden rathen, einen solchen Lohnbedienten für alle Reisen, die man zu machen denkt, anzunehmen; man befindet sich in aller Rücksicht besser und bequemer dabey , als sein Reisebündel von Bauernpurschen von Ort zu Ort oder tagweise tragen zu lassen. Diese letztem kosten eben so viel, ja noch weit mehr, als die Lohnbedienten, weil ihnen der Tag ihrer Rückreise auch bezahlt werden mufs; ap vielen Orten findet man keinen Mann gerade, wenn man ihn braucht, und dann hat man täglich die Unannehmlichkeit, wegen des Lohns zu handeln. Ist man so glücklich, einen von den guten Führern zu bekommen , so wird die Fufsreise weit angenehmer, weil man dann immer einen treuen, guten Bedienten um sich hat, der schon überall bekannt ist, und der auch für den Deutschen selbst öfters den Dollmetscher machen mufs. Nicht in allen Städten giebt es dergleichen Lohnbediente. Ich erwähne derer nicht, die in Gtnf und im fYaatlande sind , weil diese den Reisenden für die ganze deutsche Schweitz von keinem andern Nutzen sind, als wie jeder gewöhnliche Bediente; auch sind mir da wieder nach Leipzig in Zeit von 9 Monaten. Man sehe dessen Spatziergang nach Syrakus, Leipzig, 1802. 44 VIII. Abschnitt. wirklich keine bekannt, die ein Geschäft daraus machten, Fremden als Führer und Träger zu dienen. In der deutschen Schweitz hingegen giebt es solche in Thun , Unterseen , Altor J\ Bern , Luzern. Herr Werre zu Thun spricht französisch und englisch, und läfst sich täglich einen grofsen Thaler nebst freyer Zehrung bezahlen ; er trägt aber nichts , sondern macht nur den Dollmctscher. Die drey Brüder Jakob Michel zu Unterseen , im Kanton Bern , sprechen französisch und sind gute Führer bey Alpenreisen. Die befsten , welche Ich für Fufsreisende kenne, sind Pfister , Egli Vater und Sohn, und Salomon Hof mann zu Zürich, Lohnbediente in dem Wirthshause zum Schwert. Der erstere hat alle Theile der Schweitz mehrmale durchreist. Pfister war beständig mein Bedienter und Begleiter auf allen meinen Reisen; ich bin immer so sehr mit ihm zufrieden gewesen, dafs ich ihn aufs befste empfehlen mufs. Er ist unverdrossen, nie mürrisch selbst bey angreifenden Tagreisen, zur bestimmten Stunde immer bereit, seinem Herrn sehr zugethan , ausserordentlich treu, und bey aller Gelegenheit auf die Ersparung in den Ausgaben bedacht, so dafs man ihm die Besorgung und Bezahlung von allem überlassen kann ; er rasiert und frisirt, spricht französisch und italienisch. Die drey andern Führer sind verständige und gesittete Leute, welche bereits von mehrern angesehnen Reisenden die befsten Zeugnisse ihres Fleisses und ihrer Treue erhalten haben. Da es sich bisweilen fügt, dafs diese Führer von den ersten im Frühjahr angekommenen Fremden auf Reisen mitge- Nützlichste und wohlfeilste Akt zu reisen. 45 nommen sind , so würde ich dem, der die Schweitz recht durchwandern wollte , rathen , sich eines von diesen Führern zu versichern; indem er ihnen die Zeit seiner Ankunft meldete, und sie, im Fall die Fufsreise von irgend einem Grenzort anfangen sollte, auf eine bestimmte Zeit dahin bestellte, wo man ankommen will. Man darf nur, in Ermanglung von Bekannten in Zürich, an den jeweiligen Inrihaber des Wirthshauses zum Schwert deshalb schreiben und sich eine Antwort ausbitten , ob man für die bestimmte Zeit den Führer , welchen man wünscht, erhalten kann. Ich habe schon den täglichen Lohn eines solchen Führers angezeigt, und mufs hier nur noch erwähnen, dafs nach geendigter Fufsreise ihm die Tage der Rückkehr in seine Heimath auch bezahlt werden; und dafs , wenn man eine sehr mühsame gefährliche Reise in den unwirthbareu Gebirgen gemacht hat, wobey der Träger viele Beschwerlichkeiten erduldet, ihm gewöhnlich die Zufriedenheit des Reisenden noch eine kleine Belohnung hinzufügt. NEUNTER ABSCHNITT. Wie viel Zeit wird erfodert, um die Schweitz zu bereisen? Die Längd oder die Kürze der Reise hängt lediglich von dem Zweck eines Jeden ab; es läfst sich deswegen darüber nichts Bestimmtes sagen. Wer blofs dieses Land bereist, um das Merkwürdigste IX. Abschnitt. 46 der Natur überall zu sehen, würde zu Fuls /, Monat* Zeit brauchen, wenn der Reiseplan zwcckmäfsig entworfen ist. Hicbey ist für Aufenthalt in den Städten nicht mehr gerechnet, als nöthig ist, um das Merkwürdigste zu sehen. Es ist wirklich selten, wenn man 3 Wochen hintereinander heitres , trocknes Wetter geniefst. Die Veränderlichkeit desselben ist sehr grofs ; selbst in den beständigsten Monaten fallen bisweilen 3 — 4 Tage Regenwetter ein; man kann deswegen zu diesen vier Monaten allerwenigstens noch 14 Tyge hinzusetzen, an denen man durch Regen und Sturm gezwungen ist , zu bleiben, wo man gerade sich befindet. Ich bin aber überzeugt, dafs niemand sich des Glücks rühmen kann, binnen einer fast viermonatlichen Reise nicht mehr als vierzehn Tage schlechtes Wetter gehabt zu haben. Nicht blofs bey Regenwetter , sondern schon bey vielen W olken, welche tief an den Bergen herabhängen , verliert der Reisende, obgleich nicht den ganzen, doch den vorzüglichsten Genufs, indem dadurch die Höhen, Gestalten und Massen der Gebirge dem Anblick entzogen werden; man wandert daher in einem Thal, in einer Berggegend , und man lernt sie nicht kennen ; denn die Gebirge und Felsen sind die Hauptzüge jeder Gegend, welche ihren eigenthiimlichen Ausdruck bestimmen , und immer der Hauptgegenstand des Betrachteus, Erstaunens und Bewunderns jedes Wandrers sind. Ehe das Wetter im Sommer sich festgesetzt hat, und nach eingcfail- nem Regen , hängen die Wolken fast immer sehr tief, und im letztem Falle dauert cs oft 8 — 10 Tage, ehe Wie viel Zeit zu der Reise erfodert wird. 47 tie sich wieder über die Gipfel der Felsen erheben. Wer also nur einen einzigen Sommer in der Schweitz zubringt, und * so viel als möglich von den verschiednen Gegenden derselben sehen will, dem wird es melpr als einmal begegnen, dafs er Berggegenden durchreist, ohne ein wahres Bild davon in seiner Einbildungskraft mitzunehmen; dafs er manchen Berg nicht besteigt, weil die Mühe vergebens wäre, und dafs er manchen grofsen, herrlichen Anblick , manche ausserordentliche Ansicht nicht geniefsen kann; glücklich mufs er sich preisen, wenn ihm dies nicht bey einigen der merkwürdigsten Theile wiederfährt. Will man die Natur der Schweitz in allen Gegenden recht kennen lernen, und all« ihre Schönheiten geniefsen , so müfste man sich nicht vorsetzen, diese oder jene Wanderung in einer bestimmten Zeit zu vollenden , sondern nur die Reise fortsetzen, so lange das Wetter heiter und schön ist, und , wann Regen einfällt, Halt machen und warten , bis sich alle Gebirge wieder rein nnd unbedeckt dem Auge darstellen. Wer auf diese Art reiste, würde freylich zwey Sommer brauchen, um die ganze Schweitz zu sehen. Wer sich begnügt, nur die allermerkwürdigsten Gegenden zu durchreisen, der kann, sich in den verschiednen Städten aufhalten, dort das günstige Wetter abwar- ten, und dann sehr gemächlich in einem Sommer seinen Zweck erreichen. Wer aber dicht blofs die Merkwürdigkeiten der Natur , sondern auch diejenigen, welche die Einwohner darbieten, mit jenen wenigstens für gleich wichtig hält; 48 IX. ÄBSCHNITTi •wer also auch den politisch-bürgerlichen, moralischen, häuslichen und gewerbsfleifsigen Zustand jedes souverainen Völkchens der Schweitz genau kennen lernen will, der würde einige Jahre dazu brauchen; denn die Verschiedenheiten darinn sind ausserordentlich mannigfach. Die befste Art, diesen Zweck zu erreichen, wäre, sich in dem Hauptort jedes Kantons aufzuhalten , und von hier nach allen Seiten desselben kleine Reisen zu machen; auf diese Weise allein würde man sich eine vollständige Kenntnifs von Allem, was in diesem Laude merkwürdig ist, verschaffen. Wer nur auf 2 — 4 Monate nach der Schweit* kömmt, dem würde ich rathen, seinen Reiseplan nur auf die allermerkwürdigsten Theile einzuschränken , damit er Zeit übrig behält, sich hie und da aufzuhalten, und die -Einwohner kennen zu lernen, welches doch jedem vernünftigen Reisenden überall wichtig seyn mufs. Ich habe mich oft gewundert, wie es möglich sey, von der Landstrafse ins Wirthshaus, und aus dem Wirthshause auf die Landstrafse zu eileu, ohne eine einzige Bekanntschaft zu machen, .ohne andre Menschen als Fuhrleute, Lohnbediente u. s. w. zu sprechen. Und doch ist die Anzahl derer, welche auf diese Art reisen , sehr grofs. Ohne Empfehlungsschreiben wird es den Fremden schwer, Bekanntschaften und Eingang in die Gesellschaften zu erhalten. Deswegen ist es nothwendig, sich damit zu versehen ; wenn man nur einige für eine der ersten Städte hat, so kann man sich dann von da Empfehlungen für die andern Theile der Schweitz verschaffen. \Vie viel Zeit zu der Reise erfodert wird. ^9 ■\Venn ein Fremder die Bäder und Kurörter, als Gais , Schinznach, Pf effers, Lenk, Gurnigel, fVeissenburg , Baden besucht, so wird es ihm leicht werden, nützliche Bekanntschaften zu machen, und sich Empfehlungen für verschieden^ Theile der Schweitz zu verschaffen. ZEHNTER ABSCHNITT. In welchen Monalen mufs'der Fremde nach der Schweitz kommen? Dies hängt ebenfalls gänzlich von dem Plan jedes Reisenden ab. Wer einer oder einigen Landsgemeinden *) in den demokratischen Kantonen beyzuwohnen wünscht, mufs gegen die Mitte des Aprils schon in der Schweitz seyn; denn diese Volksversammlungen werden im Frühjahr gehalten. In dem Kanton Unterwalden und im katholischen Jppenzcll werden sie den letzten Sonntag des Aprils alten Styls , ohngefähr den 7. oder 8* May ; in den Kantonen Uri , Schweitz und Zug den ersten Sonntag im May, und im Kanton Glarus wird die allgemeine Landsgemeindc den ersten Sonntag im May alten Styls , also ohngefähr den iß. May gehalten, welcher allemal *) Man nennt Landcsgcmeinde die jährliche Versammlung ah ler freien Bauern oder Aklivbiirger, an welcher alle Aein- trr besetzt, Cesetze gemacht, lind Alles, was das Innere und Aeussere des Kantons betritt, vorgetragen, beralh- srhhgt und abgeschlossen wird. X. A B S C H NIT T. 50 die abgesonderten Landsgemeinden der Katholiken und Reformirten um Tage vorangehen. Die sehenswürdigsten sind im Kanton Schpreitz , im reformirten und katholischen Appenzell , und in Clarus. Bey drey derselben kann man wenigstens zugegen seyn; denn der Zwischenraum ist lange genug, um selbst zu Fufs aus einem Kanton in den andern zur gehörigen Zeit anzukommen. Gewöhnlich ist gegen Ende Aprils und die gröfste Hälfte des Mayes sehr gutes Wetter, meistens besser , als im Juni ; daher kann man diese Gegenden , wo man noch nicht die hohen Gebirge besteigen darf, schon mit vielem Genüsse bereisen. Es kann bisweilen geschehen , dafs die Landsgemfeinde feines Kantons verschoben wird; deswegen ist es gut, dafs der Fremde bey seiner Ankunft in der Schweitz sich fleissig darnach erkundigt. X11 Zürich erfährt man dies immer am sichersten, weil dieser Kanton nicht blofs näher an den 'Volkskantonen liegt, sondern überhaupt die meisten Verhältnisse mit ihnen allen hat. Die Musterungen der Militz fangen im April an; die meisten aber sind im May , und endigen sich mit Anfang des Juni. Die jährliche Tagsatzung wird abwechselnd in den sechs vorzüglichsten Städten der Schweitz im Monat Juni gehalten. Ihre erste Sitzung ist öffentlich und wird der Eidgenössische Grufs genannt , weil der erste Ab- *) rugsatzung ( Tagleistung, wie es die Schweitzer nennen), ist eine jährliche Versammlung von Abgesandten aller XIX Kantone, in welcher, unter dem Vorsitze des Landam- Ik welchen Monaten die Schweitz zu bereisen? 51 gesandte jedes Kantons mit einer Rede die andern bewillkommn Wie schon gesagt, der May hat gewöhnlich besseres Wetter, als der Juni, in welchem meistens erstaunend viel Regen einfallt, der bisweilen sogar bis im Juli anhält. Die beständigsten Monate im Allgemeinen sind der Juli, August und September, und deswegen sind diese auch für die Reisen in den hohen Gebirgen die befsten. Die Jahrgänge sind indessen sehr verschieden; bisweilen kann schon im Juni das Wetter sich gesetzt haben, und recht gut seyn, um in die Gebirge wandern zu können; ein andermal kann es sich treffen, dafs man kaum 4 Wochen beständiges Wetter geniefst, welches aber doch selten ist. Der Monat September, und öfters auch noch der October, sind meistens, des reinen, heitern Himmels und der angenehmen Luft wegen, die schönsten; daher der Herbst in der Schweitz, besonders in der Whadr und um Genf, ausserordentliche Reitze erhält. EILFTER ABSCHNITT. Reise-Einrichtung für den Fufsgänger, Botaniker, Physiker, Mineralogen, und Zeichner. Wer bequem zu I'ufs gehen, und in den Gebirgen steigen will , mufs keine Beinkleider und Kniegiirtel, nmmjsder ganzen Schweitz, alle Angelegenheiten, welche die Schweitzer als JSation und Staat angehen, in Berat!— schlagung genommen werden. XI. Abschnitt. 52 sondern lange Oberhosen und einen Halbrock von einem leichten aber doch festen Zeuge (z. B. Zwillich) tragen. Die Oberhosen müfsen unter dem Knie verengend herablaufen , und um den Fufs über den Schuh von allen Seiten schliefsen. Wenn dies nicht geschieht, so mufs man starke gut schliefsende Stiefeletten (aus Tuch, Leder, oder Zwillich), die bis an die Wade reichen, unter oder über die Oberhosen tragen; nothwendig ist dies, um zu verhindern, dals keine Steine in die Schuhe fallen , welches bey dem Herabgehen der ßergwege sonst fast alle Augenblicke geschieht. Zwey Paar Schuhe sind nothwendig; das eine Paar, mit starken Sohlen versehen, für die ebnen Wege in den Tliälern; das andre für die Felsenwege, für Schnee und Eis. Wer die Absicht hat, das Innere des Alpengebirges recht kennen zu lernen , dem wird ein Paar treßiche Bergschuhe eine wichtige Sache. Gewöhnliche Schuhe sind in einer Tagreise über die scharfen spitzigen und schneidenden Steine der Urfelseu zerrissen, und eben so fallen sie nach einem 3 — 4 stündigen Weg durch Alpenschnee, wie aufgelöst, auseinander. Die möglichste Beschützung des Fufses gegen das Stofsen an Steintrümmer , und der möglichst sichere feste Tritt, ist in den Hochgebirgen zur Vermeidung aller Gefahr sehr wesentlich. Es giebt in den Alpen besonders dreyerley Arten von Abhängen, anf denen sich in gewöhnlichen Schuhen nicht fortkommen läi’st. Dies sind die nackten Felsenabhänge , die Gletscher, und die Rasenabhänge, welche letztere noch schlüpfriger als Eis sind, wenn die \ Reiseeinrichtüng für gif. Fcssgasisgir. 53 Sohle des Schuhes glatt geworden ist. Hier mufs der Wandrer entweder die Fufseisen anbinden, welche in der Platte N°. IV. dargestellt und beschrieben sind, oder er mufs folgende Alpenschuhe tragen , welche für alle Fälle besser Und vortrefiieher sind, als die Fufseisen. Die Sohlen dieser Schuhe miilsen wenigstens 6 Linien dick seyn; das starke, aber doch weiche Oberleder, welches den ganzen Rücken des Fufses einschlies- sen mufs , wird über der Sohle rund herum i — r y* Zoll hoch mit anderm Leder übernähet, um gegen jeden Stofs den Fufs desto mehr 7,u sichern. Inwendig mufs keine Naht hervorstehen, welche drücken oder die Haut verletzen könnte. Man mache in diesen Schuhen Stunden lange Spatziergänge, um sie zu versuchen, und ein wenig auszutreten. Soll dann die Alpenreise beginnen, so läfst man sich drey Dutzend grofse stählerne Nägel bereiten, deren Spitzen wie Schrauben gearbeitet, und deren Köpfe, die wenigstens 4 ^Linien breit seyn müssen, als eine abgestumpfte vierseitige Pyramide, mit einem tiefen Einschnitt in der Mitte, wie alle Schrauben zugehauen sind. Von diesen Nägeln werden in jeden Schuh 12 Stücke eingesetzt, nämlich 7 um die vordere Hälfte der Sohle, in gleichen Entfernungen vertheilt, und 5 um den Absatz, so nahe an den Rand der Sohle, als es, der festen Einsetzung des Nagels unbeschadet, geschehen kann. In die Zwischenräume dieser Stahlnä-, gel Werden alsdann gewöhnliche eiserne Nägel mit breiten Köpfen, einer neben dem andern, so eingeschlagen, dali sich die Köpfe berühren. Mit diesen Schuhen ge- 54 XI. Abschnitt. het man sicher auf Granit , Eis und glattem Grase ; sie dauern lange und sind nicht beschwerlich. Das übrige Dutzend Stahlnägel wird sorgfältig auf der Reise mitgenommen, um sogleich neue in die Sohlen einsetzen zu können, wenn einige auf den Schuhen stumpf und glatt gelaufen sind. Wer von der Sonnenhitze viel leidet, welche bisweilen in den Tliälern und an den Felswänden entsetzlich ist, dem rathe ich, statt einem Filzhut einen Stroli- hut aufzusetzen, und einen leichten Regenschirm mitzunehmen , der gegen die Sonne und zugleich gegen vorübergehende Regenschauer schützt. Bey Tage langem Regen ist nichts besser als ein Mantel von Wachsleinewand oder von Zwillich; sie lassen sich zusammenfalten und ohne Beschwerde unterm Arm tragen. Um sich gegen einfallendes kühles Wetter, gegen schneidende Winde und Kälte auf den Höhen der Gebirge zu schützen, mufs man einen guten Ueberrock und ein Paar kasimirne Beinkleider bey sich führen, die man unter die Oberhosen anziehen kann , wenns noth- wendig ist.' Der Reisebündel, den der Führer trägt, mufs natürlich so klein und leicht als möglich seyn; denn mehr als 4° Pfund Gewicht höchstens läfst sich nicht aufbür- *) In Zürich kostet ein guter Wachsleinewand - Mantel 9 Gulden. Diese Mäntel erhitzen zwar den Körper sehr, wenn man zu Fufs geht, sind aber eben deswegen auf hohen Gebirgen oder hey schneidenden Winden ein tref* liches Schutz- und Wärmungsmittel. REISEEINRICHTUNG FÜR DIE FlISSGAENGER. 55 £en, einige Hemder; einige Paar Strümpfe, Schnupftücher, Halstücher, eine Weste, ein Paar kasimirne Beinkleider , nebst andern Kleinigkeiten, werden also das ganze Geriith ausmachen. Wer ohne Führer oder Träger reist, dem ratheich, in einer weiten Jägertasche die nothwendigsten Kleidungsstücke zu tragen, und sich, überall im Innern der Alpen, der überlästigen und bisweilen mifstrauischen Neugierde als ein Mahler aus Zürich oder Winterthur anzugeben. Fremde ohne F'ührer und Wegweiser wandern zu sehen, fällt hie und da den Bergvölkern sehr auf und erregt ihr Mifstrauen. Deswegen ist jener Rath nicht unnützlich. Ist der Reiseplan von der Art , dafs man sich in dieser oder jener Stadt aufhalten will, um Bekanntschaften zu machen , so mufs man seinen Mantelsack oder Koffre mit dem Postwagen oder mit andrer sichrer Gelegenheit voraus dahin abgehen lassen, ehe inan ankömmt *). Seine Schreibtafel versehe der Reisende mit einem Stift von gegossnem Zinn, dessen Spitze nicht abbriclit, und dessen Schrift nicht so verlöscht, wie die vom Bleistift. Der Liebhaber des Zeichnens versorge sich mit blauem, oder besser noch mit graugefärbtem Pa- *) Die beschränkteste Reise —Einrichtung eines Fufsgängers, der doch überall Gesellschaft sehen will, ist folgende: I ) Beinkleider von so feinem Zeuge, dafs sie zusammengewickelt nicht gröfser als eine Faust sind, 3)1 Paar seidene Strümpfe. 56 XI. Ahschnitt. pier *); auf diesem Grunde kann man die Lichter schnell und leicht mit schwarzer und weisser Kreide, mit Pastellstangen oder Stiften von gelber und himmelblauer Farbe angeben. Jeden t hend überziehe man die Umrisse mit der Feder, setze mit Tusch oder Biester die Schatten ein , und überwasche mit reinem Pinsel die weissen und gelben Lichtstellen. Dies ist die leichteste und kürzeste Art, ohne grofsen Zeitverlust eine trefliche Sammlung von Abrissen zu erhalten, welche dem Liebhaber lebenslangen Stoff zur fleissigen Ausführung seiner Entwürfe geben, oder wenigstens durch ihren jedesmaligen Anblick die Natur der Alpen und deren Genufs lebendiger wieder erwecken wird, als es durch keine Beschreibung möglich ist. Wenn man zeichnen will, 3J 2 sehr feine Hemder, 3 Halstücher, 3 Schnupftücher. 4) i Paar Tanzschuhe, in denen ein Scheernicsser, Nadel, Zwirn und Sf licere gesteckt wird. 5) -£in Pudersack, aus einem Frauenhandschuh gemacht. Alles dies wird in drey Pakete gebracht, nämlich in zwey seidene Strumpfe, dcreu Füfse abgeschnitten sind und die als Sacke dienen, und in ein drittes, worin sich die Schuhe befinden. Der feine Rock hat 6 Taschen, in welche alles dies gesteckt wird, so dafs man nichts davon sicht, wenn man in ein Haus zum Besuch tritt. Auf dem Wege bindet man die drey Päckchen in ein Schnupftuch und trägt es am Ende des Regenschirmstocks, Die andern Taschen haben noch Raum für Brieftasche, Papiere u. s. w. Indessen für einen Reisendeu durch die Alpen ist es rath- licher, alle diese Pakete und noch andre Nothwendigkeiten, in einer Jägertasche, und einen guten Oberrock aus feinem Tuch über die Schulter gelegt zu tragen. *) Die liefste Form des Zeichentaschenbuchs ist grofs Octav, indem man es in einer weiten Tasche bequem tragen kann. ' Reiseeinrichtung für die eüssgaenger. 57 mul’s man durchaus die Beleuchtungen des Morgens und Abends wahrnehmen. Den Liebhabern der Landscliafts- nialilerey empfehle ich auch ganz besonders runde schwarze und sehr wenig erhabne Spiegel , vermittelst denen die Lichter und Schatten und die Bilder ganzer Landschaften sowohl als einzelner Theile zusammengedrängt sich leichter studieren lassen. Diese Spiegel findet man in Zürich bey Herrn Instrumentmacher Breitinger. Dem Pßanzensammler ist eine kleine Pflanzenpresse unentbehrlich, die er selbst oder der Führer trägt: die zarten Pflanzen müfsen auf der Stelle eingelegt werden. Wählt er sich gewisse Standorte , von denen er nur immer solche Wanderungen macht, dafs er wieder des Abends dahin zurück kehrt, so ist eine Schachtel, in welche die Pflanzen gelegt , bisweilen befeuchtet und mit feuchtem Moose bedeckt werden, hinreichend. Für den Physiker und Mineralogen ist folgende Einrichtung des Herrn Professor Piktet zu Genf die vorzüglichste: An einem ziemlich breiten ledernen Gurt ist an der linken Seite eine kurze lederne Scheide für den Hammer, und auf der rechten Seite eine kleine Tasche für ein Fläschchen Säure in hölzerner Büchse, für Feuerstahl u. s. w. Dieser Gurt ist der obere Rand einer Schürze von dünnem Leder, welche herabfallend bis an die Kniee reichen würde, aber durch einige Knöpfe auf jeder Seite heraufgeknüpft eine grofse waagrechte Tasche bildet, welche oben offen ist, und in der Mitte durch einen Riem in Gestalt eines umgekehrten Y unterstüzt wird, dessen zwey Schenkel, an den Gurt 58 XII. Abschnitt. angenähet, die Tasche unten herum umfassen, und deren Ende man vorn an den Schulterriemen, an welchem Herr Piktet den Barometer trägt, anknüpft. Die in die Tasche gelegten Steine beschweren gar nicht, weil sie um den Schwerpunkt des Körpers liegen, und zum Theil von den Schultern getragen werden. Man hat sie stets unter den Augen und unter der Iland, wenn man ein schöneres Stück an die Stelle eines schon gefundnen legen will und die Steine werden nicht so sehr an einander gerieben, wie in den Rocktaschen. An denselben Gurt wird auf der einen Seite , an bewegliche Hacken von Stahl, ein Sextant von Ramsden , 3 Zoll im Durchmesser, ein Insrument von grofser Bequemlichkeit, um die Winkel zu beobachten, indem es sogar die Minuten eines Grades angiebt — auf der andern Seite ein künstlicher Horizont und eine Wasserwaage angehangen, um die Höhen zu nehmen. Herr Piktet hat die Büchse dieses Instrument^ so eingerichtet, dafs sie ihm zum Tischchen dient, welches von einem Stock, der sich in 3 Füfsen öfnet, getragen, und an welchen der Barometer gehängt wird; sind die drey Füfse vereinigt, so ist es ein guter Reisestock. ZWÖLFTER ABSCHNITT. Nolhwendige Regeln für die Reisenden in den Gebirgen. 1) Man bereise nicht in grofser Gesellschaft die Hochgebirge der Schweitz; a — 3 Personen höchstens. Nothwendige Regeln für Bergreisende. 59 In den seltner besuchten Gegenden linden sich in den Gasthäusern nur wenige Betten, und in manchen abgelegnen Thälern mufs man aus Mangel von Herbergen die Gastfreundschaft des Pfarrers ansprechen. 2 ) Wer das Gehen zu Fufs nicht gewohnt ist, der fange nur mit kleinen Tagreisen von 2 — 3 Stunden an, und lege so nach und nach täglich eine Stunde mehr zurück; auf diese Weise wird man ein treflicher Fufsgänger werden. 5) Bey dem Besteigen der Berge folge man streng diesem Rath: Man gehe oder steige mit kurzen Schritten, jedesmal so langsam, als es nur möglich ist; das Athemholen wird dann wenig oder gar nicht erschwert, das Blut geräth nicht in heftige Wallung, man schwitzt nicht so viel, die Muskeln der Beine werden nicht stark angegriffen, und der Körper behält Kraft, vier, fünf und noch mehr Stunden zu steigen. Der Fehler fast aller, die in Gebirgen nie gereist sind, ist, dafs sie sehr lebhaft den Berg zu besteigen anfangen , oder doch in einem zu weiten Schritt gehen; nach einer Stunde sind Erhitzung und Ermattung schon so grofs , dafs sie verzweifeln , den Berg besteigen zu können, da sie kaum den vierten Theil zurückgelegt haben. Folgt man jener Regel, so können auch nicht sehr kraftvolle Männer, selbst Frauen, die höchsten Gebirge zu Fufs ersteigen. 4) Man ersteige des Morgens wo möglich die Berge auf der Abendseite, und steige sie auf der Morgenseite herab; auf diese Weise vermeidet man die zurückprallenden Sonnenstrahlen und gewinnt Schatten und Kühlung. 6o XII. Abschnitt. 5 ) In Gesellschah gehe man nie weiter von einander in den Gebirgen, als die Stimme gehört werden kann; man verliert und verirrt sich sonst schnell. 6 ) Man richte sich immer so ein, des Morgens früh über mit Schnee bedeckte Felsen zu gehen, ehe derselbe von der Sonnenhitze erweicht wird. 7) Man wage nicht in den Hochgebirgen zu reisen, so lange im Frühjahr die Schneestürze nicht herabgefallen sind ; so lange der staubige lockere Schnee nicht von den Tannen gefallen ist, dauert die Gefahr fort, und dies währet, nachdem es zu schneien aufgehört hat, noch a — 4 Tage. Bey lockerm Schnee giebt es häufigere. bey Thauwetter gefährlichere Lauinen. Eben so verweile man, 'nach Tage langem heftigem Regen und darauffolgenden Stürmen, noch i — 2 Tage, ehe man hohe Felsenthäler durchreist, in denen hin und wieder alsdann Steinstürze von den Seitenfelsen sehr leicht erfolgen. Man befrage jedesmal bey solchen Fällen die Einwohner, und befolge streng ihren Rath. 8 ) Ehe man sich einem gefährlichen Schritt aussetzt, sehe man sich an dem Abgrunde recht satt, bis dessen ganze Wirkung auf die Einbildungskraft erschöpft ist, und man ihn ganz gleichgültig betrachten kann. Zu gleicher Zeit mufs man den Weg, welchen man halten will, studieren, und sich den zu machenden Schritt vorzeichnen. Alsdann denkt man nicht mehr an die Gefahr, und ist nur beschäftigt, den sich vorgezeichneten W*o zu machen. Im Fall sich aber das Auge an den Abgrund nicht gewöhnt, so stehe man von seinem Vorhaben ab, Nothwendice Regel» für Bergreisende. 6i Denn ist der Weg sclimal, so kann sich der Blick auf den Ort, wo der Ful’s hingestellt werden soll, nicht richten, ohne zugleich den Abgrund zu sehen ; dieser Anblick erregt Schwindel, und kann, wenn er sich un- vermuthet darbietet, die Ursache eines Unglücks werden. 9) Man lasse sich nicht durch das mögliche und bisweilen gefahrlos scheinende Erklimmen eines Felsens verführen , sondern man denke zuvor an die Nothwen- digkeit des Herabsteigens ; man wende sich uin, und betrachte die Abgründe, über welche der Körper beym Heruntersteigen unaufhörlich schwebt. 10) Man lasse sich in den Hochgebirgen durch einen nahe scheinenden Punkt nicht verleiten , von seinem Hauptwege einen Absprung dahin zu machen; was nur eine Viertelstunde entfernt scheint, ist oft 2 — 3 Stunden weit. In den Gebirgen mufs das Auge ein neues Entfernungsmaafs lernen. 11 j Wer auf Gletschern und Eisfeldern viel herum wandern will, mufs vom nächsten Ort mehrere Führer mit Stricken, Stangen oder I.eitern mitnehmen, um jeder Gefahr auszuweichen. Man folge seinen Führern; man wage sich nicht dahin, wo sie es mifsrathen, und man lasse sie immer vorangehen. Wer dies beobachtet, wird nie ein Unglück haben. Man gehe nie über Gletscher, wenn frischer Schnee gefallen ist, welches selbst in Sommermonaten bisweilen geschieht. Man gehe in diesem Fall nie während den Stunden der Mittagshitze, wo der Schnee erweicht wird, und der Fufsgänger sehr leicht durchbricht und in Spalten fällt. 6z XII. Abschnitt. Man trage ein Stück schwarzen oder grünen Flor bcy sich, um es vor die Augen zu Linden, wenn mau viele Stunden über Schnee gehen mufs; ausserdem ist die Blendung fast unerträglich, wenn die Sonne scheint. Die brennenden Schmerzen im Gesicht, welche nach langen Wanderungen über Scimeefelder und Gletscher bey hellem Sonnenscheine von der scharfen Reflexion der Strahlen entstehen, werden gelindert, wenn man sich mit durch Wasser verdünntem flüchtigen Alkali wäscht. 12) Bey Tagreisen in Tliälern während sehr heissem Wetter entsteht entsetzliches Brennen an den Fufssohlen, und dann gewöhnlich Blasen. Beydes wird verhindert oder wenigstens ausserordentlich gelindert, wenn man sich öfters in Bäche stellt, und einige Minuten stehen bleibt, bis Fiifse und Strümpfe ganz nai's sind. Sind schon Blasen entstanden, so öfhe man sie nicht mit der Scheere, sondern ziehe mit einer Nähnadel an der Giundfläche so nahe als möglich einen Faden durch, und schneide die beyden Enden zwey Linien von der Haut entfernt ab ; auf diese Weise wird man den folgenden Tag keine Schmerzen haben, und recht gut gehen können. Hat der Schuh die Oberhaut abgerieben, so wickle man nur ein mit Unschlitt bestrichnes Stückchen Leinwand so lange herum , bis die Verletzung geheilt ist ; und während der Zeit wird man recht gut gehen. 15) Nach einer langen oder beschwerlichen Tagreise nehme man ein laues Fufsbad mit Wäun oder Brandtwein vermischt , oder wasche die Füfss mit reinem «f» 0 % Ml in feint nact tistliet feil an« »isd «tffl '/», fett nt ivtba Su mit 4 in i ■ die roa k 'tn hl- S(f rieben. i Stüdt- eiiag ? «ent l- lg* . ß[»a J: i, # Notiiwendige Regeln für Bergreisende. 63 Brandtwein ; nichts hebt die Müdigkeit so schnell, und nichts stärkt die Füfse so sehr, als dies. 14 ) Man Versorge sich beym Aufbruch auf die Gebirge jeden Morgen mit Brod, Käse, oder Wurst, und mit einer mit Stroh beflochtnen Flasche Kirschwasser. Das stärkste eingenommene Frühstück ist bey fortgesetzter Bewegung in der Bergluft in wenigen Stunden verdauet, und der Hunger wird quälend; da man in den Felsengegenden bisweilen 4 — 7 Stunden, ohne ein Haus zu treffen , wandern kann , so wird Mundvorratli sein; nothwendig, wenn man vor Erschöpfung nicht hinsinken will. Kirschwasser, mit reinem Wasser oder mit Milch vermischt, stellt die verlornen Kräfte schnell wieder her, und kühlt angenehm und gefahrlos. 15) Zur Löschung des heftigen Durstes bey heissem Wetter in den tiefem Gegenden dient am befsten Milch Und Wasser, oder Wein und Wasser, oder eine Schachtel Limonadenpulver, oder Weinsteiiikrystallen, womit man bey jedem Brunnen in einem bey sich führenden hölzernen Becher einen kühlenden Trank verfertigen kann. 16 ) Man nehme sich in Acht, von den kalten Quellen und dem Gletscherwasser gierig bey Erhitzung zu trinken ; es erregt manchen Personen sehr beschwer- *) Vor wenigen Jahren bestieg der Pater Floridus aus dem Kloster Engelbcrg am Morgen eines schwülen Sommerta- ges eine Alp. Als er wieder zurückhehren wollte , trat er an ein Bächlein, um sich zn kühlen. Kaum hatte er mit dem kalten Bergwasser Stirn und Hände gewaschen, so fiel er vom Schlage gerührt plötzlich todt zur Erde. / I 64 XII. Abschnitt. liehe Koliken, und immer mische man unter dieses Wasser einen oder zwey Theelöft'el Kirschwasser. Man hüte sich , von den fetten Käsen, besonders wenn sie gebraten sind, viel zu essen; sie erregen den Ungewohnten heftige Koliken. Manche Personen bekommen nach dein Genufs der Alpenmilchspeisen, als der Molken, Rahm, Sufi, bisweilen Durchfälle. Diese sind zwar unschädlich; indessen ist es doch besser, alsdann diese Milchspeisen nicht zu geniefsen, sondern sich mit guter Chokolatc und Fleischbrühtafeln für die Alpen zu versehen, wo man nichts als Milchspeisen findet. Andre Personen hinwieder werden von jenen Speisen verstopft; hier helfen einige Theelöffel Kremor Tartari. l 7 ) Wer sich leicht erkältet, der versehe sich mit einer feinen flanellnen Weste, und ziehe sie jedesmal auf blofser Haut an, wenn die Reise über hohe Gebirge geht; denn es geschieht öfters, dafs nach Stunden langem Steigen und Erhitzung der Weg eine Wendung um eine Felsenwand nimmt, und in einer andern Richtung fortgeht, wo man bisweilen plötzlich einem schneidend kalten Winde ausgesetzt wird, der, wenn er glück- licher Weise nichts schadet, doch unausstehlich empfindlich ist. Gegen üble Folgen davon schützt eine solche flanellne Weste gänzlich. iS) In manchen Gegenden sind die Alpenbewoh- ner äusstrst mifstrauisch auf jeden Reisenden , den sie zeichnen sehen, welches si & das Land ahieissen nennen. Wo man dies bemerkt, unterlasse man es sogleich, tun sich keinem Yerdrufs auszusetzen. Nothwendige Receln für Bergreisende. 65 J 9) Wer zu Pferd durch die Gebirge reist, der vertraue gänzlich dem sichern Gang seines Rosses ; mau lasse es nur gehtm , wie es will, ohne cs lenken zu. vollen. Die Maulthiere und Pferde in den Gebirgen werden zur Fortschaft'ung der Waaren gebraucht; sie gehen daher auf den Felsenwegen beständig, sind sie durchaus gewohnt und kennen sie genau. Es ist zum Erslaunen, wie sie klettern können, und wie sicher, fest und genau sie gehen. Da sie meistens als Packpferde gebraucht werden, so sind sie des Zaums und des Len— kens ganz ungewohnt; deswegen legt man ihnen auch keinen an, wenn sie zum Reiten gebraucht werdend Man bekömmt daher im Allgemeinen nichts in die Hand, als einen Strick, der durchs Maul des Rosses geht, oder eine elende Halfter. Die Gebirgswege laufen öfters dicht; an hohen Felsenwänden fort; da nähern sich die Pferde fast immer dem Rande der Strafse, weil sie, gewöhnlich mit Cepäcke beladen, gezwungen sind, so zu gehen, damit sie nicht an die F’elsenwand anstofsen. Sind nun am Rande des Weges Abgründe, so überfällt den Reiter Angst und Schrecken bey diesem fürchterlichen Anblick und bey dem Gedanken, sich so durchaus seinem Pferde überlassen zu müfsen. An solchen grauenvollen Stellen ist es vernünftig abzusteigen , um sich von den unangenehmsten Gefühlen zu befreyen, über welche die Vernunft nie ganz gebieten kann. Sonst, wie schon gesagt, ist wirklich keine Gefahr zu befürchten, wenn man nur die Thiere gehen läfst; ich habe nie von einen} Reisenden gehört, der iu diesem Fall ein Unglück hatte, 7 . 5 66 XIII. Abschnit» 20 ) Man führe keine grofsen Hunde bej sich; sie können den Reisenden in höchst unangenehme Händel setzen , da man in den Gebirgen seht oft Vichheerden antrift. zt) Wer in der Schweitz auf eine angenehme und nützliche Art reisen will , der lasse alle Vorurtheile des Pianges und Standes, allen Stolz und alle Foderungen der Eitelkeit zu Hause, und bringe blofs den Menschen mit. Wer dies thut; wer Jeden, dem man auf seinen Wegen begegnet, und überhaupt alle Welt freundlich grüfst, vertraulich mit den Leuten sich ins Gespräch “einläfst, ihre neugierigen Fragen natürlich beantwortet, und in seinem ganzen Betragen fühlen läfst, dafs man nichts weiter scyn will, als was der andre ist, Mensch , so wird man in den Schweitzern so viel Güte , Herzlichkeit, Treue, Biederkeit und wahrhafte Dienstgeflis —' senheit mit der höchsten Natürlichkeit verbunden finden, als gewifs bey keiner andern Nation Europa’s. Nur der Fufsreisende kann die Nation recht kennen lernen. DREYZEHNTER ABSCHNITT. Vorschläge zu verscliiediieu Reiscplanen. Zum Nutzen und zur Bequemlichkeit der Fremden, welche nach der Schweitz kommen, sind folgende Reisen entworfen. Jeder wird dadurch in den Stand gesetzt, sich Rath zu erholen; denn es giebt hier Rcisepläne von mchrern Monaten, wie von 14 und 8 Tagen. Ich habe i mich bemühet, den Reisenden so zu führen, dafs er in der jedesmal bestimmten Zeit so viel merkwürdige Gegenden sieht, als cs möglich ist, und einen Weg nicht zweymal machen darf. Dies letztere zu vermeiden, ist in der Scliweitz oft sehr schwer, indem man sich nicht nach allen Gegenden wenden kann, sondern den wenigen Bergwegen folgen mufs , die geöfnet sind. Deswegen läfst sich nicht jeder Plan so cinrichten, dafs man nicht bisweilen einen Ort zweymal berühre. Alle diese Reisen sind eigentlich für diejenigen entworfen, welche zu Fufs gehen oder reiten. * * * Die Schweitzerische Stunde halt 6000 Schritte zu 2 1 j 3 Fufs, also 15000 Zürcher - Schuhe. Fünf Schweitzerstunden machen ohngefiihr sechs deutsche Stunden, und - eine Schweitzerstunde kommt der Französischen lieue > deren 25 auf den Grad gehen, sehr nahe. Fünfzehn Zürcher Duodezimalzoll machen nach Untersuchung des Professor Tralles grade 1 Metre bis an den Unterschied von '/100001 und ( 5oo machen i Stunde. — Nach Bcr- nermaafs gehen igooo Fufs auf eine Schweitzerstunde. XIII. Abschnitt, I. Kap. 63 I. Kapitel. Wegweiser für die, welche die ganze Schweitz bereisen wollen. Zuerst für die, welche von der Seite Deutschlands kommen, und wieder dahin zurürk- kehren wollen. N°. x. »Stnndexu Wer die Schweitz in Schaffhausen betritt, den würde ich au£ folgende Weise führen. Von Schaff hausen nach Stein am Rhein, Konstanz, Arbon, Roschach. .... 16. i) Von hier entweder längs dem Bodensee, durch den schönsten Theil des Rheinthals ; nach * Rheineck, Altstätten, Haard, durch den Rliein- thaler - Wald und Eggerstanden nach dem Flecken Appenzell, Cais (Gufs), über den Gä- brisberg nach Trogen, Speicher, Vögliseck, St. Gallen. . . . . . • i 3 -i 4 * Von St. Gallen nach Herisau die grofse Land- strafse oder über Teuffen (Tüffen) *) , Schwell- brunn, Peterszell, über den Berg denFufsweg nach Wattwyl, Huramelwald , Bildhaus, Kaltbrunn, Schennis , VfCescn. . . . .13-14. *) Ueber Teuffen hat man 1 ifz St. weiter, sieht aber einen schönen Theil von Ausser - Rhoden oder Reformirt- Ap" penzell. Verschiedene Reiseplane. 6 g Stunden. 3 ) Oder: Von Roschach nach Sc. Gallen, Vögl/seck, Speicher, Trogen, über den Gäbris- berg, nach Gais ; über Buhler und Teuffen, oder über Haslcn und das Nonnenkloster Wonnenstein nach Herisau, Hundwyl, Appenzell; ins Rheinthal, durch den Rheinthaler - Wald und Eggerstanden; Kobelwies, Oberried, Hirzensprung, Sennwald, Salctz, Werdenberg, Buchs, Sevelen, Atzmoos, Trübenbach, Sargans, Wallenstatt, über den Wallenstattersee nach Wesen. , . 27-38- Von Wesen nach Mollis und Glarus. . . 2. Von Glarus zur Fanten - Brücke, und wieder nach Glarus zurück., . . . - • n- Von Glarus ins Klönthal, auf den Pragei, ins Muttethal nach Schrrytz (4^ St. zu steigen). 10- :t. Von Schyrytz über den Hacken oder Myten- berg nach Einsiedeln ( 1 */2 St. zu steigen). 3 - Von Einsiedeln über den Etzelberg nach Rich- terschweil, am See hinunter, nach Zürich. 8- Diese Reise von ungefähr 80 Stunden läfst sieb zu Fulk in sechszehn Tagen ganz gemächlich machen, so dafs man alles , was die Natur Merkwürdiges darbietet, geniefsen kann. Von Zürich nach Baden, Windisch, Königs- felden , Schinznach, Wildegg, Aarau. . 9. Oder: Von Baden über Mellingen und Lenz- *) Denn man Jjemerke , dal's hier und in der Folge meist mehrere AVege, von einem gewissen Orte zu eifern andern, vorgeschlagen und die Stunden berechnet werden, die man also nicht zusannnenaählen darf. 70 XIII. Abschnitt, I. Kap. Stunden. bürg nach Aarau blofs 5 St. ; dieser Weg ist aber weniger reich an Merkwürdigkeiten als der ■vorige.. Von Aarau über die Schaafmatt in den Canton Basel nach Liechstal. . . •. . . 6-7. Auf die Schaafmatt bat man t St. zu steigen j am Fufs derselben, in Erlishach , mufs man einen Buben nehmen, der den Weg zeigt, bis man sich nieht mehr verirren kann. Nach Höllenstein, Wallenburg, über den obem Ilauenstein nach Ballstall; durch die Klus, ■Widlisbacli, Solothurn. . . . . 9 jf», Oder: Von Ballstall nach Olten, Aarburg, Zofingen, Langenthal, Solothurn. . . 14%. Auf den Ilauenstein hat man 1 St. zu steigen; von Langenthal nach Solothurn kann man einen Fufsweg einige Stunden benutzen. Biel, Aarberg, Seedorf, über den Frinisberg, Neuhaus, Bern. ...... 12, Langnau im Emmcnthal, Eschlismatt, Schupfen , Hasli, Entlibuch, über dia Bramegg nach Schachen, Malters, Luzern. . . . 17. lieber den See nach Küfsnacht, zu Fufs nach Immensee; über den See nach Zug. , . 5, Nach Egeri f ij 2 St. zu steigen ). 3. Morgarten, Sattel, den Fufsweg über den Steinerberg nach Art. , , . . . 4 (s. Oder: Von Egeri über den Rotz- oder Ruffi- 1 berg, nach Art ( 1 *j : St. zu steigen.) . 3 fj. Wer diese Gegeüdcn nicht sehen -will, der kann i Verschiedene Pie iseplane. 71 Stunden. von Zug auf dem Sec, oder zu Fitfs an seinem Ufer, gerade nacli ^ 4 rt reisen. . 5 - ^uf den Rigiberg, und herab nach FFeggis. . 7. ^uf dem See nach Alpnach, von da auf Sarnen. 4 fj. , ) Von Sarnen nach Kerns, Stanz, Engelberger-Thal, und zurück nach Stanz, und bis Buochs. ....... 13* Oder: 2) Von Sarnen , Sächseln, über den Sar- ner-See, Gyswil, über den Berg Kaiserstuhl, über den Lungernsee oder den Fufsweg an dessen Ufer, nach Lungern , über den Brünig, Zollhaus, Wyler, Meyringen ( 1 % St. zu steigen.).. S. In dem Zollhaus auf der Höhe des BrtUiigs kann man übernachten. * Von Meyringen über den kleinen Berg Kirchet, Hasligrund, Weiler, durchs Gentelthal auf die Rofsweidealp , Engstlenalp , aufs Joch ( 5 Sr. zu steigen) nach dem Jochsee, Obertrübseealp, Engelberg. . . . . . ro-it. Auf der Engstlenalp kann man in den Sennhütten übernachten. Oder: 5) Von Sarnen ins Melchthal , über die Storegg der längere Weg , oder der kürzere aber beschwerlichere über die Minalp und das Jucltli, nach Engelberg. , . . . 7-8- Von Engelberg nach Buochs. .... 5. Von Engelberg geht über die Surerienalpen ein "Weg nach Altorf, der g-p St. l..ng, beschwerlich , und nur in den heissesten Monaten zu XIII. Abschnitt, I. Kap. ?2 Ti, ♦p—-- m 'M ;fl! ' 4 *> y«! »(■ ’ % :.'L ;* St. die Furca , und 3 1 j s St. gerade hinab ins Formazzothal nach dem Dorf Pommat (ist ganz deutsch und piemontesisch); von Pommat über den Griesgletscher nach Obergestelen im Oberwallis , zusammen 21 St. (unter denen 5. St. zu steigen); von Obergestelen dann weiter, wie oben gesagt ist. Diejenigen , die von München und Augsburg nach der Scliweitz kommen , gehen gewöhnlich über Ulm nach Schaffhausen. Ich rathe diesen, ihre Richtung über Memmingen nach Lindau am Bodensee zu nehmen; der Weg ist nicht weiter, und sie gewinnen den Genufs des prächtigen Bodensccs in seiner ganzen Fülle. Von Lindau gehe man auf der deutschen Seite nach Morspurg , über den See nach Konstanz , dann nach St. Gallen , und von hier weiter, wie oben. Oder, von Lindau auf dem See nach Konstanz ; oder , zu Lande über Bregenz nach Rheinech , Roschach , St. Gallen , 8-9 Stunden. Mit einem günstigen Winde fährt man auf dem See in einigen Stunden nach Roschach und nach Konstanz. Die Reise an dem deutschen Ufer hinauf, ist wegen der Aus- und Ansicht auf die Schweitzerseite unendlich vorzuziehen. Um Schaff hausen in den Plan zu bringen, so müi’sen diese Personen von Basel dahin gehen ; oder wenn dies für ihre weitern Absichten nicht pafst , so rnüfsen sic von Zürich nach SchafJhausen, von da nach Baden , und dann weiter, wie oben, reisen. Verschiedene Reisepläne. 79 Stunden. N°. 2. Von Schaff hausen nach Sargans, wie in N°. r. sind. ........ Ragaz, Zizers, Chur. . i j Von Chur nach Reichenau , Trims , das Thal die Grube, Ilanz , Trons , Disentis. 2 Tage. Oder : Von Ragaz nach Pfeffers, ins Vättistlial, über den steilen Kunkelsberg nach Tamins, und nach Trias , und so wie vorhin; eben so weit, wie der vorige Weg. Oder: Von Schaff hausen nach Glarus , wie N°. i. sind. Von Glarus nach Schwanden , ins Sernft- oder kleine Thal, Engi, Matt, Elm. Von hier geht es über die Wichlcrberge durch den Jetzscblund auf die Hohe des Hausstocks, und dann steil hinab ins Eündtnerland nach Panix, Andacst, Briegels, Disentis. Oder: Von Glarus nach Linthal. Von hier zwischen dein Selbstsanft und Tödiberg nach Disentis. ..... D ie Reise durch das Sernftthnl nach Biindten ist wegen der Felsen sehr merkwürdig, aber mühsam, und nur im hohen Sommer zu machen; die Reise aber zwischeu Selbslsanft und Tödi ist gefährlich. Von Disentis nach Scdrun, im Tftvetscher Thal, Salva y Camot , durch die Alp Surpaliks 46. 8 -<). f\ 80 XIII. Abschnitt, I. Ivap. Stunden« zum Oberalpsee zwischen den Bergen Nurgalas und Piz de Terms ins l/rrer/z-Thal. . . 6-7. Odpr : \on Disenlis durch das Medelserthal, über den Santa Maiia und Lukinanier ins Vallc de Blegno (BolcnzcrtLaI) nach Poleggio, Ai- rolo , Gothardsberg , Vrsern- Thal. . . 11-11. 1) Von Chur nach Reichenau, Bonaduz, Rliä- ziins, ins Doiuletschgerthal, an der Seite des Heinzenbergs nach Tusis, durch die Via mala, durchs Schainsertbal, und durch die Koffein, nach Splügen. . . . . . , 15, ^ Von hier durch Madels, Planura , Novena, nach dem liinterrhein. . . . 1. Nacli der Quelle des Kheins über die Zaportalp, ^ und über das Paradies und die Hölle zurück nach Hinterrhein. ..... 8- Von hier nun über den Bernliardinsberg, durch das Misoxerthal, nach Bellenz, das Livner- Thal, nach Vrsern. 3 Tage. Oder: Vom Hinterrhein nach Splügen, über den Splügenberg, Isola, Compodolcino, Chiavenna. 10- 11. lieber den See nach Como. . , . , 10. Von Como nach Mcndrisio, Lugano. . . 5. Von Lugano über die Ponte Tresa nach Luvino, und auf den Langcnsee (Lago niaggiore) nach den ßorromäischen Inseln. . . . . . 7-8. Von den Inseln nach Mergozzo , Ugogna, Domo d'Ossola, ...... 6. Verschiedene Reiseplane. Von Domo entweder: i) Durchs Vichezzathal und Centovalli nach Locarno. Von Locarno nach Bcllenz, Livnerthal, Airolo, über den Gothard ins Urscrnthal, oder: Durch Val Maggia und Val Lnvizzara über die Campo della Turba nach Airolo und Vrsern. Vom l/ntern-Thal durch Realp , über die Furka bev dem Rhonegletscher vorbey nacli Ober- Nesteln. ....... Von Obergestein durch die Lufenen , nach al Atjua, Ronco, Bedretto, Airolo (6 St. zu steigen )........ Von Airolo über den Gothard entweder bey dem Hospitium vorbey, oder durch ,das Cana- riathal und die Unteralp nach Ursern zurück. Die . welche von Italien her in Airolo ankommen , müfsen über Bedretto. Ronco, die Lufenen, Obergestein, dem Rhoneglelscher vorbey, über die Furha nach Ursern geben. Oder: 2 ) Von Domo d’Osso/a durchs obere Eschenthal ( Val d’OscellaJ nach ^Formazza ( Pommat ). ....... Bey dem prächtigen Wasserfall der Tosa vorbey, über den Griesgletscher nach Obergestein. Von Obergestein über die Furka oder über Ronco, Bedretto, Airolo, über den Gothard ins Ursern - Thal. Aus dem Ursern -Thal nach Altor f. Biirglcn, Unterschäc/ien, I. 8t Stunden. 13-14. 20-24» 6 - 8 . 9 - 8-10. 9 - 7 - 9 » 4 » 6 I $2 XIII. Abschnitt, I. Kai*. Bey den Klarideralpen vorbey ; auf den Balm , die Klausen, Urneralp hach Lintthal , (3-4 St. zu steigen ). . Clarus. ........ Durch das Klönthal, über den Pragei, ins Muttethnl nach Schtrytz (4-5 St. zu steigen). Ueber den Hacken nach Einsiedeln. Ueber den Ezel, nach Rapperschwei] , Zürich. Von Zürich über den Albis nach Zug, Art, auf den Rigi bis zum Kloster, (3 St. zu steigen). Auf dessen Gipfel, herab nach Weggis, über den See nach Luzern ( i^jz St. zu steigen). Nach Winkel, über den See nach Stanzstad, Stanz, bis Engelberg (2 St. zu steigen). Nach der Trübsee-, Obertrübseealp, dem Jochsee aufs Joch, Engstlenalp, Rofswcidalp, Gen- telthal, Weiler, in Grund, über den Kiichet, nach Mey ringen. ..... Man steigt 5-tj St. Auf der Engstlen-X\p kann man in den Sennhütten übernachten. Nach Brienz , über den Brienzer - See nach Interlachen , Lauterbrunn. .... Ueber die Wengeralp und Lauterbrunner - Scheideck nach Grindehrald ( 2 - 3 St. zu steigen ). . , . . . , . Ueber die Scheideck nach Meyringen (2^2 St. zu steigen), ...... Hafsligrund, Guttancn, Handeck, Rödrichsbo- den, Grimsel - Spithal (fast immer bergan). Stunden. 7 - . 5 - 10- 11. 5 - 8 - 9 - 10. 6-7. 8 . 10- II. 9 b 5 - 0 . 8 - 7 - 8 - Vebschiedene Pi,EISEPLANE. 85 Stunden. lieber den Grimsel nach Obergestein ( i St, zu steigen). . . . . . . 5~ 4- Münster, Aernen, Lax, Morel, Katers, Brieg, g. Visp , Raron , Leuck , in die Leueker - Bader (2-5 St. zu steigen). . . . . 9. Auf die Cemmi (2 St. zu steigen). . . 2, Nach an der Lenk im Sim/nenthale führen drey Wege: 1) Von der Gemmi nach Kanderstcig, Frutin- gen, Müllinen, Wimmis , Weissenhurg, Zweysimmen, an der Lenk . . . .20-21. 2) Von der Gemmi nach Adelboden, an der Lenk. 14. 3) Von der Gemmi durch das Aengstlenthal. an dem Strubel vorbey, gerade nach an der Lenk. 10, Bey dem ersten Wege steigt man gar nicht, bey den beyden andern hingegen mehrere Stunden. Auf dem letztem Wege trift man kein Dorf und keine Hütte an ; man mufs einen guten Führer nritnehincn. Von Lenk nach Lauenen. , . . . 5* Von hier nach Martinaeh im Nieder - Wallis giebt cs drey Wege: 1) Nach Saancn, Rougemont, Chateau d’Oex, Legerette, sur les Mosses, Ormond, Sepey, Aigle, Bex, St. Maurice. Martinaeh. . 17-18, 2) Nach Gsteig, über die Berge nach Ormond- dessus , Bex, Martinaeh. .... 12- 13. 3) Ueber den Sanctsch nach Sitten, Martinaeh. 12-13. 84 XIII. Abschnitt, L Kap. l-li: /' 'ir^ : !f§ .rif« "■rrt , Stunden, Auf jedem dieser Wege hat man einige Stunden zu steigen. Von Martinach kann man mehrere Wege, um nach Genf zu kommen, Anschlägen : 1) Ueber St. Maurice, Bex , Aigle, St. Gin- goulph, Meillerie, Tour ronde, Evian, Tho- non, hey dem Hügel Boisi vorbey, Cologny, Genf. .19, 2) Ueber den Col de Balme, oder Tete noire nach Chamouny, Sallenche , Genf (2-4 St. zu steigen). ...... 27. 3) Auf den St. Bernhard, durch St. Branchies, Osieres, Liddes, St. Pierre, das Hospitium (4-5 St. zu steigen). ..... 8. Ins Thal Aosta nach der Cite Aosta. . . 6. Von Aosta durchs Thal Doire , nach Salle, Courmayeur. . . . . . 7 f-■ Von hier durch einen Lerchenwald, wo man den prächtigen Gletscher Brenva erblickt, ins Thal Veni , in welches der Gletscher Miage hinabreicht, durch einen wilden Schlund bey dem See Combal vorbey , durch die Allee blanche auf den Col de la Seigne, die Sennhütte Motet, das Dörfchen Glacier. . . 8- Ueber den Col du Tours oder durch Chapiu, auf den Bon Komme, durch die Ebne des Dantes, durch die Ebne des Berges Jovet, die Hütten Nantbourand, das Dorf Contamine, Bionnay. . . . . > 9 ” 10, Verschiedene Pieiseplane. 85 Stunden. Durch das Thal des Berges Joie , über den Col de Forclaz, nach Ouches und Chamouny. . 5. Auf diesem Wege steigt man sicher i 3 -i 5 St. ij Von Chamouny dann über den Col de Balme, oder Tete noire nach Martinacli, St. Maurice, Aigle, St. Gingoulpli u. s. w. nach Genf. . 27, 2 ) Oder : Durch Sallenclie und Bonnevillc gerade nach Genf. ...... 18. 5) Oder: Auf den Col de Balme, nach Trient hinab, über den Tete noire ins Valorsine, von Couterage *) längs dem Breard auf den Col de Breard, Pierre ä Berard (ein grofscr platter Fels, unter dem ein Stall für Kühe ist), Table ä Chantre , auf dem Gipfel des Buet, herab nach Fonds, wo man die Nacht bleibt; dann nach der Abtey Sixt, Samoin , und Genf. 3 (/., Tage. Von Couterage hat man bis auf den Gipfel des Buet 9 1 /2 St,; über Schnee inufs man 2 - 3 Stunden gehen. Es ist eine mühsame aber sehr merkwürdige Bergreise. Von Genf über Lausanne, nach f^evey. . 16. Beym See de Bre vorbey nach Moudon. . 5 Payerne, Murten, Hern. . . . . u. Solothurn, Biel. . . . . . . 12. *) Da wohnt der befste Führer auf dem Buet ; Er heifst Pierre Boyon oder Bozon\ von Servoz, zwischen Sallenclie und Chamouny, ist ein befsrer Weg auf den Buet ausgefunden worden. Mau sehe Servoz, im II. Th. 86 XIII. Abschnitt, I. Kap. Stunden. Neuchatel, Yverdun. . • ... 13. Nach dem Thal von Joux , und zurück. . 12-14. Man sehe diese Reise in Nr». 1. nach. Oder, gleich nach Motiers; den Fufsweg. , ^ Nach Locle, la Chanx de Fond. S. N°. 1. Von la Chanx de Fond d\irch das St. Imerthal nach Sonzeboz, Pierre pertuis, durch das Münsterthal nach Basel. . . . .33-24, Diese ganze Reise beträgt 471 Stunden, wozu 2 Monate und tg Tage erfodert werden, wenn man ganz gemächlich, höchstens 6 Stunden im Durchschnitt täglich zurücklegt. Mit dem Aufenthalte hie und da, mufs inan 5 — 5 ^2 Monat darauf rechnen. Diese Reise ist eigentlich für den Liebhaber der Geognosie und Mineralogie entworfen ; deswegen führe ich den Reisenden , so viel es möglich ist, durch die merkwürdigsten und von Fremden selten besuchten Fel- sengegenden , wo ausserordentlich viele wichtige Beobachtungen gemacht werden können. Wer Viele Steine sammeln will, mufs ein Maulthier mit sich führen, welches Kisten trägt, in welche man alles, was man sammelt, htneinlegen kann. Durch alle diese Felsengegenden, sehr wenige ausgenommen, kann man auch reiten. Rrcylich ist das günstigste Wetter für diese hohen Bergwege nothwendig. Ich rathe jedem, für diejenigen Felsengegenden , welche selten besucht werden , ausser seinem Führer noch Wegweiser aus der Gegend selbst zu nehmen , damit man sich nicht verirre. Denn auf den Hohen der Gebirge verlieren sich oft die Fufswege. Man geht über glatte Felsen, oder über zertrümmerte Steine, wo einzelne Stangen die Richtung zeigen, die man nehmen mufs ; wenn diese vom Sturm niedergerissen sind, oder auf einmal Wolken sich herabsenken, die den Reisenden plötzlich in dicken Nebel hüllen, so ist die Getahr der Verirrung und unglücklicher Ereignisse grofs. Man darf nur seinen Führer fragen , ob es nqthig ist, einen Wegweiser zu nehmen ? N°. 3. Diejenigen, welche die Schweitz in Basel betre- len, können von da nach Schaffhansen gehen, und von hier dieselbe Reise machen, welche in N°. f. angezeigt ist. > II. Kapitel. Für diejenigen, die von der Seite Deutschlands kommen, aber nicht wieder dahin zurückkehreu wollen. N°. 4- Stauden) Diejenigen, welche in Basel ankommen, Wüide ich auf folgende Weise führen : Nach Reinach, Aesch, Lauffen, Corrcndelin, durch das Münsterthal, Pierre pertuis, Sonze- boz, das St. Immcrthal , nach la Chaux de Fond. 24, 88 XIII. Abschnitt. II. Kap. Stunden* Locle, Brevinc, Bayard , Verrieres , St. Sulpy, Motiers. . . . . f t .6-8- Oder : Von Brevine gerade nach Motiers über den Berg, ....... 5, Nach Y verdun, den Fussweg. . , . 4. Nach dem Thal von Joux , und zurück. (S. N°. r.).. . 12-14. Nach Neuchatel. ...... 6 ’j;. Nach Biel. (S. N°. 1.) . . . , ß-g. Solothurn. ....... 6. Langenthal, Zofingen, Aarhurg, Aarau, Schinz- nach, Baden, Zürich. ..... ig-20. Schaffhausen. , . . . , . 8 Nach Constanz durch Appenzell nach Glarus, Schweiz, Einsiedel n f Zürich. (S. N°. 1.) 16 Tage. Nach Zug, Art, auf den Rigi, Luzern, Stanz, Engelberg , (S. N°. 2.) . . . , 25. Aus Engelberg zurück nach Buochs, auf den See nach Flüelen, Altdorf. .... I2 , Von Alt darf über den Gothardsberg ; nach Lugano , auf den Langensee, zurück nach dem Grimsel, Haslithal, Grindelwald, Lauterbrunn , Unterseen , über den Gemini , durch Unterwallis nach Aigle, Montreux. (S. N°. 1.) 23 Tage- Ueber den Dent de Jaman, nach Alliere , durch den engen Tafs les Tines, Rossiniere, Cha-s Verschiedene Reise plane. 89 Stundcu. teau d’Oeux, Saanen, Lauencn, an der l enk, durchs Simmenthal nach Thun und Bern . (S. N°. 1.) 6-7 Tage. Nach Frey bürg , Murten, Lausanne, Genf, , ty. Nach Chamouny hin und zurück. 4-5 Tage. Zu dieser Reise würde man auch 4-5 Monate brauchen. N°. 5. Die in Scliaffhauscn ankommen , könnten nach Basel reisen, und von da den Reiseplan N°. 4. verfolgen. Anstatt dafs sie dann von Zürich nach Schaff hausen giengen, reisten sie gerade nach Konstanz und von da weiter , wie es angezeigt ist. J*°. 6. Die nach Lindau aus Deutschland kommen, die würde ich führen: Nach Altstätten, Haard, durch den Rheinthaler Wald und Eggerstanden, nach Appenzell, Gais, über den Gab- rjsberg nach Trogen , Speicher , Vögliseck , St. Gallen, Konstanz, Stein, Schaffhausen, Basel; von hier nach dem Plan N°. 4 - his Zürich. Von Zürich am See hinauf nach Lachen, Wesen, Glarus , über den Pragei nach Schwytz, über den Hacken nach Einsiedeln , von Einsiedeln nach Katzenstrick, Rotbenthurm, Sattel, Egeri, Zugy Von Zug weiter , wie N°. 4. 9 ° XIII. Anse hnITT, III. Kap. III. Kapitel. Für die, welche aus Italien oder Frankreich nach Genf kommen, und von hier die Sphweitz bereisen wollen. N*>. 7. Stunden; Von Genf nach Nyon, Rolle, Gimmel, über den Berg Marchairu ins Thal von Joux . 10-ra. Nach Yverdun , Neucharel , die Bergthäler von Neuchatel, durch das Münsterthal nach Basel. (S. N°. 1.) 9-10 Tage. Nach Schaff hausen '. • , . . ay^fs Von hier nach Zürich , zufolge dem Plan N CT . 1, 16 Tage. Von Zürich weiter , wie N°. 1. bis Genf. Von Genf nach Chamouny und zuittck. N°. 8 Tag«. Von Genf wie N 0 . 7. nach Neuchatel, durch die Bergthäler zurück nach Neuchatel. . . 6-7, Nach Lausanne, Vcvay, über die Dent de Ja- man , nach Montbovon , Rossiniere , Rougemont, Saanen, Lauenen, an der Lenk, durchs Sinnnenthal nach LVimmis. (S, N°. 1.) . 7-8- Nach Müllingen , Friitingen , Kanderstäg , über die Gemmi nach den Bädern zu Leuch. . 2. Nach dem Flecken Leuck, Brieg. ... r. Verschiedene R e i,s e p l a n e. 9 1 Tage. Von Brieg über den Simplon nach Domo d'Os- soln. ........ Ugogna i Mergozzo', über den Langcnscc , nach den ßorromaischen Inseln, Intra. Oder: Von Domo duiclis Vichezzathal nach Meltsca , (wo man die Nacht verbleibt) 6 St. und durch Ceutovalli nach Locarno i Tag; von Locarno nach den Borromäischcn Insela 8-9 St.; von da nach Luvino 3 St. Uebcr den See nach Luvino, über die Ponte Trcsa nach Lugano. ..... Bcllenz , durch das Livnertbal auf den Gothard ins Ursern- Thal ...... Ueber die Furka nach dem Rhonegletscher, über die Mayenwand auf den Griinsel nach dem Spithal. ....... Hinab nach Meyringen. .... Ueber die Scheidek nach Grindelwald, Lauterbrunn , Interlachen , Brienz. . Von Brienz durch Meyringen, das Genteithal , übers Joch nach Engelberg r Stanz , Stanzstad, über den See nach Käjsnacht. Oder : Von Brienz über den Brünig nach Sarnen , Stanz, Engelberg, und zurück nach Buochs, über den See nach Kiijsnac/it. Oder ; Von Inler/acken nach Unterseen , über den Thunersee nach Thun, gerade ins Emmenthal, Langnau, ins Entlibuchcrthal, nach Lu- 2, I. 5 % t I 4f. 4 9 * XIII. Abschnitt, III. Kap. zern , Winkel, Stanzstad , Stanz , Engelberg , zurück nach Buochs , über den See nach Küfsnacht. ...... Von KüJ'snacht auf Immensee, über den See nach Zug, Art , auf den Rigi, hinab nach Lowerz , Schrvytz. . • Oder; Von Zug nach Egeri, Morgarten, Sattel, Lowerz, auf den Rigi und zurück, Sclnyytz. Von Schrvytz nach Brunnen, auf dem See nach Flüelen, Altdorf, durchs Scliächenthal , über die Klarideralpen, nach Einthal, Glarus. Oder , nur bis Teilens Kapell, und wieder zurück nach Brunnen, von da durch das Muttathai, über den Pragei, ins Klönthal, nach Glarus. Von Glarus nach Wesen, Lachen, über deri Ezel nach Einsiedeln , Ricliterschwyl, Zürich. Von Zürich nach Rapperswyl, Schmerikon , Utznach , Bildhaus , Hummelwald, Wattwyl , über den Berg nach Peterzell, Herisau. Hundwyl, Appenzell , Gais , über den Gäbris- berg nach Trogen, Speicher, Vögliscck , St. Gallen, Konstanz, Stein, Schaff hausen. Nach Basel. ....... Durch das Münsterthal nach Biel. Solothurn, Bern, Freyburg, Murten, Lausanne, Vcv ay. ....... Oder: Von I'reybürg nach Bulle, St. Denis, Vevay. ....... Tage 5f* 2 * 1 h 2 . 2 4 2 2 5-6 5 Verschiedene ReisEplanE. 93 » Tage. Nach Aigle, Bex, St. Maurice , Martinach, über (len Col de Balme, oder Tete noire nach Chamouny, Sallenche, Bonneville, Genf. 4. Alle diese Reisen erfordern 2 Monate und 8-10-20 Tage; mit dem Aufenthalt hie und da, 4-5 Monate. Das weitläufigere und genauere dieser Reisen, in Betreff der Oerter, die man berührt, und ihrer Entfernungen, findet man unter N°. 1. und 2. IV. Kapitel. Für diejenigen, die nicht die ganze Sehweite aber merkwürdige TJieile derselben durchreisen wollen. N°. 9. Von Schaff hausen nach Stein , Konstanz, durch den Kanton Appenzell, in den Kanton Glarus, Schwytz nach Zürich. (S. N°. i.) 16 Tage. Stunden* 1 ) Von Zürich nach Thalwyl auf die Bocke , nach Hütten, Egeri; oder von Thalwyl auf die Sililbriicke, Menzingen, Egeri ; jeder Weg 7. Nach Zug, Art, ins Kloster, auf den Rigi. . 8- lieber seinen Gipfel nach Weggis hinab, auf den Vierwaldstädtersee, nach Flüelen, Altorf. g. Am Stäg, Wasen, Gestincn , Hospital im Vrse.rnlhal. . , . . . . . g^,. Zum Dorf, Realp , über die Furka , die Mayenwand, ins Grimscl- Spithal. . Oder: Vom Rhonegletscher noch bis Ober- sN 9f* 94 XIII. Abschnitt, IV. Kap. Stunden. gesteln, «nd von da über den Grimsel ins Spithal. . . , . . , .11%. Den Grimsel herab nach Handeck, Guttanen, in Grund, Meyringen. .... 7, lieber den Soheideck nach Grindehrald. . y. lieber die Wengeralb nach Lauterbrunn. . 6-7. Interlachen, Brienz. ; . . . . R 1 /,. Ueber den Brünig nach Lungern, Sarnen. . 6^3. Alpnach über den See nach Winkel, Luzern. Z'Hi. Oder: Von Sarnen nach Stanz, Stanzstad, auf dem See nach Luzern. . . . . 5-6. Nach Malters , Schachen, über die Bramegg nach Entlibuch, Hasli, Schupfen, Eschlismatt, Langnau im Einmethale , Bern. . . 17. Nach Thun, Müilinen, Frutingen, Kandersteg 14. Ueber die Gemmi in die Leucker- Bäder. . 6-7. Nach Siders, Sitten , Marlinach, . . 13 Von hier über den Col de Bahne oder Tete noire nach Chamouny, Sallenches, Genf. 1 26. Oder: Von Martinach nach Bex, Aigle, Ve- vay, Lausanne, Genf. .... 24. Nach Chamouny und zurück .... 56. Von Genf nach Yverdun, Neuchatel und Basel. (S. N 0 . ii). 65 - 70 - 305 St. 2) Oder: A on Zürich äuf den Rigi, wie vorhin. i 5 - Nach Weggts hinab, über den See nach Luzern. 6. / VERSCHIEDENE REISEPLANE. 95 Stunde* In das Entlibucher und Emmethal, nach Bern , Nach Thun, Unterseen, Interlachen. . . io y^. Ueber die Scheideck nach Meyringen. . . 7-8- lieber den Brünig , nach Sarnen , Stanz , En- ' gelberg .. 13. Oder: Durchs Genteithal übers Joch nach En- Von Engelberg nach Buochs, über den See Am Stag, ins Ursernthal, über die Furka nach Visp , Raron , Leuck , in die Leucker - Biider. Saanen. (S. N°. 1.). ... 17 oder 27. Von Saanen nach Chateau d’Oex, Rossiniere Montbovon, über den Dent de Jaman nach Montru (2-3 St. zu steigen). . . . 11-12. Nach Aigle , Bex , St. Maurice, Martinach. ‘ 7 fy. Ueber den Col de Bahne nach Chamouny und Genf. 27. Nach Belfaux, Groley, Lechclles , Montagny, Fayernc, Cugy, Montet, le Chable , Cheiri Yvonan, Gheseaux, Yverdttn. . . . 8 wie vorhin. * 7 ‘ Nach Lauterbrunn. .... Nach Grindelwald über die pf'cnger- Alp. 6 . gelberg. nach Flüelen, Altor f. . Obergestein. . . ^. . . . Münster, Aernen, Lax, Mörel, Naters , Brieg 9 > Ueber die Genuni, nach an der Lenk und Lausannne, Vevay, St. Denis, Bulle, Freyburg 28* Yon l rer dun nach Basel. 54 - 312 öt. g6 XIII. Abschnitt, IV. Kap, N°. 10. Von Schaffhausen nach Zürich. . Thalwyl , Hütten , Egeri . Morgarten, Sattel, Rothenthurm, Katzenstrick, Einsiedeln. ....... Ueber den Hacken nach Schfvytz. . Durch das Muttliaihal über den Pragei, ins Klönthal nach Glarus. .... Wesen, über den Wallenstadtersee, nach Wal- lenstadt, Sargans. . ... . W erdenberg, SaLctz , Sennwald, Oberried, Kobelwies , Altslätten. ..... Nach Rheinegg, Rosebach, St. Gallen. Vögliseck, Speicher, Trogen, über den Gäbris nach Gais, Appenzell, Hundwyl , Herisau. Oder: Von Appenzell über Hafslen, Kloster Wonnestein , Herisau. .... Schwellbrunn , Pcterzell, TVattvryl. . Hummelwald, Bildhaus, Utzuach , Schmerikon, Rapperschwyl, Stäfen , Meilen , Küfsnacht, Zürich. ....... Nach Zug, auf den Rigi, Luzern, Entlibuch. (S. N°. 9.). Nach Marpach , Tschangnau, über den Schallenberg nach Schwarzenegg , Stäffisburg , Thun, über den See nach Unterseen. . Oder : Nach Schüpfcn über das Flüli und Ilir- segg , ins Habchcrnthal , längst dem Loinbach hinab um den Harder nach Unterseen. . \ Stunden . 8 h 7 5 9-10. 9 ir. sh 6-7 6 »4- i5 35 10 11 Verschiedene Reiseplane. 97 Stunden, ff ach Lauterbiunn , Grindelwald, Meyringen, über den Brünig in den Kanton Unterwalden, nach Altorf, auf den Gothardsberg, über die Furka, durch das Ober-und Unterwallis, Brieg, Leuck , Sitten, Martinach, über den Col de Balme nach Chaniouny, Genf, Lausanne Fevay. (S. N°. 9.) . . . . *37, Von Vevay über den Dent de Jaman in den Freyburger-Kanton nach Montbovon, Griers , Bulle, Afry , Freyburg. .... 16. Nach Yverdun, Neuchatel, Biel. (S. N°. 9.) 44 Qd. 21. Von Biel nach Solothurn .... 6. Widlisjiach, Ballstall , über den Hauenstein, Langenbruch. Waldenburg, Höllenstein, Liechstall , Basel. •.12^2. N°. 11. Von Zürich mit der Diligence oder einem Lohnkutscher nach Bern, Lausanne, Genf; oder; Zu Ful's nach Baden, W indisch, Schinznach , Aarau, Aarburg, Zofingen, Langenthal, Solothurn , Bern , Murten , Moudon , Vevay , Lausanne , Genf, 4 , oder denn 10 Tage. Von Genf nach Chamouny, über den Col de Balme nach Martinach. .... 27. Von hier 1 ) Nach Sitten , Siders, in die Bader zu Leuch. . . . . . . , 15, Ueber den Geinmi, Kandersteg, Frutingen, Müllinen, Aeschi, Untersten . iQ, /. 1 9S XIII. Abschnitt, IV. Kap. Stunden. Oder: 3) Nach St. Maurice, Bex, Aigle, Ville- neuve , Montreux. . lieber den Deut de Jaman, nach Montbovon, ins Saanerland , ins Simxnenthal, durch dasselbe nach LVimmis. (S. N°. 1.) 7 Tage. Nach Fulensee, über den Thunersse nach Unterseen. . . . . i. Nach Lauterbrunn, Grindelwald , Meyringen. 1 ) Von hier auf die Grimsel, über die Mayenwand an den Rhonegletscher, über die Fuika ins Ursernthal hinab nach Altor f. . . 3 y». Auf dem See. nach Küi'snaeht, nach Iminensee; auf dem See nach Zug ; durch Baai auf den Oder-, 2) Von Meyringen nach Brienz, Unlieber den See nach Küi'snaeht, Zug, Art, Schwytz. ....... Ueber den Hacken nach Einsiedeln, über den nach Unterwalden , Stanz, Stanzstad, auf dem Durchs Muttenthal über den Pragei nach Glarus, • 5- Tage, (S. N°. 1-2.) Auf dem See, nach Luzern. . 1. Albis , Zürich. terseen , über den Thunersee nach Thun. Ins Emrncthal, Entltbucherthal, nach Luzern. . 1. Ezel nach Zürich. ..... Oder: 3) Von Meyringen über den Brünig See nach Brunnen, Schtrytz. Verschiedene Reiseplane. gg Wesen, Lachen, über Rapperschwyl oder Richterswyl , nach Zürich . . . . . 1 1 [->, 34-36 Tage. N°. 12. Von Basel durch das Münsterthal nach Biel, Neuchatel , in die Bergthiiler, Yverdun. (S. N°. 1.).4-7. Nach Lausanne, Vevay, bey dem See de Bre vorhey , Moudon , nach Bern. . . . 4. Nach Thun , über den See nach Lauterbrunn, Grindelwald, Meyringen, über den Brünig nach Unterwalden, Stanz, Buochs ; über den See nach Brunnen, Schwytz , über den Hacken nach Einsiedeln; über den Ezel nach Wesen, 7-8* Auf dem Wallensee nach Wallenstadt, Sargans, Werdenberg, Sennwald, Kobelwies, durch den Rheinthaler Whld und Eggerstanden nach Appenzell, Gais , Trogen, Speicher, St. Gallen, Herisau, Pcterzell, Wattwyl, Bildhaus, Schmerikon, Rapperswyl , Zürich, Schaff- hausen. . . . . . . .6-7. 23 - 3° Tage. * N°. i3* Stunden. Von Genf nach Lausanne, Vevay, St. Denis, Bulle , Freyburg , Bern. .... 34. i)Von hierdurch das EmmethaJ, ins Entlibuch, nach Luzern. . . . . , 17, loo XIII. Abschnitt, IV. Kap. Stunden. Ueber den See nach Küfsnacht, Immensee, nach Art, Sckprytz. . . . , g. Nach Brunnen , auf dem See nach Flüelen , Al- torf , am Stäg .8. Ins Ursernthal, über die Furka, über die Meyen- wand auf den Grimsel, hinab nach Mey- ringen. . . , . . . ■ 20-21. Ueber die Scheideck nach Grindelwald, nach Lauterbrunn, Unterseen , Aeschi, Frutingen, Kandersteig , über die Gemmi in die Leuker-Bäder, Siders , Sitten, Martinach. . 43 — 44— Ueber den Col de Balme nach Chamouny und Genf. 2 7- itio St. Oder 2 ) Von Bern necli Thun , Lauterbrunn , Grindelwald , Mejringen , über den Brünig , nach Sarnen , Stanz , Buochs ; über den See. nach Altorf, ins Ursernthal; über die Furka nach Oberwald, Münster , Lax, Brieg, Leuck, über die Cernmi, ins Kanderthal, Müllinen, Wimmis , durchs Simmentlial, an der Lenk, Lauenen, Saanen, Montbovon ; über den Dent de Jaman, nach Montrü, Aigle, Bex, Martinach; über den Col de Balme nach Chamouny, nach Genf (die 34 St. von Genf nach Bern. mit eingezählt )....... 19°- Oder 3 ) 'Von Bern nach Thun , Unterseen , Brienz, Meyringen, Grindelwald, Lautebrrunn, Verschiedene Reiseplane. ioi Stunden. Unterseen, Aeschi, Frutingen , Kanderstäg, über die Gemmi , nach dem Flecken Leuck, Brieg, Naters, Lax, Münster, Oberwald, Rhonegletscher, über die Furka ins Ursernthal, ' hinab nach Altorf, über den See nach Luzern; über den See nach Zug; über den Albis oder über die Sihlbriicke nach Zürich, Konstanz, Stein, Schaffliauscn, Baden , Schinz- nach, Aarau; über Langenthal oder Olten nach Solothurn, Biel, Neuchatel, Yverdun, nach Genf (die 54 St. von Genf nach Bern eingezahlt). ....... 314. Alle Oerter und Entfernungen findet man unter N°. 1. und 2. genauer angezeigt ; deswegen verweise ich den Leser bey allen diesen Reisen dahin. Die Reise F! 0 . 9. und 10. fodert 5-6 Wochen; mit dem nothwendigen Auenthalt hie und da, 2^2-3 Monate. N°. 11. läfst sich zwischen 4 und 5 Wochen; N°. 13. zwischen 3 und 4 Wochen, mit dem nothwendigen Aufenthalt in 6-8 Wochen machen. N°. 13. enthalt drey verschiedene Plana ; der erste fodert 32, der zweyte 27, und der dritts Plan 30 Tage mit dem nöthigen Aufenthalt 4-5-6 Wochen. 102 XIII. Abschnitt, V. Kap. V. Kapitel. Für diejenigen, die sich nicht lange in der Schweitz aufhalicn können, und auf einer kurzen Reise merkwürdige Theile sehen wollen. N°. 14. Von Zürich aus , und wieder dahin zurück. Stunden. Von Zürich auf dem See nach Lachen, oder längs demselben durch Wollishofen, Kilchberg , Riischlikon , Thalweil , Oberrieden , Borgen, Wädenschweil , Richtersweil, Bach, Freyenbach , Pfefiikon, Altendorf, Lachen. 7-8• Galgnen, Siebnen , Schübclbach , Reichenburg, Bilten , Nieder-Urnen, Ziegelbrücke, PVesen. 4 > lieber den Wallensee nach Wallenstadt , Sar- S ans . 7 - Durch das Wartauische nach Werdenberg ; durch die Herrschaft Sax ins Rheinthal, Sa- lez , Sennwald, Hirzensprung, Oberried, Kobelwies ; durch den Rheinthaler-Wald und liggerstanden nach dem Flecken Appenzell. 12. Entweder, nach Gais, über den Gäbrisberg nach Ttogen , Speicher, Vögliseck , St. Gallen , Herisau. ...... 6. Schwellbrunn, Peterzell, Wattwyl, Hummel- melwald , Bildhaus, Utznach, Schmerikoit. 1 1. \ Verschiedene Reiseplase. 103 Stunden. Auf dem See nach Stafa , und von hier längs dem See nach Zürich. . . . . ro. 58 St. oder 8 Tage. Oder: Von Apenzell nach Gais, Teufen, Herisau , St. Gallen, Roschach, ... 8. Arbon, Konstanz, Stein, Schaffhausen. . 16. Eglisau, oder Winterthur, nach Zürich. . 8 - 9 - 64 St. oder 8-9 Tage. N°. i5. Von Zürich nach lachen. . . . . 7-8. Hilten, Urnen, Näfels, Nctstal, Glarus. . 5. In das Klönthal, über den Pragei ins Muttathai', nach Schwytz , eine Tagreise von 10- 11. Brunnen, über den See nach Buochs, Stanz, Stanzstad, über den See nach Luzern. . 8*ls- Ueber den See nach Küfsnacht , Immensee ; über den See nach Zug. .... 5 G . Ueber 'den Albis , oder über die Siblbruck, die Bocke, Borgen vorbey, Thalweil, nach Zürich 5-6. - 44 St. oder 6 Tage. N°. 16. Von Zürich über Ilichterswyl und den Ezelberg nach Einsiedeln. ...... 9. Oder : Ueber Richterswyl und Schindcllegi. . 8- Oder: Ueber Borgen, Bocken, Lölismülli, Schindcllegi. ...... 6 J3. Von Einsiedeln durch das Alpthal auf den Hacken , nach Schwytz, ..... 5. XIII. Abschnitt. V. Kap. 104 Brunnen , auf dein See nach Flüelen, zurück Stundeu* •» J nach Gersau. .... , # 8. Auf dem See nach Luzern. * 4 - 5- Auf dem See nach TVeggis. . , 3 7z. Auf den Rigi, und hinab nach Art. Nach Zug auf dem See , oder längs seinen 7 - 8 . Ufern. ........ j, Zürich wie vorhin unter N°. 6. . . * 5 - 6 . 44 °d. 5-6 Tage. N°. 17. Von Zürich über den Albis nach Zug; über den See nach Immensee, Küfsnacht ; über den See 1 nach Buochs. ..... 10-n. Nach Wolfenschies, Grafenort, ins Thal von Engelberg ,.5. Trübseealp, Obertrübseealp, Jochsee, aufs Joch, (5 St. bis liieher zu steigen) hinab in die Aengstlenalp,' Rofsweidalp, durchs Gentel- thal, Weiler, in Grund, Meyringen. 11-12. Auf der Engstlenalp kann man in den Sennhütten übernachten, lieber die Scheideck, zuerst nach Schwendi, Sagemühle , Rosenlauibad, Bruchalp, Schwarz- svaldalp, (hier die letzte Sennhütte) Alpigelalp , der Eselsrücken, (bis hieher 5 St. zu steigen) hinab nach Grindelrvald. . . 7-5. Ueber die W^engeralp, oder im Thal fort nach Lauterbrunn. ..... 6 od. 4. Verschiedene Reis eplane. 105 Stunden. Unterscen, über den Brienzersee nach Brienz; über denBrünigberg nach Lungern; über den Berg Kaiserstuhl , Gyswyl, Sächseln, Sarnen. 9. Alpnach , über den See nach Winkel, Luzern. 3-4. lieber Knonau , den Albis , nach Zürich. '. 10. d)der : durch die Freyen-Aemter , Bremgarten , Mellingen, Baden., Zürich. . ' . 15. 70 St. od. 8-9 Tage. N°. 18. Von Zürich nach Buochs , wie vorhin. . 10 -11. Nach Stanz, St. Jakob, durchs Drackenried, durch den Kernwald nach Kerns, Sarnen. . 3. Nach Sächseln, Gyswyl, Lungern, über den Brünig nach Meyringen. . . . .6-7. Ueber die Scheideck nuch Grindehvald. . 7 - 8 * Nach Lauterbrunn. .... 6od-4- Unterseen, Neuhaus, über den See nach Thun. 8 Js Ins Emmethal nach Langnau, Eschlismatt, Schupfen , Hasli , Entlibuch ; über die Bramegg, nach Schachen, Malters, Luzern. . 15- iß. Nach Zürich, wie vorhin. .... io. • 69 St. od. 8-9 Tage. N°. 19. Von Zürich nach Baden , Windisch , Königs- felden , Schinznach , Wildeck , Aarau. . 9. Nach Erlisbach, über die Schaafmatt nach Oltingen , Weisecke, Tegnau, Kinderlich, Sis— «ach, Liechstall. . . . , . . 6 - 7. I io6 XIII. Abschnitt, V. Kap, Auf die Schaafmatt steigt man i St. Stunden, Nach Höllenstein, Wallenburg ; über den obern Hauenstein nach Ballstall, durch die Klus , Widlisbach , nach Solothurn. Biel: über den See nach der Petersinsel; nach Von Bern durch das Eminethal, ins Entlibucher- Oder : Von Bern auf Thun , Unterseen, Brienz, über den Brünig nach Unterwalden, Stanz, Von hier kann man die nämlichen kleinen Reisen machen, die im vorigen Abschnitte von Zürich ausge-r hen. Man hat bis Zürich 8 Stunden; man darf also nur höchstens 2 Tage mehr zu jeder der entworfnen Reisen nehmen. Nach Buchhorn, Langenargen, Wasserburg, Nach Bregenz, Rheineck, Roschach , Arbon, Erlach, Anet (Eifs), Murten, Bern. . 14-15. Thal, nach. Luzern , wie vorhin. Küfsnacht, Zug , nach Zürich. 16 -17. Buochs, Küfsnacht, Zug, Zürich. 33-35- 67 od. 76 St. 8-1 » Tage. N°. 20. pon Schaff hausen. Von Schaffhausen nach Stein, Konstanz. Von hier über den See nach Mörspurg. Stunden. 9- Lindau. 10. Konstanz. . . Winterthur , Schaff hausen. i3‘ 48St. od. 5-6 Tage' > Vers chif.denk Reisf.pl ane. 107 Stauden. Qjrr : Von Roschach nacli St. Gallen, Vögliseck, Speicher, Trogen , Gais, Appenzell, Hundwyl, Herisau. . . . . . 16 f2. Schwellbrunn, Watfwyl, Hummelwald, Bildhaus, Utznach, Schmerikon. . . . 11. Rapperswyl, Zürich. ..... 10. Schaff hausen. .8- 9 - 67 St. 8-9Tage. N°. 21. Von Basel. Hier gilt dasselbe, was ich von Schaffhausen sagte; ausgenommen, dafs man zu jeder Reise 4 Tage mehr rechnen mufs, weil Basel von Zürich ißj? St. entfernt ist. Stunden. Von Basel nach Klieinach, Aescli, Grellingen, Lauffen, Saugern, Korrendelin, la Roche, Münster, Court, Malleray , Tavanne, Pierrc- pertuis nach Sonceboz. .... 15-16. Durch das St. Immerthal nach la Chaux de Fond. 8. Nach Locle, Brevine, über den Berg nach St. Sulpy, Motiers. . . . . . . y_g. Nach Y-verdun , den Fufsweg. ... 4. Cranson, Vaumarkus, St. Aubin, Boudry, Co- lombier, Auvernier, Serrieres, Neuchatel. . ß. St. Blaise; Marin, Zihlbruck, Erlach, über den Biclersee nach Biel. ..... G. ' Arbcrg, Seebach, Bern . 6% / I 108 XIII. Abschnitt, V. Kap. Stunden, Solothurn, 6 Ballstall, über den Hauenstein, Wallenburg, Liechstall, Basel. . tzf*. 73St. od. 9-ioTage. N°. 22. Von Bern. Von Bern nach Thun, über den Thunersee nach Unterseen. . . . . . . . 10^2. Gsteig, oder Wilderswyl, Zweylütschinen, Lauterbrunn. . . . . . . . 3 7-- Zurück nach Zweylütschinen, nach Grindelwald, 4. Oder , über die LVengeralp. .... 6. Nach Zweylütschinen, Unterseen, Thun, Bern. 15^2. 33-36 St. od. 5 Tage. Geht man von Grindelwald über die Scheideck nach Meyringen. ..... 7. Nach Brienz, über den See nach Unterseen. . 6. So hat man 1 Tag mehr zu rechnen. N°. 23. Von Bern nach Thun, Müllinen. ... g. Frutingen, Kanderstäg. . . . . . 5. Ueber die Gemmi nach den Leucherbädern. . 7-8- Man steigt 4-5 St. Herab nach dem Flecken Leuck, Raron, Visp, Brieg . 9 - Naters, Lax, Münster, Obergestein. . . 8 " 9 - Nach dem Rhonegletscher, und wieder zurück. 4 - \ Verschiedene Reiseplane. 109 Stunden. Auf die Grimsel ins Spithul. . . . . 3 y 2 . Oder: Vom Rhonegletscher über die Mayenwand auf die Grimsel ins Spithal. . . .4 tj s . Hinab nach Guttanen, Meyringen. ■ . 7. Ueber die Scheideck nach Grindelwald. , 7-8. Nach Lauterbrunn , im Thal, 4 St. oder über die TVengeralp .6. Unterseen, Thun, Bern. .... 14. 80 St. od. g-ro Tage. N°. 24. Von Bern nach Langnau in dem Emmethal; in das Entlibuch nach Schüpfen, Entlibüch , über die Bramegg nach Schachen, Malters, Luzern. 17/* Auf dem See nach Küfsnacht, Immensee , nacli Zug, Art .8 b‘ Nach Schwytz, Brunnen , auf dem See nach Buochs, Stanz, Kerns, Sarnen, Longern, über den Brünig nach Meyringen. . . . g-10. lieber die Scheideck nach Grindelryald. . . 7-8. Nach Lauterbrunn. .... 4 oder 6. Unterseen, Thun, Bern. . . . . 14. 7oSt. od. g-ioTage. N°. 25. Von Bern über die Gemmi nach den Leuch erwidern, .......* 22, Hinab nach Siders durch die Gallerie, Sitten, Martinach. ...... iS r no XIII. Abschnitt, V, Kap. Stunden. St. Maurice, Bex, Aigle, Sepey, Ormond des- sous , Legcrctte , nach Chafeaux d'Oex. ( 4"5 St. zu steigen.) .... 14-15. Saanen, Lauenen , über den Ilaslerberg nach an der Lenk. (5 St. gemach zu steigen.) . io. Zweysimmen, Weisscnburg, Erlenbach, W'iin- mis, Thun, Bern. ..... ig 79^St. od. 10-nXage. N°. 2 6 . Von Bern nach Thun, Wimmis , Erlenbach, Weisscnburg, Zweysimmen, an der Lenk. . 19 f s . Ueber den Ilaslerberg nach Lauenen, Saanen. 7. Rougemont, Chateau d’Oex, Rossiniere, IVIont- bovon, Oriers (OruyereJ. . . . . . 8-9- Bulle, Afry, Frey bürg. . . . . . 7. Murten, über den See nach Vuilly, Anet (Eifs), Erlach. ....... C-7. Ueber den Biclersee nach Biel, Aarberg, Bern. 10. 60 St. od. 9-10 Tage. N°. 27. Von Bern nach Freyburg. . . . - 5 fr- Bulle, St. Denis, Vevay. .... 12. Oder: Von Bern nach Thun, Wimmis, Weis- senburg, Zweysimmen, an der Lenk. . 19 1 y- Ueber den Ilaslerberg, nach Lauenen, Saanen. 7. « Rougemont, Chateau d’Oex, Rossiniere, Mout- bovon, über den Dent de Jaman, nach Vevay. ,(a-3 St. zu steigen.) . . . . Verschiedene Reiseplane. iii Stunden. Von Vevay nach Villeneuve, Aigle, Bex, St. Maurice, Martinach. ..... 9-10. Ueber den Col de Balme oder Tete noire nach Chainouny. 8 - 9 - Ouches , Servoz, Chede, Sallenche , Cluse,Bon- nevilie, Genj. ...... lg. Isach Lausanne. ..... . ioi 12. Yverdun. ....... 8- Keuchatel. ....... 6. Aarberg, Bern. ...... 9-10. 900d.n0 St. 15 od. 16 1 age. N°. 28. Von Bern nach Biel, Bötzingen, Ruchenette, Sonzeboz (Sonsabeau). .... Cj. ■ I Picrre-pertuis , durch das Münsterthal, Lauffen , Rheinach, Basel. . . . . . 15. Stein, Lauffen, Schaffhausen. . . . 17*2- Stein, Konstanz. ...... 9. Arhon , Roscliach , St. Gallen. ... g. Vögliseck, Speicher, Trogen, Gais, Appenzell. 5. Ins Rheinthal über Eggerstanden, nach Kobelwies, Sennwald, Salez, LVerdenberg. . g. Buochs, Seveln, Atzmoos, Trübenbach, Sargans, Wallenstadt. . . . . . ' . 7-g, Auf dem Wallensee nach Wesen, Ziegelbruck, Bilten, Reichenburg, Lachen. ... g. Pfefükon , Ilichterswyl, Horgen , Zürich. . g, lieber den Albis nach Zug, Immensee, Küfs- nacht, auf den See nach Luzern. . , 10 fj. HZ XIII, AßS CHH1TT, V. Kai’, St unueiu Durch das Entlibuch und Emmethal nach Bern. 17. Oder: Von Zürich über Baden, Aarau, nach Bern ........ 24. I2 3 -I 5 ° St. od. 15-17 Tage. ? N°. 29. Von Bern nach Solothurn, Biel. ... ra. Auf den Bielersee, nach Erlach , Zihlbrücke, St. Elaise, Keuchatel. . . ... 7. Nach Vallengin, ins Thal Rütz, ins Thal des Fonts und Sagne nach la Chaux de Fond. g. Nach Locle, Brevina, über den Berg nach St. Sulpy oder Boveresse, nach Motiers. . , 7/ Nach Yxerdun den Fufsweg. .... 4 - Valeire, Ligneroles, Balaigres, Montchaiand, Vallorbe, oder über Orbe, nach Romainmo- tier, üher den Dent de Vaulion ins Thal •von Joux. . . . . . . .6-7. Ueber den Jura, Marcheru, nach Gimel, Au- bonne, Lausanne. . . . . . 8 ~ 9 - Moudon, Payerne, Murten, Bern. . . 14. 68 St. od. 10-12 Tage. N°. 3o. Alle diese kleinen Reisen von Bern aus gelten auch für Solothurn und Freyburg , die nur 5-6 Stunden dar- von entfernt liegen, ( JN°. 3i. Vo n Genf. V Um den See über den Hügel Cologny, bey dem S V Verschiedene Reiseplane. ng Stunden. Hügel Boisy vorbey; Thonon, Evian, Tour ronde, Meillerie, St. Gingoulph, . . u-I2, lieber die Rhone nach Villeneuve, beym Schlosse Chillon vorbey, Vevay, St. Saphorin, Cully, Lutry, Lausanne. ..... 7' Jdorges, Rolle, Nyon, Copet, Versoix, Genf. 12. 51 St. od. 4 Tage. N°. 3 a. Von Genf nach Lausanne, Vevay. . . iß. St. Denis, Bulle, Freyburg. .... 12. Murten; über den See nach Vuilly, nach Anet, Erlach. , . . . . . . 7- g. Nach der Zihlbrücke, St. Blaise, Neuchatel. . 5, Oder: Ueber St. Johann, Landeron, St. Blaise, Neuchatel. . . . . . . , 3- 4. Nach Vallengin , durch die Thäler Riitz, des Ponts und Sagne, nach la Chaux de Fond. - 7-8. Locle, Brevine, über den Berg nach St. Sulpy, Moders. . . . . . , .7-8. Yverdun , über den Fufstveg. .... 4, Valeire, Lignerolles, Balaigre, Montcharand, Vallorbe, Romainmotiers, über den Dent de Vaulion ins Thal von Joux. . . . 6-7. Ueber den Jura, Marcheru, nach Gimel, Au- bonne, Nyon, Genf. ..... 10-12. gaSt.od. ji-iaTage, N°. 33 . Von Genf nach Lausanne, Vevay. . , L ß. XIII. Abschnitt, V. Kap. ii4 Stunden. Heber den Dent de Jaman nach Montbovon, Ros- siniere, Chateau d’Oex, Rougemont, Saanen. io-ii. Lauencn, über den Haslerberg, nach an der Lenk. Zweysimmen, Weissenburg, Erlenbach, Wimmis. Fulensee, auf den See nach Unterseen. Nach haiiterbrunn. .... Nach Grindelrrald. .... Zurück nach Unterseen. . ... . lieber den Thunersee nach Thun, Bern. Solothurn, Biel. ...... Auf den Bielersee nach Erlach, Neudiatel. Colombier, Cranson, Yverdun. . . Aubonne, Nyon, Genf. . ... . 7-8- 10. • 3'/c • 3 1 b- 4 od. 6. 5 - io. 12 . 6-7. 6 - 14- 16 . 114 St.od. i4-i6Tage. N°. 34. Nach Chamouny, Von Genf nach Chesne, Contamine, Bonneville, Cluse, Maglan, St. Martin, Sallenche. . 12-13. St. Martin, Chede, Servoz , über die Aare auf der Brücke le Pelissier, den Berg les Mon- tees , Ouches (das erste Dorf im Thal von Chamouny), nach dem Hauptorte dieses Thaies, le Pr teure. ...... 5- . Wieder aus dem Thale, nach Martinach im Wallis sind zwey Wege:, 1 ) Im Thal fort bey dem Dörfchen Pres , der Kapelle des Tines, dem Dörfchen Argentiere Verschiedene Reiseplane. 115 Stunden. vorbey durch das Dörfchen la Tour, bey den Hütten Chamarillan vorbey, auf die Höhe des Col de Balme ( 2 St. zu steigen). . . £• Herab zu den Hütten Herbageres,' ins Thal hinab nach Trient, auf den Forclaz, und dann hinab nach Martinach ( y 2 St. zu steigen). 4-5. 3) Oder map geht wie vorhin bis Argentiere; von hier wendet sich die Strafse nach Norden durch einen steinigten Schldnd, les Montets genannt, durch die Dörfchen Poya , Couteraie, Valorsine. ....... 4 * Längs dem Flufs Berard (oder das schwarze Wasser), durch eine Pforte, welche die Grenze zwischen Wallis und Savoyen bezeichnet, über eine Brücke , bey dem sonderbar gelegnen Dörfchen Finio vorbey, und nun über den Tete noire, nach 2 Stunden auf die Höhe desselben, über eine Felsentreppe ( Mäpas , Mauvais Pas genannt), hinab ins Thal längs dem Trient, nach dem Dorf Trient, über den Forclaz oder Col de Trient nach Martinach ($*/2 St. zu steigen). 5 " 6 - Nach St. Maurice, Bex, Aigle, Villeneuve, Ve-vay. .8- 9 - Lausanne, Genf, ...... 16. 538t. od.GTage. N°. 35. ln das Thal Aosta and auf den Bernhard. Von Genf nach BonneVille, Sallettche, ' *. . ra-15. N ix6 XIII. Abschnitt, V. Kap. Stunden. Nach St. Gervais, Bionnay und Contamines. 4%. Will man erst Chamouny sehen, so geht dann der Weg zurück auf Ouches , über den Col de Forclaz, ins Val de Mont Joie durch Bionnay , nach Contamines. . . . . 6 Von Contamines auf den Col de Bonhomme, zuerst an die Hütten Nant - ßouiand , durch die Ebne des Berges Jovet, und durch die Ebne des Dames, auf den Gipfel des Bonhomme, hinab nach dem Dörfchen Chapiu und ins Dörfchen Glacier (4-5 St. zu steigen). . 9 ?(• Der kürzere Weg von der Höbe des Bonhomme nach Glacier geht 1 Stunde noch höher auf die Nadel du Four, und von da steil hinab in 2. Stunden nach Glacier. Von dem Döifclien Chapiu führt ein Weg nach dem kleinen Bernhard und über denselben nach Aosta. Der kürzere Weg nach Aosta führt über den Col de la Seigne: zuerst an die Sennhütte Motet, auf den Gipfel des Col de Seignes. . . *. * . • . 2. Steil hinab in die Allee blanche, bey einigen Hütten, den See Combal vorbey , durch die Thäler Veni und Courmayeur nach dem Dorfe Courmayeur. ...... 5* Von hier entweder: 1) Durchs Thal Doire nach St. Didier, Salle, Livrogne, Arvier, Villeneuve, Cite d’Aosta. . . . . . . . 8 ■ Verschiedene Reiseplane. Il 7 Stunden. Nach St. Remy, auf den grofsen Bernhard. 8 - 9 - (in St. Remy, ein gutes Wirthshaus.) Vom Hospitium des Bernhard nach Martigny. j. Oder: 2) Von CourmayeHr über deu Col de Ferres nach Martigny. . . . .4-5. St. Maurice, Bex, Aigle, Villeneuve, Vevay. g. Lausanne, Geneve. ..... 16, Diese Reise kann nur im hohen Sommer unternommen werden. * . * « * 1 Bey Befolgung eines dieser Reise-Entwürfe müssen alle vorkommenden Orte fieissig im z w ey t e n Theile nachgeschlagen werden , wo alle. Merkwürdigkeiten auf gezeichnet sind. VI. Kapitel. Reisen im Kanton Graubündten, Wer dieses grofse und in so vieler Rücksicht merkwürdige Land der Schweitz genau kennen lernen will, mufs dafür einen eignen Reiseplan entwerfen, und viele Wochen allein dazu bestimmen. Die Landstrafsen nach Italien gehen von Chur in folgenden Richtungen: d) Chur , Malis, Churwaiden, Parpan, T.enz *) 5 Stun- *) ln den mit Cursiv gedruckten Oertern findet der Reisende Gasthäuser, in den übrigen nicht. • XIII. Abs CHNiTT, VI. K AP. US den. Hier tlieilt sich de Strafse; die eine führt über den Septimer und Julier , die andre über den Albula. a J Die Strafse über den Septimer und Julier geht von Lenz gerade fort über Casti oder Tiefenkasten , Con- ters , Tinzen oder Teninzun,. Savognin, Marmorea, Bivio oder Stalla , 7 Stunden. Lieber den Septimer nach Casaccia , 3 St. Stampa, Vicosoprano , Casta- segnia, Villa, Piur oder Plurs, Chiavenna , 5 St. — Von Bivio über den Julier nach Selvapiana im Ober- Engadin, 3-4 St. St. Moritz , 1 J s St. Cellerina, Samaden , 1 St. » bj Die Strafse über den Albula lenkt auf der Höhe von Lenz links ab nach Alveneuer-BaA, Filis ür , Bergün, Albulaberg, Ponte im Ober-Engadin, 8 St. Sodann aufwärts Bcvers, Samaden , 1 St. Pontresina , über den Bernina, Poschiavo oder Pusklav 7 St. ; über Brusio nach Tirana im Veltlin, 3 St.; nach Mor- begno, nahe am Comersee, ra St. Bj Chur , Ems , Reichenau , Bonaduz, Rezüns, Cazis, Tusis , 4 St. Durch die Via mala, Zilis, Andeer, durch die Rollen, Splügen , 6 St. Hier tlieilt sich die Strafse: a) Die eine von Splügen über den Berg Splügen, entweder durch die Rardinell und über Isola , oder über Pianasch, oder über Madesimo, durch den Ciencio, durch Campodolcin, Chiavenna , 8 St. bj Die andre: Von Splügen nach Nofena, Hinterrhein, 3 St. Ueber den Bcrnhardino , durchs Misoicrthal Itach Bellinzona , 13 St. Verschiedene Pieiseplane. 119 Die Srafse über den Bernhardino ist für Saumpferde besser, als die über den Splügen. Die grofse Strafse in den Kanton Uri und ins Wallis, geht von Chur , Reichenau, Jlanz , Trons, Pisentis , 12 St.; Salva, über den Badus, die Oberalp nach Andermatt im Ursernthal, 7-8 St. Hospital, Rhäalp, über die Furka nach Obergestein im Oberwal- lis, 9 St - Von Disentis führt eine grofse Strafse nach Italien, durch das Medelserthal , über den Lukmanier, nach Olivone im Bellenzerthal, Abiasco, Bellinzona, 15 St. Die nächste Strafse in das Untere-Engadin und ins Tyrol geht von Chur durch Schallfik und Langwics über den Strelaberg nach Davos, 7 St. Von da über den Fluelaberg nach Siifs im U. Engadin, 5 St.; Ardez, Fettan, Scuols , Remus , Martinsbrüche , Finstermünz im Tyrol, 8-9 St. N°. i. Reise von drey Wochen. Chur, Churvralden , Parpan , Lenz , Alvcneuer- Bad, Filisur, Bergun , über den Albulaberg, Ponte , Sama— den; von hier einen Spatziergang nach dem Sauerbrunnen St. Moritz; dann nach Pontresina , über den Bernina, nach Poschiavo. Tirano , Teglio, Sondrio , Mor- begno , Domaso; hier nimmt man einen Nachen mit zwey Rudrern, fahrt den Comer-See hinab, speist zu Cade- nobbia zu Mittag, besucht die Villa Pliniana, und landet Abends in Como. Von hier nach Mendrys, Lugano, ’IZO XIII. Abs chnitt, VI. Kap. Bellinzona , durchs Misoxerthal über den Bernhardino zum Ursprung des Rheins am Rheinwaldgletscher; vom Hinterrhein nach Splügen , durch die Roflen, das Scham- serthal, die Via mala, Tusis, Chur. Wer denselben Weg, aber durch Oherhalbstein und über den Julier nach St. Moritz machen will, der reise von Chur entweder früh ab, speise in Lenz zu Mittag, und bleibe in Conters , oder, im Fall er Empfehlungen an das Pedrellische Haus hat, in Savognin die Nacht. Den folgenden Morgen reist man über den Julier und speist in Selvapiana zu Mittag ; oder man gehe von Chur Nachmittags weg, schlafe zu Parpan , den folgenden Tag zur Mittagszeit in Conters , die Nacht zu Bivio , den künftigen Morgen dann bey guter Zeit in St. Moritz. Von Samaden reise man früh ab, um Abends in Po- schiavo anlangen zu können; zu Pferde kann man schon des Mittags in letzterm Ort eintreffen. Wer den Bernina-Gletscher recht besehen will, mufs im mittlem Bergwirthshaus des Bernina über Nacht bleiben. Im Veltlin kehre man zu Tirano und zu Sondrio in der Post ein. Zu Morbegno ist ein so trefliches Wirths- haus, wie in Mailand selbst. Die Stral’se über den Albula - Berg wird auch mit kleinen Leiterwagen befahren, auf denen man sitzen und liegen kann. In den Monaten Juli und August ist es gleichgültig, zu welcher Tageszeit man von Chur abreist, indem man bis an den Albula in allen Oertern Häuser zur Aufnahme der Reisenden findet. Nur allein in ^den Monat«! Merz, April, May und Juni ist es nothwendig, Verschiedene Reis^piane. 121 ynn Chur früh ahzurcisen, um so nahe als möglich dem Jlbnla zu kommen, damit man am folgenden Tag den Bergpafs bey hellem Tage zurücklegen , und die Gefahr der Lauincn vermeiden kann. N°. 2. Von Chur nach Seewis und Fidris im Prettigau,’ g St.; nach Davos , 5 St.; durch die Zügen ins Alve- ne«er-Bad, 6 St.; nachBergün, über den Albula , Ponte, 8 St. St. Moritz , Selvapiana, über den Julier nach B/rio; 6^2 St. Von hier entweder: Nach Savögnin, Alvaschein , über die Brücke nach Obervatz, 6^2 St.; durch den Skyn nach Tusis , durch die Via mala nach Andeer, 7^2 St. Oder: Von Bivio durch’s Averserund Ferrerathal, gerade nach Andeer, 7-8 St. Von Andeer nach Splügen, Hinterrhein, 5 y 2 St. lieber den Valserberg nach Platz im Valserthal, 4 St. Von liier entweder: Nach dem Dorfe Zavreila, ins Lentathal, über den Lentagletscher ins Thal Scaradra nach Campo , 6 St. Durchs Thal Ghirone nach Olivone, im Bellen- zerthal, 4 St. Oder; Von Platz durch das Dörfchen Leis, über die Petnauerschlucht ins Vanasclia — Thal, von da in das Putsascher - Thal, über die Diesruther«- Furka auf die Anhöhe von Gaglianära (wo man den prachtvollen Medels-Gletscher sieht), durchs Monteras- cer- und Ghirone-Thal nach Olivone. Von hier über den Lukmanier nach Medels ins Medelserthal, und von hier zu den Quellen des Mittelrheins ,6-7 St.. Vom ^ledelserthal nach Tavetscher-Thal durch Kavorja, Se- drun, Salva, auf den Badus zu den Quellen des Vor- 122 XIII. Abschnitt, VI. Kap. derrheins, C-7 St. Von hier entweder ins Ursern-Thal 5-6 St., oder nach Disentis , Trons , Ilanz , Chur , » 4 - '5 St. Diese Reise führt von den grofsen Strafsen in Thä- ler und Gebirgsgegenden, welche gar nicht besucht werden, und zum Theil noch unbekannt sind, wie die ganze Gegend zwischen dem Valjer- und Jaignätzerthal und Olivone; sie würde 5 Wochen Zeit bey allen günstigen Umständen erfodern , ohne den Aufenthalt zu rechnen, den der Reisende hie und da machen möchte. N°. 3. Das Engadin ist 15-16 St. lang, und zählt eine Menge Nebenthäler. Um es genau kennen zu lernen, müfste jnan aus dem Hauptthale nach den verschiednen Gegenden kleine Reisen machen. Die grojse Strafse aus dem Tyrol durch das ganze Engadin bis Seglio, 1 % St. höher als St. Moritz, und von da über den Malöggiaberg nach Casaccia im Bregell, kann man mit kleinen Leiterwagen befahren; von Casaccia nach Chia- venna 5 St. Von St. Moritz führt ein kühner Weg durchs Mu- rettathal, über den Muretta-Gletscher ins Malenherthal 5-4 St., und von hier'nach Sondrio im Veltlin 6 St. Von Samaden eine grofse Strafse über den Bernina ins Posckia-vo-Dinl 7 St., und von da ins Veltlin 5 St. • Von Campogast geht auch ein Weg nach Poschiavo. Eine Strajse von Scams über den Casannaberg ins Luvinerthai, 5 St.; von Cernez nach Luvino nur 5 St.;* übe# den Trepall nach Bormio, 4 ” 5 St.; ins Veltlin Verschiedene ReisepHane. 123 durch 1 c Prese Mazzo, Tirano, 6 St.; Teglio, Sondrio, Castione, Berbene , Morbegno, 12 St.; nach Trahona jenseits der Adda , Novate , la Ripa, Chiavenna , 7 St. Von Cernez ein Weg durchs Luvin- und Freelthal nach St. Maria im Münsterthal. Die grofsen Strafsen aus dem Engadin nach Chur gehen : Von Selvapiana über den Julier durchs Oberhalbsteinerthal ; von Punte über den Albula, durchs Ber- giinerthal; von Scams über den Scaletta , und von Siifis über den Flöla nach Davos und Chur . Wer in Graubündten reisen will, lese im zweyten Th. die Artikel Chur und andrer’ Oerter Bündtens, welche in diesen kurzen Reisevorschlägen Vorkommen. Jeder wird dadurch in den Stand gesetzt werden , nach seinen Absichten und Wünschen einen zweckmäfsigen Reiseentwurf aufzuzeichnen. In jedem Fall ist es rath- sam , von Chur aus seine Reisen in Bündten anzufangen , weil man hier Empfehlungen für alle Theile des Landes erhalten kann. In dem Staatskalender Grau- bündtens für das Jahr 1806. sind alle Wege und Bergpfade vollständig aufgeführt; wer also Bündten sehr durchkreuzen wollte , findet hier Rath. 124 XIV. A BS CHRITT. VIERZEHNTER ABSCHNITT. Andeutung der Gegenden, wo man sich eines Wagens bedienen kann. Da alle jene Reisen für solche Personen entworfen sind, die, wenn sie nicht zu Fufs wandern, doch reiten können : so mufs ich jetzt mit einigen Worten auch denen Rathschiage geben, welche das Reiten nicht gewohnt sind , und deswegen die Bergreisen nicht unter- nehmen können. Obgleich diese Personen in das Innere der Alpen nicht eindringen können, so sind sie doch im Stande , von der grofsen und erstaunenswürdigen Alpen-Natur so viel zu sehen , um sich für das ganze Leben die schönsten Erinnerungen zu bereiten. Die Reise N°. x , die 16 Tage dauert, läfst sich auch in der Kutsche mit folgenden Abänderungen machen. In dem Kanton Appenzell nämlich kann man nur auf einem Stuhl oder kleinen Leiterwagen von St. Gallen nach Trogen, durch die Dörfer Teuffen und Büler nach Gais , und von Gais nach Herisau fahren. Von Roschack führt eine Ileerstrafse für Kutschen durch das Rheinthal über Rheineck*), Altstätten, Ober- *) "Wer seinen eignen Wagen hat, kann sich zwischen Rheineck und Altstdtlen über den Rhein setzen lassen, und zu Bregenz oder Ems kaiserliche Postpferde bis nach Chur nehmen. Wer zu St. Gallen einen Wagen miethet, bedinge ihn nur bis kVallenstadt t um die Beschwerlich- VVü MAN SICH EINES WAGENS BEDIENEN KANN. 125 ried, Hirzensprung, Sennwald , Schlofs Forsteck, Salez, Werdenberg, Sargans , Ragatz, Chur, Reichenau, bis Tusis. Von Tusis hat man nur höchstens 2 Stunden xu reiten oder zu gehen, um die merkwürdige Via mala zu sehen. Von Tusis kehrt men nach Chur, Ragatz und Sargans zurück, und wendet sich nach TVallenstadt. Von hier l'afst man sich mit seinen Wagen und Pferden nach Wesen über den Wallensee übersetzen. Wer r grofse Lust hätte, das merkwürdige Pf effers - Bad zu sehen, müfste von Ragatz dahin reiten, oder sich in einem Sessel tragen lassen. Oder: Man fährt von Roschach nach St. Gallen , Herisau, Schwellbrunn, durch das Toggenburg. nach Peterzell, Lichtensteig, Wattwyl, Hummelwald, Bild- liaus, Kaltbrunnen, Schennis , Wesen, Mollis, Clarus. Von Glarus bis nach Lintthal , fast am Ende des Thals, läfst sich in einem kleinen Wagen, selbst in der Kutsche fahren, obgleich an einigen Orten der Weg etwas rauh ist. Von Lintthal wieder zurück nach Glarus, Näfels, Urnen , Bilten, Lachen, über den Ezelberg nach Einsiedeln ; von . hier auf den Rothen-Thurm, Sattel, nach Schsvytz ; von Schwytz nach Brunnen, von hier auf den See nach Teils Kapelle , und Grütlismatte, und wieder nach Brunnen zurück; von hier dann nach Schwytz, und über Sattel, Ro- keit ‘des Uebersctzens der Pferde und des Wagens zu vermeiden. Zu Wesen findet inan kleine "Wagen bi-i Glarus oder bis Lachen , wo sich bessere dagegen vertauschen lassen. 126 XIV. Abschnitt. then-Thurm, Schindellegi, nach Richterschwyl, und dann längs dem See nach Zürieh. Die Strafse nach Schwytz und zurück ist hie und da etwas rauh, aber doch mit Kutschen zu befahren. Von Zürich geht die grofte Landstrafse über den Albis nach Zug; von hier läfst man seinen Wagen ledig nach Luzern gehen, miethet einen Kahn, und fährt auf dem Zugersee nach Art , Immensee , von hier eine halbe Stunde zu Fufs nach Küfsnacht; und hier setzt man sich wieder in einen Kahn, und "fährt auf dem Vierwaldstädter — See nach plüelen , und von da zurück nach Buochs. Hier steigt man aus, und spaziert zu Fufs eine Stunde weit nach Stanz , und von hier eine Stunde nach Stanzstad auf einem sehr angenehmen Fufswege. In Stanzstad steigt inan noch einmal in einen Nachen, und fährt nach Luzern. Auf diese Art sieht man die merkwürdigsten Theile des Vierwaldstättersees. In Luzern findet man seine Kutsche, und reist auf der grofsen Landstrafse nach Bern. Scheuet man nicht das Stofsen eines kleinen Leiterwagens, so kann man auf einem kürzern Wege nach Bern kommen, und zugleich zwey sehr sehenswürdige Thäler besuchen; nämlich, wenn man von Luzern durch das Entlebuch und Emmethal nach Bern reist. In Luzern findet man die kleinen Leiterwagen, mit denen sich diese Strafse bereisen läfst; in diesem F'all läfst man seine Kutsche leer nach Bern gehen. Die Lohnkutscher fahren mit ihren Wagen auch durch Entlcbuch , wenn man ihnen etwas weniges mehr bezahlt. Von Thun geht ein guter W^g selbst für Kutschen \ Wo MAN SICH EINES WaOENS BEDIENEN KANN. I27 über Müllinen und Frutingen bis nach Kandersleg , am Fufs des Gemmi. Wollte eine Dame, die weder das Fufsgehen noch das Reiten gewohnt ist, oder sich davor fürchtet , wenigstens eine von den hohem und wildern Felsengegenden sehen, so würde cs hier am Befsten angehen, weil man in Kandersleg Männer genug findet, welche in einem Tragsessel die Reisenden über die Gemmi nach den Bädern von Leuch , und von hier hinab nach Siders tragen *). In Siders kann man nieder einen W a ge n miethen, und nach Sitten , Mar- tinaeh, St. Maurice, Bex, Aigle, Villeneuve, Vevay und Lausanne 'fahren. W er also diesem Plane folgen wollte, könnte von Bern seine Kutsche über Freyburg, Bulle, St. Denis, Vevay, Aigle, Martinach, Sitten, nach Siders gehen lassen, wo sie der Reisende trelfen würde, wenn er von der Gemmi kömmt. Von hier könnte er nun nach Brieg, und über den Simploin nach Domo d’Os- sola , von hier durchs Eschenthal nach Fariolo fahren , wo man sich auf den Langensec einschift, um die Bor- romäischen Inseln zu besuchen. Von Fariolo mufs man denselben Weg über den Simploin wieder zurückfahren, wenn man nicht nach Italien oder durch Über-Italien und Tjrol nach Deutschland reisen will. *) Um eine Person zu tragen, sind acht Männer nothwen* dig, welche sich auf dem Wege immer abwechseln. Es ist keine Gefahr dabey zu besorgen; denn diese Leute, welche oft dieses Geschäft verrichteu, haben einen sob eben sichern Tritt, dafs derjenige, welcher getragen wird, vollkommen ruhig dabey seyn kann. Die Südseite des Gemmi , welche nach den Bädern hiuabführt, ist I2g XIV. Abschnitt, VI. Kap. Von Thun kann man in einem kleinen Leiterwagen, mit einem Pferde bespannt, in das Simmenthal und ins Saanerland fahren; nämlich auf PVimmis , Lrleu- bach, Weissenburg, Ztreysimmen ; von hier nun gleich nach Saaneri , oder erst nach an der Lenk und wieder nach Zrreysimmtn zurück. Von Saanen nach Rouge- mont, Chateau d’Ofex , Rossiniere , Montbovon , Cruye- res , ( Greiers ) , Bulle. Hier würde man seine Kutsche finden, und nun entweder nach Frey barg , Murten. u. s. w. oder über St, Denis nach Vevay und Aigle fahren, und von hier bis nach Sitten , und wieder zurück nach Vevay , wenn man die Reise über den Gemmi nicht gemacht hätte. Von Vevay dann auf der grofsen Ifeerstrafse nach Genf. Von Genf i ns Cha- mouny- Thal. Bis Sallenche kann man in der Kutsche, und von hier auf einem Char ä Bane nach Chamouny , und auf dieselbe Art wieder zurückfahreu. Die Kutsche bleibt bis zur Rückkehr in Sallenche. Von Genf über Nyon und Aubonne nach Yverduu und nach Neuchatel und durch dessen Bergthäler. Man kann von Neuchatel in das Thal Travers , von dem so ausserordentlich abschüssig, dafs der \Veg stets an Abgründen fortläuft. Hier wird allerdings der erhabene Sitz auf den Schultern der Träger doppelt fürchterlich. Wer ausser Stand wärediesen Weg, welcher eine starke Stunde dauert, zu Fufs abwärts zu gehen, der darf sich nur auf den Sessel rückwärts setzen, und er ■wird .wohlbehalten , unter dein muntern Gesänge der Träger, diesen in den Alpen einzigen Felsenweg zu» rücklegen, , WO MAN SICH EINES WAGENS BEDIENEN KANN. 12g Dorfe Travers auf Boveresse, St. Sulpy, Verrieres, Bayard, Brevine, Locie, la Chaitx de Fond fahren. Von hier nun, entweder durch das Immerthal ins Münsterthal , und so nach Basel; oder besser, von la Chaitx de Fond nach Ferrier, Haut Genevcys , Boude- villier; Vallengin, nach Neuchatel. Von hier durch St. Blaise , über die Zihlbrücke nach Erlach ; hier steigt man in einen Kahn, läfst sich auf die /Werr-Insel führen, und daun nach Biel; seinen Wagen läfst inan von Erlach durch einen kleinen Umweg hieher kommen. Von hier nun giebt es zwey Wege nach Basel: Der eine geht durch Bötzingen , Sonzeboz, Münsterthal , nach Basel; der andre durch Botzingen nach Solothurn , Ballstall , über den obern Hauenstein nach Wallenburg , Liechstall, Basel. Die Oerter, welche man auf diesen Reisen berührt,' und die Entfernungen derselben , findet man unter JN i. und folgenden. In dem Emmelhale giebt es einige Alpen , auf welche man mit kleinen Leiterwagen gelangen kann. Diejenigen also, welche weder zu Pferd noch zu Fufs die Sennhütten auf den Alpen besuchen können , werden sich dieses Vergnügen zu Wagen von dem Dorfe Langnau aus im Kmmcthale verschaffen können. S. Langnau. Von Solothurn kann man zur Sennhütte auf den Jura, der pj'eissenstein genannt, in drey Stunden fahren. I. 9 I£0 XV. Abschnitt. FÜNFZEHNTER ABSCHNITT. Landkarten der Schweitz. Kant. U k i. 1. Tugeni in Helvetiis , par Sanson d'Abbeville , dies Marielte ii Paris, i (J 8 4 * Sie stellt den ältesten Zustand von Uri, Schwytz und Luzern vor. 2. Das dritte Blatt in Chatelains Atlas. Stellt das Mittelalter der drey Waldkantone vor. 3. Pagus Helvetiae Üriensis , cura Matthaei S e ille r i. 4. Canton Liri per Cabr. JY alserum. 1768. 5. Dieselbe Karte von Müller, in einem kleinern Maafsstab. 6. Ebendieselbe in Füfsli’s Erdbeschreibung, in den Helices de la Suisse , und die von Covens und Mortier herausgegebnen Karten sind nur Nachstiche von N°. 4- Auf dem Ratlrhause zu Allorf befand sich ein Hand- riis von dem ganzen Kanton Uri , der, obgleich gar nicht gut, doch genauer war, als die eben genannten Karten. 7. Scheuch zers Karte von den Quellen und dem Laufe der Reufs, im 2. Theile der Scheuchz. Na- turgesch. des Schweizerlandes. 8 . Vue perspective du Mont Gothard , d’ apris un moe Landkarten der Schweitz. 131 tlele cxeculc en relief, squs la clircction de Mr. Exchaq ue t. 1792. Bdlc dies Meckel- g. Carte petrographique du St. Gothard , par Excha- quet, S t r.u-v e et va n Bereitem. 1795. ä Bdle , in dem Werke : Itineraire du St. Gothard etc. / 10. Der St. Gothardsberg mit den angrenzenden Gebirgen und Thalern, nach einem Relief von Exclia- quet; von der Südseite. Bey D. B. Ratz er in Bern. Diese Leyden letzterji Blätter sind vortreflich, und jedem unentbehrlich, der das Gothardsgchirge kennen lernen will. 11. Die Karte vom Relief des General Pfyffer enthält den K. Uri bis Amsräg. 12. Die Karte von Uri im Helvetischen Almanach vom Jahr 1805. ; ist sehr gut. 13. Die Blätter 7. und n. des Meyersehen Atlasses; die befsten Karten bis jetzt. KK. Schwytz und Unterwalden. 1. Pagus Helvetiae Suitensis , Aulk. TValsero. 17G7- 2. Eine andere von Seuter. Beyde sind schlecht. 5. Pagus Helvetiae Subsilvanus, s. Canton Unterwalden , Auth. TValsero. 1767. 4. Ein Nachstich derselben, von Müller. 5. Die Karte von Unterwalden , im helvetischen Almanach vom Jahr igoj. Sehr gut. G. Das Blatt 7. des Meierschen Atlasses. KK. Zug und Luzern. 1. Canton Zug , Auth, W al se rp. 1768* 2. Special - Handrifs des Kantons Luzern, von i. ■ f ii : ii i, ;.";-; M. 13Z XV. Abschnitt. Wägmann und Matth. Renz; auf dem Kath- hause zu Luzern. 5. Canton Luzern , Auth. Walsero. 1763. Eine Kopie der vorigen. 4. Canlun Luzern, Auth. Tafsbind. Luzern 1752. Ist gut. 3. Das Entlibuch, von Schnyder von Wartensee. 1780. Von Clausner zu Zug gestochen, , 2 Blätter. Sehr genau. G. Lue perspective d’une Partie de la Suisse , d’apres le relief du General Pf’y ffer, par L) unke r 1777. in dem Werke: Tableaus: pittoresques etc. Schön gestochen. 7., Vue perspective de la partie la plus elevce da cenlre de la Suisse , d’apres le modele en relief de Mr. Pfy ff er 1786- Pule , ches Meckel. 8 . Carte en perspective du Kord au Midi, d’apres le plan en relief et les mesures du General Pfy ff er ; reduit sons son inspeclion h 150 toiscs de hrance par ligne , par 3 . Clausner a Zotig. Beydc diese Karten (Rro. 7. und 8.) sind treue und vortrefliche Abbildungen der topographischen Karte in erhabner Arbeit des General Pfyffers zu Luzern. Sie begreifen die KK. Luzern, Unterwalden und Zug, nebst einigen Theilen der KK. Schwytz, Uri, Bern und Zürich. 9. Der Kanton Luzern mit seinen neuen Grenzen, nach Keller von Senu gestochen. Zuin helvetischen Almanach 1804. 10. Die Blätter ß. und 7. des Meierschen Atlasses. -‘Vir LiP Landrahtes der Schweitz. 133 KK. Giakes und A ppenzeel. I. Eigentlicher Abrifs des Glarner-Landes gezeichnet durch J. II. Tschudi, gestochen von Riediger 1713^ in Tscliudi’s Glarner - Kronik. % Verbessert herausgegeben von C. Trümpi , 1774. 3. Karten von Glarus, in Scheuchzers Itinera al- pina. 1710. 4. Eben dieselbe, von C o v e n s und M o r t i e r nachgestochen. Alle diese Karten sind besser als die Wals er sch« und Seutersche Karten von Glarus. J. Karte von Glarus, im helvetischen Almanach vom Jahr 1809. ; sehr gut. 6. Eine kleine Karte des Landes Appenzell in Bischofbergers Appenzeller - Kronik vorn J. 168a, 7. Eine andre in G. W a 1 s e r s Appenzeller - Kronik. 8 — 9- Kopien derselben, von Seuter zu Augspurg^ und später von Homanns Erben lierausgegeben. Alle diese Ap p e n z e 11 e r - Karten sind schlecht. io. Die Blättter 4, 7, g. des Meierschen Atlasses. K. Graübündten. 1. In Gulers Rhaetia , 5 Blätter vom J. 616. 2. Alpinae s. foederatae Rkaetiae etc. nova descriptio 1650. Auct. Fort. Sprecher a Berneck ct Phil. CI uv e r io ; von Vischer in Amsterdam gestochen , und von J. Janssen herausgegeben. 3—5. Nachstiche von Schenk und Falk, von Niel. Geilkert verbessert. 6. Nouvelle Carte du pays des Grisons , dressee sur les observations du Ph. Cluvcr , ct les corrections du 134 X Y. Abschnitt. Colonel Schmidt de Grucnek ,• a la Haye chez Hudson 716. 7. Eben dieselbe , neu aufgelegt von O 11 e n s im J. 724. Ist sehr selten, und war, uneraebtet ilirer Felder', bisher die befste. 8. Karte von Bündten von Walser und Seuter. 9. Dieselbe, etwas verbessert bey Homanns Erben. 76g. 10. In Hubers und Anichs Karte von Tyrol, in 21 Bogen, 774. zu Inspruck, findet sich eine Abbildung von Graub ündteji. 11. Carta gcografica della Val telina da G. L. Rinald i* Milano 620. 12. Trallis Tcllina cum Bormio , Clavcnna etc . aJ.A • Ardeisero, Basilcae 625. 13. Mappa della linea e dei termini di confine , tirate fira lo Stato di Milano et dell Dominio Rhaeto 764« in 2 Blattern. 14. Carte generale du *Pays des Grisons , publice p. Mr % M ec hei a Bdle 803* Eine schöne Kalte zwar, aber nach dem Urlheil eines Sachkenners ganz unrichtig, und besonders von der ( unten vorkommenden ) Meyerschen allgemeinen Schweitzerkarte weit iibertroffen. 15. Die Blatter 8, n, 12. nebst Supplement des Meier- sclicn Atlasses. Besonders der westliche Thcil des Landes, welcher auf diesen Blättern vorgestellt ist, ist gutj doch sind die meisten Ortsnamen unrichtig geschrieben. iß. Die Karte von Graubündten im helvetischen Almanach vom J. igoö.; sehr gut. Landkarten der Schweitz. m K. T ESS I N* Nur von einzelnen Thrilen dieses Kanton« giebt es Special - Alib ildungen. t. Von Lugano und Mendrisio eine Abbildung in der Carta corographica del Lago di Lugano di F. Bi an ch i. 2. Vom Livener - Thal, Lugano und Mendrys , eine Karte in R. Schinz Beyträgen zur nähern Kcnntnifs des SclrweitzerlandeL 8- Zürich . 783 - 787- 3. Jn der Karte: Parte alpestre dell Stato di Mi-» lano etc. und 4. In Bla uw’s Atlas — finden sich Abbildungen des ganzen Kantons Tessin# 5. Die Blätter 11, 15, 16. des Meiersehen Atlasses, K. St. Gallen. r. Gilg Tschudi’s Karte vom Allemannischen Thurgau. Handrifs in der Abtey St. Gallen. 3. J. C. Gy g er tabula ditionis St. Gallensis. 3. Carte des F.tats de l'Abbe de St. Gail. 7 0 S, in Chatelain’s Atlas. 4. Die Landschaft Toggenburg, gezeichnet von J. J. Schcuchzer, und gestochen von J. J. H über. 710. 5. Das Gebiet der Stadt und Abtey St. Gallen, nebst Toggenburg , von Walser. 768- 6. Eine Specialkarte vom Rheinthal, von J. Fehr. 7. Freyherrschaft Sax, nebst dem Gebiet von Gams , in kl. 4 0 . 652. ' 1 8. Eben dieselbe , wieder herausgegeben im J. 774. Von den Landschaften Werdenberg, Sargans, Gaster und Ulznach giebt es keine Specialkarten, 9. Die Blätter 4, 8- des Meierschen Atlasses. XV. A bschsit t. K. Tiiuiic.ui, i. In Stumpfs Chronik stellte die fünfte Tafel den K. Thurgau vor. 5 . Nova Landgraviatus Thurgoviae delineatio , nach der Zeichnung von Rizzi Zannoni, Nürnberg 766. bey II Oman ns Erben. Hat viel Unrichtiges. 5. Joh. Murers Grundlegung der Landgrafschaft Thurgau, u. s. f. 671. 4. Gcne r alkarte vom. Thurgau, von Rüdiger, von 753. ei:r TIandrifs. 5. Carte generale de la Comte de Thurgovie , par D an. Tendier de Frauen feld 742. Grofs^r Handrifs, den man zu Frauenfeld und Zürich findet. 6. Karte vom Thurgau, nach der Zeichnung Herüber gers, gestochen von Wurm. 767. 7. Auf S e u t e r s Karte des Bodensees findet sich ebenfalls eine Abbildung vom Thurgau. Voll Fehler. ß. Das Blatt 3. des Meierschen Atlasses. K. ZÜRICH. 1. In S turapf’s Chronik die sechste Tafel. 2. In Bertii labul. geograph. die vier und neunzigste. Tafel 618. 3. Karte vom Zürichgau, von Merkato'r 609. 4. Tigurinus Pagus , von Samson 689 - und 696. 5. Karte von Josias Maurer 366. Die älteste Karte dieses Kautons, in Holz geschnitten. 6. Karte von Canr. Gyger 677. Landkartrn der Schweit*. 157 Ein langer und hoher, mit Corpusfarben gemalter Handrifs auf dem Rathhause zu Zürich. 7. Nova descriptio Ditionis Tigurinae 685- gestochen von Mayer, neu aufgelegt 73a. und 754. in 6 BI. Ein iiufserst genauer Auszug der Karte Nro. 6. jj. Karte.von J. II. Frytag. Eine Zusammensetzung aus der Gygerschen, und der (unten vorkommenden ) Scheuchzersehen allgemeinen Schweitzerkarte. 5, Karte von G. Walser 7C5. bey Homanns Erben. Unvollständig und unrichtig in vielen Theilen. ro. Das Zürichgebiet nach Murdochs Entwerfungs- art. 803. (Zum helvetischen Almanacli i8o3. ) 11. Der Kanton Zürich, in 2 Blättern, von H. Usteri. i8°i- 12. Die Blätter 3. und 7. des Meierschen Atlasses. 13. Militärische Karte der Gegend von Zürich, von Dav. Breitinger. 1804. 14. Karte von der Schweitz, nach der neuesten Eintheilung, im J. 1804. Zürich, bey Füeslj und Comp. K. Schaffhausen. 1. Schaffhauser - Gebiet, nach der Zeichnung von H. Peyer, und gestochen von Felix Meyer, 4 Bl. 685• 2. Neue Aufl. von Ingen. Albertini, Zürich 747. Umständlich und richtig. 3. Ebenfalls die Pey ersehe Karte auf eiuem Blatt herausgegeben von Homanns Erben 755. 4- Ein schlechter Nachstich davon, von S eurer. 5- Das Blatt 3. des Meierschen Atlasses. i38 XV. Ab SCHNITT, K. Basel. i. In Stumpfs Kronik die zwölfte Tafel. 3. Partie meridionale de l'Eveche de Bäte , les Cant, de Bäte et de Soleure. Paris 660 , 689 et 739. par San s o n. 3. Territorium Basileense etc. Auct. Brunner 739. Sehr selten. 4. Der Kanton Basel, von Daniel Bruckner ver- fafst, von Büchel gezeichnet, von P. L. Auvray unter Aufsicht des Hrn. von Mechel gestochen. 766. Basel. Vortreflich, 5. Die Karte von Walser 767. Sie mufs der Vorigen sehr nachstehen. 6. Das Blatt a. des Meierschen Atlasses. K. Bet,n. 1. Terbigenus Pagus etc. (c. a d. Berne) 690 par Sa n- son, gravee par Lallem an. Stellt den altern Zustand dieses Landes dar. 2. Inclitae Bernarum urbis , cum omni ditionis suae agro et provinciis delineatio etc. 578- ln 18 Bl. von Thomas Schepf. 3. Neue Auflage dieser Karte, von Meyer 672. Beyde sehr selten. 4. Nova urbis et agri Bernensis descriptio, Auct. Bl ecp, 658. Ist ein Auszug der Vorigen. 5. Fr. Zolling er gab 5 Karten vom K. Bern 730. 6. Diese Karte von Grüner verbessert und von Walser vergröfsert, unterm Titel: Kanton Bern; bey Ilomanns lirben 7G6. Landkarten der Schweitz. 159 j t JCova ditionis Bernetisis tabula , Auct. Stürhlin; ßoizo t sc. I st schlechter als die Vorige. 3. Carle choro graphique de la partie occidentale de P Oberland etc. dressee sur le Msc. de Sam. Loup, a Londres 754. und wieder aufgelegt 766. und 778. Sic hegreift das Simmenllral, das Saancrland, die Landschaft Aigle und einen Tlicil von Unter -Wallis. Diese Karle ist sehr selten, und gehört, unerachtet ihrer Fehler,, au den bessern Bergkarten. 9. Topographische Karte von Grindelwald, von Kuhn, in Höpfner’s Magazin. 10. Karte vom Oberland, in Tralles: Ueber die Bestimmung der Höhen der bekannten Berge des K. Bern 790. Sie begreift das Oberland vom Grimsel bis zur Geranii, den INiesen und das Stockliorn , bis nach Thun, Dies war die erste Schweitzerkarte, welche nach trigonometrischen Messungen und Berechnungen verfafst worden ist, und also wegen ihrer Genauigkeit die v o r t r e fl i c h s t e genannt werden mufs. 11. Carte topographique de la grande route de Berne ü Geneve et de Berne d Züric , par Pi er r c Bel 783. in 15. Blättern. Sehr genau. 12. Das Bernergebiet nach Murdochs Entw'erfungs- . art, 801. (Zum helvetischen Almanach 1802.) 13. Die Blätter 6, 10, n, des Meierschen Atlasses. K. F R E y B U R G. 1. Karte von der Stadt und dem Gebiet Freyburg, 668- von F. P. von der 'VVeid, Sehr selten. t i4o XV. Ar, SCHNITT. a. Walsers Karte vom K. Freyburg, 767. 3. Die Blätter 6, 9, 10. des Meierschen Atlasses. K. Waat. l. Carte du Baillage de Lausanne avec les villages etc. par le Clerc 678- Sehr selten. 3. Carte de la Suisse Boma/ide , qui comprend le Pays de Vaud et le Gouv. d'Aigle , par Mailet , 781. in vier grofsen Blättern. Vortreflich im Ganzen, und hat nur sehr wenige Fehler, 3. Carte du Gouvernement d'Aigle , levee topogra— phiquement p. de Roverea , pere , et reduit p. S. Grüner , in dem Werke: Essai sur la Montagne ■mlifere du G. d'Aigle , par F. S. Wild , 788. Geneve . Sehr gut und genau, und enthält mineralogische Erklärungen. '4. Eben dieselbe ( ohne das Werk von Wild), von Klausner in Zug gestochen. 5. Relief du Pays de Vaud , depuis Granson jusqu’au Montblanc , et depuis le Fort de l’Ecluse jusqu'ä Sion en Vallais , p. E x c h a q u e t. Tn Porzellanerde gemodelt zu Genf und Lausanne zu linden (der Preis zu 2 Carolin ). 6. Die Blätter 5 , 9. des Meierschen Atlasses. K. Aa rg a u. 1. Die Blätter 2, 3,6, 7. des Meierschen Atlasses. 3. Der K. Aargau, von Scheuermann.. i 8 ° 4 - Aarau. K. Wallis. 1. Eine Karte von Val d’Abbeville findet sich in Bläuw’s und Janson’s Atlas, 658 - T. IV. Landkarten dee Schweitz. ' I 4* 2. Carte du Valais p. Lambien 682. und 709. von Ogi er zu Lyon gestochen t 5. Auf de Witts Karte von Piemont und Savoyen befindet sich ein grofser Theil von Wallis. Die Oerter sind hier richtig genannt. 4, Walsers Karte vom Ober- und Unter - Wallis, 768- Nürnberg. 5. Die Blätter ro, 11, 13, 14. des Meierschen Atlasses. Neuchatel. 1. Verbigenas Pagus in Helvetiis etc. 661. par San son d'Abbeville k Paris. Ist eine Abbildung des Landes im Mittelalter. 2. Carte geographique de la Souverainete de A euch attl et Vallengin , p. D. F. Merveilleux 694. und 708. par de l'Isle. 3. Eben dieselbe , verbessert 720. 4. Carle de la Principatui de Neuchatel et Vallev.gin, pnbliee d’aprhs les Cartes de Mess, d e AIerveilleux , de l’Isle et Clermont 785. Ist gut. t 5. Das Blatt 5. des Meierschen Atlasses. B I E E. 1. Carte de la Banniere de Bienne , publice en 798. Sie hat viel Verdienst, ertsreckt sich aber nur über das IVIiinsterthal und das Gebiet von Bellelav. 2. Das Blatt G. des Meierschen Atlasses. Genf. 1. Eveche de Cenive p. San son. Abbildung dieses Gebiets aus dem Mittelalter. *4 2 X\. Abschnitt. 3. Carte du Lac de Ceneve et des pays circonvoisins, par A . Chopy "J^o. 5 - Eben dieselbe, neu aufgelegt 740. von ßuache. 4. Carte du Lac de Ceneve et des Montagnes adja- f entes, in Saussure’s Werke: Histoire naturelle des environs de Ceneve; nach der Karte Savoyens von Borgonio. £. A Plan of Ceneve and die environs ly John Roc- tj ue , London 760. Sie enthält einen Plan vom jezigen und alten Genf. 6 . Carte des environs de Genäve , dressee par JlJa!~ let 776. "Vorlrcflich. 7. Plan dein ville de Cenlve p. IS. Chalmandrier 770. Paris. Interessant, weil sie die Stadt in ihrem neuen und altern Zustande, das alle Genf zur Zeit der Helvetier, und Grcnier's Carte du Baillage de Gex etp. enthält. 8. Die Blätter 9 , 13. des Meierschen Atlasses. Allgemeine Karten. 1. Karte der Sclnvcitz , von Sclicuchzer, in 4 Folioblättern , 720. Diese ohne Messungen entworfene Karte half manchen Fehlern der vorigen ah; und oh sie gleich sehr mangelhaft war, und ihr das Wesentlichste, nämlich genaue astronomische Bestimmung der Längen und Breiten, ah- gieng, so blieb sie doch im ganzen XVIII. Jahrhundert die brauchbarste. 3. Nachstiche dieser Karte von Peter Schenk. 3. Ein andrer Nachstich dieser Karte von Covens und Morti er. Beyde Naclisticlie sind besser gestochen ^ als die Origi" nalkarte; die von Schenk ist die befstc. Landkarten d er S chweitz. 143 4. Karte der Schweitz , von Walser, 768- Hin und wieder richtig. 5, Carte de la Suisse p . de VI sie . 5, — — —- — — C rass et 769. Sind beyde nicht besser als Kro. 4* 7, Nouvelle Carte de la Suisse , a Londres chez Faden 773, Hat manche Fehler andrer Karten nicht; der Theil von Faucigny ist richtig, und der Stich ist gut. 3 , Carte de la Suisse p . Güssefeld 793* Weimar, Die Lage der Brienzer- und Thuner-Seen ist richtiger wie in den andern Karten, und dasPays de Vaud ist eine Kopie der Malletschen Karte; soust in allen übrigen Theilen ist sie fehlerhaft, wie die andern. 9 * Carte physique et politique de la Suisse , par Alert“ teile ct Chanl a ire , Paris, An VI, ('1798^* Der Stich ist sehr schön; sonst aber ist sie nicht besser als die vorigen. 10. Gebirgskarte, von Grüner. Ebenfalls nicht lichtig und genau. zi. Guettard's Carte mineralogique de la Suisse, in dessen Atlas mineralogique etc . Ist falsch und ganz unbrauchbar. 12. Reisekarte durch die Schweitz, (wo die Entfernungen von einem Ort zum andern angedeutet sind). Bern, in der typographischen Handlung. Erfüllt ihren Zweck sehr gut. 13. Landkarte der Schweitz und ihrer Bundsgenossenschaft, vou J. H. Weifs aufgenommen, und stereo- graphisch , nach einer eignen Zeichnungsai t vorge- siellt , in 16 Special- und einem allgemeinen Blatte. 796 — igot* key J. R. Meyer in Aarau. (Pr,, jedes Blattes 7 Lxv. 4 Sols.) Die allgemeine Karte wird auch einzeln verkauft. *44 XVI. Abschnit r. Diese Karte macht alle andern entbehrlich. Obgleich Sachkenner hie und da Mangel an Genauigkeit in trigonometrischen Messungen , im ausführlichen Detail und an richtiger Zeichnung linden , viele Dörfer mangeln , viele fehlerhaft geschrieben sind, so ist sie doch weit die vorzüglichste, und demnach ausschliefsend anzupreisen. Eine vollständige Kritik dieser Karten steht in v. Zache monatlicher Korrespondenz, vom Jenner Heft 1302. an, durch die Hefte Jenner, Februar, Merz, April, August, September, October des Jahres i 8 o 3 . Die Blätter G. ;. io. ii. sind die vorzüglichsten« 14. Carte genera le de la Suisse , suivant ses nouvelles divisions dressees sur des materiaux authcntiijues 79g, chez Mechel a Edle. 6 Liv, 15. Karte der neuen Eintheilung der Schvveitz, ( mit beweglichen Typen gedruckt ) ; bey Haas in Hasel 799. i Liv. 6. S. SECHSZEHNTER ABSCHNITT. Zeichnungen, Kupferstiche, und mit lebendigen Farben gemalte Blätter. Seit dem Jahr 1780 sind von den verschiedncn Gegenden der Schweitz eine grofse Menge Kupferstiche, radirte und mit lebendigen Farben gemalte Blätter erschienen. So grofs ihre Anzahl auch ist, so findet man doch nur wenige treue Abbildungen von der grofsen, prächtigen und ausserordentlichen IN atur der Alpengebirge, und die vorhandnen sind selten mit Fleil's, Genauigkeit und Geschmack gearbeitet. Dies gilt besonders von den Zeichnungen, Kupferstiche u. s. f. i/f5 gemalten Blättern, welche liie und da fabrikrnäfsig verfertigt werden ; sie sind gewöhnlich so grell gefärbt, dafs äie den grofsen Haufen blenden und anziehen, aber Natur, Geschmack und Wahrheit beleidigen und so verunstalten, dafs sie dem Auge und Gefühl des Kenners im höchsten Grade wehe thun , und ihm dieselbe Empfindung, wie die widtigstcn Mistöne in der Tonkunst, verursachen. Gegen diese Fabrikwaare kann ich den Reisenden nicht genug warnen, um so mehr, da die Preise der grofsen Stücke so hoch sind, dafs man die vortref- lichsten Blätter von der Hand der hefsten Meister dafür laufen kann. Um den Fremden gegen jede Ueberrascliung bey der Wahl der zahllosen Blätter zu sichern , ist es nothwendig, die vorzüglichsten Künstler sowohl, als die vortreflichsten Stücke anzudeuten, nach denen der Käufer hauptsächlich suchen mufsr A. Kupferstiche und radirt'e Blätter, i. Helvetische Topographie des alten Merlans: Prospectus Suitiae capitis pagorum, Francojiirli 654* in-foL In diesem Werke finden sich manche sehr treue Ab-* Bildungen; dasselbe ist daher minier noch schätzbar« 3. 7 ableaux pittoresejues , lopographicjues et politicjues de la Suisse, Paris 777 - 78o» 4» Vol* in-fol. In diesem Werke sind 216 Kupferstiche, welche Ansichten aus allen Theilen dei' Schweilz darstcllen. Der Stich ist vortrcflich, aber die Zeichnungen sind nicht mit der Wahrheit und dein Fleisse gearbeitet, dafs inan *ie sehr empfehlen könnte. Nur wenige zeichnen sich durch Genauigkeit und Treue aus; sehr viele sind so irrig und flüchtig entworfen, dafs man die Natur, welche dargestellt wird, nicht wieder erkennen kann. i/jS XYI. ÄBscHNifr. 3. 1. Vue d’ A-venche. 2. — de Morat. 3. — d'une parlie de la chute d’eau d Douanne sur le lac de Bienne. 4. Seconde partie de la chute d’eau a Douanne, p, D u nk e r 775 * Eigentümliche Schönheiten haben auch seine Handzeich- nungen nach der Natur mit rolher und weisser Kreide. Dieses treflichen Künstlers originelle Laune und Meisterhand ist besonders zu sehen in : Costumes et moeurs de de l'esprit Jrangois d la fin du XVIII.si'ecle, en 96 plan, ches, grav'ees en carricature p. Dun he r d Berne. 4. Der Rheinfall bey Schaffhausen; Gmelin del. Schalch sc. Basel 783 - Der befste Kupferstich nach dieser grofsen Naturscene. 5. V ue du Rhin a Lauffenbourg, dessinee par Gmelin , et gra-vee p. B. Comte. Bdle 789* Gegenstück des Vorigen. ^ 6. Chute du Rhin, dite Cataracte de Rußen an Pays des Grisons, dessinee p. Hess , gravee p. Halden - W an g. 797. Bdle chez M ec he l. In der Gröfse des Rheinfalls. Sehr gut. 7. Prospecte der 18 merkwürdigsten Gletscher der Schweitz, vorzüglich des K. Berns; gr. 4. Sehr mittelmafsig. 8. Salomon Gessners sämtliche radirte Blätter. ( 15 Karoliu ). Enthält einige hundert gröfsere und kleinere radirte Blätter aller Art. 9. Sammlung von Schweitzer-Ansichten, radirt von Salomon Gessner. In- sehr kleinem Format; sie waren nach und nach zu Zürich im Schweitzerkalender, in der Cefsnerschen Buchhandlung zu Zürich, erschienen. Zeichnungen, Kupferstiche u. s. f. i/g 10. Aehnliche Blätter , von J. H. Meyer ratlirt. Blätter, welche seit dem Tode S. Gefsners den ge- nannten Kalender zieren. 11. Malerische Reise durch die italienische Schwcitz, von J. H. Meyer. 4. Zürich, 793. Die in diesem Werke radirten Blatter sind treflich, die Beschreibung malerisch und wahr, Druck und Papier sehr schön. 12. Les Raines d'Unterwalden en 14. paysages , d’apres nature p . H . Meyer . Mit einer Beschreibung, 4. (4 Liv. ) 13. Vater - Unser eines Unterwaldners , 7 Bl. in 4. von Mart. Usteri gezeichnet, und von W och er gestochen. (36 Livres). Beyde vorgenannten Arbeiten haben geschichtliches Interesse, indem sie auf die Schrechensscenen Bezug hoben, welche die Franzosen unter General Schauenburg itu J. 1798- in Unterwalden verursachten. 14. Sammlung aller geätzten Blätter von L. Hefs in Zürich : *) L. S. 1. Zehn kleine Blätter ä 4 _ 3. Sechs Blätter , in Crayon-Manier 6 — 3. Sechs grofse, mit Text von Grafs. 8 g 4. Vne du Lac de Klönthal. 2 10 5. Sechs Blätter in 4. in Aquatinta. ig —> 6. Fischerhütten am Vierwaldstättersee, in 4. 3 — - 7. Fünf Blätter in-fol. in Aquatinta, 30 — Jedes einzeln 6 Liv. 8 . Oberblegi-See, und die Aarbrücke auf dem *) Die Preise bev dieser Sammlung sind in französ. Livres, alle übrigen hingegen in Schweitzer-Livres (Franken) angesetzt , wovon 16 auf einen Karotin, also 4 auf eineqi grofsen Thaler von 6 französischen L;vres gehen. f *48 XVI. Abschnitt. Giimsel, auf gefärbt Papier mit Farben erhöht; jedes Blatt iö Liv. io S. g. Die auswandernde Familie , und der beraubte Landmann ; in Aquatinta. ß Hefs war unstreitig eines der merkwürdigsten Künstlergenien , der die Gebirgsnalur seines Landes in umibertref* fcarer Wahrheit und Kraft, und stets in den schönsten und glücklichsten Beleuchtungen, in seinen Oel- und an* dem Gemälden darstellte. Zu früh hat der Tod diesen vortreflichen Mann d$.*r Kunst, dem Vaterlande und seinen Freunden gerauht. Nur wenige Jahre vor seinem Ende begann er zu radiren und in Waschmanier zu älzen. Seine schnellen Fortschritte hierin zeigen, wie grofs sein Talent auch für diesen Zweig der Kunst war. 15. Recueil de 40 paysages , graves a Veau-forte p . C. Steiner . ( 27. Liv.) Zeichnung ist sehr treu, der Stich aber nrittelmäfsig* 17. Collection des Vues , gravees p. Girandet a Locle . Sie stellen Ansichten aus den Bergthälern von Neu* chatel dar; jedes Blatt ist 14 Z. breit, 11 Z. hoch, und kostet 3 Liv. Die Zeichnung ist treu, der Stich rein; nur geht seiner Radiernadel Festigkeit uud Kraft ab. Von demselben Meister sind : jg. Sechs Scenen nus Wilhelm Teils Geschichte, in Aquatinta herausgegeben; 8 Z Inch, 1 Fufs breit. Alle sechs Blatter kosten 6 Liv. Eifindung und Ausdruck sind gut, der Abdruck aber ist unrein* gravds a Venn forte par Lafond . (Pr. 1. Liv.) 31. Sammlung von 100 Schweitzer - Prospecten , voö J, B. Bulli n ger, in 4. (16 Liv. ). Sehr hübsche radirte Blätter* 16. H. Troll’s Blatter, 4 Stück, 4 Liv* In brauner Waschnianier gcazt, grofses Format; di« Mit lebendigen Farben gemalte Blätter, i/ } g B. Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. i. Abehlii aiis Winterthur, Er war der erste, welcher in dieser Art vortreflichtj Arbeiten li ferte und ein Muster der Nachahmung und Nacheiferung wurde. Seiae Zeichnungen tragen das strengste Gepräge der Wahrheit und seihst der umständlichsten Eigenthümlichkeit, wodurch sogar bisweilen die Wirkung des Ganzen gestört wird. Seine Farbengebung ist etwas lebendiger, als in der Natur, und seine Fernen sind manchmal zu stark angegeben ; aber im Ganzen ist seine farbigte Waschmanier, wovon er der Erfinder war, vortreflich zart, in einander fliefsend und schön. Seine vorzüglichsten Blätter sind : i. Vur de Cerlier et du Lac de Bienne. Mild und reitzend, 3. yue d’Yverdun, dessinee a Clindi. Brvir Sonnenuntergang. 5. yue , dessinee k Mouri prks de Berne . Die Aar und die Sclineegebirge im Abendglanz. 4. yue du Chateau et des environs de Winimis. Der Niesen und die wilde Kander im Kontrast. 5 . Vue prise aux environs de la Tour , gravie p. Riet er. Einem llandnls ähnlich Alle diese Blätter sind 16 Z. breit, 12-14 Z. hoch, jedes kostet g Lir. das letztere 12 Liv» t, Vue de Nydau pris du Lac de Bienn*. Städtische und ländliche Natur, s. Vite prise du Chateau de Thoun. i5o XVI. Abschnitt, 3. Vue dessinee snr les remparts de Berne. \ Sehr rcitzcnd. 4. Vne de Berne du cdte du Nord . Ist die Aussicht von der Enge. 5. Vue du Village et du Lac de ßrienz. ^ Wilde und sanfte Natur. 6 . Vue de la Vallee d’Oberhasli . Aeusserst romantisch. Romantische, reitzende und 9. — du Giacicr de Grindelwald . Das unvollkommenste unter den bisherigen. xo, Vue de la chüte du Staubbach a Laufrebroun . Jedes dieser zehn Blätter ist 12 Z. breit, 10 Z. hoch, und kostet 4 Liv. 1. Luscherz pr&s du Lat de Bienne . 2. Le Chateau de Cerlier. 5. Ulsle Si. Jean pres du Lac de Bienne. 4. Pont de Thiele , pres du Lac de Neuchatel • 5. 6. Dettx Vnes dessindes au Pont pres du Lac de Joux, 7. dessinee a Charbonnieres , du Lac de Joux t 8. 9 . Deux Vnes dessinees a Orbe . 10. dessinee ä Montcharand , prd* d'Orbe. Diese Sammlung von 10. Blättern, um die Hälfte kleiner, als die vorigen, hat Aberli auf einer Reise nach dem 5 ee von Joux 1774* gezeichnet. Nebst einer Rci* sebeschreibung kostet dieselbe 8 Liv. i 1. Eine Sammlung von 6 kleinen Blattern. ' Sie stellen die Kleidertrachten des K. Bern dar, und kosten 8 Liv. Seit dem Tode Herrn Aberli’t sind diese Blätter bey seinem Landsmann dem Herrn Rieter in Bern zu haben, durch dessen Waschmanier sie sogar gewinnen. 8 « — de Vevay . wilde Natur. Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. 15 i 2. Rieter (aus Winterthur) in Bern. Dieser vortrefliclie Landschaftsmaler hat die Vorzüge der Aberlischen Manier ohne ihre Fehler angenommen; er vereinigt die strengste Wahrheit und Treue , nebst warmer und markigter Färbung, mit der süfsesten Harmonie des Zarten und Reizenden, und übertrift A b e r 1 i und jeden andern. Herr Rieter, dessen Bescheidenheit sein ausgezeichnetes Talent noch mehr erhebt, hat die Sammlung der Aberlischen Aussichten nach der Natur fortgesetzt, obgleich Oelmalerey sein Hauptgeschäft ist. Von ihm sind bisher erschienen: I. Cime de la Jungfrau , prise au pied du Hardenberg pres d'Unterseen. Bey der Morgenheleuclitung f während das ganze Thal im tiefen Schatten liegt. 12 Z. hoch, 10 Z. breit, g Liv. 3. f r uc du Chateau de Spiez , sur le Lac de Thoun . ( 12 Liv. ). 16 Z. br. und 14 Z. hoch. 3. p~ue d'Iseltivald. ( 24 Liv. ) Ganz vortreflicli. 4. La Maison de paysan suisse. 19 Z. breit und 14 Z. hoch. 3 z Liv. Dasselbe enthält viele Figuren und die treueste Darstellung der Wohnung eines -wohlhabenden •Schweitzer — Landmanns im gröfsten Detail. 5 . Dcrniere Cascade de Reichenbach , dans la vallee d' Oberhasli, 23 Z. breit und 16 Z. hoch. (32 Livres). 6. Cascade du Oiojsbach , pres du. I.ac de Rrienz. Seitenstück des Vorigen. ( 48 Liv.) 1 - XVI. Abschnitt. i5 a Diese beydon Stucke , das letztere 7,umal, lind die Kapitalblätter des Künstlers. Man erstaunt über den hohen Preis derselben: aber man bedenkt nicht, dafs sie, den ausschliefsenden Besitz ausgenommen , den Werth der ausgefiibrtcstcn Gouache-Zeichnung haben; und ein Kenner hat uns versichert: Dafs Bieter beynabe erschrecken mufs, wenn er für seine Caskade des Giefsbachs (welche in der That Alles ühertrift, was bisher von dergleichen geliefert worden ) neue Bestellungen erhält. Ein hemerkenswerther Umstand, der wirklich über die Zweck- jnäfsigkeit dieser Kunstgattung (Genre) selbst, einige Zweifel erwecken kann, 7. Vorstellung der von Bern und der umliegenden Gegend sichtbaren Alpenkette, von Studer gezeichnet, ▼on Dunk er gestochen und von Rieter illuminirt; nebst einer Erklärungskarte. (8 Liv.) Man mufs über die Richtigkeit und Wahrheit dieser Zeichnung des Um. Studers (eines blofsen Liebhabers) erstaunen , welche — man möchte sagen, die Genauigkeit einer Silhouette hat, und ein unübertrefliches Muster für alle Zeichner von Gebirgsketten ist. Eben so wahr und herrlich ist die Farbengebung, wie in Allem, was aus der Hand des Herrn Rieters kömmt. 8. Lachen sur le lac de Zürich. (6 Liv.) g. Second Cahier des 1. a Oberhasli 2. Amsoldingen 3 . St. Maurice 4. Im Grund 5. Clärens 6. Aarberg 7. Wädensrryl 8- Ringgenberg g. Chillon (o. M'immjs. 10 petites vues , contenant; y / 18 Livres, Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. 153 “}. J. J. B I E D E R M A N N ( aUS W INTER-* thür) jetzt in Basel. ( Schüler Herrn R i e t e r s. ) Herr Biedermann gehört zu den vortreflichsten Künstlern der Schweitz. Er ist gleich stark in der Portrait- Thier - und Landschaftsmalerey. Seine grossen und kleinen Oelgemälde vom Rheinfall, von Gebirgsgegenden und alle seine Guaschgemälde und Blätter gehören zu dem Schönsten , was der Liebhaber aus der Schweitz mitnehmen kann, und woran er einen immerwährenden Genufs haben wird. 1. La VMe de LVinterthour. ( 48 Eiv. ) 3. La Ville de Thoun , depuis le Chateau. ( 48 tiv. ) 3. Wildegg dans I' Argovie. ^ 4. Luzerne avec la vue sur le Lac. 1 ^Jedes 7a Livres, 5. La Vallec de Kandersteg. | 6. Le Glacier de Rosenlaui. Jj Die vier letztem Blätter (jedes 29 Z- breit und t8 Z. hoch) stellen das Eigentümliche der Schweitz von der Fläche bis zu den Clctschern dar. ( Die gleichen 4 Aussichten in kleincrm Foxmat zu 48 L. das Blatt). Es sind wahre Gemälde , welche zu den vortreflichsten Arbeiten in dieser Kunstgattung gehören. Alles, was von der Hand dieses Künstlers kommt, ist, was zumal die Mit. tel - und Hintergründe betrift, unübertreflicli schön. 7. Le Cataracte du Rhin pres de Schaffhausen . 18 Zoll breit und 12 Z. hoch ( 48 Liv. ) 8 . Vue des rnvirons de Bei ne, grav. par Scheuerr 9* — — — — de Zuric, C mann, 10. — — — — de Ccneve , "1 gravees par u. — s— .— — de Lausanne, C Lori. 179a. 154 XVI. Abschnitt, Die Platten der vier letzten Blätter (jedes iG Z. Breit und 14 Z. hoch, Pr. 10 Liv. ) hat llr. B ied erma n n einem Kunsthändler überlassen , der sie fabrilmäfsig coloriren lässt. Man lann deswegen nach diesen Exemplaren den Werth derselben nicht beurtheilen. 12. Vue de Finden et du Lac de 1 F, Cantons. Vortreilich. 13. Die Hauptorte der ehemaligen XIII. Kantone. »5 Blatter, 20 Z. breit und i 5 Z. hoch; vom Verfasser illuminirt; das Blatt 28 Liv. (in kleinerm Format 16 L.) Höchst genau, geschmackvoll und vortreflich. 14. Thierstudien, 12 Blatter, jedes 3 Livres. Sehr schön und wahr. 4. D. Lafokd und Loity in Bene. 1. La Fällte de Louterbrunn avec la chute de Staub- bach . 787. 2. Le Glacier superieur de Grindelwald et le 2 Mont Wetterhorn. 788. 3. Le Glacier inferieur du Grindelwald et le Mont Eiger. 7S8. Etwas zu bunt. 4. Fue d'Intcrlaken , par Lafond . 789* 5. Sortie de VAar du Lac de Brienz , L'ory. 789. 6. Unterseen , les environs et le Lac de Thoun. 789» 7. Fne de Montreux et du Lac de Genese. 790. 8. Le Chateau de St. Maurice et Ventree du Fallais . 790. 9. Entree de la Fallee de Chamouny , dessinee par Hubert , et grav. p. Lo ry . 790. 10. Fttc de Riiikcnberg sur le Lac de Brienz. Jedes der neun ersten Blätter ( 16 Z, breit und 14 Z, I Mit lebendigen Farben gemalte Blatter. 155 ho{h) kostet 13 Liv., das letzte 16 Liv. Die Zeichnung in diesen Stücken ist treu, und die Beleuchtung gröfsten- theils gut gewählt; nur mangelt etwas den Vorgründen. 11. L’isle de Schwanau sur le lac de Lowerz. 12. Altorf, chef - lieu du Canton d'Uri. 13. Vue du lac de Bienne , prise de l'lsle de St. Pierre. Schöne Blätter. 14. Recueil de Paysages suisses , dessines d'apres nature , dans unc coursc par la Valtte d’ Oberhasli et les Cantons d’Uri et de Schrrytz ; par L o ry , La- fond et Zeltender cn 797. accompagnc d'un texte, k Berne. Klein fol. i 3 illuminirte Blätter, 81/2 Z. hrcit und 5 i fz Z. hoch. 40 Liv. Ist eine sehr niedliche Sammlung'; nar ist die Färbung zu grell. 5. Gabriel Loky, Sohn, in Nebchatei. 33 Gulden jedes. 1. Vue de Lausanne 3. — de Clarens _ Die Blätter sind a 5 " lang, 16 " hoch, 5. Chute de la Pissevache , (33 Gulden). i 5 “ lang, 31 " hoch. 4. Vue de la VMe de Neuchatel 5. — du Chateau de Vallengin. 13 " lang, 7 " hoch, 6 . Vue de St. Call. 7. — de Lindau. 28 “ lang , 18 " hoch. 8. Vue de la ville de Geneve. 9. — du Montblanc. Alle diese Blätter sind vortrcflich. 24 Livres. 44 Gulden 1 jedes. 10. Principes du dessein , pour aprendre a peindre en aquarel; les 4 premiers cahiers consistant en Paysei- ges, figures en animaux. (44 Guld.) XVI. Abschnitt. 156 6. Wolf von Muri, (Schüler des berühmten Malers Louterbonrgh.) Er drang tiefer in die Eis - und Schneegegenden der Gebirge , wie kein Künstler vor ihm ; keine Gefahr und Beschwerde hielt ihn ah, die grausenvolle Natur ig ihren verborgensten Hohen oder Abgründen aufzusuchen , und selbst im Winter, mitten im Schnee, zu zeichnen und zu malen. Seine Zeichnung ist äufserst genau und treu , sein Pinsel kühn und kräftig; aber die innern Theile seiner Umrisse finden Viele zu leer. Man kann ihn mit Recht den Maler der erhabnen und schreckenvollen Natur der Gebirge der Schweitz nennen. Hepr Wagner in Bern, der von Wolf und andern Künstlern eine Sammlung von 170 in Oel gemalten Aussichten vereinigt hatte, gab einen Theil derselben heraus unter dem Titel: Merkwürdige Prospecte aus den Schweitzergebirgen. Bern 776. gr. fol. 1. Heft. Die Voirede ist von dem grofsen Haller, die Beschreibung jedes illuminirteu Blattes von Herrn Pfarrer Wyttenbaah. Dieses Heft enthält 10 Aussichten im Lauterbrunner - Thal, Statt der Fortsetzung erschien 10 .fahre nachher folgendes Werk : Vues remarquables des Montagnes de la Suisse, dessiness et colorees d’apres nature, avec leur descriptiori . Amsterrba m 7Ü5- fol • Dies war «Jas vorige Unternehmen, jetzt aber der Lcf« tung Hm. llenzi's in Holland anvertraut. Die Blätter sind von Dcscourtis Paris mit bunten Farben gedruckt. Jedes Heft enthält 6 Blätter (Pr. 24 kivres ). E* sind 40 Blatter erschienen, die meisten nach Gemälden Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. 157 von Wolf; und diese sind wegen ihrer Wahrheit und Kraft vortreflith; die andern, nach Klee man und Rotenbergs Gemälden, stehen den erstem sehr nach. Vor Descourtis hatte Janinet einige Blätter dieser Sammlung gestochen. Niemand wird übrigens erwarten, dafs diese bunt gedruckten Landschaften das Lebendige, Zarte und Duftige der Waschmanier eines Aberli, Rieter, Biedermann u. s* f. haben können. Von einigen derselben möchte man sagen : Dafs sie nach der rohen Farbe riechen: aber noch sind sie immer sehr schätzbar, und ma.hen ein gewisses vollständiges Ganzes aus. Dieses Werk, welches eine geraume Zeit nicht mehr im Handel war, ist nun von neuem zum Verkauf dem Kunsthändler, lim, Iiätzer in Bern, übergeben worden. 7. Louterbourgh, ein Elsässer ? jetzt in England. 1. ha Cataracte du Rhin , pres de Schaffhonsen , au clair de iune , dessinee p, ho u ter b o ur gh, 2. ha Cataracte du Rhin , au moment du levzt du soleil prise au dessous de la tour du peage; h Bdle chkz Mechcl 797. 32 i fi ** breit, und iS if% " hoch. Pr. 32 Liv. Sind nicht gut koloriit; das erste jedoch besser, als das zweyte. 3. Vue du Glacier du Rhone etc, , dessinee par 1 . 0 X 1 * terbonrgh 803» ß t 804» chez JMechel a Bdle, 4. yue du Glacier du haut Rhin , dessinee p, le ine me 803. et 804. chtz Meckel a Bdle, (321/4" breit und 16 1/2" hoch. 20 Liv.) Sehr schön. 8. Anton und Koniiad Link und Kahl Hakeri. Diese drey Künstler haben in Genf mehrere Schwei» Uerprospectc in Gouachemanier herausgegebeu: *58 XVI. Abschnitt. i. La Cascade de Pissevacke en Valais. 3 . Cascade d’Arpenas. 3 . Vue de la Vallee de Chamouny, prise audessus des Ouches. 4 > de la Dem de Midi et du Chateau de Panex , prise prcs d‘Aigle. 5 . Vue de Bex. 6 . — du Lac de Chede et du Montblanc. 7 . — prise de la route nommee Chapeau du Clacier et des Aiguillcs de Charmoz. 8 . Vue du Montblanc , prise du sommel du Col de Bahne. 9. — de Servoz , de l’aiguille de Couti et du Clacier de Bionossay. 10. Vue de l’entrie des Souterrains de salines de Bex. 11. — de Lausanne • 12 . — de Morges, » 5 - — de Geneve , depuis Coligny . » 4 - — de Geneve et de la jonction de VArve avec l a Rhone . Jedes dieser Blätter (von 1.— 14.) kostet 18 Livres. La vue du Montblanc et d’unc partie de Geneve, 16 . Vue de la vallee de Chamouny. * 7 < — de la mer de Glace. 18 . — de la source de 1 'Arvciron. > 9 - ■—- de Nyon. Pr. jedes Blattes (i 5 . — 19.) 12 Liv. 20 . — de St. Maurice. 21. — de la portc de Sax. 22. — prise it Evian. * 3 * — ■*- a le Brond en Savoye. 24 . — —■ h Cluse, Mit lebendigen Farben gemalte Blättsr. i5q 25. Vue prise pris de St. Gingoulph. 26. — de Meillerie . 27. r— d E-vian. 28. — d Chamouny. 29. — d la Tour ronde. J. 50. — d Laney, Pr. jedes Blattes (von 20 — 3 o) 2 — 6 Liv. Dein Colorit dieser Blätter mangelt zum Theil Wahrheit; übrigens sind sie blendend. 1. Vtic du Pont de Pellissier, pris de Servoz en Sa- Doye , par H ake r t. Sehr schön. 2 . — de la Perte du Rhone, 3. Sortie du Rhone du rocher apris la perte, et la jonction de la Valscrine. 4. Vuc de la plainc de St, Nicolas sur le Mont Cenis) et de la chute de la petite Doria, 5. Vue du Lac et de l'hupital sur le Mont Cenis, p, H a k e r t. Alle diese Blätter von llakert sind schön. 9. F. Reinermann in Frank- ■ furth a. Mayn. 1. Die Insel Meinau im Bodensee. 20" hoch, 14 i J2 “ breit in Aquatinta geätzt, 5 Gulden; mit lebendigen Farben tlieurer. 2. Der Wandelbach bey Meiringen im K. Bern. 3. Das Schelmenloch bey Regoltswyl im K. Basel. Beyde Blätter sind 19 1J2 “ hoch, i 5 "*brcit, in Aquatinta geätzt; beyde zusammen i 3 sjd Gulden. Die glei* chen Blätter mit lebendigen Farben 52 Gulden, 4 * Der 'Wandelbach im Kleinen , und ißo XVI. Ae SCHNITT* 5. Ein Wasserfall bey Thun , ein Gegenstück. S hoch und 6 breit , in Aquatinta j beyde 3 Gul- den 34 Krzr. C. Ein Heft von sieben radirten Blättern, Gegenden des iy Basel vorstellend. ( 1 Gulden ). 7. Unterseen , im K. Bern und 8. Aussicht über den Thunersee. 16" hoch, 32" breit. Nach der Natur gemalt, und nach Aberlischer Manier bearbeitet. Beyde 33 Guhl. 9. Gyswyl im K. Unterwalden. 10. Roche an der Birs, im Münstenhal. lQiJz“ breit, i 5 " hoch. 11. Eine Mühle hey Tlüengen , an der Grenze des K. Schaffhausen. 20 “ hoch, 14 1J2 “ breit. 16 Guld. 12. Zwey Aussichten im Oberhasli ; in Aquatinta. Alle die hier genannten grofsen mit lebendigen Farben bearbeiteten Blätter gehören zu den allervortrcflichsten Kunstarbeiten dieser Art. 10. P. Birumakn in B a sei.. I. La Cascade du Schelmenloch. 3. — — — du CieJ’sbach , Cant, de Bdle. Jedes Blatt 32 Liv. 5. Voyagc piltores/jue de Bule ä Bienne par le Val de Moutiers. Mit Text von Herrn Pfarrer Bridel; erscheint Heftenweise. 4. Wasserfall der Aar bey Unterseen. 5. Das Oberhasli bey Meyringen. ( 16 Liv. ) Beyde in Tuschmanicr von Haldenwang geätzt« Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. 16t (23 1/4 " breit, und i 5 3/4 n hoch) iiu Verlag der kalligraphischen Gesellschaft zu Dessau. Gute Blätter. Nro. 4. ist zu dunkel. 6. La Cascade de Lauffen pres de Schaffhouse. In Tusch manier, gestochen voft II e g i, (ao" breit und 14" hoch) 18 Liv,, illuuiinirt 20 Liv. 7. La Cascade de Reichenbach . ( 11 Liv. 4 Sols). 8. Le Pont du Diable au St. Gothard . Braun 6 Liv., illuminirt 7 Liv. 12 Sols. Die Zeichnung aller dieser Blatter; ist treu und genau , der Pinsel kräftig und zart. Die Landschaften des Herrn B irrmann, in Bister gemalt, sind unübertreflich schön, und zumal seine Wasserfälle in dieser Manier Meisterstücke. 9. Vue du Lac de Lotverz . 10. Vae des environs de Sursee, prise de Knutwyl. 11. — de Bdle et de ses environs . 12. Vue du lac de Luzerne , prise pres de Kiifsnacht . Die beiden letzten sind Birrmanu^ vorzüglichste Blätter. 11. M. *VV o c ii e r von Basel. 1. Das Junglrauhorn , nach Wocher von Haldenwan g. (23 ** breit und 18 ** hoch) 6 Thaler, zu Dessau in der kalkogr. Gesellschaft; ein schönes Blatt; doch ist die Zeichnung nicht ganz richtig. 2. Sammlung von Aussichten, von Wocher. In Gouacheinanier ; sehr niedlich. 5. Mühle und Taminfälle bey Ragaz, Treu und schön. 4» Achtzehn der malerischsten Schweiuertrachten in Mi- i6z XVI. A USGHNITT. niatur, Gouachemanier, auf einem einzigen Blatte, von M. W ocher. ( Pr. 24 Liv. ) Ausserordentlich treu und genau nach « 3 er Natur , und sehr hübsch. 12, H. Füssli und H. Keller yo n Zürich. x. Vues remarquables de la Suisse avec une descriptiori historicjue . Zuric chkz Füfsli et Comp, 2 Fol. 4° trav. ( Pr. 120 Liv* ) Dieses Werk enthält nur Landschaft ten , welche in der Geschichte der Schweitzer von i 3 o$. an bis 1640. durch irgend eine wichtige Begebenheit merkwürdig geworden sind; es hat daher einen besondern geschichtlichen Wcith. Der Text der vier ersten llefte ist von Hrn. Rathsherrn Fiifsli v. Zürich, der beiden letztem von 11 . Pfarrer Maurer. 2. Les ruines de Stanzslad , p, H . Fäfsli . (4 Liv. 16 Sols ). (i 3 " breit und io " hoch.) Ist gleich nach der Einnahme und Verbrennung dieses Orts durch die Franzosen am 9. Septemb. 1798* gezeichnet, nebst einer Beschreibung. (Pr. 4. Liv. braun 3 Liv.) 3 . La P ne de Scfiindc/legi , pres d'Einsiedeln ; dessinet 1 par H. U steri. Afn Tage des Gefechts zwischen den Schwätzern und Franzosen den 2. May 1798* durchs Tclescop gezeichnet; nebst Beschreibung. (Pr. 5 Liv. braun 4 Liv.) Diese beyden letzten Blätter haben geschichtlichen Werth. 4. Der Rigiberg; in Zeichnungen nach der Natur, von H. Füfsli und H. Keller; mit einer Beschreibung begleitet von J. H. Meyer. Zürich, bey Fücfsli und Comp. 1807. gr. fol. Dieses, vortrefliehe Werk enthält 13 S. Text, eine Karte des ganzen Gebiets, welches man auf dem Rigi Mit lebendigen Farben gemalte Blätter, 163 überschaut; 4 grofse Blätter, -welche die ganze Aus- sicht, die sich vom Rigikulm darbietet, enthalten , nebst 4 Erklärung« blättern ; 10 andere ßlätter, welche Theile des Rigi selbst darstellen ; auf dem Titel in Aquatinta das Rigiklostcr Maria zum Schnee, und auf der ersten Textscitc der Rigi selbst, vom Zugersee gesehn. Aufser der höchsten Genauigkeit und Wahrheit, der schönen und geschmackvollen ßehandlurg aller mit lebendigen Farben ausgefiihrten Blätter, hat dieses Werk den eignen Werth, dafs es das erste der Art ist, welches die Aussicht eines hohen Schweizerberges mit der musterhaftesten topographischen Genauigkeit auf den Erklärungsblättern behandelt. Nichts mangelt an typographischer Schönheit, und doch ist der Preis sehr billig; denn er beträgt fürs Ganze nicht mehr als 40 Gulden. 5 . La ville de Zürich , par H . Keller , gestochen von H. F üf sly. 14" hoch, 22 " breit; sehr genau. 6. Cltaine des Alpes , vue des environs de Zürich , par H . Keller , nebst einem Erklärungsblatt. Sehr schön. 7. Aussicht vom Albis gegen Zürich, und ß. Aussicht vom Albis gegen Zug. (Beyde mit Erklärungsblättern. ) 9. Zirkel-Aussicht oder Panoram vom Uto bey Zürich« Diese drey letzten Blätter sind auch vom Hrn. H. Keller, und wegen der topographischcu Richtigkeit aller Gegenstände, die im Gesichtskreise liegen, merkwürdig, und im höchsten Grade preiswürdig. i3. Kön ig zu Intsklagiien (jetzt Unterseen). t. F'ue d'Unterseen. 1 ' 8 u breit, 9 1 J2 *' hoch. ( 10 Liv. ) 2. Lue d*Interlachen, 14 5 / 4 " breit, 9 " hoch, (10 Liv.) 3 . Vue du Staubbach cn Lauterbronn. 4. Une Suite de 10 pajsages , gravee a l'eau forte. (4 Livres). 5. Une Suite de 20 pajsages, gravie a l'eau forte. (8 Livres ). 6 . La -visite nocturne , ( dit le Kiltgang ). 7 1/2" breit und 9" hoch. ( 14 Liv.) 7 . La Familie laborieuse. 8 . Le Retour des Alpes. i 3 " breit, und 10 3 / 4 “ hoch. (Jedes Blatt 14 Liv.) 9. Die Gluckhenne. 10. Das Abendbrod. 9 ** breit und 5 1 ß " hoch. Jedes Blatt 14 Liv. n. Schweitzertiachi.cn. Diese letztem, nach den Crmälden "Reinhardts in der Sammlung des Hrn. Meyer zu Aarau; 24 Blätter, 10" hoch und 8 " breit; in Kreidemanier geatzt, und mit lebendigen Farben erhöht; 50 Liv. Das einzelne Blatt 2 Liv. einige Kreutzer. Aufserordentlich karakteri- stisch, indem alle Figuren wirkliche Porträts sind. 12. Neue Sammlung von Schweitzertrachten, nach Zeichnungen von K ö n i g , Lory und Usteri. erstes und zweytes Heft. Zürich 1305.. 8 Liv. Eine sdhr niedliche und wohlfeile Ausgabe, mit deutsch und französischem Texte, die in 5 Heften bestehen wird, welche ein Bändchen iu Taschenformat ausmachen werden. 13 . Ulsle de St. Pierre au Lac de Bienne , en 8 pe- tiles J^ues , gravee et coloree par König et La - J'ond , avec une descriptioa. 16 Liv. Iu Tuschnmnier 10 Liv, Bey Füfsli in Zürich. Die Kiadertaufe. Mit lebendigen Farben gemalte Bi.attf.r. 165 15. Die Hochzeit. Beyde vom J. 1304.; ländliche Sittcnstrickc. 16. Der Staubbach. i 8 ° 5 - 17. Malerische Reise durchs Oberland, mit Text. 1805. Herr König malt auch vortrcllich in Oel; von seinem grofsen Talente läfst sich noch Vieles erwarten. 14. S. Freudenberger in Bern. Die treflichen Arbeiten dieses Künstlers sind nicht Landschaften, sondern ländliche Sittenstücke aus dem K. Bern. Die strengste Wahrheit, edle Einfalt und ländliche Grazie herrschen im Einzelnen, wie im Allgemeinen dieser Blätter. Wer die ländliche Schweitzer- Natur nach Lebensart und Sitten der Einwohner innigst lebendig anschauen will, mufs die Freudenbergisclie Gallerie von Meisterstücken kaufen. Seit dem Tode dieses unvergefslichen Künstlers (im . 1 . 1802.) hat Herr Lafond die Ausmalung seiner Blätter übernommen; ob er gleich Freudenberg’s Pinsel nicht hat, so besitzt er doch dessen Manier, und arbeitet fleissig. Die vier ersten Stücke, welche er vollendet hat , sin 4 herrlich. Die ganze Sammlung besteht in ; 1. Le bon Pere. 1. La Balanccuse. Diese beyden Blätter sind eigentlich ohne Aufschrift, 6 " breit und 8 “ hoch. Jedes Blatt 8 Liv. 5 . Le Depart du Soldat suisse, 4 * Le Retour du Soldat suisse. 11 " breit und 8 " hoch. Jedes Blatt 16 I.iv. ' • I i6S XVI. A »SCHNITT. 5. La petite Fete imprevue , 6. Los Chanteuses d u Mois de May. 8 44 breit und 6 ,4 hoch. Jedes 12 Liv. 7« La Toilette champetre, 8. La Proprete villageoise. 6 " breit und 8 U boch. Jedes 8 Liv. 9. La Fileuse, 10. La Divideuse, 6 " breit und 8 44 hoch. Jedes 10 Liv. 3i. Le Villageois content . X2, Le? Soins maternels. 3 j/ 3 ** breit und 6 1/3 44 hoch. Jedes Blatt 16 Liv. j 5 « La Visite an Chalet , ou la Laiterie d'Oberhasli . (Pr. 18 Liv.) Stellt das Innere einer Sennhütte auf den Alpen des Scheideck, mit der höchsten Wahrheit und Treue in aller Umständlichkeit und dem höchsten Ge-» schmacke ausgeführt , dar. 14. L'Hospitalite suisse, (18 Liv.). Gegenstück des Vorigen. 15. Le Repas rustique, 16. Lc Retour du Marche, Jedes 20 Liv. 17. Premier Cahier des differens hahillemens de la ville de Berne , dessine par Freudenberger ? et grave par Eickler. 785. Sechs illuminirte Blätter in-8. i 5 . H. Bleuler in Schaafhausen. 1, T ue du Lac Majeur , pres de Palenza vers Cisle mere et la petite isle, (24 Liv.) 2. Vue du Lau Majeur , pres dt Arese belle. ( 24 Liv. ) vers Visle Mit lebendigen Farben gemalte Blätter. 167 5. Vue du Glacier de Furca , dans le pays de Valais. (12 Liv.) 4. Vue du Glacier de Fischmatt , an C. Glarus. ( 12 L.) 5. Monument de Salomon Gesner , dans le ClOuthal , pres de Glarus. (12 Liv. ) 6. Vue du lac de Pus clave , dans le pays des Grisons. (12 Livres). 7. Vue du Montblanc. ( 12 Liv.). 8. Vue de la Tellenblatten , dans le lac de Lucerne. ( 12 Livres. ) 9. Le lac de Zoug , ayant la vue vers le Mont Rigi et Pilate. (12 Liv. ) 10. Vue de Vhermitage de Nicolas de Fine dans le Canton d'Unterwalden, (12 Liv.) Alle diese Blätter sind noch Gemälden von Ludwig Hefs verfertigt, und haben viel Verdienste, zumal wenn man gut illuminirte Exemplare erhält. fi. Vue du Cataracte du Rhin, pres de Schaff hausen. 27 " breit und 19" hoch. (36 Livres). Das befste illu- niinirto Blatt vom Rheinfall, obgleich die Farbengebung, , aufser dem Wassersturz, etwas zu grau ist. 16. E. L Zehendeu in Bern. 1. Le Glacier d'Engstleln et une partie de la vallee d y Adelboden. (12 Liv.) 2. La petitc fontaine noire , source d'eait minerale , pres les bains de Gournigel , dans le Canton de Berne . ( 44 Liv.) Eine Zusammensetzung von einigen und 3 o Landleuten von verschiedDen Trachten, \ B S C H N I T T. 163 XVI. A 17. Matthias Pfenninger in Zürich. 1. Chute d'Eau a TVeislingen , Cant, de Zuric . 2. Chute d'Eau a Erlenback . Nach Gemälden von Hrn. Wüst. Schöne Blätterj 24 Liv. jedes. 3. J^ue d*Olivone dans la p r allee de Blegno ou de I Polenza. • 4. Le Pont du Rhin du milieu , dans la Vallee de Medels. Beyde Blatter sind nach Gemälden von L. lief«, 21^ Breit, 15" hoch; 20 Liv. jedes. 5. Pierre Pertuis , defendu par les trouppes de Berne et de Bienne en Septembre 1792. Nach L. Hefs. 9 Liv. 10 Sols. 6. Ragatz dans le baillage de Sargans ; nach Wo- c her. (8 Liv. ) 7. Pont rustique a Moury , aux environs du lac de Wallcnsladt; nach Ach. Benz. (8 Liv.) $. Reichenau y aux pays de Grisons; nach A. Benz. ( 8 Livres. ) 9. La Linth , aux environs de Schännis , nach A, Benz. (8 Liv.) 'io— ii» Le bois de Schinznach , et le bois de Bulach ; nach C. Huber. (13 Liv.) ' / 18. Verschiedne Künstler. 1. Le Mont - Blanc , vae au dessas de la vallee de r p Sallenchc , p . A . Bader d'Albe; chez Vauteur a Sallenche . 223/4" breit, i 5 3/4 V hoch; 16 Liv., sehr schon. r 2, — 8 2 - Der berühmte V. gieng von Basel nach Baden, Schaflhau- sen und Konstanz. $. Helvetia profana et sacra, von RanucioScotti | 642. Macerata 4 - Italienisch. Scott war päpstlicher Nuntius in der Schweitz während den Jahren i63o~4o. Er giebt ein interessantes Sittengemälde der damaligen Schweitzer; einige Stellen daraus finden sich in : Tableaux pittoresrjucs elc. T. II. p. 233-35. 9. Tableau de la Suisse , par l'Escarbot, Paris 1618. 4- Ist eine poetische Reisebeschreibung. 10. Voyage en. Suisse, p. Reboulet et la Brune, a la Haye. 1686. 11 . Joh. Mabilloni Her germanicum anno i6Sj. gedruckt 717. Hamburg. Der Y. war in den kleinen Kantonen, und beschreibt die Sitten der Einwohner von S. 12-41. 12. Addison’s Anmerkungen auf einer Rtiise tluich XVII. Abs chnitt. 172 Italien und durch die Schweitz im J. 169p. A. d. Engl. 8. Altenburg 752. Der dunh sein Trauerspiel Cato und seine prosaische Schriften so berühmte Addison reiste im J. 1690. von Genf nach Freyburg, Bern, Solothurn, Zürich, St. Gallen und Lindau. 13. Gilbert Burnet’s Reisen durch Deutschland, die Schweitz und Italien. London 686« Die deutsche Ucbersetzung 687» Die französische Uebersetzung zu Rotterdam 690. und die letzte Auflage 755. Der durch seine Denkwürdigkeiten Grofsbritannicns berühmte V, war in Genf, Basel, Bern, Zürich, in Grau- bündlen und in der italienischen Schweiz. Er giebt ein Sittengcmälde der damaligen Zeit. Im XVIII. Jahrhundert erschienen mehr als hundert Beschreibungen der Schweitz; "Werke in Folio, Quart und Cktav, von denen viele aus 2-4 Bänden bestehen. Die beyden letzten Jahrzehende •yvaren am fruchtbarsten. Ohne alle die kleinern Aufsätze und Reisetagbücher zu rechnen, welche in Monatsschriften, Magazinen und Kalendern zerstreut sind, so erhielt das lesende Publikum in den letzten 20 Jahren über achtzig Reisen, von denen einige und sechzig ursprünglich deutsch geschrieben sind. 1. J . J . S c he uch z e r i Itinera alpina 720. Lugduni» 4 T. 4. Mit 120 Kupfern und Karten. Sc h c u c b z e r machte von 17 02-17 1 1. Reisen in seinem Yalerlandc, und gab alle seine gesammelten Beobachtungen in diesem lateinischen Werke zu Leiden heraus. Er war für seine Zeit ein grofscr Physiker und Naturhi- sloriker, der mit Recht den Ruhm des ersten Schriftstellers über die Naturgeschichte der Schweitz lange behauptete, und daher auch von den nachfolgenden Reisenden Beurtheilung der PiEisebEschreimjngen'. 175 immer ausgeschrieben wurde. Wenn gleich jetzt seine Schriften nicht inehr zu empfehlen sind, so wird er doch immer den Ruhm behalten, der erste gewesen zu seyn, welcher mit unausgesetztem Eifer sein Vaterland bereiste, untersuchte, und für die damaligen Naturkenntnisse ein vollständiges Werk über dasselbe lieferte. . Naturgeschichte, u. s. f. von J. J. Scheuchzer, von Joh. Georg Sulzer vermehrt. 2 B. 4. Zürich 746. In dieser Ausgabe ist alles Botanische, Historische, Politische und Antiquarische weggelassen, und die Zahl der Kupfer vermindert. Hinten ist S u 1 ze r s Rrisebeschreibung der Merkwürdigkeiten angehängt, die er 174?. auf einer Reise durch die Kantone Zug, Schwytz, Luzern, Unterwalden, Uri, über den Gothard, durch den Grauen Bund-, und über Wallcnstadt nach Zürich beobachtet hat. Die naturhistorische Beobachtungen, welche darin Vorkommen, sind jetzt unwichtig. . Reisen durch Deutschland , die Schweitz u. s. w. von Blainville. 3 Th. 4. Lemgo 1745 uud 7G4. Der Verfasser reiste ijfto. durch die Kantone SchaHhau- sen, Zürich, Bern, Freyburg, Solothurn, Basel und Genf. Unbedeutend indem, was die Schweitz betrift, sonst reich an Gelehrsamkeit und historischer Beobachtung. . IIEtat de la Suisse , ecrit en 1714. traduit de VAnglois . g. Amsterdam 714* Dasselbe Buch erschien unter folgendem Titel: Tableau historiejuc et politique de la Suisse , Fribourg etc . 12. Paris 766. Der V. HerrStanian, war während acht Jahren eng - lischer Gesandter in der Schweitz. Die Darstellung der Geschichte, der Regierungsarten, der Bündnisse, des Volks- karakters, der Religion, des Handels, der Einkünfte und Kriegsverfassung ist kurz, aber ineistentheils richtig und deutlich abgefafst. Ich kenne keine neuere Schrift über die Schweitz, wo man sich auf so wenigen Blättern eine XVII. Abschnitt. 174 allgemein richtige Idee von der Lage der Sachen in diesem Land in einem gegebnen Zeitpunkte verselutfcn kennte, als es in diesem geschieht. 5. Les Delices de la Suisse . 4 T. 8- Amsterdam 714* Mit 75 Kupfern. Sehr verändert und verbessert erschien es im J, jjo. . Ferner 764. unter dem Titel: L'Etat et les Delices de la Suisse , ou Descriptiori Helvetit/ue , historicjue et geographitjue. T. 4. Auch im Jahr 1776. kam in Basel bey Thurneisen eine neue Auflage heraus, und 778. die letzte in Neucha- tcl. Diese hat 43t Rupfer, ist fast ganz umgearbeitet, viel richtiger als die vorigen Ausgaben, aber keineswegs von Fehlern frey. Der Professor Ruchat von Aiibonne war einer der ersten Verfasser dieses Werkes, welches in der ersten Ausgabe wegen seiner Irrthümer fast unbrauchbar war. An den folgenden Auflagen haben mehrere Männer Theil gehabt. 6. Ueber das Interessanteste der Schwcitz. 4 B. §. 780» Dies ist eine freyc Uebersetzung des vorigen "Werkes, mit Anmerkungen vom Prediger Ulrich an der Charite in Berlin. Es kommen Dinge in dieser Uebersetzung vor, die lange als falsch erkannt sind. Der V. mischt so viele Betrachtungen ein, die überall hingehören können, und das Ganze unausstehlich langweilig machen. 7. J^oyage historicjue et polit ic/ue de la Suisse etc. Frankf 743. Elend. 8. Beschreibung verschiedener Merkwürdigkeiten des Sim- menthais, von Daniel Langhans. 8- Zürich 755 - Enthält hauptsächlich die Beschreibung eiucK epidcun- sclien Krankheit, welche im J. 1742. in diesem Xhale w iithetc. •). Description des glacicres de la Savoye , parBour- rit. 8. Geneva 773. Dies war die erste weitläufige malerische Beschreibung BeUHTKKILITNG DER REISEBESCHREIBUNGEN. von den wichtigen Gletschern und hohen Gebirgen im Chnniounythal , seit deren Erscheinung der Zuflufs der Fremden in diese Gegend so ausserordentlich grofs wurde. 10. Descriptiori des Alpes Pennines et Rhetiennes , par Bourrit, T, I. II, 8. Ceneve 781. Die Beschreibung von Wallis hat manches Interessante; das übiige , die Sihweitz angehende, ist von keinem Belang. Eine Uebersclzung davon ist 782. in Zürich erschienen. 11. Nouve/le descriptiori generale et particuliere des glacieres , vallees de glace et glaciers , cjiii jorment la grande LUainc des Alpes , par bourrit, 3 Vol, 8 . Geneve 785. Mit Kupfern. Ist nichts weiter als eine neue Ausgabe der beyden genannten Werke unter einem hochklingenden Titel, der nur für die Gletscher Savoyens und des Unter - Wallis gilt; denn diese alleiu sind genau beschrieben. Der Verfasser besitzt ein gluchiich.es Talent, die Natur in allen ihren Scenen lebendig zu malen, und den Leset* in das höchste Interesse zu ziehen ; zu bedauern ist aber dabey, dafs seine feurige Einbildungskraft oft die Grenze des Wahren überspringt. Herr Bourrit hat iudesscu immer das Verdienst, zuerst einige bis dahin fast unbekannte Gletscher in Untcr-Wallis bereist und beschrieben zu haben. Die beygefügteu Abbildungen von mehrern Gletschern sind, obgleich in sehr kleinem Format, richtig. Eine Uebersetzung dessen, was nicht schon in dem "Werke über die Pcnninischen und Rhätischen Alpen enthalten ist, kam in Zürich 756. 8 heraus. 12. Briefe aus der Sclweitz nach Hannover, geschrieben in dem Jahr 1765. 4. Zürich und Winterthur 776'. Mit 16 Kupfern. Der Vevf. (Andreae aus Hannover) beschreibt auf seiuer Reise durch die Kantone Basel, Schaffhausen, Zürich, Ludern, Uri , Unterwalden , Bern, Freyburg und Solothurn die wichtigsten Stück« der Naturalienkabinete, 176 X\II. Abschnitt, die er sali, und tlieilt seine Bemerkungen über Stein- und Felsarten, über Krjstalle, Bäder, Gletschersalz, auch über ökonomische Gegenstände mit. Die Kupfer sind Ab- Bildungen von Versteinerungen, Vögeln, und der Brücke zu Sehaffhausen. 13. Briefe, die Schweitz betreffend, von E. E. L. Hirsch- feld. 8• Leipzig 776. Unbedeutend. 14. Neue Briefe über die Schweitz, von demselien Verf. ß. Kiel 785 - M. Kupfern. Erstes Heft. Der V. theilt in dieser neuern Summlung gute Bemerkungen und richtige Urilieüe über Basel und Bern mit. Die Fortsetzung ist nicht erschienen. 15. J. G. Keyslers Reisen durch Deutschland, Schweitz und Italien. 1740. 2. Auflage 1751- 5. Auflage. 4. Hannover 776. Enthält sehr Weniges von der Schweitz > und ohne Belang. Der aufserst gelehrte Versfasser reiste im J. >729. 16. J. A. de Lüc Reisen nach den Gebirgen von Fau- cigny in»Savoyen. A. d. Französischen. 8- Leipzig 777 * Diese kleine Schrift erschien 1772. in Genf. Der V. erzählt darin seine vier Reisen auf den Buet, und die erste von dort angestellte Höhenmessung des Montblanc. 17. heitres sur differens sujets , ccrites pendant le cours d*un J^oyage par La Suisse etc . en 1774 et 75 * par Jean Bernouilti. 2. T'ol. 8- Berlin 777 * Der V. beschreibt die Naturalien- Gemälde- und Antiken* Kabinette in SchaiThausen, Zürich, Basel, Mühlhausen, Genf und Ncuchatel- t8* Physisch - moralische Biiefe über die Berge und die Geschichte der Erde und des Menschen, von J. A. de Luc. Aus d. Franzos. 8* Leipzig 778* Im ersten Bande beschreibt der Y, seine im J. * 774 » Beurteilung der Reisebe3Chr£ibungen. vjj gemachte Reise von Lausanne in das Unter-Wallis, von B in nach Lauterbrunn und dem Grindelwald, nach Neu- chatel und auf den Jura. Kr malt die Unschuld und Glückseligkeit der Einwohner jener Thäler auf eine dichterische Weise. Alrifs des gesellschaftlichen Lehens und der Sitten in Frankreich, in der Schweilz, u. s. w. Aus dem Engl, des D. Moore’«. 2. Title. g. Leipzig 77c;* Der V. hielt sich in Genf auf, bcschieibt eine Reise nach Chammny, ein militärisches Fest, in Genf, und Voltaire’* Lebensart in Ferhey ; von Genf gieng er durch Lausanne, Bern, Solothurn und Basel sehr schnell. Das Buch enthält daher in ßctrefl’ der Schweitz wenig getiug. 20. }ojages des Alpes , prece de d'un Essai sur Phis- toire naturelle des enviions de Gcneve , par Mr+ de Saussure . 4* T. Neuchatel 779* '1'» 11 - Geneve 78G. T, 111 et IV . avec des planches 794, Die Ausgabe in g. bestellt aus g Bänden. Der V, hat die Gegenden des Genfersccs , einen Theil des Jura , die Gebirge Savoyens von allen Seiten des Montblanc, den Montblanc selbst, die Gebirge von Unter-Wallis bis Brieg, das Jakobsthal, den Simplem, Rosa, Syivio oder Cervin , das Saanerland , Simmenthal» Hasli, den Grimsel, den Griesberg, das Eschenthal, den Langensee, das Livnerthal, den Gothard, Vierwaldstädter- sce und den Kanton Luzern bereist. Dieses Werk , das Resultat so vieijabriger Reisen , voll merkwürdiger physi- sctier \nd chemischer Versuche, voll der mühsamsten und mannigfaltigsten gcognoslischcn Beobachtungen und Bemerkungen, ist vortreflith , von grofser Wichtigkeit für das Studium der Geognosic, und ein Muster für alle, die als wissenschaftliche Beobachter andre Theile # des Alpcnge- birges bereisen wollen. ai. J. G. Sulzcrs Beobachtungen auf einer im Jahr 1775—7G* gemachten Reise aus Deutschland nach der Schweitz u. s. vr. g. Bern 7go. Der V, hielt sich nirgends auf, gieng durch die /. 12 *78 XVII. Abschnitt. Sehweite nach Genf, und kehrte aus Italien über Bellen* und den Golhard nach Deutschland zurück; daher kön- nen seiner Bemerkungen nicht viele seyn. 23 . heitres ecrites de tfi' Suisse etc . en 1776 — 73, g t Amsterdam 780. Eine Uebcrsetzung davon ist in Hamburg herautgekom« men. Der erste Band geht nur die Sehweite an, und beschäftigt sich mit der Natur des Landes , den Sitten und dem Handel. 23 * Beschreibung einiger Berge des Entlebucher-Thaies , von Pf. Schuyder. 3. Luzern 733. Mit einer Karte. Die Gebirge sind weitläufig beschrieben. 24* J» J* Bjoernstahls Briefe anf seinen Reisen. 6 Tide. 3. Leipz. 782-85. Die Briefe aus Genf, Bern, Lausanne» Solothurn, Ba» den, Zürich, Schaflhauscn und Basel, sprechen nur von den Gelehrten, die er sah und sprach, und von Bib* liotheken. 35. heitres de Mr. JVilli am Coxe sur Vetat poli - tiyue , civil et natur el de La Suisse , traduites et augnmentces des observalions faites dans le meme pajs par Mr. Ramond de Carbonniere . T.L et II. 8. Paris 781. Die englische Ausgabe erschien 1779* Herr Coxe reiste 1776. vom Julius his October durch alle Kantone, Unterwalden und Sehwytz ausgenommen*, ferner durch Wallis, Chamouny, Neuchatel und Genf. Ob gleich der Y. sich nirgends lange aufhielt, und man daher vorzüglich hlofse Darstellung der Natur erwartet, so findet man diese nur kurz und ohne "Wärme beschrieben, dagegen aber einen Entwurf der Geschichte und der Verfassung jedes Kantons. "Wenn gleich die Beschreibung vieler Theile noch ziemlich unvollständig ist, so trift man doch heynahe auf nichts Unwahres, auf keine lieber treibung Eeurtheilung der Rf.lskbeschreibungen. 17g des Guten und Schlechten, auf keine Dcclamationen und falsche Ansichtcu. Dieses Buch hat in der französischen Uebersetzung durch die Zusätze des Herrn Kamond (gegenwärtig Mitglied des National-Instituts in Paris), welche mehr als 223 Seiten füllen, und die in maucher Rücksicht vielleicht noch gehaltreicher sind, als das Original selbst, einen wirklichen Werth erhalten. Diese Zusätze enthalten nämlich Beschreibungen einiger Gegenden, wo Herr Coxe nicht hinkam; Berichtigungen desselben, lebendige Darstellung der Natur mit warmen Farben gemalt, Beobachtungen mancherlei Art, und Herrn RumuncFs Ideen über Gebirge, Felsen und Gletscher. D lese Uebersetzung inufs man von einer andern, die 1780. zu Lausanne hcrausgekommen ist, wohl unterscheiden, welche ohne alle Zusätze eine blofse Uebersetzung ist. Herr Coxe machte hierauf in den J. 1785 und 86. eine neue R.eise in der Scliweitz, und gab alsdann sein vorige« W eik vermehrt in 3 Oktavbäudcu 178g. ker.us, nebst einer Karte der Scliweitz , einer Abbildung der Brücke von Wettingen, und eines Steinbocks. Die wichtigsten Vermehrungen des ersten und zwcjten Bandes gehen Solothurn , Freiburg und die Unruhen vou Genf an, und enthalten verschiedene neue Aufsätze über den Montblanc, über die Naturaliensanmilung der Herren Sprüngli und W v 11 enbach, über den Steinbock, u. $. f.; dannn eine Biographie von Haller; Zusätze über die Kretins, über Zürich und alle Gegenden, von denen er schon in seiner ersten lleise sprach. Alle diese Zusätze sind meistens sehr kurz und ziemlich unbedeutend; endlich eine Reise durch Unterwaldeu und Schw vtz. — Der dritte Band enthält eine Reise durch Graubüudtcn, und eine andre über den Lan- gensee nach Locarno und Lauis, von einem Freunde Herrn Coxe’s; und am Schlüsse eine Faunula Helvetica mit englischen, lateinischen und französischen Namen. Sehr viele Berichtigungen und Verbesserungen zu dem, was Herr Coxe über Graubündtuu sagt, finden sich in I igo XVII. Abschnitt. dem neuen Schweitzer-Museum vonj Jahr 1793. II, Heft, S. 14t. III. Heft, S. 227. IV. Heft, S. 473. Es ist 2u verwundern, dafs der Verfasser über diejenigen Tlieile nicht vollständiger ist, die er doch dreymal bereist hat. Auch hat Herr Coxe bey dieser neuen Ausgabe die lieber» setzung des Herrn Ramond nicht benutzt, und d^her behält diese noch immer ihren eignen Werth. Eine in Zürich 3781 bis 1791. erschienene deutsche Ueberselzung (wo aber die Karten und Kupfer weggelasseti sind) enthält im ersten Thcil des Verfassers erste Reise nach der alten, der zweyte alle Zusätze der heyden ersten Bände der neuen, und der dritte den ganzen dritten Band dieser letztem Ausgabe, und ist ungleich genauer und wohlfeiler, als eine 1790. in drey Theilen gedruckte fran* zösische Ueberselzung der neuen C o x i s c he n Reisen, wo- bey sich hingegen ein Nachstich der Karte befindet. Das englische Original ist von der Deckerschen Handlung in Basel 3 802. neu aufgelegt worden. sG. Goethe’s Briefe aus er die Furka nach Realp im Ursernthal fast 6 Stunden auf ungebahntem Weg durch eine Schnee- wüste, wo die Reisenden oft bis an den Gürtel einsinken. Den i 3 . giengs auf die Höhe des Golhards ins Hospitium, wo die Kälte grimmig war. Hicmil hören diese Briefe auf, welche sowohl durch die äufserst herrliche Zeichnung der Thäler, Aussichten und Naturgegenstände als durch mehrere seltene Beobachtungen ( z. B. des Glänzens des Montblancgipfels am dunkeln Abend) und gehaltreiche Betrachtungen dusserst anziehend sind. ay. Wilhelm Heinse’s Briefe aus der Schweitz , aus dem J. 1730., im 1. und 2. Band der von W. Körte herausgegebenen Briefe 0 zwischen Gleim, Heins e und Jo h. Müller. Zürich, 1306. Der berühmte V. des Ardinghcllo betrat im August des J. 1780* die Schweitz. Seite 443. des I. Theils jener von Körte bekannt gemachten Sammlung finden sich die ersten Briefe ILeinse’s an Jakobi von Luzern aus geschrieben, welcher seine Reise über den Zugersee, auf den Rigi, herab über Goldau, längs dem Lowerzersee nach Schwytz, Brunnen, über den Vierwaldstättersee nach Buochs, Sttnz, Kerns, Saieln, zu Bruder Klausens Einsiedelei im MeLhthal, und nach Luzern enthält Diesem Briefe war ein früherer bcygeschlossen , dessen Schilderung desRhcinfalls zu Schaff hausen ein Meisterstück ist. — Im II. Theile S. 1., Brief an Vater Gleim von der Höhe des Gothards, voll des erhabensten Schwungei. S. 9. folgen drey Briefe an Jakobi von Genf, welche Mauches über die Genfer und seine Gelehrten und Roufseau enthalten. S. 8f>. wieder ein Brief an Jakobi von Venedig, welcher einiges über Salomon Gefs- ner, Lavater, Bodmer, Hirzel berichtet. Es ist ewig zu beklagen, dafs wir von 11 e i n s c ’s Schweitzerreise nur diese wenigen Bruchstücke besitzen, welche voll lyrischen Lebens, Fülle und Genialität sind. 28. Sherlok’s Briefe auf einer Reise nach Italien und der Schweitz. 8* Leipzig 782. f XVII. Abschnitt, iS 2 Der V. spricht von Genf und dem Langensee Weniger und Unbedeutendes. 39. Nicolai’s Reise durch Deutschland. $. 782. In den Beilagen des TU. Theiles finden sich einige "Briefe über Appenzell und St. Gallen ; in ’ dem VIII. ß, unter deu Zusätzen p. 41. Berichtigungen dieser Briefe, und unter den Zusätzen des VIT. B. p. i 5 , eine Verglei- chung der Bernischen mit der Oesterreichischen Mundart. 30. Einige Reisen in die kleinen Kantone, von Leonh. Meister. 8- 782. Liefert die Bevölkerungslisten von Zug, Scbwytz, Uri, Unterwalden, Luzern, Basel und Zürich vom J. 1743.; er* zählt eine Reise auf den Rigi und ins Emmethal, und theilt verschiedene richtige Bemerkungen mit. 31* Historisch und literarische Reise durch das abendländische Helvetien, von Herrn Sinn er. Aus d. Franzos. 2 Thle. 8* Leipz. 782. Es kam zu Ncuschatel 1781. französisch heraus. Die Fortsetzung davon ist unterblieben. — Die Reise geht von Basel durchs Bisthum Basel nach Neuenburg, Vallengin, durch die Bergthäler des Jura , durch das Pays de Vaud und über Gcuf, nach Freyburg und Ben». Ist sehr gut, und enthalt, ungemein interessante Ziige aus der Geschichte des Mittelalters. 3?-. Briefe über ein sclrweitzcrlsches Hirtenland. 8* Basel 783. Ist vom Horm von Bonstetten, und betrift das Sianonlnnd , aber ganz besonders den französisch sprechenden Thcil desselben. Diese höchst gehaltreichen Briefe sind späterhin auch an der Spitze der gesammelten Schriften des Herrn von Bons fetten, g. Zürich 7«>2. mit einigen Vermehrungen wieder abgedruckt worden. 33 ' Voyages d'un Amateur des aris en Suisse etc . par Mrs. de In R. 3 Tom. 8 . Amsterdam 783. Die Reise geht durch das Pays de Vaud, Wallis, di« italienischen Vogteycn, über den Gothard , durch di« Betjrtheilung der Reisf.ueschreibüngen. 183 Kantone Luzern, Bern, Solothurn, Zürich, SrhafThausen und Basel* Der V. redet besonder« von Gebäuden, Kabinetten , Bibliotheken u. s. w. 54. heitres sur la Suisse , par un Voyageur franpois cn 1781. T* 7 , et II. 8. Geneve 783* Ist vom Abbe de la Porte. — Ganz unbedeutend. 35. Reisen durch die merkwürdigsten Alpen des Schweitzerlandes. 8- Bern 783. Ist nichts weiter , als die verbesserte Beschreibung der Rei*e des Herrn Wyttenbach in den Lauterbrunner- Gebirgen, die in dem ersten Heft der merkwürdigen Prospecte der Schwcitz, von Wagner 776. hcrausgegeben i(S. oben p. i 56 « ) sich befindet. 36. Beytrage zur nähern Renntnifs des Schw'eitzerlandes, von Herrn Pfarrer Rudolf Schinz. Erstes lieft. 8 . Zürich 783. Das letzte 787. Mit einer Karte von dem Gothard und dem Livnerthal, und einer andern von den Landschaften Lauic und MenJry«. Sie enthalten eine Beschreibung desjenigen Theils , welchen mau die italienische Schwcitz, die Ennetbirgischen oder italienischen Vogtcyen , jetzt Kanton Tessin nennt. Die Reise fangt auf dem Göthard an , und geht durch alle erwähnte Vogtcyen, nach Como, Mayland , Sesto und dem Langensee , worüber der V. seine Bemerkungen hinzufügt. Es ist das einzige Werk über diesen Tlieil der Schweitz, und ein Muster für reisende Beobachter; denn in der Darstellung jedes Landes, seiner physischen Beschaffenheit , des Klima’« , des physischen , moralischen u^d politischen Zustandes der Einwohner, der Land- und Hausokonomie , der Aus - und Einfuhre , der öffentlichen Anstalten 11. s. w. mufs man des V. Beobachtungsgeist bis auf die geringsten Gegenstände bewundern. Zu bedauern ist nur dabey, dafs die Schreibart nicht fliefscnder ist. In der Sache sind wenig Unrichtigkeiten Zu finden; daher ist es aufserst brauhbar. 184 XVII. Abschnitt. 37 - R e >"ss durch einige Kantone der Eidgenossenschaft, von J. M. AfSprung. 8. Ltipz.-784. Die Reise geht durch Appenzell, Clarus, Uri, Schwyiz, Luzern, Zug, Zürich, und durch das Thurgau zurück. Der Vcrf. erfühlt die Geschichte und Verfassung jedes Kantons , den er durchreiste , hall sich aber am meisten hey den Appenzellem auf, die er ganz besonders und mit Recht loht. Alle Nachrichten , die man mitgelheilt findet, siud richtig und gehaltreich, obgleich einige Bemerkungen des V., wie z. B. über die Unschädlichkeit der Fabriken auf körperliche und geistige Gesundheit, bey Gelegenheit des Kantons Glarus, triftige Einwendungen leideu mochten. 38 » Randolphs Beobachtungen über den jetzigen Zustand der Schweitz, Rufsland uud Dänemark. London 784. Ist, so viel ich weif«, aus dem EngL noch ^nicht» weder ins Deutsche noch ins Französische, übersetzt; die gröfste Hälfte des Buchs redet von der Schweitz, enthalt aber nichts Besonderes und Neues, 59. C. K. Ch. Storr’s Alpenreise vom Jahr 1781. 3 Thle. / 4. Tübingen 784 - 8G. Der lange Vorbericht enthält die physische Beschaffenheit der Gebirge. Die erste Reise des V. geht durch die schwäbischen Alpen nach Schaifhausen , Bern, Lau* terbrunn, Grind etwa ld, llasli , auf den Grinisel, und von da auf den Gothard. Die zweyte gebt von Altorf auf den Gothard, von Urscrn nach Graubündten und Pfef- fers. Eine dritte geht von Marsehlins ins Prattigau, von Chur nach dem Hinterrhein , von da durchs Misoxer-Thal nach dem Langehsee, naeh Lugano, auf den Comersee, in das Veltliu, und über den Septirner nach Chur zurück. — Das Hauptaugenmerk des V. war Mineralogie; daher redet er von Gebirgsarten, streut aber Bemerkungen übet allerley Gegenstände ein. XJeberall zeigt Hei* Storr richtigen Beohachtungsgcist, und ist sehr geo au », CEURTHBII-tlVG DER RniSEHIiSCHRF.IBÜNGES. 185 va hr und richtig, Deswegen kann dieses Werk jedem, besonders aber dem reisenden Mineralogen, ungemein nützlich sejn. ijo. Hacquet’s Reise durch die JuHschen, Karnischcn und Rhätischcn Alpen. 1785. Leipz. 2 Bde. 8* Dieser ausgezeichnete Mineralog und Alpeuforschcr reiste im J. 1781 und 83 . und berührte Graubiindton nur in einem kleinen Theil von Bormio durchs Engadin, über den Julier, durchs Avarserthal, ins Schamserlhal, über den Splügen. 41. Erzählung einer gesellschaftlichen Reise durch einen Theil der Sclnveitz und Italien, von S. G. Bürde. 8 . Breslau. 785. Die Reise, gieng im hohen Frühjahr durch Schaffhau- *on, Thurgau, Zürich, über den Wallenstädtcrsee gerade durch Graubiindton nach Italien, upd zurück über Genf, durch Bern, Zürich und Schaflhausen. Sie ist angenehm geschrieben, enthalt aber nichts Bedeutendes. 4 2. Briefe eines Sachsen aus der Schweitz. 3 Thlc. 8* Leipzig 785 - 8 *>, % Der Verfasser ist Herr Küttner, welcher in Basel als Erzieher lebte, und sich seither durch mehrere andre vortrefliche Reiscbeschreihungen , hauptsächlich durch seine Beyträgc zur Kenntnifs des Innern von England, ausgezeichnet hat. Diese Briefe fangen vom J. 1776 an, und gehen bis 1783. Er machte von Basel aus kleine Reisen in die nahe liegenden Rantone, die in dem ersten Theil enthalten sind. In den beiden andern beschreibt er seine Reisen durch Luzern, Schwytz, Uri, über den Got- hurd nach Italien, zurück über den Grimsel, nach Hasli u. s. w. In den Kantonen Appenzell, Glarus, Zug, Unterwalden und Frcyhurg war er nicht; in Schwytz, Altorf und Luzern nur sehr kurze Zeit; deswegen findet man über diese , besonders über die kleinen Kantone , wenig. Ueber Basel und über das Pays de Vaud hingegen theih er sehr wahre und richtige Nachrichten, besonders über 186 XVII Ar, SCHNI TT. 3en Charakter und Sie Sitten der Einwohner , mit. Obgleich sein Verstand, durch jugendliche Überspannte Ideen und Unerfahrenheit, bey den Gegenständen der Briefe de» ersten Theils, bisweilen irre geleitet worden ist, und hin und wieder auch in den andern Theilen Unrichtigkeiten Vorkommen » so mufs man dieses Werk, wegen der Briefe über Basel und die Waadt, unter die befsten Reisebeschreibungen durch die Sehweite zählen* 43 * Voyage de Mr . Mayer en Suisse en 1784. II. T. 8. Paris . Der V. reiste durch alle Kantone und Wallis» Die Darstellung ist grüfsentheils ohne Aufeinanderfolge, nnd durch viele Vergleichungen mit dem alten Rom und Griechenland so unterbrochen, dafs der Leser nach Endigung des Buchs nur ein dunkles, verworrenes und unrichtige* Bild von dem physischen und politischen Zustande de* Schweitz haben wird. Fast alle Namen der Oerter und alle Zahlen sind unrichtig, und es enthält überhaupt hei* nerley neue Bemerkungen und Nachrichten. 44 * Manuel pour les Savans et les Curieux ^ qui r voy agent en Suisse , par Mr • Besson , avec des notes par Mr . IV, II . Tom . 8. Berne 786. Ist eine mineralogische Reise von Vevay auf den St* Bernhard, durch das ganze Wallis, auf den Golhard, über den Vierwaldstättersee, durch die Kantone Schwytt und Glarus, nach Graubiindten zur Quelle des Vorder- Rheins, über Chur durch Sargans, Werdenberg, Rhein* thal, durch die Kantone Appenzell, Zürich, Schaffhausen und Basel. Ist im Ganzen richtig und gut, und daher besonders für reisende Mineralogen sehr brauchbar. Die-' selbe Reise ist in den Tableaux topographiyues etc, abge- druckt. 4j. Briefe einer reisenden Dame, aus der Schweitz. 8» Frankf. und Leipz* 786. Sie erzählt auf einer Reise durch Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Zug, Luzern, Bern» die Waadt, Genf, Beurtheilung per Reisebesohreibungin. 187 Chamouny, Unter-'VVallia, Aigle, Neuchatel, Biel, Solothurn und Basel die Eindrücke, welche die Natur auf sie gemacht hat. 46. Vertrauliche Erzählung einer Schweitzerreise im Jahr 1786. In Briefen von Dr. Ploucquet. 8, Tübingen 789- 47, Ueber einige Gegenstände in der Sehweite, von Demselben. 8* Tübingen 789. Die Briefe sind sehr unbedeutend, der eilfte au«genom-« men, worin der V. über das Fortrücken der Gletscher, und über die Steinberge vor und auf denselben , die gc* wohnlichen Meinungen widerlegt. Die zweyte Schrift enthält htofs eine Antwort auf die Rezension der vorigen Briefe in dem Höpfnerscheu Magazin, und legt einen ausführlichen Beweis dar, dafs die herrschenden Meynungcn über das Fortrücken und Herabsteigen der Gletscher, und über die Entstehung der Steinhaufen vor und auf denselben, die lächerlichsten Vor- urtheile sind. Der Herr V. ist im grofsen Irrthum. 48« Tagebuch einer Reise durch die Schweitz von der Frau von La Roche. 8* Altenburg 787. Ist, einige Schilderungen ausgenommen, unbedeutend. 49. Briefe über die Schweitz, von Hm Professor Mei- ners. 4 Thle. 8* 788 — 9°* Mit Vignetten von 4 Schweitzerprospectcn. Der V. machte seine erste Reise 1782, vom Monat Juny bis September. Sie gieng von Konstanz auf Schaflhausen, Zürich, Bern, Nidau, Neuchatel, in die Thäler Locle und Chaux de Fonds, nach Solothurn und Bern; von hier In den Grindelwald und Lauterbrunnen, durchs llasli nach Unterwalden, Engelberg, in den Kanton XJri, und auf den Gothard; wieder zurück über den See, in den Kanton Schwytz, nach Einsicdeln, Zug, Luzern, Nidau, Lausanne Bex, Genf, Yverdun , durchs Münsterthal nach Basel. Die Beschreibung dieser Reise kam im Jahr i"$4. in *w ty Theilvu heraus. XVII. Abschnitt, *88 Die zweite Reise machte der V. im Jahr i 7 g 8 . vom Juny bis September. Sie fieng wieder von Konstanz an, gieng nach Schaffhausen, Zürich, St. Gallen, Herisau, und ■wieder zurück nach Gais, auf den Kamor, herab in das Saxer-Land, durch Werdenberg nach Pfeffcrs, Chur, durch den Grauen Bund ins Ursern-Thal, über die Fuika und den Grimsel ins Ilasli, nach Bern, Lausanne, Genf, Cha- mouny, und zurück nach Neuenburg, U Chaux de Fond, Biel, durchs Münsterthal nach Basel* Diese Briefe haben nicht blofs das Verdienst, sehr gut geschrieben zu seyn, sondern sie enthalten , ausser den malerischen Schilderungen der Natur, über manche Dinge sehr wahre Darstellungen , und über verschiedene politische Gegenstände richtige Betrachtungen. Am Weitläufigsten ist der V. über die Verfassung von Bern, und über die Genferschen Unruhen. Von den übrigen Orten erfährt man wenig, was nicht schon gesagt wäre. Von Zürich jiichts Bedeutendes, ausser das, was Herr M. aus der gehaltreichen Schrift des berühmten nun verstorbnen Dr. und Rathsherrn Hirzel: lieber Zürichs Zustand der Oekonomie und Industrie, ausgezogen hat. Obgleich aber von den kleinen Kantonen nicht Vieles vorkommt, die Nachrichten und Bemerkungen über den Kanton Appenzell unbegreiflich falsch, einseitig und eines denkenden Beobachters sehr unwürdig sind; obgleich endlich auch sonst hie und da einige Uebertreibungen und schiefe Urtheile Vorkommen, so gehört dieses Werk doch unter die befsten Reisebeschreibungen über die Schweitz. 50. Reise durch etliche Kantone der Schweitz, von einem Schweitzer (dem ehemaligen Berlinischen Professor Müller von Zürich), g. Zürich 799. Sc gebt von Zürich nach Luzern, Unterwalden, ins Haslithal, auf die Schcideck, und ins Engstelnlhal; enthält manche ungemein richtige Bemerkungen, ist aber sehr kurz. 51. Course de Bdle a Bienne par les vallces de Jura , avec un$ Carte de la route . 8. Baste 1789. Wenn in dieser Schrift des Herrn Bridels die Decla- Beurtheilung DER Reisereschreibungen. 189 Nationen über die Schönheiten der Natur nicht so gehäuft waren, so würde es viel angenehmer zu lesen seyn» Sehr gründlich hingegen ist darin alles Politische und Geschichtliche. Diese Schrift ist auch mit Kupferstichen versehen herausgekommen unter dem Titel: Voyage pit - ioresque de Bäle ä Bienne , par le Gallon de Moutier p . Birrman, accompagne d’une texte p. Mons. Bridcl, 4 . i8o4- Strasbourg et Paris. 52. Voyage dans les treize Cantons Suisses , /es Gri - sons , le Vallais et autres 'Pays et Etats allies 011 sujets de la Suisse , par Mr . Robert , geographe ordinaire du Roi . 2 Tom ♦ 8. Paris 789* Der V. sieht in der Sehweitz das goldne Zeitalter, und alle Vollkommenheiten , die uns die Dichter davon tnalen; sonst enthält es uichls Neues. 0 53 « Tableau pittoresque de la Suisse , par Mr. le Marquis de hangle . 8. Paris 790. Flüchtige Gedanken auf einer flüchtigen Reise durch einige Kantone von einem Kopf, der eben so wenig beobachten als sehen kann , dafür aber sehr witzig ist über Dinge, die nicht vorhanden sind, 54. Wanderungen durch die Sehweitz, von Karl Spazier. 8* Gotha 790. Der V. reiste durch die Kantone Basel, Solothurn, Bern, Luzern, Zug, Zürich und Sciiaühauseu, und theilt besonders seine Bemerkungen über die Erziehung« - und Schulanstalten von Basel und Bern mit, giebt viele wahre, aber auch viele unrichtige Nachrichtenj und beschreib, die Naturschönheiten ohne Ueberlreihung. 55 * Blicke auf einen Theil Deutschlands, der Sehweitz u. s. w. von G. A. von Hai ein. 2 Thle. 8* Ham- bürg 791. Der erste Theil enthalt die Reise durch die Schwcitz, die lliichtig war, und nicht sehr bedeutend ist. 56. Bemerkungen auf einer Reise duich einige deutsche, 190 XVII. Abschnitt. Schweitzer - und französische Provinzen , von W. L. Steinbrecher. 3 Thle. 8- 791. Leicht und ohne allen Werth. Die Schweitz , von Karl Marchese von Grosse. 4 Tlile. ß. Halle 792. Die Absicht des Y. ist, eine allgemeine Uebersicht und ein Taschenbuch dem Reisenden zu geben, um njit .Nutzen in seiner Aufmerksamkeit und in seinen Untersuchungen sich leiten zu lassen, lu den zwey ersten Thei- len bildet man das Allgemeine der physischen Beschaffenheit, über den Karaktcr der Schweitzer, über den Zustand der Wissenschaften und Künste, über J. J. Rousseau, über den Wohlstand des Landes; und in den zwey letzten über die Lebensart, Sitten der Eingebornen, und die politische Verfassungen aller Kantone und verbündeten Orte. Meinem Bedünken nach wird dieses sehr gutgeschriehne* Buch die Absicht des V. ziemlich erfüllen. Unrichtigkeiten enthalt es sehr wenige, liefert aber auch nichts Neueres, Eindringenderes und Vollständigeres, als was bisher schon in andern Schriften gesagt war. 58. Blick auf die Schweitz , von I fl and. 8« 792. Ist eine Reise von 14 Tagen über Basel nach Biel, Bern, Zürich und SchuiThauscn, und ganz unbedeutend. 59. Promenade durch die Schweitz. 8« Hamburg 795.. Sie geschah 178^. und gieng durch SchafThauscn, Tliur* gau, Rheinthal, Appenzell, Toggeuburg nach Zürich. Van hier über Einsiedcln nach Schwytz, Altorf, Ursern, über die Furka, den Crimsel, ins Hasli, Grindclwald, über die Gemmi, durch Unter-Wallis, Aigle, Lausanne, Genf, Bern, Solothurn und Basel, und enthalt blofse Darstellung der Gefühle des V. bey dem Genufs der iNaturschönheiteu « 60. Briefe eines reisenden Dänen, geschrieben im Jahr 1791.-92. während seiner Keise durch Deutschland, die Schweitz und Frankreich. 3. Ziilliehau, 793. Unbedeutend in dtmj.nig.n, was die Sehweit? betrift. BEl7RiHfcU.UKG>0£R ReiSEBESCHRKIBUNGEN. igi tii. Meine Wanderungen in der romanischen Schweitz, Unterwallis und Savoyen. 8- Tübingen 793. Ganz unbedeutend. 6a, La Roche, Erinnerungen aus meiner dritten Schweitzerreise, 8. Offenbach 793. Vom Gehalt« der frühem Reisebeschrcibung. 63« Baggesen, humoristische Reisen durch Dane- mark, Deutschland und die Schweitz. 5 Bde. 8* - Altona 793. Der V. langt erst in dem fünften Bande in der Schweitz an, und dieser enthält nur etwas über Basel. 64. Reisein Deutschland, der Schweitz, Italien u. s. vt, von Friedrich Leopold, Grafen von Stollberg. 4 Bde. 8* Königsberg uud Leipzig 794. Die ganze Reise in der Schweitz dauerte von Ende Augusts bis Anfang Oktobers. Sie begann zu Lindau, gieng nach Konstanz Insel Meinau, Srhallliauscn, Zürich, über den Albis nach Luzern, durch L nterwalden nach Altorf • •wieder zurück nach Luzern, aber Sempach, Morgenthal, Thun, nach Ilasli, Grindclwald, Lauterbrunn, Bern, Biel, Kcuchntcl, Vverdun, Lausanne, Vevay, Genf. Auf einer so kurzen Boise lafst sich wohl nichts Bedeutendes sehen, beobachten und erforschen. Selbst über die den Sinnen dargeboteue Gegenstände fällt man bey schneller Reise in Irrthümer. So 2. B. sieht der V, an dem Schweitzer-Cfer des Bodensees immer die Glarner-, und auf dem Albis die Savoyischen Gebirge. 65. Kleine Reisen im Schweitzerland. Beytriige zur Topographie und Geschichte desselben, von II an« R udplf Maurer. 8- Zürich 794. Bey Ziegler uud Söhne. Der V. reist mit einer Schaar junger Zöglinge von Zürich auf der Limmat nach Baden; von hier gehts nach Windisch, Königsfelden, Brugg, Schinznach, und auf einem andern Wege durch die Landschaft Baden nach Zürieh. Obgleich diese Reise einen sehr Uviueu Bezirk angebt, so füllt doch XVII. Abschniit. * igz die Beschreibung einen Oktavband. Der V. handelt sehr weitläufig über die Gesetze der Schiffahrt auf der Limmal, liber die Geschichte der Limmalfahrt, der Limmatfischerey, deren Merkwürdigkeit; Quellen, Irrung der Linnnat; über den Lachsfang, über die Bader zu Baden, über die Geschichte von VindonLsa, Königsfelden, Schinznavherbad, helvetische Gesellschaft zu Schinznach, über die Geschichte des Habsburger Schlosses, über die Juden-Kolonicn in.der Landschaft Baden, über die Geschichte der Stadt Baden, und über die Kloster Wcttingeu und Fahr. Hieraus erhellet, dafs der V, ganz besonders für deu Zürcher und Eidgenossen schrieb. 6G. Profil—Reise von Zürich bis auf den Gothard , von H. C. Esch er in Zürich; nebst einer kleinen Karte. Befindet sich in dem Bergraanu isclien Journal, I. B. 2. St. Nro. 2. p. 116-160. Und im VIII. Heft der Bibi, der schwcitz. Staatskunde u. s. w. von Pr. Fäsi. 796. Dies ist eine geognostische Reise in einem der merkwürdigsten Durchschnitte der Alpen, mit dem seltnen Talente der Beobachtung und der Darstellung des Ilrn V. beschrieben , ist vortreflich und ein Muster für jeden, der geognostische Beobachtungen und Beschreibungen machen will. 67» Ucber die Schweiu und die Schweitzer. 2 . Thle. g. Berlin 795. Bcy Vieweg. Die Reise fängt mit Shaflhausen an, und gehtim ersten Theil bis Bern. Der V. will die Sitten und die Kultur der Schweitzer schildern ; das wesentlichste Erfordernd« hiezu, richtige, vielseitige Beobachtungen und gesundes Urtheil scheinen ihm aber ganz zu mangeln, und er fällt deswegen in die lächerlichste Einseitigkeit, Er erzählt weitläufig die Liebesgeschichte einer Trau, und folgert daraus, dafs die Keuschheit nicht zu den Tugenden der Schweizerinnen gehöre. In den Gerichtshöfen zu Zürich findet der V. kein Gesetzbuch; und gerade Zürich ist der einzige Kanton, welcher eine vollständige gedruckte Sammlung aller Civilgesctze besitzt. Er spricht den Schweitzern alles Gefiihl für Musik ab; und gerade in Zürich, wo er sich Beurtheilung der Reisebeschreibungen. 193 befindet, herrscht so viel Gefühl, Talent lind Liebhahercy fiir Musik, als in keiner andern Stadt nach Verhältnifs der Volksmenge. Der V. findet, dafs die Fabriken dem Ackerbau, den Sitten und der Bevölkerung schaden, und gerade in der Scliweitz zeigt die Erfahrung das Gegenthcil, wo die Bebauung des Landes und die Bevölkerung mit der Aufnahme der Fabriken zugenommen haben. Nun folgt die Geschichte einer Holländerin, die mit ihrem Geliebten entfloh und nach Zürich kam, was ganze iS Seiten füllt?? u. s. w. 68. Wanderungen durch die Niederlande , Deutschland, die Schweitz und Italien, in den Jahren 1793 - 94 * 8. Leipz. '79G. (Wie wir glauben, von Herrn Küttner). Der erste Theil enthalt die Heise durch die Scliweitz, welche von Schaflliausen anfangt, und über Zürich, Frauenfeld, Konstanz, Roschach, St. Gallen, in den K. A'penzell, auf den hohen Kasten, durchs Rheinthal nach Chur, zurück nach Wallenstadt, in den K. Glarus, über die Klarider — Alpen in den K. Uri , durchs Ursernthal , auf den Gothard , zurück ins Ursernthal, über die Furka ins Ober -Wallis , über den Criinsel nach Meyringen , über den Brünig in den Iv. Unterwalden, nach Luzern, über den Sec nach Küfsnacht, Art, in den K. Sehwytz, nach Einsiedeln, Rappersweil, Zürich, Basel, Solothurn, Bern, Thun, ins Lauterhrunnenthal , über die Wenger-Alp in den Crindelwald , zurück über Zweylütschinen nach Leu» singen, Aeschi , Wimmis, nach Blumenstein, Guggisberg, Freyburg, an den Neuenburgersee, Anet, Bielersee, Ncu- chatel, die Bcrgthälcr von Neuchatel, Lausanne, ins V^al- lis und über den St. Bernhard nach Italien geht. Die ganze Reise war in sechs Wochen beendigt; der Leser kann daher nichts anders erwarten , als eine historische Erzählung des bereisten Weges und der Natur, welche der V. sali. Sie ist übrigens einfach vorgetragen , und liest sich deswegen angenehm. 69. Schweitzerbriefe au Cacilia, im Sommer 2 Th. 1796. XVII. Ab S CMNIXX. *94 ^ 5 ^ r ■ Bouterwek, Professor der Philosophie in Göttingen, reiste durch Srhaffhausen , Zürich, über den Zürchersee na^K Einsiedeln , Bern, durch das Pays de Vaud und durch einen Theil des Jura. Beschreihung der Sehweite ist nicht Hauptgegenstand dieser Briefe. Der Herr V., von den Eindrücken der Natur-Schönheiten geleitet, knüpft an den Faden der Ideenverbipdung eine Reihe vortreflicher , philosophischer, politischer und ästhetischer Bemerkungen, hie und da mit metrisch übersetzten Bruchstücken aus dem Pindar^ Hesiodus und den griechischen Gnomikern durchflochten. 70. Lettres sitr la Suisse , premier Val* 2 Parties , par P. Z. C. Z. D . C\ 8. Altona cliez Adam Eckard 797. Der V. ist Curti, welcher Proveditore zu Verona war, sehr verfolgt wurde und sein Vaterland verlassen mufstc* Die Memoires sur la Hcpubiiyue de V enise , f/ambourg 795 sind ebenfalls von ihm. Nach der Vorrede dieser Briefe will der V. alle Verfassungen der Sehweite aufs genaueste auseinandersetzen, Beschreiben, kritisch beleuchten, und am Ende einen Versuch über die verschiedene bis jetzt bekannten republikanischen Regierungsarten hinzufügen, um zu zeigen, welche Form die befstc und stärkste sey. Er wohnte viele Jahre in Basel und Luzern* Bey der Auseinandersetzung der Verfassungen dieser beyden Städte geht der V. in die kleinsten Umstände, beschreibt die Abgaben* Einrichtung , die Kriegs—Anstalten, bemerkt die Mifsbräuche und Nachtheile mancher Einrichtung , lafst dom Guten Gfrcchtigkcit wiederfahren , und giebt auch ein mehr als oberflächliches Sitteugcmälde der Einwohner. 71 . M. Marcard (herzogl. Holstein - Oldenburgischcr Leibarzt) Reise durch die Sehweite und Italien. 1799* Der V. reiste im J* 1785* durch die Schweitz , hielt sich nur zu Lausanne, Vcvay, Nyon und Genf auf, und thcilt Nachrichten über Tissot, Gibbon, Haller, "Voltaire und die Gelehrten Genfs mit. Beurtheilung der Reisebeschreibungen. 195 72, Rebmanns Reise durch die Sehweite. Ist eine poetische Beschreihung. 75. Lettres sur la Suisse , ecrites par Madame Roland . Dieselben finden sich in der neuen Ausgabe der sämtlichen Schriften dieser durch ihren vielfachen Werth so schätzbaren, und durch ihr Unglück so Antheil erregenden Frau (T. III. p. 236-386). Sic sind vom J. 1787. Die Verfasserin trat zu Genf in die Scliweitz; von da gieng sie auf Bern, nach Lauteibrunn und Grindelwald; von Thun durchs Emmethal nach St. Urban; von da nach Luzern, Zürich, ScluifThausen, Baselund Mühlhausen. Dieses kurze Reisctagebuch ist voll treffender Bemerkungen eines ungewöhnlich gebildeten Geisles und eines für Alles Gute und Schöne laut schlagenden Herzens. Von Lavate r spricht sie ausführlich mit wahrer Begeisterung; und ein ähnliches schönes Denkmal setzt sie den stillen Verdiensten des kurz nachher verstorbnen Dr. Hofers von Müllhausen* Ihre sparsam angebrachten Naturbeschreibungen sind mit Meisterhand entworfen. 74. Briefe über die Scliweitz , von der Frau v. .Rrok. Ist wahrscheinlich dieselbe Schrift, welche unter Nro 42# angezeigt wird. 75 Matthisons Briefe; verbesserte Auflage. 8. Zürich 802. Bey Oreli, Füfsli und Comp* Sic sind zu ganz vcrschiednen Zeiten, vom J. 1788 — 94* au den Herrn von B o n s te t te n geschrieben , und betreffen theils die Scliweitz , thcils das südliche Frankreich. Der erste Brief enthalt anziehende Nachrichten von Carl Bonnet ; bey dem der V. im J. 1788* mehrere Tage lebte. Der zweyte : Eine Reise nach Chamouny* Der dritte, fünfte und achte: Bey Spatziergängen nach Lausanne, R* llc und Nyon höchst anziehende Nachrichten von Chand- ler, Gibbon und Go rau i. Der neunte: Gefährliche BergrcUe uach Tour de Mayenne, im Amt Aigle (zur War* mmg *), Der zwölfte im Sommer 1791, aus dem Kloster auf XVII. Abschnitt. 196 dem großen St. Bernhard geschrieben: Sehr schön. Der siebzehnte: Das Schlofs Blunay bcy Vevay, und Reise durch Saa- neu. Der achtzehnte: Der Schauplatz von Rousseau’s Heloise. Dcrneunzehntc: Aufenthalt des Dichters vonSalig zu Grandclos bey Aigle. Der zwanzigste bis fünf und zwanzigste (bis auf den letzten von 1794) alle von 1793 : Einladung zu einer Reise nach dem Wallis; Reise nach Freyburg; über den blinden (Genfer-) Naturforscher Huber; in Zürich über Füfsli, über Gefsners Familie und seinen litte- rarischen und artistischen Nachlafs; Reise nach Bimdtcn zu Salis. Ermatingen am Rodensee; W T inke für Reisende durch die Schweitz; Anfang einer Reise von Bern nach Kopenhagen. Der letzte, ein und vierzigste endlich (nach des Verf. Rückkehr von Kopenhagen, im Sommer 1794./: Bern. W'auderungen nach dem Stockhorn und der Peters- Jnsel. — Aus obigem kurzem Abrisse sicht man, dafs diese Briefe keinerley Ganzesausmachen; desto reichhalliger ist jeder derselben insbesondere, theils an vortrefiiehen , mit keinem unächten Schmuck überladncn Naturbeschreibungen , theils an den mannigfaltigsten Zügen aus dem Leben und den Sitten mehr und minder bekannter Men* sehen. In mehrern finden sich nicht unwichtige botanische Nachrichten. Das Ganze ist klassisch deutsch geschrieben* Noch eine Zierde dieser Briefe sind, nebst etlichen artigen "Vignetten, zwey Profile von Botin et uud Gefsner, die sich durch vorzügliche Kennllichkeit auszeichnen. 76. Karl von Bonstetten, Briefe, auf mehrern Reisen in der Schweitz geschrieben. (In dem Deutschen Magazin des Herrn von Eggers in den Jahrgängen 1797, yg und 99.) Viele Thäler werden hier zum erstenmal beschrieben; denn sie wurden vorher nicht besucht, und waren, ausser ihren Namen, fast nicht bekannt. Der Antheil der Neuheit wird aber noch durch die Vielseitigkeit der Beobachtungen , durch die höchste Genauigkeit und durch die geistvolle Darstellung des achtungswürdigen Verfassers erhöhet. Uerr von Bonstetten reiste von Bern durchs Emmethal, Beurtheilung der Reisebeschreibungen. '197 Entlebuch, Luzern^ über den Vierwaldstättersee, durch einen Theil des K. Schwytz, durch den K. Uri, überden Cothard , durchs Livnerthal nach Locarno , in die Thäler Verzasca, Maggia, Lavizzara, Onsernone, Centovalli, Vi- chezza, über den Simplen, durch Unterwallis; durch das Gebiet von Lugano und Mendrysio, über den Gothard zu* rück, durch den K. Unterwalden, über den Brunig, den Brienzer- und Thuncrsee wieder nach Bern. 77. Friederike Brun (geborne Munter) prosaische Schriften. 4 Bde. Zürich 799. Das erste Bäudchcn enthalt von S. 163. an , und das aweyte Bändchen von S. 1 — 176. die Schwei.zcrreisc der V. im J. 1791. Sie gieng von Genf nach Chamouny, durch die Waadt nach Bern, Biel, Lauterbrunn, Grindelwald und Hasli, Luzern, Zürich, Herisau, St. Gallen und Konstanz. Der Leser findet hier eine lebendige Schilderung der Natur und den Ausdruck des lebhaften Gefühls für alles Schöne und Edle. 78. Ebenderselben Tagebuch einer Reise durch die östliche, südliche und italienische Schweitz ; ausgearbeitet in den Jahren 1798 und 99. Mit Kupfern. 8. Kopenhagen 800. Die edle V. kam zum zweytenmale im Jahr 1796. in die Schweitz, und verweilte vom Monat July bis Oktober. Ihre Reise begann am schwäbischen Ufer des Bodensees. Von Ueberlingen gieng’s nach der Insel Meinau, nach Lindau, Bregenz, Hohenems, Feldkirch, durch den Pafs Luziensteig, Chur, bis in die Via mala; von hier nach dem Wallenstattersce; zurück überSargans, Werdenberg, Altstätten, in den K. Appenzell; von Gais nach Herisau, durch Toggenburg, Uznach, über den Züfchersee; durch Zürich, auf den Albis, wo sie acht Tage lang, und auf den Rigi , wo sie mit ihren Kindern neun Tage im Wirthshaus zum weissen Rofs, bey Joseph Antoni Schriebcr aus Art, wohnte. Vom Rigi gieng die V* herab, nach Viznau, über den Vierwaldftädtersee im R.Uri# über den Gothard, durchs Livnerthal, Bellejjz, Lugano, 193 XVII. Abschnitt. nacli Mcndrys. Hier verweilte sie acht Tage, und besuchte die \ illa Pliniana am Comerscc. \ on Meudrys gierig sie nach Lugano, über den Monte Ccncrc nach Locarno; von hiernach der Ponte Brolla am Eingang des Maynthals, und nach der Brücke über die Vcizasca; durch das Thal Cen- tovalli und Vichezza, nach Mascra; von hier durch das untere Eschenthal nach Mergozzo , über den Langensce, nach Palanza, nach den Borromaischen Inseln, nach Lu- vino bis Varese, wo die Heise weiter nach Italien gieng. Die Beschreibung der Natur in diesen ganz unbesuchten Thälern der italienischen Sehweite, von dem Pinsel dieser geistvollen Dichterin , ist überaus anziehend, und die schone Darstellung ihrer Empfindungen und Gedanken tragen das Gepräge des tiefsten Gefühls einer schonen Seele. Mehrere Gedichte d r Verf., im Schoofse der Schweitzernatur ge* sungen, finden sich in: Fr. Brun’s Gedichten. $. Zürich 8 o 3 . Bey Orell, Füfsli und Comp. 79. A. Beaumont Travels trough the Rhaetian Alps, orn . vrith Aquatinta-Engravings. London. 17^. in Folio . ( 4* Karolins. ) 80. A . Beaumont Travels trough the Lepontine Alps* London. 1800. Beyde "Werke sind mir noch nicht zu Gesicht gekommen. 81. Schilderung der Gebirgsvölker der Schweitz, von J. G. Ebel, Dr. der Mediz. I. und II. Theil mit Kupfern. 8 . Leipzig 798 und 8 02 * Der V. bereiste die Schweitz mehrere Jahre vor der unglücklichen Epoche von »798* und seine Schilderungen geben ein Bild von dem chmaligen Zustand der Dinge. Diese zvrey Theilc enthalten die Reise von Lindau längs dem Bodensee, nach dev Insel Meinau , Konstanz, durch Thurgau, in den Kanton Appenzell, durch Toggenburg, Utznach, Fischonthal, in den K. Zürich; durch die Alte Landschaft nach St. Gallen; durchs Rhcinthal, Sax, Gams, TVerdenberg, Sargans, Pfeifers, über den Wallenstattersee in den K. Glarus. Die topographische, statistische und BET/RTHErLUNG DER ReIJEBESCHREIMJNGEN. IQ9 geographische Beschaffenheit der vcrschicdnen Landschaften, die Geschichte, der ökonomische, bürgerliche und politische Zustand und die Sitten der Einwohner werden darin ausführlich beschrieben* Am Vollscitigstcn sind die Völker der Frevstaaten von Appenzell und Glarus unter den Gesichtspunkten ihrer politischen Geschichte, Staatsverfassung, Civil- und Kriminalges'elze , ihrer innern politischen Unruhen , Staats- und häuslichen Oekonomie, Alpenwirthschaft, Industrie und Handlung, ihrer Erwerbsarten durch fremde Kriegsdienste und Landvogteyämter, ihrer Bevölkerung, ihres Zustandes der Erziehung und Aufklärung , ihrer Sitten, Lebensart und Krankheiten u. s. w. abgehandelt. Das Werk wird fortgesetzt; der dritte Band soll in Kurzem erscheinen. 82. Bemerkungen auf einer Reise durch das südliche Deutschland , Elsafs und die Schweitz in den Jahren 1798 und 99. von C. D. von Eggers, fj. Kopenhagen ßoi. IV, V. und VI, Band, 1803-1806. Ist eine Sammlung von geschichtlichen und an Betrachtungen reichen Aufsätzen über allerley Dinge, von denen der Verf. während seines Aufenthalts in Rastadt und wahrend seiner Reisen ins Elsafs und in die Schweitz sich Nachrichten zu verschaffen gewufst hatte. Er sah die Schweitz im Frühjahr und Herbst des J. 1798*» und im J. 1799» die von der österreichischen Armee besetzte Gegend im K. Zürich. In den die Schweitz betreffenden Briefen schildert der V. die Pievolutionirung und den Falt der Schweitz, 83. Mifs Williams Briefe auf einer Reise durch die Schweitz, aus dem Engl, übersetzt. II. T- Tübingen. 1802. Sie finden sich in ihrer: „Skizze von dem Zustand, den „Sitten und Meynungen von der französischen Republik „am Ende des achtzehnten Jahrhunderts’*. Ich kenne sie nicht; sic sollen aber meistens einige unbedeutende Um» stände und Betrachtungen über die Anfänge uud Ursachen der Revolution in der Schweitz enthalten. 200 XVII. Abschnitt. 84 - Karl Grafs Fragmente von Wanderungen in der Schweitz. 8- Zürich 797. Mit 5. K. vom Rheinfall. Enthalt eine Beschreibung des Rheinfalls und eine Ode an denselben ; eine Reise von Zürich ins Klönlhal im K. Clarus im J. »796. und eine andre im J. 1790. von Chur nach dem Ursernthal , über die Furka und Mayen wand auf den Grimsel, ins Haslilhal, über die Scheidech in den Grindelwald, Lauterbrunn, durch Enterseen am Thunersee fort ins Frutigthal , über die Gemrni ins Unter - Wallis, durch 'Valorsine ins Chamounythal. Der V. beschreibt einfach und gefühlvoll die Schönheiten der Natur auf diesen Wanderungen. 85 . Viaggio da Milano ai tri Laghi Maggiore , di Lugano e di Como , e ne monti , che li circondano , da Carlo Amoretti, 1801. Milano . Zweite Auflage, mit 5 Karten. Diese Reise des Naturforschers Amoretti beschreibt sehr ■umständlich die Landschaften um den Langensec, Lugarnr- sce und Como-See mit allen vorkommenden Merkwürdigkeiten, enthält manche neue besonders mineralogische Beobachtungen und Bemerkungen , und kann als ein treflicher Wegweiser für diesen Theil des Saums der Alpen dienen, 86. Archiv kleiner zerstreuter Reisebeschreibungen durch merkwürdige Gegeuden der Schweitz. 2 B. St. Gallen 796-802. Enthält eine Menge kleiner Reisebeschreibungen , welche in deutschen und helvetischen Zeitschriften und Kalendern zerstreut sind; auch einige bisher ungedruckte. Alle diese Blatter in eine Sammlung zu vereinigen , ist sehr nützlich. Den ersten Theil gab Herr Aruibruster heraus; den zweyten sammelte Herr Hertmann. §7, Journal du dernier Voyage du Citoyen D o lomi e u dans les Alpes , par I<\ C . ß r u u n - N e r g a r d. 8- Paris S03. Der V. begleitete Dolomicu auf seiner Reise im J. 1800. auf den Bernhardsberg, über den Simplon nach Domo BeURTHEILÜBG DER Rf.ISEBESCHRFIBUKGEN. 201 d’Ossola, durchs obere Eschenthal nach Airolo, über den Gothard, durch Sehwytz, Zug, Luzern, Stanz, Sarnen , llaslithal , Grindelwald, Bern, Genf, ins Dauphine, Fast ärgerlich unbedeutend für einen Heisenden in solchem Be- jjkitc. g 3 . Reise über den Gothard nach den Borromäischen Inseln. I. und II. Th. 8- Stuttgard 8 °i- 8 ° 4 - Elend über allen Ausdruck, Description des Cols ou Passages des Alpes , p, Mr. Bourrit , a Geneve. 1803. / 7 , V~oL 8. Der Titel läfst etwas ganz anders erwarten , als das Werk enthalt. Man findet darin nichts, was H. Bourrit nicht schon vor 20 - 3o Jahren über den Weg von Genf nach Ohamouny, über alle Merkwürdigkeiten des Chamounytha- les, über die verschicdnen Reisen auf den Montblanc, Col de Geant, Mont Breven, Bu6t, über die Führer in Clia- mouny , über H. v. Saussüre, über das Wachsen der Gletscher, über seine Reise durchs Valorsine, Val d'Illiers, auf die Diablerets, über den grofsen Bernhard nach Aosta, Courmayeur, über den Col de la Seigne und Kleinen Bernhard in seinen Schriften gesagt hatte. Man sehe S. i63. Der II. Thpil enthält Saussüre’s Reise von Genf über den Mont Cenis nach Turin, Mailand, INovi, Genua, und dessen Reise über den Simplon ins Anzascathal , um den Mont Rosa und über den Col de Cervin ins Vispacherthal. Ferner eine Liste der Insekten und Schmetterlinge im Cha- mounythal nach II. Jurine, und aller Pflanzen in Cbainouny nach Theodor Saussüre. — Briefe von mchrern Personen an Bourrit, die nichts der Mittheiiung werihcs enthalten, Dies ist der Gehalt des ganzen Werkes, dessen Titel so viel verspricht, mit einigen schlechten Kupfern begleitet. 90. Bergreisen in den Alpen Savoyens , herausgegeben von Christian August Fischer. Leipzig. 1805. II. Theile. Der I. Tb. enthält Bergreisen in den Pyrenäen , alles aus Ramond’s Werke herausgesebrieben. Der II. Th. enthalt nicht ein einziges Wort mehr , als was sieb in Bourrits de- 202 XVII. Abs CHNITT, scrirtion des Cols des Alpes , unJ in den letzten Thcile von Saussure’s einigen Kapiteln der bey» ^'°yage des Alpes findet. 91. Malerische Reise durch einen grofsen Theil der Sclrweitz vor und nach fler Revolution. Jena. 1805, mit 56 Kupferblättern und Ansichten. 8* 18 Gulden. Der V., welcher in den J. 1791, ifloi und 1303. in der Schweitz war, entwarf nach seinen Tigbüchern Und Kupferstichsammlungen eine Schilderung dieser drey Reisen in der Form einer malerischen Reise, Nach dem Tode des Y. übergab die Verlagshandlung die Handschrift und dessen Papiere dem Hm, Kriegsrath Reichardt zu Gotha, um das Ganze zu ordnen. Die Reise geht von Basel durchs Friluhal nach Schaff*« hausen, Baden, Schinznach, Aarau, Zürich, nachdem Bo- densee, durch den K. Appenzell, nach Einsiedeln, Egeri- see, Schwylz, auf den Rigi, Zug, Luzern. Sempach. Ueber den Kampf der Unterwaldner im September 1798* Ger Vierwaldstädtersee. Reise durch den K. Uri auf den Go*- hard, durchs Livinerthal nach Bcllenz und den Borromäi- schen Inseln. Beschreibung der Rückwege. 1. Ueber den Gries nach Oberwallis. 2. Ueber d n Smiplon nach Brieg in Wallis; dessen schreckliches Schicksal im Revoluzions- krieg. Ueber den Gemmi au den Thunersee*, nach Lau- terbrunu, Grindelwald, llasli, auf den Grimsel und zurück, über den Brienzersee nach Bern. Beschreibung des heutigen Berns und der Kriegsvorfälle in den Gefechten zu Lengnau, Büren, Ncueneck, Fraubrunn und im Grauholz. Von Bern durch Murten und Moudon nach Lausanne, Vevay, bis zu der Pissevache. Von Vevay nach Genf auf beyden Seiten des Sees Von Qcnf nach Chamouny, über den Tete noire nach Martinach, auf den grofsen Bernhard, wobey der Uebcrgang der französischen Armee unter dem Konsul Bonaparte beschrieben wird. Schilderung der Gem- genjagd. Mehrere Gegenden , welche in diesen Bruchstücken beschrieben werden, hat der V. nicht gesehen, sondern schildert sie mit den schönsten Blumen älterer Reisenden, aus P 1 V* tfisWÜ ItEtth UW» StÖ 0 u i m *»fci iuiti »xk, 'rÄ JluAv |M 1 WI ud Btili 8 « LoJti "»C( »l«* »«« Mtl 1,1 >«tl ^'«il Br.HRTnEILDNG DER BriSF.BESCHREIBüNGF.N. 20^ deren Werken rr sie gepflückt und liier zusammengebun- den hat. Hin und ■wieder finden sich Irthiimer , und cs enthält nichts Neues; selbst den Schilderungen der Naturschönheiten fehlt es an Warme und Leben. Was die Knegs- vorfällc aus den Jahren 1799- I800. betrift, so sind die meisten aus andern Werken z, ß. Meiers, Zscl^kkc’s entlehnt, und nur einige Nachrichten sind neu, wie z. B. die Rettung eines französischen Offizieres durch einen Kosaken auf dem Gothard aus dem tiefen Rcufsschlunde. — Die Schilderung der Gemsenjagd ist von II, Girtanner entlehnt. Was nun die 56 . Ansichten betrift, so sind es blofse Nachbildungen von bekannten Schw eitzer-Landschaften, welche in der Verkleinerung eines Oktavb'attcs sehr verlieren. Allein mauche sind übel gewählt, indem sie nichts Eigentümliches an sich tragen , und’ man jeden andern Namen darunter setzen könnte; manche erkennt man durchaus nicht wieder, und der Fehler, dals Häuser, Thürme, Segel in Verhältnils der Gebirge weit zu grofs sind, benimmt den Ausickten allen Ausdruck des Grofsen. Der Werth des ganzen Werkes ist also gering. 92. Reise durch einen Theil von Deutschland, Helvetien und Ober-Italien im Sommer 1803., in Briefen, II. B. Berlin 1804* mit 3 Kupfern. Der vierte Brief enthält die Reise von München nach Lindau, Bregenz, St. Gallen, Zürich, Bern, in die Gegend von Genf. Alles, was der V. saV, geschähe im Fluge; er besucht den Ort des Uebergangs der französischen Armee an der Limmat bey Zürich, beschreibt die topographische Lage und rügt die begangenen Fehler des russi' sehen Fcldherrn Korsakof. Der 5 , 6 und 7. Brief berichtet manches über den damaligen Zustand von Genf, über die merkwürdigen Personen dieser Stadt, über .Genfs Gegend, über Fcrney und Voltaire. Der 15 und 16. Brief beschreiben die Reise durchs Aostathal über den Grofsen Bernhard nach Martinach und enthalten viele Bemerkungen über des Konsul Bonapartc's Zug im J. 1890 mit seiner Armee über dieses Gebirge. Der 17. Brief erzählt die Reise von Mar* tinach nach Genf und giebt Auszüge der Meinung Poly*» XVII. A 204 »schnitt. hiu* und Abauzit über die Alpengcgend, welche Hannibal überstieg. — Die Beschreibung der Stadt und Lage Lindaus im Bodensee des 4. Briefes hat der V. wörtlich aus Ebel’s Schilderung der Gebirgsvölker entlehnt. 95. Travels after the peace of Amiens through parts of Trance, Switzerland, Italy and Germany , by J. Lemaistre , Esq. HL Vol. London. 1S06. Der V. reiste in dem J. 1802. von Genf aus in 20 Ta- geti durch die K. Bern, Luzern, Zug, Schwytz, Aargau, Srhaffhausen, Basel, durch Münsterthal, Biel, Neuchatel, Yve:dun , nach Genf zurück. 94 . Scencn aus meinen Reisen durch Deutschland , die Schweitz, Italien , einen Theil von Frankreich und Polen. Herausgegeben von Karl Witte, Prediger in Lochau bey Halle, i. B. i8°4* Mainz u. Hamburg. Der Herr V. betrat die Schweitz in den J. 1789 oder 1790. zu Basel und beschreibt sehr ausführlich den seit jener Zeit zerstörten Garten zu Arlesheim. Dann folgt eine lange Schilderung des Rheinfalls bey Sohaffhausen und des Wagestücks, den einen mitten im Sturz hervorragenden Felsen mit seinem Begleiter zu erklimmen und auf der Spitze desselben 1 Stunde zu verweilen ( der Rhein mufs ausserordentlich niedrig gewesen seyn). Von Schaffhausen führt dor V. auf einem Getraideschiff den Rhein abwärts bis Tösriedcrn , und von hier gebt es zu Fufs über Bulach nach Zürich. CJeber die Sitten der Einwohner der Stadt Zürich, über die Lage der Zürcher - Landleute und die Ursachen ihrer Unzufriedenheit, über Lavaler und dessen Karakter breitet sich der V. sehr umständlich aus, Nun folgt die Reise eines Freundes von Lachen nach Eir.siedcln; und den Beschlufs des I. Thcils macht des Verfassers'Eintritt in Crauhündten, wo er als Erzieher in einem Hause Salis im Bergcllcrthal leben wollte. Die politischen Betrachtungen, welche schief und einseitig sind, abgerechnet, enthalt das Uebrige viel Wahres. * 95. Lettre sur le Valais , sur les moenrs de ses habitans , avec des tableaux pittoresques de ce pajs , et BeüRTHEILUNG DER REISEBESCHREIBUNGEN. 205 une notice des prodnctions naturelles les plus re - marquables qu'il renferme , par M, Ec kasseriaux. Paris . 1806. Seiten 156. Der V. hielt sich als französischer Geschäftsträger in Wallis auf und beschreibt die Oerter und Gegenden des t’nterwallis, und des Oberwallis nur bis Bricg; ferner yon den Gebirgen : Den Grofsen Bernhard , Simplen und Gemini; giebt ein Verzeichnis der Bäume, Straucher und Thiere, und einige Bemerkungen über Mineralogie. Seine Schilderungen sind mit Deklamationen überladen. 96. Reise in die rhatischen Alpen, vorzüglich in botanischer Hinsicht, im Sommer 1804., von Caspar Graf von Sternberg. Nürnberg. 1806. 8« Der llerr V. war nicht in Graubündten; denn die hier benannten rhatischen Alpen sind die tridentinischen und ein Thcil der norischen Alpen. 97. Ansichten der westlichen Schweitz , mit flüchtigen Bemerkungen über den Ober-Rhein, von H. L, W. 1803. Dresden. 201 Seiten. Die Reise geht von Basel nach Bern, Thun, auf den JVicscn, nach IVyon und Genf. Von Basel wird der Leser durch einen mächtigen Sprung an den Thuuer.sce , und hernach wieder vom Thunersee gleich ins Wirthshaus zu Nyon versetzt, ohne etwas von der Zwischenreise zu hören. was milgelheilt wird, sind ganz bekannte Dinge ; einige Gegenden, die beschrieben werden, scheint der V. nicht gesehn zu haben; auch beschimpft sich der V. durch elenden Spott auf die Erziehungsanstalt des verehrten Pestalozzi. 98 . Darstellungen aus der Schweitz , von J. H. Eicholz. Leipzig. 1808. 203 Seiten. Die ganze Reise dauerte 5 Wochen und gieng von Schaffliausen nach Zürich, Zug, auf den Rigi, nach Luzern, Bern, Lauterbrunn, Njdau, Petersinsel, Solothurn, Luzern, Aart, Konstauz. Die magere Schilderung dieser 20 6 XVII. Ab SCHSIl T. ✓ Reise ist noch durch eine 35 Seiten lange Erörterung des Schönen, und durch den Roman euer Frau ausgedehnt. Der Leser sieht aus dieser kritischen Aiueige der Reisebeschreibungen , dafs cs über einzelne Thcile und Gegenden mehrere P.eisebeschreibungen und Schilderungen giebt, die ihren besondern Gegenstand mehr und minder erschöpfen; aber keine einzige, welche die ganze Schweitz umfafste. Bey weitem der gröfste Theil hingegen trägt das Merkmal einer schnellen Reise, wo man in 4 — 8 Wochen so viele Gegenden durchstreift , als Zeit und Wetter es möglich machen, und sich nirgends länger als Tage aufhält. Wie ist da sorgfältige, ruhige und wiederholte Beobachtung, Prüfung und Vergleichung möglich ? . . Wer sich blol's darauf beschränkt, malerische Schilderungen der Natur zu entwerfen, bleibt wenigstens' in der Grenze subjektiver Wahrheit, und die Mannigfaltigkeit der Eindrücke , der Empfindungs- weise, und der Darstelluugsgabe läfst hier eine grolse Verschiedenheit in der Behandlung eines und desselben Gegenstandes zu, so dafs man für dcu Leser immer neu und höchst anziehend werden kann. Aber es unterfangen sich so viele Reisende, nach einem Aufenthalte von wenigen Wochen in hundert verschiedneu Städten , Oei tern und Gegenden , zugleich auch ihre Bemerkungen über bürgerlichen , politischen, ökonomischen und sittlichen Zustand der so mannigfaltigen Völkerschaften der Schweitz dem Unterricht suchenden Publikum xnit/.utheilcn. Hierin liegt der Gruud, wauuB & •jiffl® stii»! äsi« iztHd . Snt im,' ’ä k « limi’ np. kr rN y» Uta illts da sau je a find Scfeü J ' ‘ ;j[t» l«.W 4 - V Td 11. S i/ rin li» iiiil 4 Hi U ] in 14. u utu1 %i %«5 ^inj tinte Sil **!» I Die besten Schriften über die Schweitz. 21 i Werten findet sich im VI. Th. der „ Sammlung der befsten und neuesten Reisebeschi eibüngcn. 8. Berlin 768.” 8. Acta Helvetica , physico - mathematico- botanico — medica. 8 Vol. Basilex 1751-72. c. 56. tabui, aeneis. 9. Acta nova Helvetica , 1 Vol. Basilece 1781. 10. Bcyträge zur Naturgeschichte Helvgtiens. 5 Stücke. 8. Bern 775. n. Hopfners Magazin für Naturgeschichte. .4 Thle. g. Zürich 787 - 89 - Die Fortsetzung dieses Magazins ist unter folgendem Titel erschienen : 12. Hopfners helvetische Monatsschrift. 8 Hefte. Winterthur 805. Diese Zeitschriften, Nro. 10, 11 und 12., enthalten vor- trefliclie Aufsätze. 15» Memoires de la Societe des Sciences physiques de Lausanne . Lausanne 1784-90. 4 * 5 Vol, Enthalten mehrere Abhandlungen, die Naturgeschichte der Schweitz betreffend. 14. Memoires pour servir a Vhistoire physiejue et naturelle de la Suisse , rediges p . Mrs, Regni er et Struve, T^ausanne 1788» D iese Abhandlungen sind zum Theil in den unter Nro, i 3 * angozeigten Memoires schon abgedruckt. 15. Alpina , eine Schrift, der genauem Kenntnifs der Alpen gewiedmet, herausgegeben von Rail Ulysses von Salis in Marschlins, und Job. Rudolph Steinmüller, Pfarrer in Rheineck. 1. B, I8°ö’ Winterthur 2. B. x 8 ° 7 * 5 - I 8°8- Dieses Werk soll ein Archiv aller Kenntnisse, Beobachtungen und Untersuchungen werden, welche über irgend einen Zweig der Naturgeschichte des ganzen Alpenge* 212 XVIII. A »SCHNITT. birgcs (von dem südlichen Frankreich hi, an die Grenze Ungarns) nicht blos, sondern auch Über Ceographie, Höhenmessuugen , über die Bewohner, deren Sitten, Lebensart u. s. w. angestellt sind oder werden. Das Unternehmen ist ausserordentlich preiswürdig und verdient die thäligste Unterstützung Aller, die dazu etwas bej- trag'en können. Die drey ersten Bande enthalten ausser der allgemeinen Uebersicht aller bisher erschienenen Schriften, die in irgend einer Rücksicht das Alpengebirge beschreiben, einen Reichlhum von naturhistorischen Abhandlungen. Wenn das Werk auf diese Art forsgesetzt wird, erhalt es eine grofse Wichtigkeit, w r ird jedem Naturforscher unentbehrlich, und erwirbt den würdigen Herausgebern den gerechtesten Dank. 16. Museum der Naturgeschichte Helvetiens in Bern, oder Beschreibungen und Abbildungen der merkwürdigsten Gegenstände , die in den naturhistorischen Sammlungen auf der Bibliothek in Bern enthalten sind, herausgegeben von Friedrich Meisner. Bern 1807. 2 Hefte mit illuminirten und schwarzen Kupfern. 4 - — Zwölf Hefte werden einen Band bilden. B. Im Besondern. 1. Botanik, I. J. J. Scheuchzeri herbarium diluvianum. Zürich 1709. Die vermehrte Ausgabe Leydeu 1723. Fol. 3. ./. J. Scheuchzeri Agrostographia , seit gra - minum, juncorum e.lc. historia. 'liguri 1719* ISeue Auflage. 4. Tig. 779. Diese letztere mit vier Anhängen von A. Haller. 3. H aller i ( A. ) Enumeratio methodica Stirpium Helvetiae indigenarum etc. fol. Cüttingae 7 i-• Mit 34 Kupfcrtafeln. Die besten Schriften über die Schweitz. 213 4. Enumeratio Stirpium , quae in Helvetia , inchoata . III. Tom. fol. Bernae 768. Mit 48 Kupfertafeln. Ist das vermehrte und verbesserte AVerk von A Ihr. Haller. 3. Ha Iler i ( A.) Icones plantarum helvet. Descript. Alpium c. notis editoris IVy 11 e n b a chii. fol. 795. Mit 54. Kupfertafeln. In der jVerlagshandlung der Typographischen Gesellschaft zu Bern. 6. Baller ( A. de) Nomenclator ex historia plantarum indigenarum Helvetiae excerptus, Bernae 769. 7. Vi c at ( T. IX. ) hisloire des plantes veneneuses de ta Suisse. 8. Yvcrdun 776. Mit Kupfern. 8 . Vicat, la matiere medicale. 5. Tom. 776. 9. Histoire des plantes Suisses. Nro. 7 und R. sind ein und dasselbe Werk; nämlich eine französische TJebcrsetzung von Halleri historia Stirpium Helvetiae, mit einer Menge Zusätzen von Haller, einigen Beobachtungen des Uebersetzers, und Bemerkungen über den ökonomischen Gebrauch der Pflanzen. 10. Flora Helvetica exhibens plantas Helvetiae indigenas Hallerianas, et omnes , quae nuper detectae sunt , ordine Linneano; curavit J. Ii. Suter , Med. et Philos. Doct. Vol, 1 . et II. la. Turici ap. Orell, Fiifsli et Soc. 802. Enthält verschiedenes Neues und Neuestes aus diesem Gebiet der Naturgeschichte, und ist seines Formats wegen das Bequemste , und für den reisenden Botaniker in der Schweitz unentbehrlich. 11. Gesneri (Joh.) Tabulae phyto graphicae c. labui, pictis. Fascicul. I - XII. fol. Turici 803. Dieses Prachtwerk, das aber auch mit schwarzen Ta. fein verkauft wird, umfqfst bekanntlich das ganze Pflanzenreich. 12. J. c. Schleicher catalogus plantarum in Helvetia cis et transalpina sponte nascentium, lex. 12. Ist ein trocknes Namen - Verzeichnis. 13. Etrennes de Flore pour Van 1804. par J. Gandin , Pasteur de Veglise nllemande de Nyon. Lausanne gr. 12. 1824* Enthält eine vortrefliche Monographie der Carices, die in den Alpen wachsen, und die Liste seltner Pflanzen bey Nyon. 14. H. Zschokke, die Alpenwiilder. Tübingen. 1804. 15. Agrostographia alpina , oder Beschreibung schwei- tzerischer Graser, welche auf den Alpen und auf dem Jura wachsen, von J. Gaudin. Auch im dritten Theil der Alpina abgedruckt. 2. Mineralogie und Geocnosie. 1. C. G einer de fossilium., lapidum et gemmarum figuris. Tigur. 1568. 2. J. LI. Hott in geri Crystallographia 4. M. A. Cappeler prodromus Crystallographiae. Lucern. 1723. / 5. J. J. Scheuchzeri specimen Lilhographiae hclvq- ticae . Tigitri 1702. 6 . — —■ — Meteorologin et Oryctographia helve - lica, Tiguri 1718* Beyde Abhandlungen machen einen Tbeil von Schcuch- zers Naturgeschichte der Schweitz aus. 7. Grüner ( G. S. ) Versuch eines Verzeichnisses de^ Mineralien der Schweitz. Bein 1775. Ist nicht mehr brauchbar. 8. Storr’s Alpenreise u. s. w. 9. Besson y Manuel etc . 3. Je Scheuchzeri a «*.» * 1 uyg. Die besten Schriften über die Schweitz. 215 jo. Saus snre Voyage des Alpes etc. Nähere Anzeige von letztem drey "Werken sehe man im XVII. Alischnitt. * 11. H. E. Es eher Profilreise von Zürich bis auf den , Gothard, nebst einer Karte. 796. S. den XVII. Abschn. 12. — — geognostische Uebersicht der Alpen. 1796. in F ä s i’s Biblioth. der schweitz. Geographie und Statistik , und iin ersten Theil der Alpina. 13 — — geognostische Angaben über die Alpen in Helvetien vom J. 1802. iin ersten Th. der Alpina. 14. Rudolph Meyer (in Aarau ) geognostische Uebersicht der Alpen in Helvetien, nebst einer Karte vom J. 1805. im Octoberheft der Zeitschrift: Isis, zum erstenmal e abgedruckt , und im ersten Th. der Alpina oitne Jvarte. 15. Essai sur la Montagne salifere du Gouvernement d'Aigle\ par Mr. 'Wild , Geneve 1788. nebst einer trelliclien Karte der Landschaft Aigle und Bex. iG. Descriptiori abregee des Salines du ci - devant Gouvernement d'Aigle. Lausanne 1804. 17. Itineraire des Salines , pour servir de suite ä la descriptiori des Salines etc. Lausanne 1805. nebst einem Plan der Bergarbeiten. 18. Memoires sur differents objets relatifs a la geologie, aux rnines et salines. Lausanne 1805. Diese drey letzten Schriften sind von dem verdienst, vollen Professor und Salzwerks-Inspector Struve zu Lausanne , und enthalten viel Wichtiges für Geognosie. 19. Itineraire mineralogique du St. Gothard et d’une partie du Valais , avec title carte petrographique. Bdle 1795. 8. Yortreflicli und sehr nützlich für diese Reise. 20, Mernorie mineralogiche Sulla Montagna di St. 2 l 6 XVIII. A BS CHNITT. Gothardo, di Ermenegildo Pi n i. Milano ,735. übersetzt Wien 1784. Der V. läugnet 758 . 22. Naturgeschichte der in der Schweitz einheimisch. Säu- gethiere. Lin Handb. für Kenner und Liebhaber; von Dr. J. J. Römer u. Dr. H. R. Schinz, Zürich 809. 8. 4. Physische Beobachtungen auf den Alfen, uml Höhen Messungen derselben - 1. De Luc recherches sur les modificationi de l’atmos- phere 2 Vol. 1778. 2. Saussure voyagc des Alpes. Dies sind die einzigen Werke , welche physische Beobachtungen und Versuche, auf Alpenhöhen von 5 — 14000 ' Meerhöhe arigestellt, enthalten. 3. Observalions made in Savoy ofi Mountains by means of Barometer being en examination of Ms. de Lucs Iialls, by Sir Georg Schukbnrgh. Land. 1777. 4. Tralles, über die Bestimmung der Höhen der bekannten Berge des K. Bern, ij'jo. Bern, Mit einer Karte. 220 X-VIII. Abschnitt. • II. Staatsverfassung der Schweita. i. Vermittlungsakte des ersten Consuis der französischen Republik zwischen den Partheyen, welche die Schweitz theilen. 4 . Zürich 803 . Die neue politische Einrichtung der Verfassungen aller Kantone und der ganzen Eidgenossenschaft findet sich in diesem Aktenstücke. Die Verfassungsakte des Walliserlandes, fol. 802 . III. Litleratur der Schweitzergeschlclite. j. Hallers (G. E. von) Bibliothek der Schweitzerge- geschichte, und aller Theile, die dahin Bezug haben, systematisch chronologisch geordnet. 8 - Bern 785-88« 6 Theile und ein Band Hauptregister, Dieses vnrtrefliche, nicht genug zu lohende Werk, kann jeden aufs befste von dem würdigen Gegenstände desselben unterrichten. Ein Auszug dieser 6 Bände führt den Titel: Conseil pour former une Hibliothequc historique de la Suisse» 3 . Bibliothek (schweizerische), 3 Stücke, 8 . Bern 79 1 " 792* Vou den damaligen beCsten Köpfen in Bern verfafst. Eine Art Fortsetzung davon erschien unter dem Titel : 5 . Bibliothek der schweizerischen Staatskunde, Erdbeschreibung und Literatur , von Prof. F ä s i. 8 - Zürich 79f>~98- Auch dic«e Zeitschrift enthält vortrefliche Aufsätze, mancherlcy Berichtigungen aus der Erdbeschreibung, historische Beleuchtungen, geognostische Abhandlungen, literarische Anzeigen und Rezensionen# Dii besten Schriften über dif. Schweitz. 221 1Y. Allgemeine Erdbeschreibung, Statistik und Oekonomie. 1, L’Etat et les Delibes de la Suisse , ou Descriplion helvetique , historique et geographique, IV* T, 764. IVIan sehe hierüber den XVII. Abschnitt. 2. Fäsi’s (J. C. ) genaue und vollständige Staats - und Erdbeschreibung der ganzen helvetischen Eidgenossenschaft , derfelben gemeinen Herrschaften und zugewandten Orten. 4 Bde. 8* Zürich 765 - 6g. 5. Füfsli (J. Conr.) Staats - und Erdbeschreibung der schweizerischen Eidgenossenschaft. 4 Thle. 8. Sehaffhausen 770 - 72. FJicht so brauchbar, als die Fasische, aber voll seltener, bisweilen auch höchst seltsamer, historischer Abschweifungen. 4. Ueber die Bevölkerung der Schweitz; von H. Wa- ser. 8* 775 * 5. Tableaus: topographiques , geographiques , kisto - riques , pittoresques , phjsiqucs , litteraires et mo- raux de la Suisse, 4 J^°l* in—fol, Paris 777 -780* Mit 216 Kupfern. . Kostet 450 Liv. Dasselbe Werk, den Text in-4. — 288 — Dasselbe ohne Kupf. 2 T. in - 4. Paris. Herr de la Borde unternahm dieses Werk. Die mineralogische Reise, womit der erste Theil anfängt, ist von Hrn, Besson, und dasselbe W r erk, welches unter dem Titel: Manuel pour les Savans etc , p . Besson, \ Herne 78^* erschien (inan sehe den XVII. Abschn.); das Geschichtliche und Politische ist meistens von dem Herrn General Z Urlauben in Zug. Der erste Theil behandelt die Geographie und Topographie nach Fäsi, Der zweite Theil enthält die Beschreibung der Verfassungen aller Theile der Schweitz, die Einrichtung des Kriegswesens, 222 XVIII. A bschnitt. der Münzen , Einkünfte , und Bündnisse mit auswärtigen Mächten. Am Ende sind eine Menge Urkunden abgedruckt. Viele Abhandlungen sind riMnig, wahr und sehr gut; viele hingegen mangelhaft, obeiflädUich^und ganz unzureichend* Die beiden letzten Theile füllen die Kupferstiche, über deren Werth ich schon mein Unheil im XVI. Abschnitt gesagt habe. 6. Historische , geographische und physikalische Beschreibung des Schweitzerlandes , in alphabetischer Ordnung. Aus dem Franzos, übersetzt, und mit vielen Zusätzen vermehrt; nebst einer Anleitung für Reisende durch die Schweitz, von Heim Wytten- bacji. 3 Thle. 8. Bern 782. Man wollte eine Uebcrsetzung des aus der grofsen En- cyklopadie gezognen Dictionaire geographique , historique et politique de la Suisse , welches 1776. herauskam , machen. Da man ober viele Fehler ip demselben fand, so legte man es blos zum Grund dieses Werks, das demnach vor dem französischen sehr grofse Vorzüge er« halten hot.. Viele Artikel , besonders politische und geschichtliche, sind von dem bekannten sei. I. ndvogt Ber- nard Tscharner, der z. B. die vortretliche Einleitung über das helvetische Staatsrecht, hiernächst die Arlickcl Bern , Genf, Neuenburg u. s. f. sehr genau ausgeführt hat. Die nalurhistorischen Artikel sind meistens vom Herrn W yttenhach geliefert. Für Reisende ist es sicher ein sehr brauchbarer Begleiter. 7. Statistique eletnentaire , 011 Essai sur Vetat de. la Suisse + h Pinstruction de la jeunesse; p, Durand , Prof, u Lausanne, 4 Vol, 8. 705 * Enthält nichts mehr, als die vorigen Werke. 8. Handbuch der Statistik und Staatskuude der Schweitz, von Prof. Fäsi. 8« Zürich 796. Es ist ein wegen seiner Kürze und Bündigkeit sehr brauchbares Handbuch* Die besten Schriften über die Schweitz. 223 g. Historisch - geographisch - statistisches Lexikon von der Schweitz, von Prof. M ei s t er. 2 Thle. 8- Ulm 796. Vieles in diesem Werke ist aus Nro 6. entlehnt, dabey aber manches vervollständigt 10. Geographisch - statistische Darstellung des Schwei- tzerlandes, von G. P. H. Norma nn, Prof, der Geschichte zu Rostock. 4. Thle. g. Hamburg 795-98. Der V. hat mit deutschem Fleifse in der höchsten Vollständigkeit zusammengetragen , was in allen über die Schweitz herausgekomnmen Schriften sich zerstreut findet, "Nan inufs also darin nichts Cründliehers suchen, als was jn schon bekannten Schriften gesagt ist, und die Fehler, Unrichtigkeiten und Lücken Huden sich hier wieder. Hätte der V. die Schweitz selbst bereist, so würde seine so mühsame Arbeit in Betreff des geographischen Theils seines Werkes viel hüudiger und richtiger ausgefallen, seyn, Berichtigungen der Fehler in der Beschreibung des K. Zürichs stehen in dem I. Heft der „ Bibliothek der schweizerischen Slaatskunde u s. w* von J. C. Fäsi. Zürich 796.” Dem ungeachtet ist dieses "Werk für jetzt üus vollständigste und hefste Handbuch der Geographie und Statistik der ganzen Schweitz , und mufs allen übrigen vorgezogen werden j obgleich es z. B. Fasi's Geographie (Nro. 2.) nicht entbehrlich macht, das, besonders seiner treflichen Register wegen, die Ley Norma nn abgehen, immer noch seinen Werth für Reisende behält. n. Heinrich Körner (Prof* in Zürich) kurze Erdbeschreibung der Schweitz, zum Gebrauch der Jugend. Winterthur. i 8 ° 5 * 5 2 5 * Seiten. 12. Leber die Alpenwirthschaft, von Medikus. 8* Leip-zig 795. Ist die befste Schrift , welche die Alpenwirthschaft im Allgemeinen, aus dem Ökonomischen Gesichtspunkte betrachtet, eine richtige Darstellung davon giebt, und überhaupt sehr nützliche Bemerkungen enthält» XVIII, Abschnitt. 224 ? 5 - Landwirtschaftliche Blätter von Hofwyl, herausgegeben von Emanuel Feilenberg. Erstes Heit. Aarau i8°8* i/ ( . Briefe über die Fellenbergisclie Landwirtschaft zu Hofwyl, von Hrn. Esc her von Berg. Zürich ”1808. bey Orell, Füfsli und Kompagnie. 15. Pictet avant - propos au Cours de l'agriculturc angloise. Ceueve 1808. 16. Bericht der von der schweizerischen Tagsatzung ernannten Kommission zur Untersuchung der Land- wirthschaft zu Hofwyl. 1808. Dies sind bis jetzt die einzigen Schriften , welche Nachrichten über die höchst wichtigen Verbesserungen des Landbaues und der Landwirthschaft zu Hofwyl auf dein Landgute des edlen Fellcnbergs enthalten. V. Alte Geschichte. I. Plantini helvetia antiqua et nova. Bernae 1658. Der V. war Prof, zu Lausanne. Es enthält besonders alle jn der Schweitz gefundnen römische Inschriften. a. Aegidius Tschudi Altertümer der Schweitz, 1568- geschrieben, 1758- erstenmale gedruckt. 3. C. C. L. de Bochat Memoires , pour servir d'eclaircissejnents sur divers points de l'histoire ancienne de la Suisse. 3 Vol. 4 ■ Lausanne 1747 - 749 . 4. Walther (Gottl .) Grundsätze zu Beurtheilung der Verfassung und Sitten der alten Helvetier, vor der römischen Herrschaft. 8- Bern 781. 5. — — —1 — celtische Alterthürner zur Erläuterung der ältesten Geschichte und Verfassung Helveticus. 8. Bern 785 - 1 Die besten Schriften über die Schweitz. 225 6i Walther (Gottl. ) Versuch über die älteste Geschichte Helvetiens. 8- Bern 784. Mit 1 Kupfern. 7, Walther, Geschichte der Römer in Helvetien. Mit 3 Karten. Bern 1793. g. Haller ( F. L.) Versuch einer Geschichte der Helvetier unter den Römern. 8- Zürich 795. Nro. 3 - s. enthalten viel weniger Hypothesen, und dafür weit gründlichere Kenntnisse als Bochat. ij, Memoire abrege et recueil de quelques Antiqui- tes de la Suisse , avec des dessins leves sur les litux depuis 1785. pur Mr. Ritter , Architecte a Berne. Berne 788. Mit 8 Kupfern. 10. Topographie Helvetiens unter den Römern, Von Haller von K ö ni g s f e 1 den. Bern ißoy. V I. Allgemeine Geschichte. 1. Plantini abrege de Chistoire generale de la Suisse. Ceneve 1666. Dies ist der erste gute Entwurf der Sohweitzerge- schichte bis zum J. iC5G. in französischer Sprache *). 3. Waldkirch (J. R. von) gründliche Einleitung zu der Eidgenössischen Bunds- und Staatshistorie. 2 Thle. 8 Basel 721. Mit einigen Vermehrungen 757. 3. Leu (J. J.) allgemeines helvetisches Lexikon. 21 Thle. 4. Zürich 747-65. *) Die Fremden, welche von Comines an bis auf unsre Zeit von der Geschichte der Schweitz geredet haben, sind voll Fehler, da ihnen die Quellen dieser Geschichte ganz unbekannt waren. Nur bey den Schwei- tzerischen Geschichtschreibern lafst sich die Geschichte der Nation studneu, sind die Worte von Job. Müller. I- 15 326 XVIII. Ab SCHNITT. 4. Holzhalb (H. J.) Supplement zu obigem. 4 Thle, 4. Zürich 706-91. 5. Tschudi (J.) Chronieon helveticum. 2 Bde. Basel 734-36. Deutsch. Das befste , oder vielmehr das einzige diplomatische Werk über Schweitzergeschichte ; reicht aber nur bi« zum J. 1470. 6. Thesaurus historiae helvcticae» foL Tigur, 755. Eine Sammlung der befsten, meist altern Zeitbüchcr der Eidgenössischen Geschichte, die in lateinischer Sprache geschrieben sind. 7. Lauffer (J.) Beschreibung helvetischer Geschichten. ig Thle. und ein Register - Theil. 8* Zürich 736 - 39 - Weitschweifig, und ohne die Quellen anzugeben, die er doch kannte ; aber nichts desto minder gründlich, und für das Zeitalter nicht ungeniefsbar. 8 . Zurlauben (Baron de') Histoire militaire des Suisses au Service de la France , avec des pieces justificatives . 8 V^oL 12. Paris 75 t“ 53 » g. _ —. — — — Code militaire des Suisses , pour servir de suite a Vhistoire militaire etc . 4 Vol % 12. Paris 758-64. 10. — — — — — — Bibliotheque militaire historique et polit ique. 5 VoL 12. Paris 760. n. JVatteville ( A. L. de) Histoire de la Confe - deration helvetique et Abrege chronologique de Vhistoire de la Nation jusqu'a Vannee 1664. 2 Tom . 8. Yverdun 768. Dieses ist allerdings das befste Kompendium der Geschichte der Schweitzer, blieb aber unvollendet. Der arweyte Theil reicht nur bis zum Anfang des XVII. Jahrhunderts. Es ist auch ins Deutsche übersetzt. Die besten Schriften über die Schweitz. 227 12. Schweizerisches Münz - und Medaillenkabinet» 2 Bde. 8. Bern 781. Dieses Werk ist von dem Herrn von Haller, Verfasser der Schweitzer-Bibliothek, Es werden darin an 100Q Schweitzer - Medaillen und Münzen beschrieben. Das Ka- hinet befindet sich auf der Schweitzer-Bibliothek zu Bern. 13. Meisters fl..) Hauptscenen der helvetischen Geschichte. 2 Bde. 8- Zürich 783-84- Vieles, zumal au« der neuern Geschichte, findet man sonst nirgends als hier. 14. T scha r 11 er s ( B. ) Historie der Eidgenossen. 8- Zürich 784-88- Neue Auflage. Ist eins der vorzüglichsten Werke, aber unvollendet; es geht nur bis zu Anfang des XVII. Jahrhunderts. Der würdige Verfasser ist todt. , >5. Müller fj.) Geschichte schweizerischer Eidgenossenschaft. 3Bde. 8- Leipzig 786-88- Vierter Bd. 1805. Fünfter Bd. 1808. Zweyte Ausgabe ist vom J. rgoö. Ein über jedes Lob erhabnes W'erk , aber noch unvollendet; es reicht nur bis zu Ende des XV. Jahrhunderts. 16. May f de Romain - motier) hisioire militaire de la Suisse , et celle des Suisses dans /es differens Services de l'Europe. VIII. Tom. 8- Lausanne 788. Was der Verf. von dem auswärtigen Schweitzerdienste sagt, ist das brauchbarste des Werks. Das übrige ist und liest sich wie ein Kornan. 17. Helvetien in seinen wesentlichsten, ökonomischen, politischen, kirchlichen Beziehungen und Hauptrevolutionen, tabellarisch dargestellt von Friedrich Bern et. kl. fol. St. Gallen 789. >8- Meister (Leonh.) helvetische Geschichte von Cäsar bis Bonaparte. 3 Tkle. 8- St. Gallen. 801-802. XVIII. A a2ö bschnitt. 19. P. Kr au er, Hauptepochen der Sohweitzerge- schichte , für Liebhaber. Luzern 1804. Ist gehaltreich. 39. Jo h. Ja c. Ulrich, Geschichte der Juden in der Schweitz. Basel 1768- VII. Neueste Geschichte. ( S eit 1 798 - ) r. Geschichte vom Kampf und Untergang der schwei- tzerischen Berg- und Waldkantone, Uri, Schwytz und Unterwalden; von Zschokke. 8- Bern und Zürich 801. 2. Zschokke’s historische Denkwürdigkeiten der helvetischen Staatsumwälzung. 2 Thle. 8- Winterthur 802 - 803. Wird fortgesetzt. Der zweite Theil ist von besonderm Interesse, 3. Zschokke, über die Ursachen des Verfalls des eidgenössischen Bundes, über die Fehler und Vorzüge der neuen helvetischen Konstitution, in Briefen an ein Mitglied der Bernerschen Regierung. 4. Roverea. precis de la rcrolulion de la Suisse et de Berne cn particulier, 1798- 5. Meister (Leonh.) helvetische Revolutionsgeschichte bis zur Beendigung der Konsulta in Paris. 8. Basel 803. 6. Neuer helvetischer Almanach von den J. 1799. 1800. 1801. 1802. 1803 und 1804. Enthält einen Entwurf mehrerer Epochen der Revolution, und eiue fortlaufende Kronik aller Begebenheiten seit 1798. 7. Posselt’s Annalen vom Jahr 1798-1804* Die besten Schriften über die Schweitz. 229 8. Deutsche , allgemeine Zeitung zu Tübingen von den J. 1798- 1804. 5. Der schweizerische Republicaner, von den Jahren 1798 - 1803. In diesen drey Sammlungen befinden sich die meisten Aktenstücke der Geschichte der Revolution. 10. Darstellung der Ursachen, welche die Unfälle der österreichischen Armeen in dem letzten Kriege, besonders im J. 1800. nach sich gezogen haben, g. Zürich 1802. Theiltviel merkwürdiges über die Lage der Dinge mi, während die östereichische und russische Armeen in der Schweitz waren. Es ist von einem Schweitzer.Emigrirten geschrieben. 11, Monod (Prefet du C. Lemau) Memoires sur la revolution de la Suisse. Paris 1805. 2 Tom. Giebt sehr richtige Vorstellungen über die Verhältnisse der "Waadt unter der Herrschaft Berns vor der Revolution, während und seit derselben, mit vieler Freymüth'ghoit. VIII. Kirchengeschichte. 1. Hottinger ( J. J. ) helvetische Kirchengeschichten, 4 Thle. 4. Zürich 698 - 99 - Im Geiste des Zeitalters historisch gründlich , aber fast unerträglich polemisch, 2. Simler (J. J. ) Sammlung alter und neuer Urkunden zur Beleuchtung der Kirchengeschichte, vornehmlich des Schweitzerlandes. 2 Bde. 8- Zürich 767. Ausser den Urkunden, ältere und neuere Aufsätze. 3 . Ruchat C A. J Histoire de la Reformation de la Suisse , 0« l'on voit laut ce tfiti s’est passe de plus remarquable depuis Van 1516-1556. dans les Egli- ses suisses. 6 Tom. 12. Genaue 727 - 728. Weit geniefsbarer, als Hottinger, dem er aber das meiste Geschichtliche zu verdar.keu hat. 4, Fül’sli (Joh, Coat.) Bey trage zur Erläuterung der Kirchen - Beformationsgeschichte des Schweitzerlandes. 5 Thle. 8- Zürich 741 - 55 - Theils Erkunden, theils gleichzeitige Aufsätze. 5, J. A. !■'. de Balthasar de Helvetiorum juribus circa Sacra. IX. Historische Sammlungen und Zeitschriften. 1. Bibliothek (helvetische) von historischen und kritischen Beytragen zu den Geschichten des Schweitzer- landes. 6 Stücke. 8- Zürich 735-41. Theils wichtige Urkunden, theils historische Aufsätze, ton Bodmer und andern guten Köpfen des Zeitalters. 2, Beytrage (historische und kritische) zu der Lau- ferschen Historie der Eidgenossen. 4 Thle. 3, Zürich 739. Eine Sammlung kleiner, auserlesner, his damals un- gedruekter Urkunden sowohl, aU historischer meist gleichzeitiger Aufsätze. 5 - Museum, (schweitzerisches, und neues schweizerisches) ; von Herrn Rathsherrn Füfsli hcrausgege- ben. 8. Zürich 783 - 93 * Es sind 80 Stücke erschienen. Gehaltreiche Aufsätze und Abhandlungen aller Art ( unter denen viele auf geschichtliche Gegenstände sich beziehend , sehr wichtig sind)} Rcisebeschreibungen, ^ Gedichte u. s. w. kommen darin vor; aber alles nur die Sehweite angehend, Aus Die besten Schriften über die Schweitz. 231 diesem Grunde erhalt es für Nicht-Schweitzer beson- dern Werth. 4. MilUair - Archiv (neues ) bearbeitet von einer Gesellschaft erfahrner deutscher und Schweitzer - Offiziere. Bisher 4 Hefte, g. Zürich 803-4» Enthält vornehmlich alles Neueste, in seinen Gegen* Stand einschlagende , was die Schweitz angeht.^ X. Allgemeines Staats - und bürgerliches Recht. j, S i ml er’s ( J os. ) zwey Bücher von dem Regiment L. Eidgenossenschaft, mit Anmerkungen erläutert u. fortgesetzt von H. J. Leu. 4. Zürich 735. Das lateinische Original ist in dj;m S. 526 angeführten Thesauro hist . helv . enthalten , reicht aber nicht viel über die Milte des XVI. Jahrhunderts. Es wäre zu wünschen , dafs dies deutsche Werk umgearbeitet, und der Styl genießbarer gemacht würde;, alsdann wäre es brauchbarer. I 2. Meister (L.) Abrifs des eidgenössischen Staatsrechts. 8. St. Gallen 736. Enthält viel Gutes, ist aber im Ganzen sehr flüchtig geschrieben. 3. L e u (J. J.) Eidgenössisches Stadt - und Landrecht. 4 Thle. 4. Zürich 727 - 46. Enthält die Titel des bürgerlichen Rechts sämtlicher Kantone, zugewandlen Orten und Verbündeten; njich den Titeln des römischen Hechts , und mit Erläuterungen aus demselben ; letztere freilich in fast ungenießbarer Sprache. 4. Balthasar’s Fragmente zur Geschichte des Gemein- eidgenössischen Rechts. 8« Luzern 783 * Ist das fünfte Stück der seinen Mitbürgern gewiei» meten Neujahrsgeschenke. 23 * XVIII. Absghnitt, XI. Spezialgeschiclite, Statistik und Geographie der einzelnen Kantone, 1. Uni. i, Schmid (Franz Vincenz) allgemeine Geschichte des Freystaats Uri. 2. Thle. 8- Zug 788 - 93. Pomphaft, wie der Titel. Den meisten Werth gehen ihm zahlreiche Urkunden. « 2. Unterwalden. Buesinger und Zeiger, kleiner Versuch einer Le- sondern Geschichte des Freystaats Unterwalden. 2 Thle, 8 . Luzern 789 - 91. Gehaltreicher, als der bescheidene Titel diesen Versuch ankündigt. Mit zahlreichen Urkunden versehen. 3 . Luzern. 1, Geschichte der Entlebucher, von Pf. Schnyder, % Thle. 8* Luzern 781-82. a. Balthasar (Jos. An t. Felix) historische, topographische und ökonomische Merkwürdigkeiten des K, Luzern. 2 Thle. 8- Luzern 756. Von allgemeinem Interesse. 5. Stalders ( F. J. ) Fragmente über Entlebuch. 2 Thle. 8. Zürich 797 - 98 . Der V, handelt von der Geschichte, der Bevölkerung, dem Karakter, der Land- und Alpcnwirthschaft, dem Viehstande, von den Sitten und der Gymnastik der Entlebu- chcr. Es enthält also eine sehr vollständige Schilderung^ dieses merkwürdigen Alpenvolkes, wofür man dem würdigen V. vielen Dank wissen mufs. Das Kapitel über die entlcbuchische Gymnastik ist besonders merkwürdig. 4. Die fünf politischen Jahrhundeite der Republik Lu- Die besten Schriften über dif. Sciiweitz. 233 zern. von J. A. F. von Balthasar. Luzern. 1808. 68 Seiten. Bev Anich. 5. Chronologische Gesetzesainmlung seit 1302. 4. Zürich. 1. Sammlung der Bürgerlichen Polizeygesctze und Ordnungen der Republik Zürich. 6 Bde. g. Zürich 753-95. Und ; Sammlung der von dem grol'sen Rath des K. Zürich gegebnen Gesetze. 3 Bände. 8 Zürich 8°3-8- Die einzige Gesetz - Sammlung eines schweitzerischen Vreystaats in dieser Vollständigkeit. 2. Abhandlungen der naturforschenden Gesellschaft zu Zürich. 5 Bde. 8- Zürich 761-66. 3. Schinz (II, H.) Versuch einer Geschichte der Ilan- dqlschaft der Stadt Zürich. 8- Zürich. 763. Eine kleine, aber ungemein reichhaltige Schrift. 4. Ebendesselben Beschreibung der Gewichte und Maafse des K. Zürich. 8- Zürich 765- 5. Ilirzel ( J. C. ) über den Zustand der Oekonomie und Industrie in dem K. Zürich, 8- Zürich. Dasselbe ist auch in dem oben angeführten 11 öpfil ersehen Magazin abgedruckt. Vortrellich. 6. Meister (L.) berühmte Zürcher. 2 Thle. 8- Zürich 78a. 7. F ii f s 1 i ( H. H.) Der Ritter Johann W a 1 d m a n n, Bürgermeister zu Zürich. Ein Versuch, die Denkart und Sitten der Alten aus den Quellen zu erforschen. 8. Zürich 780. Diese Schrift stellt die Lage der Eidgenossenschaft gegen das Ende des XV. Jahrhunderts sehr lebendig dar. 8. Hirzel ( J. C. ) Das Bild eines wahren Patrioten, Hans Blaarers von Zürich. 8- Zürich 775. Klärt verschiedene Punkte des Züricherischen Staatsrechts, und der neuern eidgenössischen Geschichte auf. 234 XVIII. Ab SCHNITT. 9. Ebendesselben auserlesene Schriften zur Beförderung der Landwirtschaft und der häuslichen und bürgerlichen Wohlfahrt. 2 Bde. 8- Zürich 792. Darin ist, neben anderm, die bekannte Geschichte des philosophischen Bauers (Kleinjoggs) enthalten, wovon eine französische Uebersetzung den Titel: Socrate rustique, g. Ziiric 768. fuhrt. 10. Weifs ( D. ) Lebensgeschichte .Han s Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich. 8- Zürich 790. Enthält zugleich die Geschichte der wichtigsten Ereignisse m der Eidgenossenschaft von Anfang des XV11I Jahrhunderts, bis in die Mitte desselben. 11. Murer (Rudolf. ) Der watme Hirsbrey von Zürich auf dem Freyscliielsen zu Strasburg. Eine Legende aus dem sechszehnten Jahrhundert. 4. Zürich 792. Mit Kupfern. Ein historisches Ereignifs der sonderbarsten Art, auoh typographisch schön ausgefertigt. 12. Expose historique de Vancienne Constitution et du Gouvernement de Zuric. 1808. Zuric. 76. Seiten. Der V. ist Alt - Rathsherr Joh. Schulthefs. 5. Glarus. 1. Tschudi (Joh. Heinr.) Beschreibung des L. Orts und Lands Glarus. 8- Zürich 714. 2. Triimpis (Ch r i s toph) neue Glarner-Chranik, mit einer Kalte. 8- Winterthur 774. Musterhaft fiir eine Volks - Chronik. 3. Schilderung des Gebirgsvolks von Glarus, von J. G. Ehel, Dr. der Med. 8- Leipzig 8 0a * Die Gesetze dieses Freystaats sind hier zum erstenmal durch den Druck bekannt gemacht. Die besten Schriften über die Schweitz. 235 4. Die Alpen- und Landwirtschaft des K. Glarus, von J. R. Sceinmüller. 8t Winterthur 802. Handelt sehr ausführlich und umständlich diesen Gegen- staud ah. 6. B Ü N D T E N. 1. Hulderic. C nmp e l historia rhetica , und eine Umarbeitung derselben von Guter a dYinek im Jahr 1586 ; Beyde nach Handschrift. Campei ist der Vater der rliätischen Geschichte. l.Gu/er ci TYinek Rhaetia. Turici, 1616. 3. Sprecher a 11 erneck (Fortunat.) Pallas PJiae - tica. 4. Rasil. 617. Und unter dem Titel: Chronik coft Rhaetiae etc. 4. Chur. 1672; eine Ueb^rsetzung davon durch Lehman. Chur 1788- 2. B. 4. Graubünunersche Grundgesetze. 8. Zürich und Chur 767. Von den Civilgesetzen der vielen Freystaaten (Hochgerichte; Giaubiindtens sind nur folgende gedruckt: 5, Die Gesetze des Hochgerichts Oberhalbstein in 8°. Kapiteln. 716. 6, Die Gesetze des Hochgerichts Puschlav. 3 Thle. 757. 7. Die an den Bundestagen abgefafsten Gesetze, von 1567 bis 1767. 4 Foliobände. Dieses "Werk ist so selten, dafs es gar nicht zu kaufen ist. 8, Porta (P. D. R. de) Historia Reformationis Ecclesiarum Raeticarum. 2 2 'om. 4. Curiae Raetorum 777. g. Porta , Compendio della Storia della Rezia. Chia— venna 178 7. to. Grundrifs der Geschichte gemeiner drey Bünden Lande, 8. Chur 772. Diese drey Werke sind ohne Kritik geschrieben. ti. Salis(Ülyssesvon) Fragmente der Staatsgeschichte 2'$6 XVIII. A USCHHITT, des Thals Veltliu und der Grafschaften Cleven und Worms. 4 Thle. 8- Zürich 792. Voll seltner historischer Angaben. 12. Der Sammler, eine Zeitschrift für Graubündten. 8* 779-8o6. Enthält naturhistorische und andre, Bündten betreffende, Abhandlungen. 13. Lehmann (H. L.) Die Republik Graubündten, historisch-geographisch-statistisch dargestellt. 2 Thle. 8. Magdeburg 797-99. Und von demselben Verfasser : 14. Die Landschaft Veltlin, und die Grafschaften Chia- venna und Bormio, nach ihrer geographischen und politischen Lage dargestellt. 8- Magdeburg 797. D er V. hat mehrere Jahre in Graubündten gelebt. Die Hälfte des ersten "Werks nimmt die topographische Beschreibung dieses Landes ein, und ist in dieser Rücksicht ausführlicher und richtiger, als keine vorherige. Im zwölften Abschnitt giebt der V. ein wahres Gemälde der Sitten und Gewohnheiten der Einwohner. Uebrigens ist cs voll seltsamer Auswüchse, und enthält eine Menge unbekannter historischer und politischer Nachrichten. Er hat gute Quellen benutzt, aber ist doch zu leichtgläubig, und daraus sind viele Unrichtigkeiten bey ihm entstanden. Auch ist des Verfassers Witz nicht selten schmutzig, und fast immer übel angebracht. Die andre Schrift ist in derselben Art abgefafst, 15. Zschokke ( H. ) Die drey ewigen Bünde im hohen Rhatien , historische Skizze, a Thle. 8- Zürich 798 - Mit dem JBildnifs J. Gulcrs von Weineck. Enthält die Geschichte -dieses Freystaats von seinem Ursprung an, bis zu Ende des XVf. Jahrhunderts, in bündigster Kürze, und bleibt das vorzüglichste über die ge- sammte Geschichte Grauhüudtens. iß. Zschokke (H.) Denkwürdigkeiten der Schweitzer^* Revolution. ( S. p. 203. ) Erster Bd„ Die besten Schriften über hie Schweitz. 237, Enthält, neben manchen neuen Bemerkungen, den ganzen Kern von Lehmanns Schriften. 17. Die drey Bünde im hohen Rhätien, ein Beytrag zur nähern Kenutnifs der dortigen neuesten Ereignisse. 1. Stück. 8- Berlin 799. (Von e. Hm. v. Salis.) Diese Schrift stellt den ältesten und neuesten Zustand des Landes, und seine schwer zu entwickelnde Verfassung in der höchsten Klarheit dar, und verdient besonderes Lob. Die Fortsetzung wäre sehr zu wünschen. lg. Versuch einer Beschreibung der Gebirge Graubünd- tens, im Grofsen gezeichnet von Ulysses von Salis Marsch lins, im VIT. Heft der Bibliothek der schweitz. Staatskunde u. s. w. von Fäsi 796. Ist vortreflicli. * 19. Von' der Landwirtschaft in Bündten , in Boeck- manns Beytragen zur Oekonomie. II. T. S. 214. 20. Verhandlungen der Gesellschaft der landwirtschaftlichen Freunde in Bündten. 8* 78 °. at. Lehmanns (H.) patriotisches Magazin für Bündten. 8* Be™ 79°- 22. Heigelin, ( M. T. F. ) Briefe über Graubiindten. 8. Tübingen 797. 23. Planta’s Geschichte der romanischen Sprache. 24. Conradi, rhätisch - romanische Sprachlehre, noch in Handschrift. , 7. Tessin. 1. Statuti della Val Maggia e Lavizzara. Milano 626. 2. Gesetzsammlung seit dem J. 1802. in dem lagblatt des Kantons. 8. Appenzell. 1. Beschreibung der Religions-Unruhen Appenzells, von P. Gartenhäuser. 397. V *58 XVIII Ab SCHNITT. *• Bischofberger (B.) Chronik des Kantons Appenzell. 8* 68z- 3- Walser (G.) Appenzeller - Chronik, g. 7 ^ 0> Sie geht Bis zu dem Jahr 1725. und enthält einige wichtige Aktenstücke. 4. Zellweger (L.) über die Landökonomie des K. Appenzell ; im ersten Theil der Schriften der physikal. Gesellschaft zu Zürich. 3. Schilderung des Gebirgsvolks vom K. Appenzell; von J. G. Ebel, Dr. d. Med. 8- Leipzig 798. Die Cesetze der beyden Freystaaten des K, Appenzell erschienen hier zum erstenmal im Druck. 6. Beschreibung der schweizerischen Alpen und Land- wirthschaft, von J. R. Steinmüller, Pfarrer zu Rheineck, der 2. Band, welcher die Alpen und Land- wirthschaft des K. Appenzell enthalt. Winterthur 8°4- Dieser wichtige Gegenstand ist hier äufsert umständlich abgehandelt. 9. ScHAFFlUÜSElt. Stadtgerichts - Ordnung von Schaffhausen 765. 10. Basel. 1. Entwurf der Stadt Baselschen Gerichtsordnung. 713. 2. Wursteisens ( Chris tiarT) Basler - Kronik, mit Prof. B e k s Anmerkungen vermehrt. 2 Bde. fol. Basel 765-72- 3. Der Stadt Basel Landsordnung, fol. 757. 4. Bruckners Versuch einer Beschreibung historischer und natürlicher Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel. 23 Stücke. 8- Basel 748-63. Mit vielen Kupfern. Ein ganz trefliehe* Werk in seiner Art. 5. Neue Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel, von I \ Die besten Schriften über die Schwf.itz. 239 Pfarrer Lutz in Läufelfingen. Basel. 1805. II. B. bcy Schweighauser. 6. Ueber die Entvölkerung der Stadt Basel, von J. Ise- lin. 8- 757- 7. Iselins Ephemeriden der Menschheit. 8- Jahrgang 1776. im I. und VI. — * 778 - im I. und IX. — 178°. im II. und VIII. — und 1782. im I. und III. Th. über die Bevölkerung des K. Basel. J). Gesetzesammlung seit 1802. in dem Tagblatt des Kant. Basel. 11. Bern. 1 . Gerichtssatzung des K. Bern. 8- 762. 2. Materialregister über der Stadt Bern erneuerte Gerichtssatzung. 8- 764. 3. Erneuerte Gerichtssatzung für die Stadt Bern , derselben deutschen Landschaften und Städte. 8- Bern 768. 4. Walthers Geschichte der Berner Stadtrechte. 8* Bern 780. 5. Das im Jahr 1539. zusammengetragne Stadtrecht. Wurde mit vielen Zusätzen zuletzt 1789* gedruckt. Von den Rechten der Städte und Landschaften im K. Bern, ist nur die Handveste von Thun gedruckt. 6. Chronologische Gesetzesammlnng seit dem J. 1802. 7. Heinz mann n’s Beschreibung der Stadt und Republik Bern. II. Thle. 8‘ Bern 794. Die befste und vollständigste Schrift über die Topographie und Statistik der Stadt und des K. Bern, nebst vielen andern sehr gehaltreichen Bemerkungen und Thatsachen. 8. Der Stadt Bern vornehmste Merkwürdigkeiten sammt einer kurzen Kronik der Geschichte dieser Stadt von ihrem Ursprünge bis zum J. 1808. von S. und W. t 2^0 XVIII. Abschnitt. 48 Seiten, nebst Grundrifs der Stadt und Gegend. Bern. 1808. 9. Sammlungen der schweitzerischen Gesellschaft in Bern, von landwirthscliaftliclien Dingen. II. Bde. 3. Zürich 760-61. 10. Abhandlungen der ökonomischen Gesellschaft in Bern von landwirthschaftlichen Dingen. 14 Jahrgänge, g. Bern 762-76. Enthalten viele wichtige Abhandlungen. 12 . Le MAN. 1. Die Gesetze der Waadt, deutsch und französisch. 616. 3. Les Loix du Pays de Vaud. 733. 5. Systeme abrege de J urispruden.ee criminelle du Pays de Vaud , par Mr. Seigneux de Correvon, Lausanne. 756. 4. Remarques sur les Loix et Statuts du Pays de Vaud, par I. F. Boyve. 2. Vol. Neuchatel 776. 5. Sur la population du Pays de Vaud , par Muret, 764. 6. Les Loix du gouvernement d'Aigle. 772. 7. Collection des Mvmoires de la societe d'Oeconoiflie et de Physique . Lausanne 783 * *■ 8 . Monnod memoires sur la revolution de la Suisse, Paris . 1805. 2. Tom, Enthält vieles über den K. Leman. 9 * Les Loix donnes depuis 1802. dans la gazette de Lausanne , ou dans le Journal Suisse , io. Notices d'utilite publique par une reunion des gens de lettres , inembres de la societe d'emulation du Canton de Vaud . Lausanne 1805* n. Description topographique , physique et politique / Die besten Schriften über die Schweitz. 241 t du pays de Vaud , par le Professeur Struvc. Lausanne. Kurz und bündig, und defswegen für den Reisenden vorzüglich brauchbar. i3. Aar GAU. 1. Gesetzesammlung seit dem J. 1802. in dem Tagblatt der Stadt Aarau. * 14. Thurgau. 1. Gesetzesammlung seit dem J. 1802. in dem Tagblatt der Stadt F'raueuteld. « 1 5 . St. Gallen. 1. Gesetzesammlung seit dem J. 1802 in dem Tagblatt der Stadt St. Galten. 2. Geschichte des Rheinthals, nebst einer topographischstatistischen Beschreibung dieses Landes und einer Karte. St. Gallen 1805. N 3. Steinmüllers Beschreibungen der schweitzerischen Alpen- und Landwirtschaft. II. Band. Enthalt die Landwirlhschaft des Rhefnthals, des SaJ“— und Werdenbergerlanctes. ’ 16. Neu CH ATEL. 1. Descriptio» des Montagnes de la principaute de Neuchatei et V allengin , par Mr. Osterwald. 8. Neuchatel 76Ü. 2. Beschreibung des Fürstenthums Welsch - Neuenburg und Vallengin, von Pr. Bernoulli. 8- Berlin 785 * Das zweite ist die Uebersetzung des erstem, mit vielen Verbesserungen. Sehr brauchbar. 3 . Description des Montagnes de la principaute de Neuchatel , 1776. L 16 24z XVIII. Ab SCHNI'tT. Tn die Frucht einer Reise von zwey polnischen Oralen jYlniszek; gut. 4. Memoire sur Vetat de Neuchatel. 794. 5. Recherches sur Vfiisloire helvelitpte et de la Prin- ci paule de Neuchatel , par D. P. Boyve. 6. Recueil des articles passes en Loix , avec les arti- cles generaux et particuliers. 775. f 7. Examen d’un Candidat pour la charge de Juslicier, par J, C. Boyve. Neuchatel 757. Aus diesen beyden Schriften kann der Leser sich einige Kenntnisse von den Gesetzen dieses Landes verschaffen , obgleich die meisten bis jetzt noch ungedruckt, und in einer geschriebnen Sammlung, Coutumier genannt, zu linden sind. 17. Biel. Die Stadt Biel mit ihren Angehörigen machte einen neuen unabhängigen und souverainen Sfaat in der Schweitz aus, und war ein unmittelbarer Mitstand der schweizerischen Eidgenossenschaft. Von Dr. Al- brecht Hopfner, Mitglied des ehemaligen sou- .vetaineu eidgenössischen Freystaats Biel. g. Bern 802. Diese Abhaudlung ist mit wichtigen Aktenstücken begleitet. 18. Wallis. 1. Simleri (Jos.) Descriptio f 7 alesiae. 8. Tiguri 574. und neu gedr. g. ibid. 734. Auch im Thes. Bist, helvet. fol. Turici 735. 2. Valesia christiana, per Sehast. Briguet. Lion 1 7-tt - NB. Die gesammelten, verbesserten und veränderten Gesetze des Wallis wurden 1&J1. vom Landrath und Bi' schof angenommen* sind aber nicht gedruckt. Die besten Schriften über die Schweitz. 243 19. Genf. 1 , Sport , Histoire de Ceneve. 2 Tom. 4. et 4 Tom. 8. Ceneve 750. 3 . Berenger , Histoire de Ceneve. 6 Tom. 12. 772-73. Geht bis zum J. 1761, 5 . Tableau historicae et politique Revolution? de Cer neve dans le XVIII. Siecle. 12. 772. Geht bis zum Jahr 1768. 4 . Tableau historique et politique des deux dernieres Revolutions de Ceneve. 2 Tom. 8. Londres 789. Berenger behandelt die ältere Geschichte nicht so gründlich, als der alte Spon, aber desto mehr die neuere. Die beyden andern "Werke, Nro. 3 . und 4 - von Herrn d'Yvernois lesen sich mit dem allcrgrüfsten Interesse. * 5 . Navil le (F. A.J Etat dvil de Ceneve. 8 . Ceneve 790. Die Absicht dieser Schrift scheint ganz eigentlich die zu seyn , den Genfein ihr Vaterland in jeder Beziehung werth und theuer zu machen. Der würdige Verfasser starb als eines der schuldlosesten Opfer der Revolutions- wulh in diesem ehemaligen unabhängigen Freystaate. G. Senebier , Histoire litteraire de Ceneve. 3 Fol. 8. 786. 7. Die letzte Revolution in Genf, von F. von Yver- nois. 795. 8 . Histoire de la conjuration de Grenus , par De - sonar. 9. Das Schicksal Genfs, v^n E. A. W. von Zimmer mann. 8- Leipzig 795. Diese drey letztem Schiiften erzählen die neueste Ce- schichte Genfs, wodurch es seine Unabhängigkeit verlor- to. Fischer (A.^ über Genf. 8. Berlin 796. \ XVIII. A 244 bschnitt. XII. Gelehrten - und Kunstgeschichte. I. Meister (L .) Helvetiens berühmte Männer. 3 Bde. 8. Zürich 782 - 92. Mit einer Menge Bildnissen , von H. Pfenninger. 3. Füfsli’s (C.) Leben der berühmtesten Künstler in der Schweitz. 5 Thle. 8- Zürich 769-79. Mit 132 Bildnissen. 3. Helvetisches Journal der Kunst und Litteratur. 3 Stücke. Zürich goz - 4. XIII. Schul - und Erzichungswesen. 1. Helvetische Schulmeister-Bibliothek, von Stein- müller, Pfr. zu Gais. s Bde. 8°t- Enthält viele trelliche Aufsätze über den Zustand der Schulen in manchen Kantonen vor dem J. 1798. Von den bald zahllosen Schriften , welche bereits für und wider das merkwürdige Pestaloz zische Erziehungsinstitut zu Burgdorf erschienen sind, bemerken wir hier nur : 2. Ith’s (J.) amtlicher Bericht über die Pest. Anstalt. 8. Zürich 8°2. 3. Steinmüllers ( J. R. ) Bemerkungen gegen P. Unterrichtsmethode. 8- Zürich 8°3- 4. Gertrud, wie sie ihre Kinder lehrt, von Pestalozzi. 1802. 5. Wochenschrift für Menschenbildung, von Heinrich Pestalozzi und seinen Freunden. Aarau 1807. 6. Kritik der P es tal o z z i sehen Erziehungs-und Unterrichts-Methode, nebst Erörterung der Hauptbegriffe der Erziehungswissenschaft , von Fr. Johann- sen. Jenil u. Leipzig. 1804. Die besten Schritten über mi Schaveitz. 245 7. Briefe aus Burgdorf über Pestalozzi, seine Methode und Anstalt, von A. Grüner. Hamburg 8°4* 8_ Briefe aus München - Buchsee über Pestalozzi und seine Elcmentarbildungsmethode von W. C. C. von Türk. Leipzig 1806. 2 Bde. 9. Pestalozzi’« Grofsenlehrc, von J. F. Schmidt. Halle 1805. 10. Ueber Pestalozzi’s gegenwärtigen pädagogischen Standpunkt, von Niederer, (Jen. Allgem. Litz. N°. 44. Intellig, igo 5 .) 11. Zwey Briefe von C. Ritter über Pestalozzi’s Methode, (in Guts-Muths Neue Bibliothek für Pädagogik. 1808- im Januar - Februar - und Märzheft. 12. A. Riels Würdigung der Pestalozzischen Methode. 8. Gotha bey Perthes 1808. 13. Niemcier’s Grundsätze der Erziehung. 2 Bde. 1807. Enthält alles zusammengestellt, was gegen Pcstalozzi’s Methode gesagt worden ist. 14. Chavannes (Geistlicher zu Vevay und Mitglied des Grofsen Raths des Kant. Leman ) Expose de la methode elementaire de Pestalozzi , suivi d'une notice sur les travaux de cet homine celebre , son institut et ses princ.ipaux collaborateurs. 1805. Vevay. 15. Reden an die deutsche Nation, durch Johann Gottlieb Fichte. Berlin iSo8- Von Seite 49. an, wo die zweyte Rede über das Wesen der neuen Erziehung im Allgemeinen beginnt, und dann besonders die neunte Rede S. 28t, u. s, f. v.o von Peslalozzi’s Methode gehandelt wird, XIX. Ab S CHNIT r. 246 XIV. Gedichte. 1. Haller (Albrecht von} Alpengedichte. 8 - Die Defston Ausgaben sind die von Güttingen. 2. In Bodmers poetischen Werken: Gedichte über die Schönheiten des Botieasees. 3. Klopstocks Ode: Die Au im Zürchersec. Auch in den Sammlungen der Gedichte Ma tth i s s o n 's und Friederike Bruns, und in den Sommerstunden, der Frau von Berlepsch (jetzt Harmes) linden sich viele, welche die Schwei tz angehen. 4. Gedichte über die Sclmeitz und über Schweitzer, 2 Tlile. 8 * Bern 793 . Ist eine Sammlung aller zerstreuten , gedruckten , auch einiger ungedruckten Gedichte, welche die Schwcitz betreffen ; viel Gutes, am meisten Mittelmäfsigcs, wenig ganz Schlechtes. 5. Parthcnais , von Baggesen. XV. S p r a c^i e. i. Schweizerisches Idiotikon, von F. J. Stalder, C Pfarrer im Entlibuch). Basel 1807* 1- Theii. Ist die Frucht vieljähriger Arbeit, welche vortrcilich gelungen ist. NEUNZEHNTER ABSCHNITT. Münzsorten und Geldkurs. \ Die französischen Louisd’ors , die grofsen und klei-. nen Thaler , welche Krön - Feder - oder Laubthaler genannt werden, sind die einzigen Münzen, die in \ MÜNZSORTEN UND GELDKURS. 247 der ganzen Schweitz einen allgemeinen Kurs haben. Die eignen Münzsorten jedes Kantons werden in den andern (ausgenommen an den Grenzen T wo die Bewohner in genauem Verkehr mit einander stehen) gar nicht, oder mit Verlust angenommen, und sind auch bisweilen ganz verboten. Eben so ist es mit den Münzsorten in JVallis und Graubündten , die man in den Kantonen nicht überall anbringen kann. Aus diesem Grunde mufs der Reisende sich so einrichten \ dafs er sich nicht mehr kleine Münze in jedem Kanton einwechselt , als er während seines Aufenthalts darin braucht ; sonst dürfte die Börse leicht von vicler- ]cy Geldsorten anschwcllen , ohne dafs er davon Gebrauch machen kann. / Der Kurs jener im Anfang genannten französischen Geldsorten ist durch die Scliweitz nicht gleich, sondern beynahe in jedem Kanton verschieden. Es ist pothwendig, sich mit dieser Verschiedenheit bekannt zu machen, um mancherley Irrungen zu vermeiden. An mehrern Orten rechnen die Eingebornen in ihren Kaufvcrhiiltnissen immer nach idealen Münzen, \ die man kennen mufs, wenn man Erkundigungen im ökonomischen Fache einziehen will. In der ganzen Schweitz empfängt man für den französischen Karolin 4 grofse Thaler , jeder zu 6 französischen Livres. Im Kanton Zürich Gilt dieser französische Thaler 2 */* fl.; der Karolin also to fl. Der Gulden hat 16 Batzen oder 40 Schil- *48 XVIV. AlrtCHNITT. ling oder 60 Kreutzer. Der Batzen hat 2 f2 Schilling, Vicrbätzler zu 10 Schilling. Das Zürcher - Pfund. , eine ideale Münze, hält ^ fl. KK. Bern, Aargau und So lot h u bk. Der grofse Thaler gilt 2 fl. 10 Batzen, also der Karolin 10 fl. 10 Batzen, der Gulden 15 Batzen. Der Schweitzer - Livre (Livre de Suisse ) hat 10 Batzen; also gehen auf einen grofsen Thaler 4 , auf 1 Karolin 16 Schweitzer-Livres. Die Eingcbornen rechnen auch nach idealen Münzen ; Nämlich nach Kronen zu 35 Batzen, nach Pfund zu 1 j^ fl. und in manchen Berner- schen Thälern auch nach Thalern zu 30 Batzen. K. Freyburg und Grafisch. Neuciiatel. Diese haben einen geringem Münzfufs. Hier gilt der Laubthaler 4 3 Batzen. Im Nenchatelschen wird nach Livres zu 4 Batzen gerechnet. Wali.is. Der Laubthaler gilt 41 Batzen, der Ecu oder kleine Thaler 20 Batzen: Ecu bon (die Krone) 35 Batzen; das gute Pfund 13 Batzen 2 Kr. 3 Hi gelten 1 Laubthlr. KK. Luzern und Unterwalden. Der grofse Thaler 3 fl. ; der Karolin also 12 fl. Der Gulden hat 40 Schillinge (welche Lutzcr- oder Luzerncr-Schillinge gencunt werden) oder Co Kieutz. ; der Schilling zu 12 Haller; der Angster zu 2 Haller, Münzsorten uno Geldkurs. K. Uri. 2 49 Der grojse Thaler 3 fl. 10 Schilling; also der Karotin 13 fl. Der Gulden 40 Schilling. K. SCHWYTZ. In diesem Kanton galt der Karolin von jeher wie in Uri 13 fl. Seit 1791. hat die Landsgemeinde den Kurs wie in Zürich bestimmt; er gilt also nun 10 fl. K. Zug. Der grojse Thaler 3 fl-. 5 Schilling. Der Karotin also 12 fl. 20 Schilling. K. Glarus. Der grojse Thaler 2 fl. 25 Schilling. Der Karotin also to fl. 20 Schilling. K. Bas eTl. Der grojse Thaler 2 fl. 10 Batzen. Der Karotin also 10 fl. 10 Batzen. Der Gulden 15 Batzen ; das Basler-Pfund 12 Batzen. Der Batzen hält 4 Kreutzer oder 10 Rappen , oder 3 französische Sols. 6 Rappen machen einen Plappert; 1 Rappen hält 3 Häller; 1 Kreutzer hält 8 Häller. Es giebt halbe, ganze, drey, fünf, zehn , fünfzehn und dreifsig Batzenstücke. K. Graus ii n d t e n. Der grojse Thaler 3 fl. Der Karotin also 13^2 fl. Der Gulden hat 15 Batzen oder 70 Blutzger ; der Batzen 5 Blutzger; 2 Batzen 9 Blutzger; 3 Batzen 14 ßlutzgcr. / Der Laubt haler hält 4 Livres de Suisse ; der Karotin also 16 Liv. Der petit Florin halt 4 Batzen; der bon Florin 5 Batzen. K. Tessin. Der grojse Thaler , nach may ländischem Fufs, 8^2 Lire; der Karolin also 34 Lire*). Nach piemon- tesischem Fufs hält der Karolin 37 1 j 2 Lire , und nach J^enet ionischem in einigen Thalern 36 Lire. Der mai- landische Lire hat 20 Soldi oder Kreutzer ; der Kreutzer hat 4 Quatrin. Auf einen Zürcher - Gulden gehen 3 Lire 8 Soldi; auf einen Zürcher - Schilling 1 % Soldi. Im gemeinen Verkehr rechnet man nach Zechinen. Ein Zechino t 6 Lire 5 Sols. Holländischer Ducaten 17 Lire. Kremnitzer Ducaten 17 Lire 2^2 Sols, nach piemontesischer Währung. Es kur- siren französische Louisd’ors, spanische Goldstücke, Zechinen , Ducaten , französische Thaler ; Filippi 7 Lire, Te'toui 50 Sols, 32 Soldi-Stücke , römische und genuesische Pao/i zu 16 Sols. Die Schweitzer - Manzen aus den deutschen Kantonen verlieren im K. Tessin sehr. Ideale Münzen sind : Scudi 4 Lire 16 Soldi may- hindisch ; Scudi di Camera 8 Lire ; Scudi di grida 6 Lire 2 Soldi. *) Ijn J. 1808. ist im K. Tessin ein neuer Münzfufs festgesetzt worden, welcher 20 pro Cent mehr als der in Mailänder-Lire bestimmte Miinzwerth des italienischen Tarifs beträgt; der fiamusische 6 Livresthaler gilt nun 9 Lire 3 Soldi. / S C WE ITZE RIS CH F. AUSDRUCKE. 25 I Genf. Der Karolin halt 14 Livres ro Sols Genfer - Münze. Hundert Livres de France machen 60 Livres 8 Sols 6 Deniers Genfer - Courant. Es ist 1 Sols Courant gleich 2 Sols gemeiner Münze, und tij dieser letztem machen einen Genfer - Florin. » \ ZWANZIGSTER ABSCHNITT. Diejenigen Reisenden , welche sich nur wenige Monate in der Schweitz aufhalten , finden in der Mundart der Schweitzer eine grofse Schwierigkeit , sie mit Leichtigkeit zu verstehen, und von ihnen verstanden zu weiden ; eine Schwierigkeit , welche dem Beobachter , der Unterricht sucht, und mit Jedem aus dem Volke gern Unterhaltungen anknüpft , einen Theil seines Vergnügens und seines Genusses rauhen kann. In dieser Absicht wird eine Sammlung von eigenthümlichen schweitzerischen Ausdrücken , welche in gewöhnlichen Unterredungen sehr oft Vorkommen , in dieser Anleitung nicht unzweckrnüfsig seyn. A. abweiden $ als ätzen I / . . > Wiesen ( wird abätzen ( / vom Vieh gesagt ). Abbreche , Lichtputze. abe, aben, Innah, unten. *ben , abnehmeu. ahengheien , herunter fallen. aber , von Schnee befreiet. abhauen, abschneiden, (z. 15. Brod, Fleisch, Haare.) Abig , Abend, s’Abigesse , z* Abigesse , Vesperbrcd* 25a XX. Abschnitt. 5t» Abzug, schaumiges Wesen nach Gerinnung der Milch, welches den Schweinen gegeben wird. ren und abfahren, das Vieh auf die Alpen treiben oder herabtreiben, and, anert, überännä, jen- «ktl abo , apo , jst's möglich ? seit. - 5 fr a chli , ein klein wenig* Anke, Butter, anhen, But«, ein, z. B. ä Ma , ter machen. Ankenkübel , ein Mann, ein Weib. Buttcrfafs. r i* ’dfart, kurz, einmal. Ap’ , behüte , das sey fern. afe, schon, afe mengs, schon Arbe, Arve, Nadelholzart in viel. den Hochgebirgen, die Bill afed , bald. nicht häufig ist ( Pinus albig , immer. cembra) deren Nüsse, Zier» Alidi all pott, oft. und Arben-Nüsee genannt, 9 Allmend, Gemeinweide; in gewissen Lungensuch— Aetti, Atti, Vater. ten gebraucht Werden. Aeni , Grofsvatcr. Au, Mutterschaaf. Aüli, ,*!(,« äufnen , in Aufnahme brinjunges Schaaf. ' ent ick. gen. Auffahl, Bankerout. zum lü'rtlUl Alpe, Viehweiden auf den Auffahl kommen, BankeDtis uk. Gebirgen. rout machen. det|\t« alpen, eia Senn, Küher ab* geben, auf die Alp fah - Äusserer , Fremder. io. B, » hagden , beiten, warten. blöd, ungesalzen, unschmackMiß ci balgen , schmalen. haft. blöd seyn, übel seyn, Cri Bannwart, Forstaufseher. Blöde , Ohnmacht. *>> tl» Bau, Bu, Mist, Dünger. hlutt , weich. * n, Jta tuen u. bünen, düngen. Braut, Bräutli , Butter*i ihr» b’hutis Gott, Gott bewahre, schnitte. * v, rp als starke Verneinung. Ja brautmen , Butterschnitt ma•’ijta,, bchütis Gott, ja, freilich; chen. stärkste Bejahung, Brenz, Branntwein. heisig, wimlicht. bresthaft, siech. 'S Benne , Schubkarre. brieggen , weinen. Blast, Ungewitter, Regen bvüelen , heulen. “'Pit rtiit Sturm. B’ scheid , Antwort, Bericht. Siel S chweitz irische Ausdrücke. 255 bescheiden (jemanden ) , je- nianden vor sich kommen lassen, vor Gericht laden. b’scheiden , ralhlich, weisen Rath gebend, ä b’scheid- ne Ma. b’scheissen , beflecken, betragen. B’schifs , Betrug. beschicken , holen , zu sich rufen lassen. Vschüii/sen , sättigen , ge- Vleieu. Biikely Hügel. Buldern^ die geronnene Milch im Kessel. Bufse , Geldstrafe, büjsen , an Geld strafen. t c. chiben , maulen.. chibig , verdriefslich. D. dadiire , dadurch. de IVeg , so P Ey ? das gestehe ich. (im K. Zürich allgemein ). Deis od. Dings , auf Kredit. dergleichen thun 9 sich so stellen. Einlefi oder entiife 9 eil/ Emd , Grummet. eppen , etwa. Epper , Jemand. eppis , etwas, hetter eppen epper eppis tho ? hat dir etwa jemand etwasgethan? F. Easel t Trupp z. B. Ziegen, auch junges Vieh . Fasölen , grüne Bohnen. Fatzenetli 7 Schnupftuch. collatzen , frühstücken. Col • fofz , das Frühstück. Dette^ Dotte od. Dötte , Mutter. dijig y flink. digen Fleisch , geräuchert Fleisch. dobä , oben. dusern , schwül, finster, traurig. erleiden , d«r Mühe werlh seyn. erfahren , sich als wahr erfüllen. fyerdctsch oder Detsch , Eyerkuchett. t Fern y vor einem Jahr. «FVr/t 9 Gletscher iu einigen Gegenden der Schweitz. fiiesmen , OÄr fluter«. Fludtrwetler , Regenwetier, Flue , steile Felsenwand. FÖhri) Südwind. Folien ^ so viel als iUil^i- siene , worin die Milch durchgcscigert wird. Forene , Forelle. Frevel) kleiner Diebstahl, Beschädigung. Frucht) Getraide. Gade ) Zimmer, Kammer. Gais y Ziege. Gizzi , junge Ziege. galt) gelt t unträchlig, Gamsthier) Gamschi) Gemse. Gant) Versteigerung, Aue« tion. Gascht) Hitze, Zorn. Gelünd ) sanft absteigende uud fruchtbare Bergseite. geng) gäng) '? immer. geing) S geng wie geng) allzeit gleich, (in Bern allgemein.) Geschwei , Schwägerin. G’schick ) ein Bauerngut. gewahren f wahrnehmen, sich gewahren , sich in Acht nehmen. ffha ha , gehabt haben. g’hei, dunstig^ Giessene t Wasserfall. gli) sogleich, go ) gehen. Gon y ein Stielnapf, womit Sirpen ausgeschöpft wird, goppel j wenn Gott will. frutig) hurtig; munter. f r y * ja bald, sehr. fryncr Mensch, gefällig, freundlicher Mann. fueren, sättigen, Fürgürtle, Fürschoofs, FÜr- schübbe , Fürtuch, Schürze. ful , büse , arg. z. ß. jüles Maul, fuler Chetzer, arger Schalk. I Gotte ) Pathjn. Götte % der Pathe. gräch) fertig. grausam , ausserordentlich. Grien) grober Sand. Griesel) Hagel. Grofstochier , Enkelin. Grüsch oder Chrüsch) Kleie. grüseli , schrecklich, entsetzlich. G'schmack) Geruch, schmecken) riechen. ' G’sottis , gesottnes Fleisch. G’sücht) Schmerz, Flufs. Gülle y Mistjauche. Gülten , Zinse von Kapitalien, die auf Grundstücke stehen. Güter) Wiesen in den Tha* lern und an fruchtbaren Bergen. Gufc , Stecknadel. Gugseten od. Güsleien , mit Schnee vermischter Regen* Gumeli) Erdapfel. Guttere) Flasche, Schweitzeris che Ausdrücke. 255 H. Hafen , Topf. Halde , sanfte Anhöhe. Hamme , Schinken. hauren > huuren , auf der Erde kauern. ffeerd , Erde. Beim , Hämath , Wohnung in der Mille einiger Wiesen . ... ) angenehm, heimeln , I / anziehend anheimeln , fl / seyn. Helge , Kupferstiche. Herbsten (das) Weinlese, herzig y lie.b wie mein Herz. Heuety die Heuerndte. \ keuschen , oder heischen y fo- dern , fragen, betteln« Hochzeitery Bräutigam. höh y hohn seyn , verdriefs- lich, ungehalten auf je« mand seyn. Huhely Hügel. hürig y heuer. Hüsliy heimlich Gemach. Hung y Honig. huseny hausen y ordentlich wirthschsaften , sparsam seyn. hnslichy sparsam. 1. Imme , Biene, jo y joa y ja. j Hafen y Iiifei u. Kufe ly grii- ne Erbsen in den Schollen. Käfermüs , Zuckererbsen. Kampely Kamm. hang y gang oder chang , furt, geh fort. Käppis y Weifskraut. Kerzenstock , Leuchter. Ketzer y Chelzery Hundsfott, Schalk. Kilbe y Kirmefs, Kirchweyh. Kilche , Kille , Kirche. Kilfihgang , Begräbnifs. Eilten , zu Kilte gehen , je- htfsnen , hexen. Zachsner 9 Juget y ein Kind. neucebornc* L. mandon des Abends besuchen y des Nachts die Mädchen besuchen. Klätschge , Pflaume. Köljr y Wirsigkohl, s’Köchy grünes Zugemüfs. Kratten , kleiner Korb. Kriesiy Kirschen. Kriesi - wasser , aus Kirscheu abgezogner Branntwein. Kühery ein Mann, der Sommer und Winter Sennerey treibt. Kutteln , Kaldauneo. Hete. Zachsnerey , Hc« xerey. II ?®.. ^ . S/ Laden , Breit. laiden , leiden , angeben vor Gericht. Laidcr , der Kläger. , Lupp , im Wasser aufgelöster Kälbermagen, womit die Milch zum Ge- riuen gebracht wird. Lappe , ein Mensch, der zu nichts geschickt ist. Latwerge , Kirschen-, Birnen- oder Pflaunimufs. Laube , Hausflur, Vorsaal. Zrtuu'e , ^ Schnecsturz von Lauine , \ den Höhen der Lawine , y Felsen, Lclkuoche , Pfefferkuche. Leget , kleines Fafs. Lehenmann , Pachter* Lehrgotte * Schulmcistcrin. Leibgeding , Witwcngebalt. leid) unartig, unfreundlich. /e:72 werden , schlecht Wetter werden. Leidwerk , llexcrey. Leilach , Betttuch. Zcf 2 haben , Unrecht haben, /efs machen , unreclit machen. /rts thuti) jammern. /t*f5 jry/i, verkehrt, falsch, schlimm seyn, /e *2 im mafsleidig scyn , verdriefs- lich , mürrisch scyn. Müder , Mäher (auf den Wi.eseu ). Kopf seyn , nicht recht hey Sinne scyn. Letzge f Lektion in der Schule. Lidlohn , Lohn der Dienst* Lotin und der Taglühner. Liren ^ Bulterfuis, lismen 9 stricken. oder luzely wenig. Lohnrvfsler , Pferdeverleiher. losen f hören, auf losen y auf- mejkcn. ablosen , ahliöreu. Luegen (die)) die Augen. luegen , sehen, schauen, «mfugeu, ansehen. lugen y aufpassen, auslu * g'e«, alles durchsehen, durchsuchen, zulugen , zuschauen. Zuluger , Zu- schauer. Luppy Küslupy Käslap , Käl- hermagen , womit die Milch zum Gerinnen ge- bracht wird. lüthen y schellen , die Klin- gel an der llausthiir au- ziehen. Lump, liederlicher Mensch, der das Scinige durch- bringt. verlumpen , in Verfall kommeu, arm werden. / Maidli , Mailschi , Mädchen. müngey mancher, wie #e ? wie viel 5* Schweizerische Ausdrücke. *57 Halte 9 Wiese. Mattland 9 Wiesenland. Meertrauhli oder Zantehans• träubli , Johannisbeeren, meisterlos , muthwillig, ausgelassen, lecker im essen. meistern , stets tadeln, befehlen. Mesmer od. Siegrist 9 Küster, Glöckner. Migeli 9 Krume des Brcds. PNitchtesse 9 das Abendessen. Nachrichter , Scharfrichter. nä , nehmen. nabe zu, neben zu, neben hin. Nacht) gestern Nacht. Hin- nacht 9 die nächste *Nacht, namsen 9 nennen , vorschlagen einen zu einem Amt. Naselumpe 9 Schnupftuch. Panner 9 Fahne. Parilleli 9 Aprikosen. Parisohli 9 Sonnenschirm. Pfister 9 Becker. plangen , mit Sehnsucht warten. Plunder , Leinenzeug. Tisch• plunder , Bettplunder 9 mi See , mein Seel. z*Morgenesse , Frühstück. Mose , Fleck in Kleidern. Mues , Suppe von Mehl, Gerste 5 Ilafer oder Brod. Mutten , zirkelförmige Einfassung aus Holzrinde für den frischen Käse. Muttenholz , Brett, worauf der frische Käse gelegt wind» neime , irgendwo, nicht so ganz. neimer 9 jemand. neimis , etwas. F* Piidel 9 Rahm. niemer 9 niemand. nüsti , doch, dennoch. numme 9 nicht wahr, nur. ?tut 9 nicht. Vschisses Plunder , unreine Wasche. presthaft , siech. Profiterli , Leuchterknecht. putschen , die Gläser beym Gesundheitstrinken ansto* fsen. R. Säften, Rieben. fafs , scharfsalzig. Taren , schreyen wie ein Esel. R**tf ^ Brodrinde. Reben 9 Weinstöcke. Rebberg , Weinberg. Rehbau , Weinbau. reichen 9 holen. reitern , sieben. Rekholder , Wachholder» /. *7 f • t 25s XX. Abschnitt. rhan , schlank. der anzieben, sich putzen/ Ried, sumpfige Weiden, das Feld bereiten, die Moosgrund. Weinstöcke schneiden. ring, leicht, ohne Mühe. Rüstig, Oerath, Waare, Kinggen , Schuhsehnalle. Zeug aller Art. rüsten (sich ) 9 hübsche Klei- s. Sägessen , Sen.se. salzen , seltsam , unwillig, Salm, Lachs. Saumrofs , Pferd, welches Kaufmaunswaaren über die Gebirge tragt. Schahzieger , grüner starkriechender Iväse, der, zu Pulver geschabt, gegessen wird. schaffen , arbeiten, wirken. scheiden (die Milch ) sie zum Gerinnen bringen. Schick , vortheilhafter Kauf; heym Schicken der Güter 9 beym Kauf der Güter. Schlegel 9 dicke, geronnene Milch. Schlipmilch , Buttermilch. Schmalvieh, Schweine, Schafe, Ziegen. Schmutz , jede Art Fett, sogar Butler. schmutzige Suppe , fette Suppe. Schnitze , gehackne Aepfel und Birnen- schonen, (wird vom Wetter gesagt) z. ß. cs schonet , es wird gut W'ettcr; s'ist schankli , es ist Anschein zum guten Wetter. Schotten , Molken. schröckeli , ausserordentlich. Schütte , Boden; z. B. Korn - schütte . schulen , zur Schule halten* woä/ geschult, gut unterrichtet. Schwiiher, Schwiegervater» Schweidnapf , womit der Yorbruch abgeschöpft und für den Senn aufbewahrt wird. Schwelli , Damm. Schwieger , Schwiegermutter, schwingen , eine Bingübung der Bergbewohner. sechten , waschen. Seckel , Beutel. Seckelmei • sfer, Schatzmeister. . 5 ’enrt , ein Mann, der des Sommers eine Heerde Kühe auf den Alpen besorgt , Käse und Butter bereitet. Sente , eine gewisse Anzahl Kühe; Wohnung des Senn auf den Alpen; gewöhnlich t v & e* Jilcki lej » 1 ** idrt» iuoi Styl JW'i w», «Tliii, hra tyw T« T; U T "i hui, dien totle. W, M £b } Di «{t Hc, iris, m, $ s $ ScinVEITZ SlUSCIIE Ausdrucke. 259 Sennhütte , Yennercy', Butter - und Käsebereitung auf den Alpen, sentmen , den Senn abgeben. Sirpen y Sirpete , Sehro , die Milch, wtlclic nach her- ausgenommenem Käse in dem Kessel zurückbleibt. Sodnasser , Brunnenwasser, Staachel , Feuerstahl. Stege , Treppe. Stofs , eine gewisse Ausdch*- nung von Alpweide. Strahlen , Krystallc. Strehlen , die Haare kämmen, frisiren. Strehl , Kamm. T. Tagmen , Tagwerk, a«/ den Tagmen gehen , auf den Taglolin gehen. Tagmen - knecht , Taglöhner. Tangelholzy Nadelholz. tauby zornig, böse. mn- cAe/i , zornig machen, er- tauben, in Zorn gerathen. Tause , eine Butte, die auf dem Rücken getragen wird. Ein Maafs für flüssige Dinge von 25-3o Quart, Theky Cahier von Karton, um darin Schriften zu verwahren. Kästchen. Teuchel , Wasserrohre. thiidigen , Prozefs führende Portheyen vergleichen, Thädigsherren , zum Ver- \ strltbaiy gangbar; z. B. Weg in den Gebirgen; schwer, Stunkenwerne , Speise aus Rahm, Mehl und Eiern, oder Butler, Mehl undZic*' ger. Suer 9 Sauer , Molken, welche zu Essig geworden sind, und wodurch die zweyte Käsescheidung, Zieger genannt, bewirkt wird. Suffi, Molken mit dem zwey- ten Käseniederschlag, Zieger genannt, vermischt. g'si sjgy gewesen seyn. i bi g'sj , ich bin gewesen. gleich geordnete Männer oder Richter. Totei, eine durch Gebirgs- wasser tief durchfressene Schlucht. toll , schön, brav: eine tolle Jungfer , ä toller Ma • Tosely Rausch. tref, scharf, er hat ihm tref zugesprochen. tröhlen , in Prozessen Vergnügen linden. Tröhler 9 Prozef&süchtiger. Tröh - lerey , Prozefssuclit. Trölkübel , Butterfafs. Trüllmeistcr , Exereiermei- ster. Truhen , Trükli , Schachtel. tusig, tausend; potz tusigt Turben , Torf. a6o XX. s< Ueberä, hinüber. übercho , erhallen, i chtime über , mer chomen über; ich erhalt«’, wir erhalten. Verte , Zeche. üse, unser. vgmei , gar sehr , ausserordentlich. BÄe, ja. umme , wieder. ummeg'a, Abschnitt. £ 7 . wiedergeVn ; ummeßih- ren , begleiten, unnä , unten, unter ü£er W, verkehrt. urc//e, lauter, rein, ohne Zusatz; urchener Wein* Urschtächte , Kinderpocken, usa’, usi , hinaus, usägehen, hinausgehen Utter 9 Eiter der Kühe. verarmen, Mitleidcn haben mit jemanden verg len , unentgeidlich , umsonst verheien, verhöhn , verderben eine Sache ( Kleid , Buch . Geschirr ) * • verleiden , unangenehm , widrig werden. es ver— leidet mir dies zu hören. Dieser Mann oder diese Sache verleid t mir . Ich ■will es ihm schon verleiden. verputzen , verschwenden. vcrschicnen , vor nicht langer Zeit verwichen , unlängst. Viehpresten, Viehseuche. Vogt, Vormund. Bevog— tung , Vormundschaft. Vogtkind , Müudel Vorbruch , das schaumige Wesen bey der gekochten Sirpen. vor/ oder vorig, erst, grntf vor/ , eben erst. vörnä zu, vorneher. Vorsprech , Advokat. IV Wader, Gletscher ( in Grau- bündten ). 1 vadlig , artig, geschickt. Wäger, wahrlich, ja wohl, sicherlich. wdhrli, gewifs. wälsch , frclnd. wälscher Wein , italienischer oder W r aadtwein, Wälschland , die Waadt, Pays de Vaud. Waibcl, Gerichtsdiener. waidli , geschwind. wannen, gewohnt seyn. *•’ ' ■ tu* i fl ** « btt» ^ibel Ktk») ji.i A ! Wir wFd «kr fei Um, i kcktoi foi unU % Io ton Le i#r g, fiiaeati Net; 'tick Wo 11 Di i SCHWEITZERISCHE AUSDRUCKE. z6t was wand ihr ? was wollet ihr ? fp'asen y Torf, Käsen. weger 9 besser, der wegste , der bcfste. weh, übel, ohnmächtig, werchen , werken , arbeiten, weff sejn , quitt seyn. MÄm , z. B. zahmer Berg , Alpy wo Vieh kf*ine Gefahr statt findet; rein von Felstriinmier, daher sehr fruchtbar. Zaine , größter runder geflochtener Korb. geigen , in Schlage das Ackerfeld abtheilen. zentumme , überall. Zieger , der zweyte Niedcr- tviVi , schlimm, wirser , am . schlimmsten Wümmet , Weinlese, wtim— wen, Weinlese halten. wäscht , wu.vf , häfslich , schlecht, liederlich, unartig. wüft thun^ schmälen. Wuhr , Damm, wuhren , dämmen. schlag der häsigten Theile aus der Milch. Ziegerrumpf % Zirgertrim - we/t, das Gcfäfs , worin der Zi*‘g r in der Sennhütte auf^eschüttet wird. Z'imbts , Mittagessen zünden , leuchten mit dem Licht oder Laterne. Zufen , luchart. zwärigy zweyinal. * In der westlichen Schweift , nämlich in dem Kanton Leman , in dem grössten Thcil des Kantons Freyburg , in der Hälfte des Walliserlandes, und in dem Fürstenthum Neuchatei, wird die französische Sprache geredet; allein die Mundart des Volks ist ein Kauderwelsch % welches aus der alten celtischen, lateinischen, griechischen, burgundiseken und italienischen Sprache zusammengesetzt ist. Deswegen giebt es tausende von Wörtern, welche der französischen Sprache ganz fremd sind. Die Wörter endigen sich meistentheils auf Selbst- lauter. In Wallis, in der Landschaft Aigle, um den \ 2.6z XX. A «SCHNITT. Genfersee, in Neuchatel und im südlichen Theil des K. ■fir Freyburg , herrschen fünf verschiedne Dialekte dieser i*'t £ 4*' [ Mundart. Zum Nutzen des Reisenden füge ich folgende kurze Sammlung yon Ausdrücken bey, f,‘S o I ‘ adei , beständig. cenier , rund umher abhauen. irisik albe , weifs. ccrniment , ein von allen Bäuitppianay gleich, eben mamen ausgereuteter Platz. < chen. chalet , Sennhütte, -wo auf l ’ TTiaer aray pflügen. den Alpen Butter und arena , Sand. Käse bereitet wird. rifaiu armaillie , Senn, Hirt auf chamlero , Krebs. «wr«) SflW'l den Alpen. charopay garopay faul. arrio , melken. charavonta , garavonta , Taubacon , Speck. genichts. äitel battolie , schwatzen, in chaudiere, Kasekessel. Neuchatel. chavon y Ende; chavonna , aj, ti bauma , Höhle. endigen. ]irf,Ün bedouma , ein dummes Mädringle , Käsejärhe. im chen, die nicht spricht. clayon , Käsekorb. 4 . m berna 9 Feuerschaufel. cliour la porta , die Thüre jatii bcsson , Zwillinge. zumachen. fim blau , blau , &/ Kit ecltay , Keller, in Wallis. tzerweise. ceret y Zieger. det'bony Maulwurf. 1 '“MT, detrau , Axt. SCHWEITZERISCHE AüSDRUCKß, 263 drutze , Mist* eboueler , ausweiden , von boue , Eingeweide. ecoßier , Schuster. eigue , egue 9 Wasser, Bach, z. B. Ia grande egue , la grande eau bey Aigle; das Dorf Albegue und Neire - gue , weifs und schwarz Wasser* embronchi , verdriefslich, enrichoir 9 Käsepresse. equaure , ? dreschen, in esqueure , 3 Neuchatel. esqueuva , Besen, in Neu- chatel. etala, ein Scheit Holz. fare 9 thun, machen; hat alle dieselben Bedeutungen wie im Italienischen. faudar , Schürze. fimmale 9 Schuhschnatle, force (dai) Scheere. foudar, Schürze. . freide, kalt. * j'reza, zerbrechen« fratzi, zerbrochen. fruitier, Seuu, Hirt auf den Alpen. galesa , hübsch, gale, niedlich, lustig. genelie, Hahn. giffia, Blase. goura, das Horn am Fuls des Rindviehs> in Neu- chatel. $raci, Wachholder. langlia, liegen. lobia, um Rath fragen, con- sulter, mesurer, arrarger, louveno, jung. tan, Br . Rechts. Links. Trjft man unterweges Sennhütten ? Wie heifst dies Dorf? — — dieser Berg ? — — — Bach ? — — diese Gegend? — — dieses Thal ? — — diese Alp ? — — dieser Gletscher ? Wie viel wollt ihr haben, wenn ihr mir bis . . . den Weg zeigt? Wegweiser. Ich habe mich verirret, Wo bin ich ? Ich komme von . . . und will nach . . . Giebt es hier keinen W eg- weiser, kein Pferd zum reiten ? Was soll das Taglohn des Pferdes kosten ? Ist der Whg steil? Sind Abgründe zur Seite? 1 266 XX. A SSCHHUT, Ci la via sejira de La -1 vinas ? oder \ Isi der Weg wegen Schnee- Ei la via maladurdada I sturzc gefährlich? de Lavinas ? J Mala aura. Schlecht Wetter. Eon aura. Gut Wetter. C,ii maniers de l'aura ? Was meynt ihr vom Wetter ? Rasta laura bella ? Wird das Wetter noch halten ? Ne vejn ei plievia? ' Wird Regen einfallen ? / ej n la plievia a laWird der Regen aufhöla r ? ren ? 11 ai hauldissim. > J — Es ist sehr heifs. — — J’reidisim. — — sehr kalt. Stifel penetront. Schneidender Wind. Nu' ai la mejlra ostaria? Welches Wirthshaus ist das beste? Pos iou star ! Kann ich hier ein Nachtlager haben? — — haver kou ensi - Kann ich hier etwas zn cei de majier ? essen erhalten? Gei a mi lac , Gebt mir Milch. —— — — pnun. — — Brodt. —. — — o vs. — — Eier. — — — KajieL — — Käfe. — — — pigada. — — Butter. —** — — Iruj'els . — — Erdäpfel. — — — La[ivas . — — Forellen. 11 ONansche Ausdrücke, 267 j Oei « "li Karn. — — — vin. —. — — aua, - Kufe. — — — vinarr cerejas, — — — buteljda . _ — — 'vcider od. glas . Jon hai seit, j Dci a rni de bciber, — —« — aua de se la - i — lAß/’. — — — hoj n de peis. -— il solver. Solver. Kombra oder stiva . Dei a mi in bien ler -. Jon sun blaes a tras. 3 Jou sto sijentar mea vis- cadura. Fink. Scaldar la pejna. Dat ei kou in barba ? Cai ifuosla <7 uai ? , ~ . Z' I > ' Ti/ei vejnir m rzotja. Ils calzdrs an rats. Gebt mir Fleisch, — — Wein. — — Wasser. — — Kaffee. — — Kirschwasser. — — Flasche, • — — Glas. Ich bin durstig. Gebt mir zu trinken. — — Wasser zum waschen. — — ein Fufsbad. ( — — Frühstück, Frühstücken. Stube. Gebt mir ein gutes ßett. Ich bin durchnüfst. Ich mufs meine Kleider trocknen. Feuer. Das Zimmer warm machen. Giebt es hier einen Bartscherer ? / Was kostet dies ? * Holt mir einen Schuster. Die Schuhe sind entzwey. I i n 'Mfi Ei sion vejnir reparat ? Sie müssen gesohlet werf oder solai. J den. & Sejnur, Herr. i Sejnura. F^au. 0' Bap. Vater. tQlllßfl Mama oder Moma. Mutter. litt, P Frar, J Bruder. 1*b/« £ Sora . Schwester, fr/H 1 J uveri* Knabe. ijidl' 1 Juvna # Mädchen, ijitlm Aug. Vetter, jfii. Onda, Base. MJI. Jou engrazia milii gados . Ich danke euch vielmals. %. Stei bcin. Lebet wohl. hc du!< St ei sauns» Bleibet gesund. Scajtii Deus sei hon vus. Gott sey mit euch. SfJii t Jou sun in Ouizer . Ich bin ein Schweitzer. Melt, — — —> Tudase, - i — — — Deutscher. Zappt — — — P™s. — — — Preufse. Mal, “■* — — Franzos. — — — Franzose. itrfitu, ~ — — Anglas. — — — Engländer, ukktri — — — Dan. — — — Däne. Aurizi. Sturm. JSeiv. Schnee. Strempradi. Ungewitter. Montenara. Heerde. ■Witt Vakas. Kühe. ’‘‘kit _ Bo-vs. Ochsen. < j Yada Is. Kälber, Romansche Ausdrücke Fanras. Ziegen. + Jforsas. Schaafe. l'Alp. Die Alp. Sejniun. Senn. Sejniunar. Alpenwirthschaft treiben. Pastur , pastor . Hirt. Far hajiel. Käse machen. Far pigada. Butter machen. Kajiel gras . Fetter Käse. Kajiel mager . Magrer Käse. Cagrun. Zieger, Scoga. Molken. Pen. Buttermilch. Luc dulc. Süfse Milch. Scagno. 1 / in Tavetsch. Sediel. ' Der einbeinige Melkstuhl. Meltre. 1 . _ , > in Tavetsch. Zuppa. J Mclktere , worin die Kühe gemolken werden. jd/col. 1 / i*i Tavetsch. Dertiuscfi. 1 Milchsiene, womit die Mil-h durchgeseigt wird. Caldaera. Der Wellkessel in den Al turn. Tschegnia, Turschaet. ) Quale. } „ > in Engadin. Quatsch, j Sennhütten , -worin der Käse gekocht wird. Der Turner, der Wellin Tavetsch. bäum, an welchem der Wellkessel hängt. Käsebrecher. Lupp , Kälbermagen , um das ( erinnen der Milch zu bewirken. 27 o XX. Abschnitt. Brocca di quäle. Lupptäuslein , Cefafs , f y. worin der Lupp aufbe,'i»l ‘i Scott age. wahrt ist. Das Sauer, vermittelst 4. welchem der Zieger beß Kl. * reitet wird. Spimaera. Ziegerkelle. 1* , Cazzetla und ScarmaeraA Der grofse Löffel GonCont , (in Tavetsch). | oder Stielnapf, womit 4 Sirpen ausgeschöpft wird. JJUl«. Matta und Cuttaer. j Die Mutten , worauf der Jimi. Curaer , (in Tavetsch.) j frische Käse gelegt wird. Ural. Panaglia, Butterfafs. ' ^ (nie. Mistaera. Trankfafs. Kinltl Fascera. Käsegärbe , die Zirkel-* iuraf runde Einfassung für den frischen Käse. Cmr Knappi, Käseladestein , womit der Cham frische Käse beschwert wird. Stirna Prada. Wiesen. Fein. Heu. * iur i Rasdiv. G nimmt. Fenar. Heu machen. Pascular la prndä hun Die Wiesen duichs Vieh Ditto la besca. abätzen. 1,: her Salva und Uaul. W'ald. N Pcjn. Taupe. Hi Larig. Lerchenbaum. Piomaxsche Ausdrücke. 27 x Cimber unii Giember. Ruver. Jgal und igi. Kasiaj nar. / Lena. Kamoes. Uors. Montenalas. Zirbelnufsbaum, Arve. Eiclie. Ahorn. Kastanienbaum. IIolz. Gemsen. Bär. _^ Murmelthier. Luf. Rasduras. Marusa. Mastral. Cuvic. Muntader. 1 Jurader. im Ladin des Engadin. Cuorta. Chaminada. Stuva sura.^ Lux. Semmel. Schätzchen. Der Ammann. Dorfmeister. Der Pfänder. Geschw orner bey Blutgericht. Hausflur. Speisegewölbe. Getäfeltes Zimmer. * * dem Beytrag 7.ur Geschichte der rliäto - hetruskisclicrx Sprache. Die romansche und lateinische Sprache, welche noch in mehrern Thälern Graubiindtens gesprochen wird, verdient wegen ihres hohen Alterthums mehr Aufmerksamkeit, als ihr gewöhnlich geschenkt wird. Planta gab eine Geschichte dieser Sprache heraus, und der Pf. I 2jz XX. Abschnitt. Conrad i arbeitete eine vollständige rhätisch-romanische Sprachlehre aus, welche aber noch ungedruckt ist. Der würdige H. Placidus a Spccha, ( Kapitular zu Di- sentis, und Pfarrer im Lugnezerthal) hat auch über diesen Gegenstand viele Forschungen angestellt, und manche bisher unbekannte Nachrichten waren die Frucht seiner Bemühungen. Es ist hier der rechte Ort, dasjenige, I was seine Güte mir in Handschrift mitgetheilt hat, ab- drucken zu lassen; einiges davon ist schon in der Zeitschrift, Isis, Januarheft, 1805. erschienen. Nach allen von den römischen Schriftstellern gesammelten Ueberlieferungen waren die Rhätier ein Volk im Norden Italiens am südlichen Fufs der Alpen, von den Griechen und Römern Tyrrhener, auch II e- trusker genannt. Sie redeten die Sprache Italiens, welche ‘alter ist als Rom , trieben Handlung, Künste und Wissenschaften, und nannten sich selbst zu jenen Zeiten Rasennae. Als die Gallier (620. Jahr vor der christlichen Zeitrechnung) die Alpen überstiegen, und sich der hetruskischen Länder bemächtigten, flohen sehr viele alte Einwohner in die Thäler des heutigen Graubüudten und Tyrols, gründeten das neue Vaterland Rhaetia , und erbaue- ten sich hier ein neues Lavinium , Ardea , Toscana ( Lavin, Ardez, Thusis ) u. s. w. Livius ist der erste unter Roms Schriftstellern, weH eher von der rhätischcn Sprache redet ( S. Liv. L. I , C. 34.; L. IX, C. 25.; L, I. C, 2. u. s. w. J. Er sagt, dafs die Rhätier zu seiner Zeit ihre alten Sitten derge- f, V ) ! XX. Abschnitt. Wenn man von Doppellautern in dieser Sprache reden -will , so verstehet man von zwey Selbstlauten, welche miteinander ausgesprochen werden ; i. B. Pa- zienzia , Sein , Sein u. s. w. , ’ ’ ’ Man kann das Rhätische sprechen, ohne die doppelten Mitlauter zu gebrauchen ; wir hefchuldigen aber Niemand eines Fehlers, wenn er in etwelchen Worten davon Gebrauch macht. Vom ll, mm, nn, ss läfst sich einiger, vom rr ein seltener, und von den übrigen kein Gebrauch machen. Es war zwar meine Absicht, die Achnlichkeit der grofsen und kleinen Buchstaben beyzubehalten , und zwar deswegen, um die Buchstaben-Kenntnifs den Anfängern zu erleichtern; allein dieses kann nicht eher statt haben , bis eine eigene Buchdruckerey dazu bestimmt seyn wird. Um die Achnlichkeit der beyden Alphabete beyzu- behalten aber, würde ich das grofse so cinrichtcn: a “ 0 - 0 u A - 6 e - v - i. a - o — o n — a - o b - c - a - f - g - h - k h — C - d — f — g - k - h hä»< abetel m - Romans che Sprache. 233 Ich merke selbst, dafs ich die Buchstaben des großen Alphabets nicht so habe ausdrücken können, wie ich es gern wollte ; auch bemerkte ich, dafs sie füg- liclicr hätten können eingerichtet werden; z. B. » - U tt - tt u. s. w. allein dies ist die Arbeit eines erfahrnen Kupferstechers , der den Buchstaben eine gewisse Zierlichkeit geben , die Aehnlichkeit der beyden Alphabete beybehalten, und alles so cinrichten kaun , dafs man in dieser Sprach-Schrift leicht, schön, uud gleichförmig schreiben und drucken wird. Um den Unterschied der Buchstaben noch etwas näher zu bestimmen, und fafslicher zu machen, will ich sie gegen einander vergleichen. Vergleichung der Selbstläufen Nur 4 davon , nämlich o - a - o - u müssen verglichen werden, denn die übrigen sind ohnedem bekannt ; uud um dieses zu bewerkstelligen , sind die Beyspiele am tauglichsten. Man mufs allererst auf den Ton der Aussprache aufmerksam seyn; z. B.: taugt o uud u nicht, so mufs das o taugen; z. B. taugen: tut, ein Uebelhörcn- der, und tod, welches dem deutschen: Tod, entspricht, so schreibt und spricht man : tot, alles, aus. Entspricht : kanera , das schwarze Haus, — kanara , das Tollhaus , dem Wort: Getöse, nicht, so schreibt man • kanara , und man verstehet dadurch ein Getös. Diesem gleich ist auch: binara , masara, kaldara, ma~ nara. Vergleicht man : pur, ein Paar; para , zwey etc. Paare , — padra , Edelstein , — T pag , Fisch etc. mit: per, erst, pera , Birne, peg , Wasserfall, so vernimmt man gleich den Unterschied. Gleicher Weise rnufs man das e vom o zu unterscheiden wissen. Erstlich bey den ausländischen, und dann auch bey den inländischen Wörtern ; z. B. hören ( , t i Oehl. Dann ojl , Aug ; Solojl , Sonne; ioli , Oehl ; lijnol , länglichtes Holzgeschirrchen ; - pefarial , kleine Stütze u. s. w. :i< Das u verdient doppelte Achtung , denn es mufs vom e und i unterschieden werden ; und in Rücksicht dessen mufs vorzüglich das Lateinische, mit welchem das Rhätische ühereinstimmt, zu Rathe gezogen werden. Z. B. jitst , gerecht; Justia , Gerechtigkeit; j unica, Zeitkuhe ; ■ > jurar , schwören; Juli, Julius; Julata, Julita; mut, stummtaub, mudhr, verändern. Dann: jejuna, das Fasten; jentar , zu Mittag essen ; Jerusalem, Jerusalem, Jeremias , Jeremias, Vergleichung der Mitlauter. Der leichten: k - g - ä - v - g . Der schwerem; p - c - t - J - &. — — — * - j ~ 9 » ^ Das z hat eine Gleichheit mit ts. Das c mit äs. Das, qu , gu u. s. w. wird wie im Deutschen und andern Sprachen ausgesprochen, und das h hält das Mittel zwischen der italienischen Leichtigkeit und Stärke der Deutschen. Romansciie Sprache. 285 Die Sylben der einfachen Selbstlauter, welche vor und nach der Accentsylbe stehen, und jene der Geschlechtswörter, werden sehr geschwind, die der einfachen Selbst - und Mitlauter, wie auch jene der doppelten Selbst - und Mitlauter werden mittelmäfsig , und die der Accente sehr langsam und deutlich ausgesprochen. Daher erkennt man auch , dafs diese ' Spsache die Länge und Kürze der Sylben beobachte , und hiemit sehr tauglich zur Poesie sey. In Rücksicht also dessen bat sie lange und sehr lange , kurze und sehr kurze, und unbestimmte Sylben. Sie iiberläfst auch der Willkühr , ob man Wohl- Idangs halber den Endselbstlauter wegwerfen wolle, oder nicht ; in dem Wegwerfungs-Fall aber wird das gewöhnliche Wegwerfungs — Zeichen beygesetzt. Z. B. an alva , Icj’ al , al' audi , statt : aua alva, leje al — ala audi. Diese Regel gilt aber nur alsdann wenn ein Selbstlauter, der einfach ist, folgt ; denn wenn t « { zwey Selbstlauter, oder; a - o - u vorangehen, wird die F.ndsylbe geschrieben, und gänzlich ausgesprochen. Z. B. nur.ta alv , iou afdon u. s. w. Ja, um Wohlklangs halber, gehet diese Sprache in der Abkürzung noch weiter, welclies in der Poesie erklärt werden wird. EIN UND ZWANZIGSTER ABSCHNITT. Erklärung der Alpenabrisse. Die drcy Gebirgsabrisse stellen die ganze schweizerische Alpeiikette, aus verschiednen Punkten gesehen, dar. Ich wollte eine durchaus treue Abbildung der Gestalten , aller Beugungen und Spitzen und der gegenseitigen Verhältnisse der Felsen dieser langen Gebirgskette auf das Papier übertragen, und nahm deswegen oft bey der Zeichnung ein gutes Fernrohr zur Hülfe. Pünktliche Genauigkeit war mein Hauptzweck, besonders aus der Absicht, um nach einer langen Reihe-von Jahren bey Vergleichung dieser Abrisse mit der Alpcnkette leicht und bestimmt die Veränderungen bemerken zu können, welche durch alle zerstörenden Kräfte in den Gestalten ihrer mannigfaltigen Felsen bewirkt seyn werden. Diese Zeichnungen werden jeden Wandrer, wenn er auf die Stellen kommt, von denen sie genommen sind, mit dem Namen und der Lage der am meisten in die Augen fallenden Felsen bekannt machen. Nichts zieht so stark die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich, als die Alpenkette, wenn sie sich entschleyert glänzend darstellt. Die Begierde , sich näher zu unterrichten , ist äusserst gereitzt; man will mit dieser ausserordentlichen und unbekannten Welt genauer vertraut werden ; man fragt nach Namen, Lage u. s. w. aber man bildet nur selten Jemanden, der die gethanen Fragen richtig beantworten kann. Meine vielfachen Reisen in den Gebirgen , das Erklärung der Alpenaufrisse. 2^7 Besteigen hoher Berge, wo ntan Uchcrsichten hat, und die Beliefs des Herrn General Pf} ff er in Luzern und des Herrn Mayers in Aarau, haben mich in den Stand gesetzt, die Namen der auffallendsten Gebirge kennen zu lernen. Wer sich aus den Standpunkten dieser Zeichnungen mit Hülfe derselben die Alpenkette genau bekannt gemacht hat, wird sich dann in allen andern Punkten, wo man die Gebirge erblickt , ziemlich zu recht finden können. Erster Alpen - AL ri f s. Der Standpunkt dieser Alpenansicht ist hev der Hoch- wache auf dem Albis , 5 Stunden von Zürich. Die Fläche des Zürchersees ist 1279 Fufs übers Meer, und die Hochwache 1454 Fufs über den Zürchersec, also der Standpunkt 2615 Fufs übers Meer erhaben. Der Bürg- len , welcher der Hochwache gegen über steht, verdeckt einen kleinen Thcil der Alpen in der Nähe des Mythen oder Sc/tfveilzerhacken , der mit ( V. ) bezeichnet ist. Um die ganze Kette rein darzustellen, ist der Bürgten in der Zeiclmung weggelassen. Wenn man nctnlich von der Hochwache einige Schritte zurückgeht, erblickt man auch das von dem Bürgten verdeckte Stück. Die Zeichnung wurde bey Abendbeleuchtung und im Anfang des hohen Sommers genommen, in welchem hin und wieder einige Gebirge noch mehr ihren Schnee verlieren, als man in der Zeichnung erkennt. Der Felsen ( V.) der gerade der Hochwacht gegen über steht , ist 7 - 8 St., “nd (U.) in der Alpcnkctte 15-16 St. in gerader Linie davon entfernt. 288 XXI. Abschnitt. Auf dieser Zeichnung sieht man den östlichen Anfang der Schweitzer-Alpen, uud ihre Ausdehnung gegen Abend bis in die Gebirge des Lauterbrunner- Thals wo denn die noch entfernter liegenden Felsen von dem Pilatus und den Entlebucher — Bergen verdeckt werden. Die Ausdehnung dieser Kette mag ohngeiähr 40 - 50 Stunden betragen. Der Gebirgsstofs Appenzells ( A. A.) ( Kalkstein ) womit die Kette anfängt, besteht aus mehrern Felsen- ketten und Hörnern, die alle eigne Namen haben. Der Kanton Appenzell , das Rheinthal, und der Einflufs des Rheins in den Bodensee liegen östlich von dem Säntis, welcher gegen 20 St. von dem Standpunkt entfernt ist. Die Appenzeller- Ilochalpen setzen in die Felsen (B. B.) fort, an deren östlichen Seite das grofse von dem Rhein durchflofsne Thal sich ausdehnt, in dem das Rheinthal , das Gebiet von Sa:e, Gams , Grabs , PVerdenberg und Sargans und verschiedne östcrreiche Besitzungen liegen. An der nördlichen Seite legt sich das Toggenburg an. Die Felsspitzen ( D .), die Sieben Iiuhfirslen genannt, (Kalkstein), sind die nackten Häupter des Sichel- und Ochsenkam , die sich arn Anfang des JT allen- Sees dicht bey PVallenstadt erheben, und stehen östlicher als der Felsen ( C. ) , ob dies gleich aus der Zeichnung nicht deutlich wird. C. Der Speer oder Speerkam (Kalkstein) stellt so, wie der Sichel- und Ochsenkam, in der nördlichen Felsenmauer des PVallenstadt er - Sees. E. Der Schänniser - Berg ( Nagclfluc ). Er hat seinen Erklärung der Alpenaufrisse. 289 'Namen von dem Stift Schännis , welches dicht an seinem nördlichen Fufs gelegen ist; auf der Südseite liegt PVesen dicht am J'Vallen-Sec ; dort nennt man diesen Felsen Oberspietz. F. F. Sind Felsen ( Kalkstein ) in der Rliatikonkette des K. Graubündten , dessen Felsketten sich südlicher bis zwischen ( K.) und (Z.) ausdehnen. 1. i. Sind die nackten Felsen des Falknis jenseits des Rheins, an dessen Fufs der Pafs Luziensteig und di« Oerter Meyenfeld , Jenins und Malans liegen. Diese Felsen liegen den Badgästen zu Pf effers , wenn sie nach Valens hinauf spatzieren, in ihrer grofsen herrlichen Gestalt, und besonders prächtig bey der Abendbeleuchtung vor Augen. 2. a. Felsen im Prettigau. C. G. Berge an der Südseite des Wallen - Sees , und zwar 3. 4 u. 5. Terzer- Quarter- und Murger- Berge genannt. H. Miirtschenstock (Kalkstein), steht hinter Kirenzen; an seinem Fufs liegen in beträchtlicher Höhe zwejr kleine Seen. Mit diesem Felsenstock beginnt der Kanton Glarus , welcher aus einem zwischen zwey Felsenketten eingeschlofsnen langen, mit einigen kleinen Seitenthälern verbundnen Thale besteht. Dieses Thal fängt bey (F.) an, und dehnt sich zwischen die Felsen bis gegen (R.) aus. Von der mittäglichen Glarner - Kette sieht man aus dem Standpunkt der Zeichnung nur H. H. 7. 8- 9 • P* Q- R-i die übrigen Felshörner sind von der nördlich gelegnen Glamsr- I. 19 2 welches im 1 eifsesten Sommer unverändert immer mit dem we»s- L. Wasserstock Kalkstein, M. Reiseltstock sen Mantel bedeckt bleibt, ist wahrscheinlich der beglichene und mit Schnee überzogne Kopf des Selbstsanft , (Grupliun , in Graubündten genannt). R. Doedi , Toedi {Piz Rusein in Graubündten genannt) auf der Gränze des K. Glarus und des Grauen Bundes , 14-15. Stunden eDtfernt, und 9-10,000 Fufs über den Zürchersee erhoben. Zwischen ( R. ) und ( Q. ) liegen ungeheure Gletscher und Eisthäler, aus denen sowohl die Linth des K. Glarus, welche in den Zürchersee sich ergiefst, als auch die bündtnerischen Bäche Ferara und Ilims entspringen. Trons und Disentis liegen ohngefähr südwärts unterhalb (Q.) und (R.) — Alle Felsen von ( P .) bis (/ 1 .) bestehen aus Thonschiefer und Kalkstein. 15. Kammerstock , steht nördlich des Glarner - Linth- thals , und in Einer Kette mit den Klaridcn S.S.S. 16. Geijsberg , zwischen dem Mutta- und Schiichenthal, auf der Gränze der K. Glarus , Uri und Schirytz, Zwischen den Iilariden und Geifsberg liegt der Cluspafs , aus dem Glarner-Linththal ins Schächenthal. S. S.S.S. Klarider-Alpen, südwärts des Schächenthals auf der Gränze der K. Glarus und Uri. T. Piz Urlaun oder Coecen? Südwärts der Klariden, im Gebiet des Grauen Bundes . g-g.g. Felsen des Muttathaies , an dessen Nordseite. U. Scheerhorn , (8792 Fufs über den Zürchersee) südwärts des Schächenthals ; trägt einen gewaltigen Gletscher, TV. Dispellausch (Urfcls), südlicher als (U.), auf der Erklärung der Alpenaufrisse. »93 Gräme des Grauen Bundes und des Madcranlhals im K. Uri, i8 -70 Stuuden entfernt. X Ruchi , Rauchig steht zwischen dem Schachen- und Maderanthal. Y. TVindgälte, 8060 F. über den Zürchersee, stellt zwischen dem Schächen - ReuJ's - und Maderanthal. Die Felsen ( S. S. V. X und Y. ) stehen in einer Kette, deren Steinart in der Tiefe UrJ'cls , und auf den Höhen Kalkstein ist. V. Mythen , 45°7 F. über den Zürchersee, (Kalkstein) an deren südwestlichem Fufs Schwytz , der Hauptort des K. Schwytz liegt, und von dem 1. Stunde entfernt der Busen des Vierwaldstättersees , welcher sich nach jiltorf hineinzieht, anfängt. Der K. Schwytz beginnt am Zürchersee bey Lachen und Bäck , und zieht sich durchs TVäggislhal , Einsiedcltkal , Mullathal bey den Mythen vorbey, hinter den Ruffiberg weg bis an den westlichen Fufs des Rigibergs. 17. 17 . Rojsstöcke, zwischen dem Schächen - und Mutta- Thal, hinter welche der Kinzigkulm , den die russische Armee unter General Suwarorv auf ihrem Zuge aus dem Schächenthal ins Muttathai am Ende Septembers 1799. überstieg. 18. 18. Felsen am Busen des Vierwaldstättersees, welcher nach Altorf herabzieht. 19. Axenberg am Urnersee, an dessen Fufs Teils Platte und Kapelle. Z. Stägerberg, oder Bristenslock (Urfels), C7.37.buft über den Zürchersee steht an der Südseite des Ala- XXL Ab S CHNITT. 294 deranthals, 3-4 Stunden hinter Anis tag , 1$ St. entfernt; bleibt stets weifis und ist so schön gleichmäfsig mit Schnee bedeckt, dafs sein Anblick bey Ahendbe- leuchtung herrlich erscheint. Zwischen (Z. und Y.) Sieht von dem Bristen die nördliche Felsenkette des Tavetscherthales und des Grauen Bundes , und zwischen (Z. und Aa .) liegt südwärts das Gothardsgebirg. Aa.Aa. Surenen-Alpen (Kalkstein auf Urfels ruhend) im K. Uri; sie tragen grofse Gletscher, welche durch ein Fernrohr deutlich zu sehen sind. Aa. Felsen , an der Südwestseite des ReufsthaXes. 3i» Blakenstock , 8,220. Fufs über den Zugersee *). 22. Urner-Rothstock , fast eben so hoch als der vorige; beyde stehen in dem Hintergründe des Iscnthals , welches an dem Urnersee ausläuft. -j. 6 . s uncl 2I una 23 nordwärts gent 34. Spanörter , 8760 F. der Pafs aus dem Engeiberger- J thal nach dem K. Uri. Bb. Engelberger - Rothstock , 7530 F.'| stehen an der Cc.Cc. TVellistöcke und Rigidalstöcke , f Nordseite des 28. Brisen , 6,384 F.; im K» UnterwaldenJ T hales. ger— und Vierwaldstädtersee , r, 3 ao Fufs übers Meer berechnet, welche nur 41 Fufs höher als der Ziirchcrsee liegen 1 33. Schlojsberg. 4 Zwischen 23 und 24 südwärts, 2 iinrl n t nn /1 o o nnr^worte rroL *- 7,2t8 F. Engelberger- 25. Nieder-Bauen J an der Südseite des Urnersees, 26. Ober — Bauen im K. Uri. ') Von diesen Felsen an sind alle Berghohen über den Zu- Erklärung der Alpen Abrisse. 295 Dd. Der Titlis (Kalkstein) 9,590 Fufs, steht an der Südseite des Engelberger — Thals ; einer der höchsten Felsen in der nördlichen Sehweite, ohngefahr 15-16 St. entfernt. Die Gestalt seines Gipfels ist so eigentümlich , dai’s man diesen Felsen immer leicht erkennen kann ; bey hellem Wetter sieht man ihn bis einige Stunden nordwestlich hinter Strasburg. Hinter ( Dd , 34, 25.) liegt das Maienthal , und vor demselben das Engelberger- Thal. FF. Jochberg , 8,400 Fufs, und sein Nachbar: Ff. Der Fluendi- oder Gadmerstoch , 8>°io F., ohngefahr 16- t8 St. entfernt, erhebt sich gerade über den Engstein —See auf der Engstein — Alp in dem Hasli » Lande des Kantons Bern , über welche ein Weg aus dein Engclberger - Thal ins Engstein - Thal nach Mey ringen im Haiti führt. An der Südseite des Ff. liegt das Gadmen - Thal. 55. Süstenhorn ? oder ein andrer Felsstock zwischen Gadmen- und Maienthal; (Urfel^). Cg. Teilist och, zwischen dem Gadmen- und Engst- lenthal. 34- 34. 54. Gebirge im Melchthal des K. Unter - rralden. 34 ,a. Arnistoch , im Hintergründe des Melchlhals, bestehen aus Kalkstein. 34. b. Geisberg und Selistock zwischen Melch- und Engelberger- Thal. t Hk, Felshörner , nahe am Grimsel , oder seine Horner selbst; (Urfels). i Ii. Rizlihorn (Urfels) südwärts dem Dorfe Guttannen, der Aar, und des Weges auf die Grimsel. Kk. Finster - Aarhorn (Urfels) 11,914 F. über den Vierwaldstättersee, 15,234 F. übers Meer, steht südwestlich vom Grimsel, auf der Grenze des K. Bern und des Ober - Wallis , 24-28 St. vom Albis entfernt , und gehört nach dem Montblanc zu den höchsten Felsen Europa’s. LI. Schrekhörner (Urfels) 12,566 F. übers Meer, im K. Bern. Zwischen Kk und LI liegen ungeheure Gletscherthäler, aus denen die Aar entspringt. 55. 35. Engelkorn,' Gestellhorn (Kalkstein), südwärts * des Haslithals und des Weges auf die Scheideck. Mm. kFetterhörner (Kalkstein) n,453 F. übers Meer. 36. Unterhalb dieser N°. ist der Eingang ins Melchthal. JY n. F ies eher hör ner (Urfels), südlicher als Schreck- und Wetterhörner, stehen mit dem Finster-Aarhorn in gleicher Kette. 38. Mettenberg (Kalkstein) erhebt sich aus dem Grindelwaldthal. Oo. Aeussercr und Innrer Eiger (Kalkstein), 12,268 F. übers Meer, erheben sich aus dem Grindelwaldthal. 37. Schrrarzkorn (Kalkstein) , steht an der Nordseite des Grindelwaldthals. Die tiefer liegenden Felsen Stehen zwischen dem Schrrarzhorn und dem Brien- lersce. Zwischen 36. und 37. nordwärts und Mm Erklärung der Alpenabrisse. 297 südwärts liegt der Sckcidck , über welchen der Weg aus dem Haslithal ins Grindelwaldthal führt. Pp. Jungfrau (Kalkstein) 12,872 F. übers Meer, der höchste Kalksteinfelsen , nicht blos unter allen Kalkalpen des Alpengebirges von der Grenze Ungarns bis ins südliche Frankreich, sondern auch in ganz Europa und der alten Welt. Sie erhebt sich an der Ostseite des Lauterbrunnthals. / ( Kalkstein) an der Südseite des Lauterbrunnthales , in \ gleicher Q q. Gletscherhorn Kette mit der Jungfrau. Die Fel- Rr. Grofshorn. sen von Pp bis Rr sind gegen 30 Stunden entfernt. Die Hochalpen des K. Bern fangen bey (Ff J an, und erstrecken sich bis ( Rr J , wo die übrigen vom Pilatus verdeckt werden. Diese ausserordentlichen Felsen sind, von diesem Standpunkte gesehen , sehr in einander geschoben ; auf den zwey folgenden Zeichnungen wird man sie mehr auseinander gedehnt in ihrer wahren Lage sehen, und erkennen. Die Felsen f Qq J und (Rr) sind gegen 30 St. entfernt. In diese Ge- birgsgruppen von (Kk J bis f Rr J drangen sich alle Felsen zusammen, welche Unterwalden von dem K. Bern trennen: Die Felsen des Ilasli — Thals, des Grindelwalds und des Lauterhrunns , zwischen denen so viele grofse Thaler liegen. Von den Klarider - Alpen an (S.S.S.) behält die ganze Kette bis (RrJ des Sommers den Schnee, 293 XX, Abschnitt. einige Felsen in derselben mehr als andre, und die niedrigen verlieren ihn auf kurze Zeit gänzlich. Der Felsen (Y.) wird auch bisweilen ganz grau, woran wohl nicht seine Höhe, sondern seine steilen Wände schuld sind. Die Felsen (Z. Aa. Aa. Bb. Cc. Dd. FF. Gg. Hk.) sind immer weifs ; und, unter allen am heiastetsten von Schnee und Gletschern , zeigen sich ewig unverändert die Felsen (Kk) bis (Br). Der Felsen (V.) verliert den Schnee alle Sommer auf 3-4 Monate. Sehr oft begegnet es fast alle Sommer, dafs nach heftigen Ungewittern in Einer Nacht alle grauen Felsen der Alpenkette mit Schnee bedeckt werden, und das Ganze auf kurze Zeit wie im Winter aussiehr. ddd. Berge von Toggenburg, Utznach und Gaster, CSandstein, Mergel, gerollte Steine}. Das Toggenburg läuft nach Osten und Norden weit hinauf. Das Thal des Utznacher - Landes , worin Utznach und Schmerihon liegen, dehnt sich hinter und seitwärts dem Buchberg aus , und gellt bis an den Anfang des Zürcher - Sees in der Gegend von (e.J nur tiefer hinein , wo sich die Linth in den See ergiefst. Die Landschaft Gaster fängt hinter dein Buchberg an, und erstreckt sich bey (f.) um den Schänniser- Berg bis nach TVesen. IIummehrald (in ToggenburgJ, über welchen Hügel eine Landstrafse aus dem Toggcnburgerthal in das Utznacher- und Gasterland führt. Buchberg ist ein fruchtbarer Hügel , in der J}tlarch , w Eich f :J| ntrk ilUtri Schönt u Upfti iiktin 11. 1: ms ir Seit u h 1 ö , lufoj %il K’l «Hie W % * Gt **HK| Hl«,. $ Erklärung dee Alpenaufrisse. 2gg deren Gebiet über Lachen bis Büch , und durch das ganze TJ r äggisthal geht; diese Landschaft gehört zu dem K. Schwytz. f. Eingang in das Thal vom K. Glarus, und Weg nach TVesen am Wallenstädtersee. Biltnerberg , vom Glarner-Dorfe Bitten so benannt. Rothberg , (Nagelflue wie der Schännisserberg ). „ , , , . 1 Berge in der Landschaft March. Ueber Schönboden. > 12. 12. 12. Felsen im Sihl - und Einsiedel— Thal, aus welchen der Flufs Sihl durch den tiefen Sihltobel unterhalb der Rojsweide heraustritt. Schindellegi , Dorf im K. Schwytz , durch welches eine Landstrafse von Richterswyl nach Einsiedeln führt. In dieser Gegend von LVolrau und Schindellegi war es, wo die freyen Schwytzer unter Aloys Reding's Anführung gegen die Franzosen, welche ihnen ihre Frey heit bringen wollten , am Ende Aprils und Anfang Mays 1798- so blutige Gefechte lieferten, dafs diese ein Verkommnifs trafen , den Boden des Kanton Schwytz , Uri u. s. w. nicht zu betreten. Hohe Rohne (Sandstein); auf diesem Berge treffen die Grenzen der K. Ziirch , Schwytz und Zug zusammen , weswegen er auch Drei-Länder-Stein geKiipfenstoch. Scheinberg. Ezel. j den Ezel führt von Lachen und Alten- f dorf eine Landstrafse nach Einsiedeln. Felsen, die sich aus dem TVäggis- thale erheben. rannt wird. J i 500 XX. Abschnitt. Bucht von Riehlersvryl, ein grofses schönes Dorf, das letzte des Kant. Zürich auf dieser Seeseite. JVädenschweiler - Berg, an dessen östlichem Fufs dicht atn See das grofse und schöne Dorf TVädens- 0 jvyl liegt. Au , Halbinsel, deren Lage und Aussichten sehr reizend sind , und welche von Klopstock besungen worden ist. Sie liegt 3^ St. von der Stadt Zürich, und 1 1 j; St. von Richterswyl. Sihlwald; in dieser Wald - Einsamkeit dicht an der Sihl wohnte der berühmte Idyllen-Dichter Salomon G e s s n e r mit seiner Familie alle Sommer während einer Keilte von Jalnen. Zürcher-See, 1,279 übers Meer, 8-9 St. lang von der Stadt Zürich bis Lachen und Sehmerikon. Obermeilen. ) Dörfer des K. Zürich. St a/a ist eins Uetikon . , f Stäfa. J un d St. Gallen Mänidorf. der gröfsten und schönsten Dörfer der Schweitz. Zwischen Stäfa und Kempraten zieht die Grenze des K. Zürich Rappersrryl, Städtchen im K. St. Gallen, von welchem eine igoo Schritte lange Brücke über den See nach Hürden auf einer langen Erdzunge führt. Oberhalb dieser Brücke dehnt sich der Zürchersee wieder weiter aus Lüzelau. 'I Inseln in dein See. Haltensgrab ^ oder U/'nau. Der bciühmte Ritter Ulrich von Hutten liegt hier begraben. Menziger-Berge, im K. Zug. Haken , Hohe, Schnylzerhoke , ein mit grasreichen if> i 1 Ä# f ifS ' 0 ui seil Dürfet j. F«l St hr ih Jllise der lieg! Zeit Sch Uü f ü da von lag l«rn Igerii Ami Dort %l ier , *i»F Erklärung der Alpen Aufrisse. 301 Alpen überzogener Berg dicht bey den Pyramiden- Felsen ( V) Mythen. Ueber den Haken geht ein Weg von Schyyytz nach Einsiedeln. Eugelstok , Nachbar des Haken , und grasreich wie er ; an seinem nördlichen und westlichen Fufs liegen die Dörfer Sattel , Steinen und so. Fallen-Elue , an dessen Nordwestseite der Flecken Schryytz , und an dessen Südseite der Eingang ins Muttathai liegt. Kaiserstock ( Nagelflue ) ; dessen nördlichen Fufs bespült der Egeri — See , und ihm gegen über, mehr östlich, liegt der Berg Morgarten , (den man aber in der Zeichnung nicht sicht) wo die berühmte erste Schlacht der Schwytzer den 15. November 1515., und blutige Gefechte am 2. May 1798. gegen die Franzosen geliefert wurden. Sehr nahe an dem Kai- serslocV geht eiu Weg aus dem Kanton Zug nach dem liothenthurm , im Kanton 1 Schryytz. Das Thal von Egeri zieht zwischen dem Kaiserslock , Raff— herg und Cuhel einige Stunden fort. Durch den Lorzentobel strömt die Lorzen , der Abfiufs des Flgerisees, in die Ebne herab, bey Haar vorbey , durch den Baarcrboden, und ergiefst sich vor dem Dorfe St, Andreas in den Zugersee. Raffe, Raff - oder Rolzberg (Nagelflue) 5,516 Fufs über den Zuger- See, steht auf der Grenze zwischen den Kantonen Zug und Schrrytz. An seinem südlichen Fufs dehnt sich das schöne Thal aus, worin der l.oirerzer - See , die Dörfer Goldau , Lorrcrz . TU 302 XX. Abschnitt. Steinen u. s. f. liegen , und welches sich am Zuger- See mit dem schonen Dorfe Aart endigt , welches unterhalb dem zweyten (x) liegt. Gnypenspitz , derjenige Theil des Ruffibergs, von welchem nach Südwesten der Schichtenbruch und Sturz am 2. September igo6. geschah , wodurch das ganze Goldauerthal bis am Lowerzersee verschüttet wurde. { Rigiherg (’Nagelflue) steht zwischen den Zuger- Vierwaldstätter- und Lowerzer - Seen, und bildet fast einen abgetrennten Inselberg. Jt. Rigi-Kulm, der höchste Theil des Rigi, wo die berühmte so viel besuchte Aussicht ist, 4)356 F. über den Zugersee , 5,676 F. übers Meer. 32. Rigistaffel , 3,8/6 F. über den Zugersee, auch wegen der Aussicht berühmt; von hier geht ein zum Theil gefährlicher Fufsweg herab nach Küfsnacht am Vierwaldstättersee. ^ südöstliche Theile des Rigi, aus Kalkstein bestehend. Zwischen dem Dossen , Schneeälpli und dem Rigi gehen die Wege von Goldau, Lo- werz und Art zu den Rigiwirths— häusern und zum Kloster der Maria zum Schnee. Nordwärts der Hoh— Jlue liegt der Lowe/zersee, südwärts der Vierwaldstättersee und die Certer Gersau } Bn nnen u. 6. W. 30. Der Dossen. 29. Schneeäplli. 27. Hohflue. r\' Erklärung der Alpenauerisse. 505 Zugerberg (Sandstein und Mergel) 912 F. über den Zugersee. Zug , Hauptort des K. Zug, welcher Kanton am hohen Rohne anfängt, über den Rotzberg , Zugerberg, die Kiemen bis hinter Cham sich ausdehnt. Allwinden ; der Weg von Zug nach Egeri geht hier durch. Zugersee , 1,320 F. übers Meer, 4 Stunden lang, 1 St. breit. Nordwäits des Rüthcl-Eck und des Kiemen heifst er Untersee , südwärts derselben Obersee , welcher sich bis unterhalb dem zvveyten und vor dem vierten (xJ ausdehnt. Zwischen St. Andreas und Cham tritt die Lorzen aus dem Zugersee heraus, und ergiefst sich nicht weit davon in die Reujs. Kiemen , hinter diesem hervorspringenden Sandsteinhügel liegen die Dörfer Immensee und Kiifsnacht im K. Schwytz , und zwischen beyden, unterhalb dem vierten (x) , ist die hohle Gasse , wo Wilhelm Teil den Tyrann Gefsler erscliofs, und wo Teils Kapelle steht. Am Kiemen fängt der Kanton Luzern an. Baar , grofses Dorf im K. Zug, durch welches die Landstrafse vom Albis nach Zug geht. In dieser Gemeinde wurde Johann JA'aldmann gebohrcu , welcher einer der gröfsten Heerführer der Schweitzer in der letzten Hälfte des XV. Jahrhunderts war, in den Schlachten bey Cranson und Murten unsterblichen Ruhm erwarb, und als Bürgermeister von Zürich enthauptet wurde. / tCappel , Dorf im K.ant. Zürich an der Grenze des K. Zug, merkwürdig durch die Schlacht in dem Bürgerkriege der Schweitzer vom J. 1531., in welcher der Reformator Ulrich Zwingli den Heldentod starh. p ierwaldstättcr - See. Dieses Stück desselben nimmt man bey einer dünstefreyen Luft sehr schön wahr ; man trift aber selten einen so glücklichen Zeitpunkt. Der Vierwaldstätter - See liegt zwischen dem Diet- schen und Honberg , dem Pilatus , Loperberg und Bürgenstock. Aus ihm gehen zwey Buchten aus: Die eine ganz nahe am nördlichen Fufs des Pilatus , nach dem Luzernischcn Dorfe Winkel; die andre , viel länger, nach der Stadt Luzern. Oestlich diängt er sich zwischen dem Rigi und dem Bürgenstock nach Mittag hinein ; bildet rechts nach Westen einen grofsen Busen , an dessen Ende Buochs liegt ; geht östlich dicht hinter dem Rigi fort, bis ohngefähr südlich der Ilohfiue , unter (27.), wo er das schöne' Dorf Brunnen bespült, und wendet sich von hier in einem starken Winkel gerade nach Mittag gegen (Z) hinein, wo er die Bucht bildet, an dessen Ende dieser See eigentlich seinen Anfang nimmt, wo die Reufs sich in denselben ergiefst, und wo Flüelen und Altor f liegen. Von Luzern bis nach Flüelen fährt man 9 Stunden. Honberg (Sandstein) 1,572 F. über den Zugersee, an dessen Südseite der Vierwaldstättersee flutet. Biirgenstock^ (Kalkstein) 2,316 F, über den See, im K Erklärung der Alpenaufrisse. 305 K. Unterwalden. Südwärts desselben liegt Stanz , das fruchtbare Thal von Nidwalden , welches sich östlich bis Buochs an den See, und südwestlich bis Stanzstad zieht. Blumalp, Schönalp , auch Stanzerhorn genannt , '4,392 F. über den See (Kalkstein), an der Südseite des Thaies von Stanz 1 ist ein schöner, mit fruchtbaren Alpen überzogener Berg, dessen Sennhütten man bey Abendbeleuchtung erkennt. Loperalp oder Renk , hinter welchem sich der Seebusen von Alpnach tiefsüdlich hineindehnt. Zwischen dem Loperalp 'und den Felsen (36) liegt das Thal von Obwalden , Sarnen , der Sarnersee , Eingang ins Melchthal und der Brünig, über den ein Weg aus Unterwalden ins Haslithal führt. Pilatus ( Kalkstein ) , mit seinen Hörnern Esel , Tomlis , kVidderfeld; seine höchste Spitze , der Tomlis , ist 5,760 F, über den See, 7,080 F, übers Meer. Der Pilatus schliefst sich an die Entlebucher- Gebirge, welche westlich hinabziehen, und die Fortsetzung der grofsen Alpenkette für diesen Standpunkt ganz verdecken, . "Luzern , liegt tiefer, dicht am Vierwaldstädtersee und an den Ufern der Reujs ; aber die nordwestlichen Stadtmaueru laufen über eine Anhöhe, und von diesen kann man bey sehr heller Luft etwas erkennen. Roth; unterhalb dieses Dosfs (liefst die Reujs nach ihrem Austritt aus dem Vierwaldstädtersce bey Luzern, und strömt von hier nach Norden zwischen den Hügeln. I. 20 r 5o6 XXI. Abschnitt. P Zweyter Alpcnabrifs. Der Standpunkt dieser Alpen - Ansicht liegt auf der Höhe des Hügels io Minuten von dem Dorfe Roche- fort (2 St. von der Stadt Neuchatel) südwärts der grofsen Strafse welche nach Val-Travers führt. Die Ansicht Alpen ist hier ausserordentlich prächtig, und erstreckt sich nach Osten Lis zum Pilatus und den Gebirgen Untern'aide ns; allein dieser Tlieil war nicht wolkenfrey genug , um die Gestalten der Felsen genau zeichnen zu können. Dieser Abrifs fängt mit den Hochalpen des K. Berns an , welche , sehr in einander (T), grade dem Standpunkt gegenüber, ist ohngefähr b. Engelhorn , erhebt sich südwärts oberhalb Meyrin- gen im Haslitlial. c. Wetterhorn ( Kalkstein auf Gneufs gelagert ) 25 — 24 St. vom Standpunkte entfernt, n ,453 F- übers Meer , auf der Grenze vom Hasli- und Grindel- geschoben , den ersten Alpen-Aufrifs endigen. Um Diese Zeichnung wurde nach Sonnen - Aufgang in der Mitte des Septembers entworfen. Der Molesson 11 Stunden, und die Diablerets i.bb') 17-18 Stunden davon entfernt. Die Ausdehnung der Alpen vom Engelhorn ( b ) bis (z>z>) in Savoyen mag 50 Stunden betragen. n. G\ a. Schrrarzhorn ( Kalkstein ) zwischen dem Brienzer- *. Sri See und der C rindehvalder - Scheideck. h Tsc, iraldthal , südwärts der Scheideek. *) Fast alle Hohen der in diesem Abrif» verkommenden h. Innerer \ Erklärung der Alpen au friss e. 307 d. Berglislok. (Fclsart wie c). , ' e. Schrekhörner (Granit und Gneufs ), 12,566 F. übers Meer , erheben sich zwischen den Eisthiilern , von denen die Gletscher des Crindelvraldthals ihren Zuwachs erhalten. f. Stralek oder Mittelgrad. (Felsart wie e ), zieht nach den Vieschhörnern auf der Wallisischen Gränze g. Aeusserer Eiger. Der erstere 12,268, der zweyte 12,666 F. übers Meer, erheben sich aus dein Grindeleyald -Thal; (Kalkstein auf Gneufs.} i. Jungfrau. (Kalkstein auf Gneufs) 12,872 F; übers Meer, erhebt sich an der Ostseite des I.auterbrunn - Thals. C ziehen an der Ost- und Südseite des Lauterbrunn- Thaies (Kalkstein auf Gneufs ) auf der Gränze von IVallis. Von b — p liegen zwischen allen diesen Felsen ungeheure Eisthäler und Gletscher, ^ welche zu den gröfsten der Schweitz gehören. rj. Blümlisalp oder Wilde Frau (Kalkstein), »1,395 F. übers Meer, erhebt sich im Hintergründe des Kicti~ Thaies zwischen dem Lauterbrunn - und Frutinger- Thal ; trägt grofse Gletscher. k. Gletscherhorn t. Ebenßue m. Grofshorn n. G'spallenhorn o. Breilhorn p. Tschingelhorn Felsen sind nach den trigonometrischen Messungen des Hrn. Tralles (Mitglieds der Akademie in Jkrlin ) angegeben. XXL Abschnitt. t. Doldenhorn (‘Kalkstein) 11,287 F-, zwischen dem Oeschenen - und Gasternthal. n, 43 3 (Kalkstein), im Gastern — u. Rinderhorn oder das Lammernhorn , das erstere östlich , das zweyte tvestlich des Gemmipasses , (Kalkstein), in Oberwallis. i> v. Wilde Strubel ( Kalkstein), auf der Gränze des Simmenthales und Oberwallis , 2-3 St. von dem Dorfe an der Renk. w. Rdzli-Gletscher , an der Süd- und Südwestseite des Strubel gelagert. Die Felshörner , welche zwischen w und x hervorragen , ziehen von dem Strubel nach dem Laue- nenthal auf der Gränze von Oberwallis , und zwischen ihnen führt ein Pafs aus dem Simmenthal nach Sitten im Wallis. x. ff ahnenschritt (Kalkstein) , im Hintergrund* des Lauenenthals , ein Seitenthal von Saanen. y. Matterhorn , Cervin und Sylvio genannt (Ulkalkstein und Serpentin), 13 ,854 F. übers Meer, eine dünne glänzende Felsnadel oberhalb Matt im Fispacht hal auf der Gränze von Oberwallis und Piemont , über 30 St. vom Standpunkte entfernt. Südöstlich vom Cervin steht der Rosa , der nur einige Klaftern niedriger als der Montblanc ist. Am Fufs der Cervinnadel liegt der Pafs, über welchen, in oiuer Höhe von 10,234 F. ein Weg aus dem Vis- t. Alt - Eis thale auf der Grenze von Oberwallis und in der Nähe des Gemmi. Erklärung dee Alpenaufrisse. 50g pachthal nach dem 0 Cervin - oder Tornanche - Thal in Piemont führt. zzz. Geltenhorn (Kalkstein), im Hintergründe des I.auenenthals , mit einem grofsen Gletscher; übe*» diesen Felsen führt ein Weg von Lauenen nach Sitten im Wallis in 10-11 Stunden. « a. Oldenhorn ( Kalkstein ) , im Hintergründe de* Gsteigthales, 9,630 F. übers Meer. bb . Diablerets (Kalkstein) 10,093 F. , auf der Grenze zwischen der Landschaft Aigle und Bex und Unter- ivallis. An deren südwestlichen Fufs führt ein Weg von Bex nach Sitten. gg. Dent de Midi (Kalkstein auf Urfels) , 9,8°2 F., im Unterrrallis; zwischen ff und gg liegt St. Maurice , der enge Eingang ins TVallis und der Ausflufs der Rhone nach dem zwischen EE und FF anfangenden G enfersee. hh. Velan (Urfels), der nordöstlichste Theil des Grofsen Bernhards , 10,327 F. übers Meer. ii ii. Hohe Hörner der Montblanc-Kette in Savoyen zwischen dem Ferrex - und Entrevesthal südwärts, und dem Trient- und Chamounythal nordwärts, unter denen die Aiguilles d’Ornex, d’Argentiere, Couvercle, Jorasse, Mailet (Urfels), stehen. cc. Grand Moeveran d d. Pointe de Fahre ff. Dent - de Mordes ' auf der Grenze der Landschaft Aigle und Bex und Unterrral- lis. Der Mordes ist 8 , 95 r F., ^ (Kalkstein auf Urfels gelagert). kk. kk. Felsen zwischen dem Trient und Valorsin südlich und hiethälern nördlich, (Kalkstein auf Urfels). k l. Buet (Kalkstein auf Urfels), 9,564 F. übers Meer nach Hrn. Fielet, in Savoyen zwischen dem Valorsin - und Taningerthal. II. Aiguille de Dru , im Chamounythal (Urfels). mm. Aiguille de CItarmoz und Blaitiere (Urfels), im Chamounythal. Zwischen 11 und m m liegt das Thal, wo der ungeheure Gletscher, Eismeer genannt, starrt, nn. Aiguil/es du Plan und du Midi, auch Aiguilles maudites genannt, über r 1,000 F. hoch. P o. Montblanc ( Urfels ) , 14,700 F. nach Hrn. v. Saussure, i4i793 F. nach Hrn, Tralles, übers Meer, 28 - 29 St. von dem Standpunkte des Zeichners entfernt. Das kleine Horn zwischen n n und o o ist deT Gipfel einer nackten Felsenwand an der Südostseite des Montblanc, welche äufserst steil nach dem En- trevesthale herabsteigt. P p. Dome de Coute , y q. Aiguille de Coute, erhebt sich aus dem Bionnay- thale. r r. Aiguille de Rogne, das südwestlichste Horn der Montblanc-Kette, von welchem die Richtung der ho- 1 hen Urfelshörner so sehr nach Süden geht, dafs man keine derselben aus diesem Standpunkte mehr sehen kann. Auf den Höhen bey Lyon in Frankreich zeigen sich die vom Montblanc fortsetzenden mit Schnee und Eis bedeckten hohen Urfelsen (die Grayi- sthenxmd. Kottischen Alpen) sehr schön und deutlich. Erklärung der Alpenaufrisse. 31t Kalkstein; zwischen beyden Hörnern zieht das Thal von. ss. Aiguille de Varens uu. u 11. Die Felsen von Brezon und Vergi , südwärts des Arve - und Bornethals. (Kalkstein). DD, Felsen , südlich des Annecy-Sees. (Kalkstein). A A, Berge an der Nordseite des Thunersees, Beatenberg , Ralligßae. ( Kalkstein ). B B. Belpberg (Sandstein), nicht weit von der Stadt Bern. CC. Gurnigel (Nagelflue und Sandstein), 6 St. von der Stadt Bern. D. Stockhorn (Kalkstein) 6,760 F., in der Felsenkette nordwärts des Simmenthales. Der Berggipfel links des Stockhorns ist der Niesen , südwärts des Sim- menthals, 7,340 F. übers Meer , aus Grauwake und Sandstein auf seiner Höhe bestehend. ^ sind kahle Hörner in der Stokhorn- E. Neunenßue j kette (Kalkstein). Südwärts des Gan— F. Ganteriseh | terisch liegt das Weissenburgerbad ^ im Simmenthale. G. Seelisböhl. ( Sandstein ). H. Schöpf. ( Sandstein ). T.. Rigishalbßue J 11 . Aiguilles de Fours Sallenche , durch welches die Strafse von Genf nach Cha- inouny führt. { 312 XXL Abschnitt. M. M. Berge im Schwarzburgischen, K. Bern. (Sandstein und Nagelflue.) N. Körbliflue ) nordwärts des Charmeythales im K. O. Tzappeläri C Freyburg (Kalkstein). P. Hochmattberg , auf der Südseite des Charmeythales. ( Kalkstein ). Q. Philisima , Nachbar des vorigen. / R. Dent de Brenleyre p in dem Mocausathal , ein Ne- 5 . Foliera j benthal von Saanen. U.Gumßue , zwischen Saanen und Etivazthal , südwärts Rougemont (Kalkstein). VV. Mont Alire und Biren (Sandstein) zwischen der Val Sainte und dem Thal von Bulle nach Freiburg. W. TV. Raye de Pezar- nezza X. Mont Gray 1 : zwischen dem Saanenlande und dem Thale von Gruyere ( Kalkstein ). Am südlichen Fufs dieser Felsen liegt Chateau d’Oex und Rossiniere in Saanen. T’. Molesson (Kalkstein), 6,181 Fufs übers Meer; an seinem Fufs liegt das Städtchen Gruyere ; von da bis auf seinen Gipfel 2-5 Stunden, wo eine prächtige Aussicht über den ganzen Genfersee u. s. w. ist. Z. Souratchou A A. Tesatchou B B. Tour de Mayen p in der Landschaft Aigle (Kalk- CC. Tour d'Ay S stein). 7,188 F. übers Meer. DD. Dent de Jaman und Mont Nayc (Kalkstein), an der Ostseite des Genfersees. Nachbarn des Molesson (Kalkstein). V* 0 . F« Gtnferse ;G. F \ t.. >4 .322 Zusätze zu dem XVII. Abschnitt: Reiscbcsclireibungen. S. 206. 99. Eugenias Briefe an ihre Mutter, geschrieben auf einer Reise nach den Bädern von Leuk im Sommer 1806. Hcrausgegeben von Heinrich Hirzel, Professor in Zürich. 8- Zürich bey Orell, Füfsly und Compagnie, 1809. Diese von dem Herausgeber selbst verfafste, ihrer äussern Form und Attinenzcn nach erdichtete, in Allem aber, was sich auf Naturscenen und l»cxiehi, «lerNa* tur höchst getreue Reisebeschreibung geht aus Schwaben über Schaffhausen nach Eglisa.u und Zürich. Von hier auf der Limmat nach Baden im Aargau; sodann über Bern nach Vevay und durch das Wallis hinauf nach den Badern von Leuk, an deren Heilquellen Eugenia mit ihrer kranken Schwester einen Theil des Sommers von 1806. zubringt. Die Rückreise wird über den Gemini gemacht, durch Unterwalden und Gold au nach Zug. Von da geht die Reise noch auf den Rigi, und endlich über Zürich wüeder der Heimatli zu. Mehrere der in diesen Briefen geschilderten Natursccnen finden sich anderwärts entweder noch wenig, oder doch hier aus einem neuen und eigenen Gesichtspunkte beschrieben. Zu diesen gehören vorzüglich (zweyer sich auf Italien beziehenden Episoden nicht zu gedenken) uie Beschreibung der Aussicht von der Höhe des Z ü r ich - Berges nach einem Gewitter; der romantischen Fahrt vou Zürich nach Baden; des Thaies von Leuk, wo Eugenia mit besondrer Lust zu verweilen scheint, uud die Natur in ihren verborgensten ^LeVx I,o*eT inrclgä schiede uni * dar. iie d ferne Littei Vltr ttrli Schi samt lasse Br ngtigl »eis di ttnermi '«« 1 AU 4 Eh, N Zusatze. 325 Heiligthümern belauscht ist; der Natur-Panoramen des Col de Bahne und Cha m ouny-Thals; des Uebergangs über den Gemmi und der ganzen Gegend bis Kanderstäg, des Lebens auf den Höhen des Rigi und der Thäler von Lowerz undGoldau kurz vor und am ersten Tage nach dem Bergstürze vom 2. September 1806. Die Sprache ist durchgängig rein, und selbst äusserst gefeilt; die Naturschilderungen sind nie mit üppigem Schmuck überladen , und stellen ihren Gegenstand nur um so viei* anschaulicher dar. Durch das Ganze weht eine ernste sittliche Grazie, die dieser Schrift bereits den durchgängigen Beyfall guter Menschen erworben hat. / ‘ Zu dem XVIII. Abschnitt. Litteratur der Schweitzergeschichte. S. 220. 4. Verzeichnis der Handschriften und Collectaneen vaterländischen Inhalts , die .zu den Druckschriften der Schweitzerbibliotheck gehören, welche der Besitzer sämtlich der Vaterstadt und seinen Mitbürgern zu überlassen gesinnet ist. 8- Luzern 8og. Ein sehr reicher Beytrag zu Ergänzung der oben (S. ) angeigten Hallerschen Bibliothek, uncPzuglcich ein Beweis der patriotischen Gesinnungen eben so wohl als des unermüdeten Fleisscs und der Gelehrsamkeit des um sein Vaterland hochverdienten Alt-Seckelmeister Balthasars von Luzern. Allgemeine Erdbeschreibung, Statistik und Oekonomie. S. 224 - i(i. Ebenderselbe, neue Uebersstzung , mit einigen Anmerkungen begleitet von G. H. Heime. gr. g. Basel 809. Die Kupfer sind weggelassen. 17. Bemerkungen, Berichtigungen und Zusäue zu den Briefen (N°. 14.) über die Fellenbergische Landwirtschaft zu Hofwvl, von einem Augenzeugen, g. Aarau 809. 18. N°. 14. Zweyte, verbesserte, und mit einigen (durch N°. 17. veranlafsten) Zusätzen vermehrte Auflage. 8- Zürich. 809. 19. Hofmann (A.) über Feilenbergs Landwirtschaft in Hofwyl; nebst Anmerkungen und einer Nachschrift von A. Thaer. 8- Berlin. 809. 20. Berichtigung des Helvetischen National-Rapports (N°. 16. und 17.) von L. Sch aff old. 8- Bern und Erlangen. 8°9- 011 dieser Schrift wurden SoWclutjsoUon Itogie- rung, von dem Verfasser Exemplare zugesandt. Allgemeine Geschichte» S. 228. 30. Goldlin (D. B.) Versuch einer urkundlichen Geschichte des drey Waldstätte-Bundes, oder der ältesten freyen Verfassung und Verbindung der drey Kantone Uri, Schwytz und Unterwalden, als Grundlage der Schweizerischen Eidgenofsschaft. gr. 8* Zürich. 809. Der Verfasser dieser, bey Anlafs des eintretenden sechsten Jahrhunderts Schweitzerscher Freyheit erschienenen Schrift, ist im Vaterland bereits durch eine ausfühi liehe Biographie des berühmten Einsiedlers Niclaus von Flüe, theils durch seine ebenfalls in 1809. gehaltene sogenannte Sem p a c h e r - Schlacht-Rede rühmlich bekannt. Obiger Versuch dann enthält (nebst dem bekannten Alten) aller- ley mit diplomatischer Genauheit erzähltes, dem ächten Geschichtsforscher sehr willkommenes Neue«. Zusätze. o 2 5 Kirchengeschichte. S. 230. 6. Wirzen (X.) Helvetische Kirchengeschichte. 2. Thle. gr. 8. Zürich. 807-8- Ein wohlgeschriebener, insehr gutem Geiste abgefafster, und mit einigen bedeutenden Thatsachen berichtigter Auszug des unter N°. 1. angezeigten Hottingerschen Werkes. 7. Kirchhofer (Melchior) Sebastian W a g n e r, genannt Ho fm e i s t er; einBeytrag zur Schweitzerischen Reformationsgeschichte, nebst' einem Wort über den Geist der Reformatoren, gr. 8- Zürich. 8 ° 9 - Sebastian Wagner war der Reformator seiner Vaterstadt Schaffhausen. Seine Biographie und die Vater- städtische Geschichte und Denkart seiner* Zeit wird hier in bündiger Kürze und mit löblicher Unpartheylichkeit erzählt. Das angehängte ItacWmi ist, wenn je Eines zu seiner Zeit, sehr kräftig ausgesprochen. Spezialgeschichte, Statistik u. s. f. der einzelnen. Kantone. S. 240. ii. Schnell ( Dr. und Professor des Vaterländischen und Naturrechts an der Akademie zu Bern ) Abhandgen über verschiedene wichtige Theile des Bernischen Civilrechts. 8* Bern. 809. Diese in klarer Kürze geschriebene, und dennoch ihren Gegenstand erschöpfende Schrift, ist selbst für den Ausländer sehr lesenswerth. ßey Orell, Füfsli und Compagnie, Buchhändlern in Zürich, sind auf Jubilate iftog. von Büchern, welche die Schweiu angehen, erschienen. Bericht an Se. Fxcellcnz den Herrn Landammann und an äie Hohe Tagsatzung der XIX. verbündeten Stände der Schweiz, über die landwirtschaftlichen Anstalten des Herrn Emanuel Fellenberg zn Hofwvl. gr. 8. i. fl. i 5 . hr„ Briefe über die Fellenbergische Landwirtschaft zu Hof- wyl. 2te vermehrte Auflage. 8. 36 . kr, B r u n (Friederika) Episoden aus Reisen durch das südliche Deutschland, die westliche Schweiz, Cenf und Italien. Zweyter Band. gr. 8. 3 . fl. 3o. kr. Auf Velinpapier 4. fl. 3 0 . kr. Eugenia*s Briefe an ihre Mutter.