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64 XII. Abschnitt.
liehe Koliken, und immer mische man unter diesesWasser einen oder zwey Theelöft'el Kirschwasser.
Man hüte sich , von den fetten Käsen, besonderswenn sie gebraten sind, viel zu essen; sie erregen denUngewohnten heftige Koliken. Manche Personen be-kommen nach dein Genufs der Alpenmilchspeisen, alsder Molken, Rahm, Sufi, bisweilen Durchfälle. Diesesind zwar unschädlich; indessen ist es doch besser, als-dann diese Milchspeisen nicht zu geniefsen, sondernsich mit guter Chokolatc und Fleischbrühtafeln für dieAlpen zu versehen, wo man nichts als Milchspeisen fin-det. Andre Personen hinwieder werden von jenen Spei-sen verstopft; hier helfen einige Theelöffel Kremor Tartari.
l 7 ) Wer sich leicht erkältet, der versehe sich miteiner feinen flanellnen Weste, und ziehe sie jedesmalauf blofser Haut an, wenn die Reise über hohe Gebirgegeht; denn es geschieht öfters, dafs nach Stunden lan-gem Steigen und Erhitzung der Weg eine Wendungum eine Felsenwand nimmt, und in einer andern Rich-tung fortgeht, wo man bisweilen plötzlich einem schnei-dend kalten Winde ausgesetzt wird, der, wenn er glück-licher Weise nichts schadet, doch unausstehlich empfind-lich ist. Gegen üble Folgen davon schützt eine solcheflanellne Weste gänzlich.
iS) In manchen Gegenden sind die Alpenbewoh-ner äusstrst mifstrauisch auf jeden Reisenden , den siezeichnen sehen, welches si & das Land ahieissen nennen.Wo man dies bemerkt, unterlasse man es sogleich, tunsich keinem Yerdrufs auszusetzen.