Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
56
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56 XI. Ahschnitt.

pier *); auf diesem Grunde kann man die Lichter schnellund leicht mit schwarzer und weisser Kreide, mit Pas-tellstangen oder Stiften von gelber und himmelblauerFarbe angeben. Jeden t hend überziehe man die Umrissemit der Feder, setze mit Tusch oder Biester die Schat-ten ein , und überwasche mit reinem Pinsel die weissenund gelben Lichtstellen. Dies ist die leichteste undkürzeste Art, ohne grofsen Zeitverlust eine treflicheSammlung von Abrissen zu erhalten, welche dem Lieb-haber lebenslangen Stoff zur fleissigen Ausführung seinerEntwürfe geben, oder wenigstens durch ihren jedesma-ligen Anblick die Natur der Alpen und deren Genufslebendiger wieder erwecken wird, als es durch keineBeschreibung möglich ist. Wenn man zeichnen will,

3J 2 sehr feine Hemder, 3 Halstücher, 3 Schnupftücher.

4) i Paar Tanzschuhe, in denen ein Scheernicsser, Na-del, Zwirn und Sf licere gesteckt wird.

5) -£in Pudersack, aus einem Frauenhandschuh gemacht.Alles dies wird in drey Pakete gebracht, nämlich in zweyseidene Strumpfe, dcreu Füfse abgeschnitten sind und dieals Sacke dienen, und in ein drittes, worin sich die Schuhebefinden. Der feine Rock hat 6 Taschen, in welche allesdies gesteckt wird, so dafs man nichts davon sicht, wennman in ein Haus zum Besuch tritt. Auf dem Wege bin-det man die drey Päckchen in ein Schnupftuch und trägtes am Ende des Regenschirmstocks, Die andern Taschenhaben noch Raum für Brieftasche, Papiere u. s. w. In-dessen für einen Reisendeu durch die Alpen ist es rath-licher, alle diese Pakete und noch andre Nothwendigkeiten,in einer Jägertasche, und einen guten Oberrock aus feinemTuch über die Schulter gelegt zu tragen.

*) Die liefste Form des Zeichentaschenbuchs ist grofs Octav,indem man es in einer weiten Tasche bequem tragen kann.