REISEEINRICHTUNG FÜR DIE FlISSGAENGER. 55
£en, einige Hemder; einige Paar Strümpfe, Schnupftü-cher, Halstücher, eine Weste, ein Paar kasimirne Bein-kleider , nebst andern Kleinigkeiten, werden also dasganze Geriith ausmachen.
Wer ohne Führer oder Träger reist, dem ratheich,in einer weiten Jägertasche die nothwendigsten Klei-dungsstücke zu tragen, und sich, überall im Innern derAlpen, der überlästigen und bisweilen mifstrauischenNeugierde als ein Mahler aus Zürich oder Winterthuranzugeben. Fremde ohne F'ührer und Wegweiser wan-dern zu sehen, fällt hie und da den Bergvölkern sehrauf und erregt ihr Mifstrauen. Deswegen ist jener Rathnicht unnützlich.
Ist der Reiseplan von der Art , dafs man sich indieser oder jener Stadt aufhalten will, um Bekannt-schaften zu machen , so mufs man seinen Mantelsackoder Koffre mit dem Postwagen oder mit andrer sichrerGelegenheit voraus dahin abgehen lassen, ehe inan an-kömmt *).
Seine Schreibtafel versehe der Reisende mit einemStift von gegossnem Zinn, dessen Spitze nicht abbriclit,und dessen Schrift nicht so verlöscht, wie die vomBleistift. Der Liebhaber des Zeichnens versorge sichmit blauem, oder besser noch mit graugefärbtem Pa-
*) Die beschränkteste Reise —Einrichtung eines Fufsgängers,der doch überall Gesellschaft sehen will, ist folgende:
I ) Beinkleider von so feinem Zeuge, dafs sie zusam-mengewickelt nicht gröfser als eine Faust sind,
3)1 Paar seidene Strümpfe.