Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
53
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Reiseeinrichtüng für gif. Fcssgasisgir. 53

Sohle des Schuhes glatt geworden ist. Hier mufs derWandrer entweder die Fufseisen anbinden, welche inder Platte N°. IV. dargestellt und beschrieben sind,oder er mufs folgende Alpenschuhe tragen , welche füralle Fälle besser Und vortrefiieher sind, als die Fufsei-sen. Die Sohlen dieser Schuhe miilsen wenigstens 6Linien dick seyn; das starke, aber doch weiche Oberle-der, welches den ganzen Rücken des Fufses einschlies-sen mufs , wird über der Sohle rund herum i r y*Zoll hoch mit anderm Leder übernähet, um gegen jedenStofs den Fufs desto mehr 7,u sichern. Inwendig mufskeine Naht hervorstehen, welche drücken oder die Hautverletzen könnte. Man mache in diesen Schuhen Stun-den lange Spatziergänge, um sie zu versuchen, und einwenig auszutreten. Soll dann die Alpenreise beginnen,so läfst man sich drey Dutzend grofse stählerne Nägelbereiten, deren Spitzen wie Schrauben gearbeitet, undderen Köpfe, die wenigstens 4 ^Linien breit seyn müs-sen, als eine abgestumpfte vierseitige Pyramide, mit ei-nem tiefen Einschnitt in der Mitte, wie alle Schraubenzugehauen sind. Von diesen Nägeln werden in jedenSchuh 12 Stücke eingesetzt, nämlich 7 um die vordereHälfte der Sohle, in gleichen Entfernungen vertheilt,und 5 um den Absatz, so nahe an den Rand der Sohle,als es, der festen Einsetzung des Nagels unbeschadet,geschehen kann. In die Zwischenräume dieser Stahlnä-,gel Werden alsdann gewöhnliche eiserne Nägel mit brei-ten Köpfen, einer neben dem andern, so eingeschlagen,dali sich die Köpfe berühren. Mit diesen Schuhen ge-