IX. Abschnitt.
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der Natur überall zu sehen, würde zu Fuls /, Monat*Zeit brauchen, wenn der Reiseplan zwcckmäfsig entwor-fen ist. Hicbey ist für Aufenthalt in den Städten nichtmehr gerechnet, als nöthig ist, um das Merkwürdigstezu sehen. Es ist wirklich selten, wenn man 3 Wochenhintereinander heitres , trocknes Wetter geniefst. DieVeränderlichkeit desselben ist sehr grofs ; selbst in denbeständigsten Monaten fallen bisweilen 3 — 4 Tage Re-genwetter ein; man kann deswegen zu diesen vier Mo-naten allerwenigstens noch 14 Tyge hinzusetzen, an de-nen man durch Regen und Sturm gezwungen ist , zubleiben, wo man gerade sich befindet. Ich bin aberüberzeugt, dafs niemand sich des Glücks rühmen kann,binnen einer fast viermonatlichen Reise nicht mehr alsvierzehn Tage schlechtes Wetter gehabt zu haben.Nicht blofs bey Regenwetter , sondern schon bey vielenW olken, welche tief an den Bergen herabhängen , ver-liert der Reisende, obgleich nicht den ganzen, doch denvorzüglichsten Genufs, indem dadurch die Höhen, Ge-stalten und Massen der Gebirge dem Anblick entzogenwerden; man wandert daher in einem Thal, in einerBerggegend , und man lernt sie nicht kennen ; denn dieGebirge und Felsen sind die Hauptzüge jeder Gegend,welche ihren eigenthiimlichen Ausdruck bestimmen , undimmer der Hauptgegenstand des Betrachteus, Erstaunensund Bewunderns jedes Wandrers sind. Ehe das Wet-ter im Sommer sich festgesetzt hat, und nach eingcfail-nem Regen , hängen die Wolken fast immer sehr tief,und im letztem Falle dauert cs oft 8 — 10 Tage, ehe