Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
43
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Nützlichste und woiarEii sTE Art zu reisen. 43

den Reisenden als Führer und Träger zugleich zu dienen.Einige unter ihnen haben mchrmale alle Theile ihres Vater-landes durchreist, kennen alle Wege, wissen über Vielesdem Fremden Bescheid zu geben, und gewähren, wennman allein zu Fufs reist, eine Gesellschaft, die zwischenden hohen Felsen in der schauerlichsten Einsamkeit sehrangenehm ist. Ich würde jedem Fremden rathen, einensolchen Lohnbedienten für alle Reisen, die man zu ma-chen denkt, anzunehmen; man befindet sich in allerRücksicht besser und bequemer dabey , als sein Reise-bündel von Bauernpurschen von Ort zu Ort oder tag-weise tragen zu lassen. Diese letztem kosten eben soviel, ja noch weit mehr, als die Lohnbedienten, weilihnen der Tag ihrer Rückreise auch bezahlt werdenmufs; ap vielen Orten findet man keinen Mann gerade,wenn man ihn braucht, und dann hat man täglich dieUnannehmlichkeit, wegen des Lohns zu handeln. Istman so glücklich, einen von den guten Führern zu be-kommen , so wird die Fufsreise weit angenehmer, weilman dann immer einen treuen, guten Bedienten um sichhat, der schon überall bekannt ist, und der auch fürden Deutschen selbst öfters den Dollmetscher machenmufs. Nicht in allen Städten giebt es dergleichen Lohn-bediente. Ich erwähne derer nicht, die in Gtnf undim fYaatlande sind , weil diese den Reisenden für dieganze deutsche Schweitz von keinem andern Nutzensind, als wie jeder gewöhnliche Bediente; auch sind mir

da wieder nach Leipzig in Zeit von 9 Monaten. Man

sehe dessen Spatziergang nach Syrakus, Leipzig, 1802.