Kosten, in der ScmvraTz zu reisen. 53
die immer wieder dahin zurückiaulen, und bey denen ersich unterwegs nicln aufhält, der wird beym Keircnwohlfeiler reisen , als mit einem Wagen; vorausgesetzt,dafs er keinen Knecht zu Pferde mitnimmt.
Ich habe Viele gesehen, die in der ersten schweize-rischen Stadt, wohin sie kamen, einen Vergleich miceinem Fuhrmann auf die ganze Reise , die sie machenwollten, eingiengen : ich habe aber nie bemerkt, dafs sietäglich weniger als den genannten Preis geben mufsten.
Wer blofs reist, ohne sich aufzuhalten, oder nurhöchstens hie und da einen halben oder ganzen Tag,und dessen Reise sich da wieder endigt, wo er ausfulrr,der gewinnt dadurch viel, indem er die Tage der Rück-reise nichts bezahlt; sonst aber kann man nicht andersals dabey verlieren; denn die Reise wird erstaunendkostbar, wenn man sich hie und da drey, fünf bis zehnTage aufhält, und immer seinen Kutscher bezahlenmufs; und man gewinnt nichts, indem überall zu jederZeit Pferde und auch Waagen zum weitern Fortkommenzu linden sind. In diesem Fall vertheuert man sich alsodie Reise ohne Nothwendigkeit.
Mit eignen Pferden zu reisen ist nicht so kostspielig,wie man denken sollte. Das Futter für zwey Pferdeund das Kostgeld des Kutschers belaufen sich täglichhöchstens auf vier bis fünf Gulden, nämlich so langeman sich in Wirthshäusern aufhält. Wenn der Fremdein einem Privat- oder Landhause wohnt, und der Kut-scher das Futter einkauft, kostet der Unterhalt nicht soviel. Wer einige Monate in der Schweitz viel reist,/.
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