Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

Kosten, in der schvveitz zu reisen. 51

Sommer sehr grofs ist, so findet man öfters an denleer zui iickgehenden Kutschen eine wohlfeilere Gelegen-heit, weil tnan nicht die Tage der Rückkehr, also nurdie Hälfte des gewöhnlichen Preises zahlt. Es ist des-wegen nützlich, den Hausknecht des Wirthshauses öf-ters zu fragen, ob keine Wagen von dem Ort, wohinman reisen will, angekoimnen wären. Ich sagte, ehmalswar der bestimmte allgemeine Preis für das Pferd täg-lich fünf Gulden, jetzt aber nicht mehr. Seit dem letz-ten Kriege mufs man für zwey Pferde täglich 6 8Gulden, jeden Tag doppelt wegen der Rückreise, alsoia 16 Gulden täglich zahlen; wohey das Trinkgeldfür den Kutscher noch nicht geicchnet ist, welches täg-lich wenigstens 1 [-> Gulden angeschlagen werden mufs.Eisweilen fodern die Pferdeverleiher nur 3 Gulden täg-lich für das Pferd; inan denkt, einen billigen Mann ge-funden zu haben, und ist doch der Betrogne ; denn darechnen sie nur einen Tag mehr an, und die Sachekömmt darauf hinaus, wie ich eben sagte ; z. B. vonZürich nach Bern, 24 Stunden, oder zwey Tagreisen,und der leeie Wagen oder die ledigen Pferde könntenauch in zwey Tagen wieder zurückgehen; und doch mufsman fünf Tage bezahlen. V011 Zürich nach St. Gallenanderthalb Tagreiseu, und doch rechnet der Fuhrmannvier Tage Eben so vier Tage von Basel nach Bernhin und zurück, obgleich man ganz bequem in ändert-halb Tagen die Reise zurücklcgt. Deswegen ist es noth-wendig , mit dein Verleiher neben dem Preise auch dieZahl der Tage bestimmt zu bedingen.