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1 (1809)
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Das Reisen i. d. Schweitz staerkt d. Gesundheit. 15

an einem heifsen Tage, darf man nur einige Minutenstille stehn, um sich wieder ganz munter und kraftvollzu fühlen. Je höher man kömmt, desto mehr wirktdiese stärkende Kraft der Luft. In der schwülen Hitzeder niedern Gegenden fühlt man oft schon eine blei-schwere Müdigkeit; man verzweifelt, nur eine Stundesteigen zu können. Indessen je höher man kömmt,desto mehr schwindet die Mattigkeit; und, wenn mannach drey'bis fünf Stunden eine Höhe von 6 8000 Fufserreicht hat, so empfindet man eine Heiterkeit, Mun-terkeit und Leichtigkeit, die sich nicht beschreiben lassen.

Dafs jeder Wandrer die Tagreisen nach seinenKräften und seiner Bequemlichkeit einrichten, vier, achtbis zehn Stunden zurücklegen kann , und überall wenig-stens erträgliches Nachtlager findet, und dafs die grofseAbwechslung der Gegenstände die Aufmerksamkeit immerspannt, die Seele beständig durch die mannigfachstenGefühle belebt auch dies macht das Fufsreisen selbstdem, der es vorher nicht gewohnt war, ungemein leicht.

VIERTER ABSCHNITT.

Das Reisen und der Aufenthalt in der Schweitzbefördert die moralische Gesundheit.

Je ausschliefsender der Mensch nur mit Menschenumgeht, je mehr deren Getümmel, Thun und Treibenihm einzige Welt wird, desto mehr sinkt er zu einem