Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
14
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i/ t III. Abschnitt.

cken, indem sie sich dies als die ärgste Anstrengungvorstellen* Allerdings sind die Fufsreisen ermüdend;nur mit dem gewissen Unterschiede, dafs sie in einemBerglande bey weitem nicht so angreifend, als in einemebnen Lande sind. Die beständige Veränderung desWeges, auf dem man bald auf- und absteigt, bald ge-rade fortgeht, bewirkt, dafs bald diese, bald jeneMuskeln in lebhaftere Thätigkeit gesetzt werden; dai'sdie, welche kurz vorher am meisten gespannt wurden,durch die mindere Theilnahme an der .gegenwärtigenBewegung einige Ruhe geniefsen; kurz es werden nichtbeständig dieselben, Muskeln angestrengt, welches hin-gegen auf einer ebnen Strafse der Fall ist. Aus diesenGründen sind Ermüdung und rauhe Straffheit, welchenach einer Tagreise in einem ebnen Thale den Wand-rer selbst Wunder nehmen, bey weitem nicht so stark,wenn man über die höchsten Gebirge reist. Fernerwerden auf ebnem Wege die Füfse immer gleich be-wegt und gesetzt, dieselben Theile werden immer ge-drückt und gerieben ; geschieht dies nun einen ganzenTag, so entstehen sehr leicht Blasen, welche nichtblofs Schmerzen hervorbringen , sondern bisweilen dasGehen auf eine Zeitlang unmöglich machen. Auch diesegrofse Beschwerde hat der nicht zu befürchten, welcherGebirge besteigt.

Die unglaublich wohltliätige Wirkung der elasti-schen reinen Bergluft auf den Körper erleichtert ausser-ordentlich das Reisen in den Gebirgen. Itn Gefühleder gröfsten Erschöpfung nach stundenlangem Steigen