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Die Begründung der "Deutschen Rundschau"
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welchem unser Prospect versandt werden sollte, stand vor der Thür. Da kam,und zwar über den großen Ocean, aus Amerika das erlösende Wort in Ge-stalt eines Kabeltelegramms: eine der großen Buchhandlungen in New Jorkbestellte, ich weiß nicht genau, wie viele Hunderte von Exemplaren und fügtehinzu, sie wolle die Bestellung verdoppeln, falls wir der Zeitschrift statt desfranzösischen einen deutschen Namen gäben.

Ich erinnere mich dieses Momentes noch ganz deutlich, als wir drei indem Gartenhäuschen der Lützowstraße die Depesche lasen, uns ansahen unddann wie zum Rütlischwur die Hände ineinander legten mit dem Ausruf:„Ja, so soll sie heißen — Deutsche Rundschau!" — was dann sofortnach New Jork zurückgekabelt wurde.

Die wenigen Tage reichten eben noch hin, den neuen Prospect zu drucken,der pünktlich am bestimmten Tage in dieser seiner endgültigen Fassung in alleWelt ging:

Deutsche Rundschau.

Julius Rodenberg.

Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin.

Preis pro Quartal (3 Hefte ä 10 Bogen gr. 8">) 6 Mark.

Inhalt des >

l. Berthold Auerbach, Auf Wache. Novelle.

II. Anastasius Grün, Zum Concil. Gedicht.III. Heinrich von Sichel , Die erste ThetluugPolens.

I V. vr. Ferdinand Cohn, Botanische Probleme.

V. I. von Verdy (Oberst und Genemlstabschei desI. Armsecorps,, Der Zug nach Sedan. Per-sönliche Erinnerungen nach seinem Tage-buchs.

Das zweite Heft wird n. A. Beitrüge volitz, Eduard Laster und Max Maria von WeberBirchow, Karl Hillebrand, Friedrich Spielhagev

rsten Heftes:

VI. ZurKenntniszKaulbachs. Mittheilungenund Briefe an den Geh. Ober-PostrathEduard Schüller.

VII. Theodor Storm, Im Waldwinkel. Novelle.VIII. Friedrich Krcytzig, Literar. Rundschau.

IX. Karl Frenzcl, Berliner Chronik.

X. Eduard Hanslick, Wiener Chronik.

XI. Louis Ehlert, Richard Wagner's Tristanund Isolde.

XII. Politische Rundschau,i Emannel Geibel, Paul Heyse, Gustav zu Put-enthalten, denen sich zunächst solche von Rudolfund Adolf Wilbrandt anschließen werden.

Der übrige Text ist unverändert der der ersten Redaction, nur daß derSatz, in dem wir uns wegen der Wahl des fremdsprachlichen Titels ent-schuldigen zu müssen glaubten, fortgelassen worden und weiterhin statt „DeutscheRevue" immer „Deutsche Rundschau" gesetzt ist.

Auch die bereits im Satz stehenden Bogen des ersten Heftes mußten mitneuen Kolumnentiteln versehen werden; und hier, wo ich dieser Veranstaltungendes letzten Augenblickes und aller Factoren gedacht habe, die zum Gelingenbeigetragen, darf ich auch der Pierer'schen Hofbuchdruckerei (Stephan Geibel L Co.)

Dis Begründung der „Deutschen Rundschau". 3