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1 (1915) Niederösterreich
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464 Wien, Bücher der Universität und dazu gehöriger Stiftungen.

'armariuin im Gebrauch; dessen Aufstellungsort wird bezeichnetals 'locus concessus per domum, qui est sub gradu, tibi intratur adstubam magnam huius domui (Acta f. a. I, 177 v vom J. I4 I 5)> 0< ^ e \wie es an einer anderen Stelle heißt 'armario staute sub gradu exopposito magne stube* (Acta f. a. I, 17g" vom J. 1415)- Schon da-mals wurde durch den Bibliothekar und den Dekan ein Verzeichnisder vorhandenen Bücher angelegt und in drei Ausfertigungen her-gestellt; davon ist leider kein Exemplar erhalten. Je eines hatte derBibliothekar und Dekan, das dritte war 'in libraria magistrorum incollegio (ducali)' an der Wand zu befestigen und jeder Bibliothekarübernahm die Bücher vom Vorgänger laut Inventar. Bis zumJ-14 2 5konnten die Professoren die für die Fakultät erforderlichen Bücherohne weiters kaufen, von da an war der Kauf an einen Fakultäts-beschluß geknüpft.

Schon im J. 1422 wurde der Antrag gestellt, eine gemeinsameBibliothek für die vier Fakultäten zu bauen, wobei jeder Teil durchGitter oder Mauern getrennt sein sollte (Acta f. a. II, 48 v ). Im S^ el 'dien Jahre wurde die erste, von der Fakultät beschlossene Bibliotheks-ordnung gegeben (Acta f. a. II, f. 4g). Die Bücher hatten sich durch, nicht eingelöste Pfänder, Schenkung des Magister Heinricus de Bas-lach (141S), Michael Harsch de Geppingen nach 14 21 ; durch Legades Magister Stephanies de Stokkam 1430 vermehrt (Acta f. a. D>10i v ). Als nun der berühmte Iohannes de Gmunden seine großeSammlung von Büchern und Instrumenten im J. 1435 zu hinterlasse!versprach (Acta f. a. II, 159), mußte man für sie Vorsorge treffen-Im J. 143S kam noch die große Schenkung eines nicht genanntenBürgers dazu (Ada f. a. II, i3o v ). Aus dem Plan einer gemeinsamenBibliothek wurde, soweit wir sehen können, nichts, weshalb dlArtistenfakultät im J. 1438 beschloß, durch einen Neubau für ihj e30 eigenen Bücher zu sorgen. Ein solcher Zubau wurde auf dem « 6Universität gehörigen Grunde bis zur Mauer der großen Aula aiygeführt ("super portam per aream universitatis usque ad muruaide magne eiusdem' Acta f. a. II, i36 v ). Der Bau ging jedoch, d adas Geld mangelte, nur langsam vor sich. Da ein vom Doktor de3 5 Theologie Johann Geus im J. 1440 testiertes Buch in der Bibh^thek nicht untergebracht werden konnte, kam es einstweilen, bis dlFakultät eine eigene Bibliothek besäße, in die des Collegium duca <<(Acta f. a. II, i 4 2 R ). Einstweilen war das Testament des Iohannede Gmunden, und die Bestimmungen, die ausführlich über My"40 Währung, Kettenbefestigung bestimmter Bücher und die Untet"bn rgung anderer handelten, bekannt gemacht worden. Nach einer B aUzeit von drei Jahren endlich wurde das Haus fertig (1443). Aus d&-Zeit ist eine Bibliotheksordnung erhalten f Ordinacio de aperc'O' 1

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