Wien, Bücher der Universität und dazu gehöriger Stiftungen. 46^
hbrarie facultatis et usu librorum eiusdem' Acta f. a. II,.ißS v ). Eswaren Taxen für die Benutzung bestimmt, die Einsicht hatte an Ortund Stelle zu erfolgen; für die Ausfolgung eines Schlüssels zur Biblio-thek war gleichfalls eine Taxe zu entrichten. Schlüssel an die Pro-fessoren der artistischen Fakultät waren gegen einen Eid und Be- 5Zahlung von 42 Pfennigen auszufolgen; die letztere konnte jedochunter gewissen Bedingungen gestundet werden. Nach kurzer Zeitwurde auch den Doktoren der anderen Fakultäten das Schlüsselrechtunter gleichen Bedingungen gewährt. Für Bücher des Johann vonGmunden hatten besondere, von ihm getroffene Bestimmungen Gel- 10tung, ebenso auch für die Bücher des Michael Harsch. Die NamcndcrBücherspender sollten in den Fakultätsakten vermerkt und in die be-treffenden Bücher eingetragen werden. Das Verzeichnis derselbensollte an der Wand befestigt werden. Die angeketteten Bücher solltennur gegen Ausleihschein und Pfand und nur durch den Dekan und 15seinen Beirat verliehen werden.
Die Erwerbung neuer Werke ging nun rascher vonstatten, teilsweil die Lehrer ihre Bücher ganz oder zum Teil schenkten, teilsdurch Kauf. Im J. 144g wurden von Johannes Sorger, Baccalaureusder freien Künste und des kanon. Rechts sowie Bürger von Wien, 20Bücher für die Bibliothek gekauft, der Quintern zu drei Groschenberechnet; es wurden ihm 61 & j ß & gezahlt, worauf er noch ausfreien Stücken die 'summa Reimundi' schenkte; 1451 wurden dreiBücher von Stephanus de Egenburga geschenkt, zwei von Paulusde Mellico. Im J. 14^2 wurde eine 'glosa ordinarid gekauft, im 25d. 14^3 kam von Dr. Joh. Geyer aus München und Nicolaus deGloczje ein Buch dazu. Im gleichen Jahr erhielt die Bibliothek dasgroße Legat des magister Iohannes de Linz (Acta f. a. III, 65 1 ff.).Im J. 145$ wurden 11 Bände um j3 Ungarische Gulden gekauft;l hre Aufzählung steht Acta f. a. III, 82 v . Im J. 1455 wurde eine 3oBibel um 25 Ung.fl. (Acta f. a. III g6 v ), im J. 145$ wurden zweiBergament-Hss. gekauft; geschenkt wurden drei Bücher. Im J. 1460wurde ein Franciscus de Zabarella, 1461 ein ' Katholicoif auf Per-gament in zwei Bänden um den bedeutenden Betrag von 61 Ung.fl.beworben (Acta f. a. III, i3<S' R ). Auf die Verwaltung war viel Sorg- 35fall verwendet worden. Seit 14^2 ist von einem Salar die Rede, dasfür jenen Magister bestimmt wurde, der die Bücher zu korrigieren,zu registrieren und zu tabu Heren hatte, ferner von einem Salar für"ftt librarius. Beim Ankauf wurde man vorsichtiger, da durchei nen Mißgriff' ein Buch leuer gekauft, aber nicht benutzt wor- 40de n war.
Infolge der vielen Vermehrungen reichte der für die Bibliothekbc 'stimmle Raum nicht mehr aus und dringendes Bedürfnis für ein
Mittelalt. Bibliothekskataloge I. - ,0