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1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
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BÜCHER DER UNIVERSITÄT

und dazu gehöriger Stiftungen.

Die Universität Wien wurde im J. 1364 gegründet, alle vierFakultäten hatte sie indessen erst im J. 1385. Zu den vielfachenSchwierigkeiten, die sich in den ersten Jahren ergeben hatten, 5gehörte auch der Mangel von Räumen für Hörsäle und für dieBibliothek, wie aus einer Beschwerdeschrift Heinrichs von Langen-stein an Herzog Albrecht III. erhellt. Zu Weihnachten 1384 wurdedas mit der Universität in engster Verbindung stehende Collegiumducale eröffnet, ein von Herzog Albrecht III. beim Dominikaner- 10kloster erkauftes Haus, das als gemeinsame Wohnung für zwölfMagister der freien Künste und für einen oder zwei Doktoren derTheologie diente. Aus den von einzelnen Mitgliedern des HausesUnterlassenen Büchern erwuchs nach und nach eine gemeinsame,größere Sammlung. In den ersten Jahrzehnten des 75. Jahrh. 15wurden im Collegium ducale auch die der Artistenfakultät gehörigenBücher untergebracht. Der im J. 1411 aus dem Nachlaß des Frei-singer Bischofs Berthold von Wehing c dcr Universität" geschenkteAugustinus de civitate dei wurde, weil er für die Universität alsGanzes bestimmt war, im Collegium hinterlegt, bis die c Universität' zoeine eigene Bibliothek besitzen würde. Ebenso dürfte es mit den imJ- 1418 der ' Universität' von Petrus de Pulka dargebrachten Hand-schriften geschehen sein. So wurden 1412 zwei der Fakultät ver-machte Bücher ' apud domum collegii depositi, donec de libris uni-versitatis poterit posterius lacius provideri' (Acta facultatis artium I, 25I 54 R ). Die nötigen Werke wurden entweder in Wien oder an anderenUniversitäten, besonders in Prag, auf Kosten der artistischen Fakultätbesorgt und die allmählich angewachsene Sammlung im Laufe derZeit selbständig verwaltet. Während noch im J. 1407 das Ausleihenvon Büchern durch den 'reeeptor (Säckelwart) der Fakultät geschah 3o(Acta f. a. I, i23 v ), wurden seitdem J. 1415 eigene 'libraru (Biblio-thekare) mit deren Verwaltung betraut. Von da an ist eine ununter-brochene Reihe von jährlich am Tage des h. Koloman (i3. Oktober)Wechselnden Bibliothekaren bekannt. Für die Bücher war nur ein