Lilienfeld. 12 3
gicorum etphilosophicorum, uti sunt partes bibliae, quaedam patrumopcra, libri sententiarum, libri Aristotelis, cum aut sine commentarüs,P. Ioanni Pinzinger, professo nostro Viennam ad academicam doc-tionem theologicam cum benedictione D. Georgii abbatis trans-missorum' (Danach Ant. Klein, Geschichte des Christenthums in 5Oesterreich Bd. 3, Wien 1841, S. 3-jg). Aus der Existenz dieses Ver-zeichnisses schloß Hanthaler, daß bei der Verwüstung und Plünde-rung des Klosters durch den Führer der Bohnen Sokol 1408 undbald darauf durch Johann von Hohenberg die Bibliothek nicht zer-stört wurde. Abt Paul III (1474—1485) hat mehr als 50 Inkunabeln 10gekauft, die in Hanthalers Katalog (s. unten) kenntlich gemacht,a ber seit der Aufhebung des Klosters verschollen sind. Ob bei der"Minderung durch die aufrührerischen Bauern 1597 auch die Bücherlitten, ist nicht bekannt. Am i3. Mai i63j wurde die Bibliotheke mes Dr. Hilleprandt um 2800 Imperialen gekauft. Abt Cornelius 15Strauch (i638 — 1650) sorgte für Instandhaltung der Bücher; aufv ielen Bänden finden sich die Anfangsbuchstaben seines Namens:**••- 5. A(bbas) C(ampililiorum), auch C. A(bt) Z(u) L(ilienfeld) mitdarauffolgender Jahreszahl. Der kais. Bibliothekar P. Lambeckbesuchte am i3. August 1665 als Begleiter Kaiser Leopolds I. das 20*Iaus. Damals war noch der als Schreiber hervorragende JakobGstatner, scriba librorum, Wilhelmspurgensis tätig. 1 ) In LambecksPapieren (Cod. 0714 der Wiener Hof bibliothek) findet sich auch einVerzeichnis von Hss. der kais. Bibliothek, worin Schriften des hl. Bern-hard stehen, mit Bemerkungen eines Lilienfelder Mönches über Druck 25"er einzelnen Werke und deren Vorkommen in Hss. von Heiligen-/a 'euz und Lilienfeld und sonst. Unter Abt Siegmund Braun (1695 —I 7i6) wurde die Bibliothek gegen Feuersgefahr oberhalb und unter-halb gewölbt und 1704 mit Deckengemälden geziert. Auch wurdenv °n ihm die Bücher des kais. Rates Dr. Matthias Hertod erworben. 3oWahrscheinlich mit einer der beiden hier erwähnten Sammlungen kamd 'e ansehnliche Reihe von Inkunabeln der St. Michaelskapelle in■Ehingen, aus der dort begründeten Bibliothek des Hieronymus Winkel-l°fer, nach Lilienfeld. Durch die am 24. März 1780 erfolgte Auf-lebung des Hauses wurde die Bibliothek aufgelöst. Das Archiv 35n 'iirde nach Wien gebracht, desgleichen die ganze Bibliothek, bis auf. le sn genannte kleine Bibliothek im Noviziat und jene Bücher, welcheUl den einzelnen Zellen gewesen waren. Größere Codices hatte mann " le Wagengleise geworfen und liegen gelassen; eine Anzahl davonwurde später in Bauernhäusern gefunden. 2 ) Obwohl das Stift durch 4 °
) der codex tertius privilegiorwn ist noch im Stifte, die anderen Bände sind imta atsarchiv in Wien, Cod. 7 i (2 Bde.). 2 ) nach Tobner a.a. O. S.391.