Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

LILIENFELD.

Orden: Cistercienser.Bistum: Passau (St. Polten).Gründungs^eit: (1202) 1206.Auflösung: 178g; wieder errichtet 1790.

Lilienfeld in Niederösterreich wurde von Herzog Leopold VLL.dem Glorreichen 1202 gegründet und im J. 1206 durch Mönche ausHeiligenkreuz besiedelt. Sein alter, ursprünglicher Name ist c VallisMariae, Marienthal und die hl. Maria Schutzpatronin des Hauses;

5 es heißt ferner c Campus Liliorum; Campililium . Man nimmt fürden Anfang der Bibliothek die Zeit der Gründung an, obwohl manjetzt nur einen Codex kennt, der aus Heiligenkreuz dahin gebrachtwurde. Paul Tobner hat (Xenia Bernardina pars LIL, S. 277ff.)sowohl aus dem Lilienfelder Nekrolog als aus Subskriptionen und

10 aus anderen, nicht genauer bezeichneten Quellenschriften einigeNamen von Mönchen festgestellt, denen dort die Bezeichnung'scriptorbeigegeben ist.') Auch durch die Schriftsteller des Hauses wurdedessen Bibliothek vermehrt. Aus alter Zeit sind zwei Bücherverzeich-nisse erhalten. Das eine aus dem i3. Jahrh. (hier Nr. 18) sieht im

15 Cod. 52, das andere aus dem 14. Jahrh. (hier Nr. ig) findet sich irnCod. $7; während das erstcre 68 Bände zählt, verzeichnet das zweiteüber 200. Die davon in Lilien feld noch jetzt erhaltenen Handschriftensind von C. Schimek im gedruckten Katalog ersichtlich gemachtworden. Die im älteren Verzeichnis vorkommenden Codices sind

20 mit einem Stern vor der Codexnummer versehen, die im zweitenVerzeichnis vorkommenden mit zwei Sternen. Ein Lnventar desPriors Walther von 1402 erwähnt nur im allgemeinen das Vorhanden-sein von 25 Büchern (Anno domini 1402 fr. Waltherus in resignationeprioratus sui in festo Luciae reliquit successori suo .... libros 25.

25 Cod. 206, f. 141 R ). Von einem jetzt verschollenen Ausleihverzeichnisberichtet Chrys. Hanthaler, Fastorum Campililiensium tom. IIpars IL (Lincii 1754), S. 76 zum J. 141 5 1416: ' Scheda nostraquaepiam sinchrona catalogum exhibet plurium voluminum theolo-

*) vorher kürzer, in dem von Heinr. v. Zeißberg Fontes rer. Austriac. 2. Abt.3o Bd. 41 herausg. Nekrolog, im Index S. 223 f.