Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
35
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S. Heiligenkreuz. 35

Die Autorennamen der Überschriften sind mit Ziffern numeriert;die Zählung läuft eine Strecke von erster Hand, dann beginnt diezweite Hand, dann hören beide damit auf. Die Überschriften sindzum Teil durch Unterstreichung hervorgehoben, zum Teil nicht; imfolgenden Abdruck sind sie sämtlich gesperrt. 5

Die vorliegende Tabula ist viel ausführlicher als das VerzeichnisNr. 7. Offenbar hat jenes zum Nachweis und zur Auffindung derin der Bibliothek tatsächlich befindlichen Schriften infolge seinerKürze und UnVollständigkeit nicht ausgereicht. Während jenes sichoffenbar nur mit dem auf dem Deckel befestigten Titelschild der 10Handschriften für seine Angaben begnügte, ist die vorliegende Tabulahierin weiter gegangen. Ob der Verfasser seine ausführlicherenInhaltsangaben den Codices selbst entnahm, wie sie sich oft auf derInnenseite des Deckels oder auf den ersten Blättern der Handschriftenzu finden pflegen, oder ob er diese Inhaltsangaben erst auf Grund 15eigenen Studiums gemacht hat, mag dahingestellt bleiben. Im letzterenFalle würde es sich um eine bedeutende Leistung handeln. Wahrschein-lich trifft jedoch das erstere hierzu. Dafür spricht schon der Umstand,daß in einer ganzen Anzahl von Fällen aus einem Komplex vonmehreren Schriften eines Codex eine davon ausgehoben und an 20die Spitze gestellt ist, obwohl sie im Codex erst an späterer Stelleerscheint, was wir, da die betreffenden Bücher erhalten sind, leichtzuerkennen vermögen. Dieser Umstand darf somit auch nicht Zweifelgegen die Richtigkeit der unten gegebenen Identifizierungen erregen.In der vorliegenden Tabula ist z. B. unter den libri Augustini der 25Titel Exposicio super epistolas Io. traetatus 10 an die Spitze gestellt,obwohl das Werk im Cod. 23 selbst erst an zweiter Stelle steht. Fernerkann man sehen, daß im Verzeichnis Nr. 7 Cod. 23 nicht nur genaumit demselben Titel bezeichnet ist wie in der Tabula an erster Stelle,sondern auch, daß in beiden Katalogen derselbe Fehler (epistolas 30statt epistolam) erscheint. Die Voranstellung eines Werkes untermehreren in einem Codex vereinigten Stücken in der vorliegendenTabula und Charakterisierung des betreffenden Codex nur durchdieses eine Werk im Verzeichnis Nr. 7 läßt sich wiederholt beob-achten; vgl. Augustinus, Libri confessionum (II3'° ') = Cod. 21g) oder 35Augustinus, Contra Faustum Manicheum (II 3" = Cod. iSg). Ausdem Vergleich der Beschreibung hier (S. 6g, i 4 ->s) mit Cod. 2340^ derWiener Hofbibliothek, welcher der der Beschreibung des alten Kata-l ogs entsprechende Codex ist, sieht man, daß nicht nur eine Schrift,sondern zwei Titel ausgehoben und vorangestellt werden konnten.

l ) die römische Ziffer bedeutet die einzelnen Regale, die arabische die Legebretter, 4°

rf er Exponent die Ordnungsnummer des Codex auf dem betreffenden Brett in dem

Verzeichnis Nr. 7.

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