36 8. Heiligenkreuz.
Ein strenges Prinzip für die Anordnung der Tabula ist nichtvorhanden. Die meisten der alten Kirchenschriftsteller (der Väter)stehen zu Anfang, doch auch hier schon sind Bernhardus undAnseimus eingemischt und unter den jüngeren erscheinen wieder
5 ältere Autoren wie Eusebius, Maximus, Athanasius (richtig Ana-stasius). Außer den Autoren sind fachliche Gruppen gebildetworden: Summe, Hystorie ecclesiastice, Vite sanetorum, Collacionespatrum, Regule, Textus glosati, Libri gramaticales, Musice, Cronice,Sermones (ohne eigentliche Überschrift). Zum Teil schließt sich die
io Tabula an die Reihenfolge des Katalogs Nr. j an, folgt also derReihe der Codices auf den einzelnen Brettern. So sieht man z. B.bei Augustinus, wie die Beschreibung hier partienweise mit der altenAufstellung dort vorwärtsschreitet, vgl. S.28II 3'. 3". 3 3 . 3 4 . 3 5 . 3°.3'. 3 S . 3 9 . 3 W . 3", S. 2 9 II 5'. 5*. 5 3 . 5*. 5 5 . . 5'. 5 6 . 5 8 . 5». 5 '".
15 6'. 6 2 . 6 3 . 6 4 . 6 5 . 6°. Oder bei leronimus 5. 28 II 4'. 4 2 . 4 3 . 4*. 4 S .4 6 . 4'. 4 9 , S.3i III 4'. 4 2 . 4 3 . 4 4 , S. 26 1 3 S ; bei Ambrosius S.3 2 III5'- 5 2 - 5 3 - 5 4 - 5 5 - 5°- 5 7 ; bei Gregorius S.2 9 II 7'. 7 \ 7 3 . 7 *. 7 5 . 7 6 '.7 S . 6". 6'", S. 32 III 6'. Bei den durch eine Namensüberschrift be-zeichneten Abteilungen, also bei Augustinus, leronimus, Ambrosius etc.
20 sind nicht ausschließlich deren Werke verzeichnet, weil bei Sammel-bänden auch die übrigen in den betreffenden Codices befindlichenSchriften anderer Autoren mit aufgezählt sind. Ferner wurde amSchlüsse von solchen Abteilungen auf weitere Bände der Bibliothek'hingewiesen, worin sich Schriften desselben, in der Überschrift ge-
25 nannten Verfassers befanden; vgl. das dann erscheinende Wort requiresamt dem entsprechenden Hinweis.
In mehreren Fällen sind in der Beschreibung <i<?r Tabula im Ver-hältnis zum wirklichen Inhalt der Codices Kleinigkeiten zu Anfang oderzu Ende weggelassen worden; erst der moderne Katalog von Hciligen-
30 kreuz weist sie auf; vgl. S.45, i 7 - 3 2 = Il4 7 mit Cod. 105 oder S.$g, 3 i- 3 smit Cod. 3oo, wo zum Schlüsse noch eine Schrift Bedas u. a. vorhandenist. Werke, die in der Tabula selbständig aufgeführt sind (S. $j, ? , =III 4 S vgl. Cod. 2 20 f. 1 — 65), wurden im laufe der Zeit (in diesem Falleschon im 15.Jah.rh.) mit anderen Schriften zusammengebunden. Da-
35 durchkann bisweilen die Identifizierungderinderlabula beschriebenenStücke mit den in Heiligenkreuz oder anderswo erhaltenen Codices un-sicher oder unmöglich gemacht wer den. Ferner, aus dem als Glosariusbeschriebenen Codex (S. 65,19ff.) ist im Laufe der Zeit ein Teil ausdem Innern entfernt worden, wie die Vergleichung des alten Inhalts
40 mit dem unter Nr. 52 in Heiligenkreuz befindlichen Manuskript zeigt.
Die Identifizierung der in den alten Verzeichnissen angeführten
Bücher mit Büchern in modernen Bibliotheken ist nach dem Plan
der vorliegenden Arbeit im allgemeinen ausgeschlossen. Hier mußte