XIII
talogs oder eingestreut an mehreren Orten vorhanden, dann istdafür eine Mitteltype verwendet. Sind kleinere Zusätze mehrererHände nebeneinander oder einander ergänzend und durchkreuzendzu unterscheiden, dann ist Petitdruck verwendet, der Umfang jedesZusatzes durch runde Klammern begrenzt und durch den Zusatzm 2 , m s , m' usw. jede der Hände näher bezeichnet. Grundsätzlichsind alle Texte, sowohl von erster Hand als die aller anderen Händein Antiqua, alle Zusätze des Bearbeiters (mit Ausnahme der amRande der Seiten stehenden Bezeichnungen) in Kursive gedruckt.Dem Text sind zweierlei Anmerkungen in besonderenAbsätzen beigefügt. An erster Stelle steht das zur Überlieferungund Form des Textes Bemerkenswerte; diese Noten sind durchBuchstaben-Exponenten kenntlich. An zweiter Stelle stehen sach-liche Anmerkungen mit Ziffern-Exponenten, übrigens in geringerZahl und meist zur kurzen Erläuterung von persönlichen oderzeitlichen Angaben in den Dokumenten verwendet. Die Sparsam-keit sachlicher Anmerkungen erklärt sich vor allem daraus, daßdie Identifizierung der Werktitel den Indices des ganzen Werkesvorbehalten bleibt. Die Angabe der Quelle, aus der ein Verzeichnisstammt, ist bei längeren Stücken an der Spitze des Apparateswiederholt. Die Erfahrung hat gelehrt, daß halsstarriges Festhalteneiner bestimmten Regel, was man in den Text und was man indie Noten zu setzen habe, nicht durchführbar ist. Wenn auch imallgemeinen der Grundsatz beobachtet wurde, daß die Katalogeund die ihnen gleichartigen Bücherverzeichnisse dem Leser inhalt-lich und formell soweit als möglich unverändert unterbreitet wer-den sollen, so hat auch dieses Verfahren seine Grenze. Es warvor allem zwischen reinen Schreibfehlern, Dittographien, Fehlerndurch Angleichung an Endsilben anderer Wörter u. dgl. und sol-chen Irrtümern zu scheiden, die auf Rechnung der Unkenntnis desKatalogschreibers, möglicherweise aber schon auf Rechnung derUnkenntnis dessen zu setzen sind, der den Buchtitel ursprünglichim Godex selbst schrieb, von wo ihn der Katalogschreiber einfachmechanisch herübernahm. Es war nun die Absicht des Bearbeiters,reine Schreiberversehen in die Noten zu verweisen, Versehen in-haltlicher Natur aber, wenn sie nur sonst einen Sinn gaben, imText stehen zu lassen und wo es für den Leser ersprießlich odernötig schien, die richtige Form des Verfassernamens oder Werk-titels in einer Anmerkung beizusetzen, obwohl eine gewisse Zurück-haltung auch in dieser Hinsicht empfehlenswert erachtet wurde.