Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
XI
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XI

Anfänge von Sätzen, von Werken (Incipit), von Zitaten und vonEigennamen wurden mit großen Anfangsbuchstaben belassen. Wenneinzelne Wörter, besonders Eigennamen, auch in einem und dem-selben Dokument, nicht durchaus gleichmäßig geschrieben erschei-nen, so ist ein solches Verfahren mittelalterlichen Schriftstückenan und für sich eigen, und der Bearbeiter trug deshalb kein Be-denken, die in mittelalterlicher Orthographie berechtigte und be-sonders im 15. Jahrhundert durchaus überwiegende SchreibungAristotiles, Ihesus stehen zu lassen, wenn die Texte diese For-men ausdrücklich darboten, dagegen die üblichen Formen Aristo-teles, Iesus zu setzen, wenn die betreffenden Wörter in dem über-lieferten Texte nicht ganz ausgeschrieben waren, sondern es sichum Auflösung von Kürzungen handelte. Dies geschah haupt-sächlich deshalb, weil die vollkommene Sicherheit nicht zu ge-winnen war, daß der Katalogschreiber die gekürzten Formen auchüberall gleichartig aufgelöst hätte.

Die Interpunktion ist nach Maßgabe moderner Texte gesetzt.

Es wurde auch getrachtet, das Bild der äußeren Über-lieferung so viel als möglich beizubehalten. Deshalb wurden dieeinzelnen größeren und kleineren Absätze für einzelne Bücher-gruppen oder für die Beschreibung einzelner Bände (Alinea) nachder Abteilung der Vorlage belassen, ohne daß dadurch wesentlicheRaumverschwendung im Druck eingetreten wäre. Bei manchenKatalogtexten heben sich die Beschreibungen der einzelnen Bändeder betreffenden Bibliothek nicht scharf voneinander ab. Wennbei fortlaufenden Texten die zu einem Bibliotheksband gehörigenSchriften erkennbar waren, wurde im Druck der Beginn des Ban-des durch Einschub eines größeren Spatiums kenntlich gemacht.Rubrizierte oder unterstrichene Stellen des Originals sind, wennnicht besondere Verhältnisse der Überlieferung des betreffendenDokuments dagegen sprachen, was in den Einleitungen jedesmalberührt ist, durch Sperrdruck angedeutet.

Abkürzungen der Originale sind im Druck ohne weiteresaufgelöst. Neben den volleren Formen beatus, sanctus, magi-ster u. a. wurden die leichtverständlichen Kürzungen b. s. m.(u. a. m.) beibehalten, wenn sich im Original der Wechsel zwischenvoller Form und Kürzung fand. In selteneren Fällen, besonders beiEigennamen, sind die Auflösungen in eckige Klammern eingeschlos-sen, nicht etwa weil über die Sicherheit der Auflösung als solcherZweifel obwaltete, sondern aus rein formellem Grunde. In den ganz