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Anhang.
Nr. 44 zu Seite 65.
Die Französischen Quellen drücken sich sehr unbestimmt über den Antheilder 2. Chasseurs d'Afrique an dem Hauptkampfe aus. Die im Jahre1896 erschienenen „Erinnerungen" des Generals du Barail machen es wahr-scheinlich, daß dieses Regiment nur mit Feuer eingrifs, nachdem die Fran-zösische Kavallerie geworfen war. General du Barail schreibt — Theil III,S. 188 —, nachdem er berichtet hat, daß sich die von den 13. Dragonern ge-worfenen 2. Chasseurs d'Afrique im Winkel zwischen dem Bois de Greyäre undder Straße von Zarin; nach Mars la Tour gesammelt hätten, und er der Garde-Kavallerie-Brigade befohlen habe, die zur Attacke vorgehende Kavallerie-Division zu unterstützen: „Auf ihrer Rückkehr mußten die Deutschen Reiter nochdas Feuer der unermüdlichen Chasseurs d'Afrique ertragen." Rittmeister v. Kotze(3./Hus. 10) sagt, daß eine jenseits der Schlucht zu Pferde haltende Eskadronder Chasseurs d'Afrique Salven auf die verfolgenden Preußischen Reiter ab-gegeben habe.
Nr. 45 zu Seite 66.
Die geringe Neigung der Französischen Führer zu selbständigemHandeln wird durch folgende Erzählung des Generals du Barail beleuchtet, diezugleich als ein Belag dafür dient, daß zwischen der ersten und zweiten Attackedes Dragoner-Regiments Nr. 13 eine Pause von der ungefähren Dauer einerhalben Stunde gewesen ist. General du Barail schreibt Theil 111, S. 187 seiner„Erinnerungen": „Als die Chasseurs d'Afrique sich sammelten, war der Augen-blick gegeben, wo der Rest der Kavallerie hätte eingreifen sollen. Ich benach-richtigte den General de Montaigu in diesem Sinne. Er erwiderte mir, daß erdie Befehle des Generals Legrand abwarten müsse. Als GeneralLegrand erschien, hatte sich die verstärkte Deutsche Kavallerie in vorzüglicherOrdnung aufgestellt. Ich sagte zu dem General Legrand: »Vor 20 Minutenrieth ich dem General de Montaigu, zu attackiren, um die Unordnung auszunutzen,die meine Chasseurs d'Afrique in die Deutschen gebracht hatten. Jetzt ist es zuspät. Die Ordnung ist wieder hergestellt. Der Augenblick ist verpaßt!« — »Dasist mir gleich«, erwiderte General Legrand, »ich habe Befehl, zu attackiren, und ichattackire!«
Nr. 46 zu Seite 80.
Ueber den Patronenverbrauch werden folgende Angaben gemacht:Feldwebel Kunad (12./57) bemerkt: „Bei der 12. Kompagnie hat der Mannim Durchschnitt 15 bis 20 Patronen verschossen." — Unteroffizier Pampus (12./57)schreibt: „Ich habe persönlich einige 20 Schuß abgegeben; die Leute des 4. Schützen-zuges, dessen rechter Flügelunteroffizier ich war, haben noch mehr verschossen." —Lieutenant Halten (9./57) bekundet: „Ich rechne bei der 9. und 11. Kompagnie15 bis 20 Patronen auf den Mann. In meinem Zuge wurde beim vorletzten undletzten Liegen allgemein lebhaft gefeuert. Wir hatten derzeit geringe Verluste." —Sergeant Möbus (2./57) sagt: „Bei der 2. Kompagnie werden 10 Patronen aufden Kopf kommen. Ich entsinne mich genau, persönlich 5 Patronen verschossen zuhaben, obwohl ich nur gelegentlich feuerte, da ich mit der Beaufsichtigung der Leutezu thun hatte."