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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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Anhang.

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Die Angabe des Hauptmanns v. Lieres, daß die Taschenmunition in dervordersten Linie des Regiments Nr. 16 verbraucht und Patronen aus denHinteren Gliedern nach vorne gereicht morden seien, erhält durch verschiedene andereBerichte Bestätigung. Unteroffizier Wilhelmi (10./16) schreibt:Wir warfen unsjenseits der Schlucht nieder und begannen auf die Franzosen zu feuern, die sichnahe vor uns oben auf der Höhe vom Himmel abhoben. Hier habe ich in einerZeit von mindestens 20 Minuten 30 bis 40 Patronen verschossen. Ich konnteschließlich mein Gewehr nicht mehr öffnen und nahm daher dasjenige des nebenmir gefallenen Unteroffiziers Metzner, von dessen Munition ich auch einen Theilverbrauchte." Auch Vizefeldwebel Jordan (II./I6) bemerkt:Es wurde jeden-falls so viel geschossen, daß die Gewehre anfingen zu verschleimen; daher nahmein neben mir liegender Mann das Gewehr eines Gefallenen. Ich selbst schoßverschiedentlich, besonders bei dem letzten Vorstoße der Franzosen, aus demGewehr eines Verwundeten und gab mindestens ein Dutzend Schüsse ab."Unteroffizier Graßhoff (2./16) berichtet:Ich habe meine Patronen so ziemlichalle verschossen", und Lieutenant Fricdrichsen (2./16) sagt:Ich habe guten Grundzu der Annahme, daß wir mindestens 20 Minuten, wenn nicht eine halbe Stundeauf der Bruviller Höhe gefeuert haben." Avantageur Meißner (5./16) verschoßetwa 30 Patronen und hatte noch die Zeit, die Zündnadel seines Gewehrs durchdie Reservenadel zu ersetzen, da wiederholt Versager vorkamen.

Aus den Akten konnte nur ermittelt werden, daß am 17. August die denTodten und Verwundeten abgenommene Munition zur Vertheilung gelangte unddie Jnfanterie-Munitionskolonne Nr. 2 des X. Armeekorps 150 000 Patronenverausgabte.