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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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Anhang.

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geschossen wurden." Augenscheinlich waren es 10. Husaren, von denen hier ge-sprochen wird. Der Erfolg der Französischen Reiterei auf ihrem äußersten linkenFlügel war nur von kurzer Dauer, wie die Darstellung des Reiterkampfes ergiebt.Der Bericht des Bataillons zeigt aber, daß die 5. Kompagnie nicht in den erheb-lich früher stattfindenden Kampf gegen die 2. Chasseurs d'Afrique, sondern in denHauptkampf eingriff, was auch eine Berechnung der Zeiten wahrscheinlich macht.In diesem Sinne berichtigt sich die Angabe S. 620 des Generalstabswerkes.

Nr. 43 zu Seite 64.

Die Zeitbestimmung der Attacke ergiebt sich daraus, daß beim Husaren-Regiment Nr. lO kurz vor dem Einbrüche ledige Pferde des 1. Garde-Dragoner-Regiments eintrafen, deren Reiter augenscheinlich bei der soeben erfolgten Attackedieses Regiments gefallen waren. Ein Bericht des Rittmeisters Eggeling lieferteinen weiteren Beleg dafür, daß die Attacke erheblich früher, als bisher an-genommen wurde vergl. G.St. W. S. 624, stattfand. Dieser Offizier warbekanntlich nach dem Scheitern des Jnfanterieangriffes beauftragt worden, demGeneral v. Rheinbaben den Befehlzum rücksichtslosen Draufgehen" zu überbringen.Er ritt durch das brennende Mars la Tour, sah von den nächstgelegenenHöhen in der Ferne den Zusammenstoß der Reitermassen und traf nachlängerem Suchen bei Bille für Pron den General v. Rheinbaben, der ihm, nachdemer sich seines Auftrages erledigt hatte, erwiderte, seine Division habe bereitsattackirt. Bald darauf sandte General v. Rheinbaben den Rittmeister v. Heisternach Tronville, um dem General v. Voigts-Rhetz über den glücklichen Ausgangder Attacke zu berichten. Rittmeister v. Heister traf, wie er schreibt, noch beiHellem Tage in Tronville ein.

DieKriegslehren" sagen zwar - Heft 2, S. 259, die Kavallerie-Bn-gade Barby sei erst während des Rückzuges der Infanterie gegen die große Straßevorgetrabt, und General v. Schwartzkoppen habe den vorausgerittenen General-stabsoffizier der 5. Kavallerie-Division, Rittmeister v. Heister, darüber verständigt,daß es zur Zeit unmöglich sei, östlich Mars la Tour vorzugehen. Rittmeisterv. Heister berichtet aber, daß sein Zusammentreffen mit dem General v. Schwartz-koppen vor dein Angriffe der Brigade Wedel! stattfand, und der General ihmsagte, die Infanterie würde rechts von Mars la Tour Vorgehen; es sei erwünscht,daß die Kavallerie links des Ortes herumgreife. Ferner kreuzte sich das auf dieWestseite von Mars la Tour befohlene 1. Garde-Dragoner-Regiment südlich desOrtes mit der Brigade Barby, vergl. S. 28. Dann traf der dem Ulanen-Regi-ment Nr. 13 durch Rittmeister Eggeling überbrachte Befehl, dem Generalkommandoeine Eskadron zur Verfügung zu stellen, das Regiment laut Gefechtsbericht der3. Eskadron, als es den Grund südwestlich Mars la Tour bereits durchschrittenhatte. Schließlich schreibt Rittmeister v. Wurmb (l./Kür. 4), daß beim Vortrabender 1. und 3. Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 4 auf Mars la Tour derRegimentskommandeur an den mit der Infanterie zum Angriff vorgehendenGeneral v. Schwartzkoppen heranritt.

Aus diesen Ermittelungen geht hervor, daß die Preußische Kavallerie deslinken Flügels sich bereits westlich Mars la Tour befand, als der Rückzug derInfanterie begann. Das Zusammentreffen des Rittmeisters v. Heister mit demGeneral v. Schwartzkoppen muß daher vor dem Angriffe der Brigade Wedel!erfolgt sein.