IV. Schlußbetrachtungen.
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dem General v. Schwartzkoppen angeordnet war, anßer Betracht bleibt.Auch das von der Hand des Majors v. Scherfs herrührende Gefechtskrokider Division vom September 1870 zeigt eine große Aehnlichkeit mit demPlan 4. Die bei den anflösenden Wirkungen des heutigen Gefechtes bcmerkens-werthe Erscheinung, daß die Brigade den Angriff in der gewollten Form undRichtung bis in die Nähe des Gegners führte, beweist, daß die Truppe einwilliges und schneidiges Werkzeug in der Hand der Führung war, und schondiescrhalb gebührt ihr volle Anerkennung.
Mit 10 anfangs entwickelten Schützenzügen überspannten -14/s Infanterie-Bataillone einen Raum von 1000 in. An der Grenze des Vordringens wardie Front auf 600 in zusammcngeschrumpft, wenn die in die Tronviller Büschegelangten und von der Masse abgetrennten Abtheilungcn unberücksichtigt bleiben.Nördlich der Schlucht lagen und standen die Kompagnien des RegimentsNr. 16 bis zu 6 Gliedern tief; ähnlich war es bei dem Regiment Nr. 57südlich der Schlucht. Das erleichterte dem Feinde, während er die aus denTronviller Büschen vorbrechenden schwachen Thcile abstieß, zum doppelt um-fassenden Gegenangriffe zu schreiten und durch die Wucht massenhaften Ein-satzes die geschmolzenen und umklammerten Kräfte des Angreifers zu er-drücken. Auf dem Rückzugsfelde an der hohen Pappel, wo sich die beidenRegimenter miteinander vermischten, lagen ihre Todten so durcheinander,daß ein Augenzeuge schreibt: „es hätte selbst derjenige, der hier schon am17. August Geschichtsstudien machen wollte, keine leichte Aufgabe gehabt", undGeneral v. Kraatz faßt sein Urtheil über die an diesem Tage auf demGefechtsfelde gewonnenen Eindrücke in den Worten zusammen: „UnsereBataillone waren wahrscheinlich, je näher der tiefen Schlucht, um so mehraneinander gerückt." In seitwärts zurückgehaltenen Flügelstaffeln, wie sieunserer heutigen Infanterie-Taktik geläufig sind, war auch hier das Mittelgegeben, den völligen Zusammenbruch der Brigade und die schädlicheAnhäufung der Truppen in der vordersten Linie abzuweuden. Das Beispielder Brigade Wedelt zeigt aber auch gleichzeitig die großen Schwierigkeiten,die dem Einsätze solcher rückwärtigen Staffeln zur richtigen Zeit und amrichtigen Orte entgegenstehen. Während auf dem linken Flügel die ge-schlossenen Abtheilungeu zu früh in den Schützen aufgehen, erreichen die desrechten Flügels zum Theil erst dann die vorderste Linie, als diese bereits denRückzug angetrcten hat.
In dem Drange nach vorwärts glaubte das Regiment Nr. 16 um somehr auf eine Vorbereitung des Angriffes durch Feuer verzichten zu können,als der dafür in Betracht kommende Höhenrücken südlich der Schlucht 600 mund darüber von der feindlichen Stellung entfernt und außerhalb der wirk-samen Schußweite des Zündnadelgewehres lag.
Wenn auch dem General Cissey die Zeit gefehlt hatte, seine Divisionin voller Gefcchtsentwickelung vorzuführcn, so traten ihre Massen dennoch vonvornherein in einer größeren Breite auf, als ihnen die 38. Infanterie-