78
IV. Schlußbetrachtungen.
nur festgehalten haben!" Lieutenant Chüden, der Adjutant des OberstenFreiherrn v. der Goltz bemerkt: „Schon in der ersten Feuerstellung äußertemein Kommandeur, daß es darauf ankomme, den Abmarsch der Franzosenauf Verdun zu hindern."
Der bis zur Vermengung mit dem Gegner geführte Angriff war vomGeneralkommando beabsichtigt, denn für den Begriff „angreifen" gab es undgiebt es nur eine Deutung, und es hieße unserer Taktik eine unberechenbareSchädigung zufügen, wenn sich die Auffassung einbürgern könnte, daß derBefehl zum „Angriff" verschiedene Auslegungen zuließe. Dagegen kann inZweifel gezogen werden, ob ohne das Motiv des „Festhaltens" der Angriffmit verhältnißmäßig so. geringen Kräften durch die Gefechtslage gefordertwurde.
Die 38. Infanterie-Brigade hat, wie aus der Darstellung ersichtlichist, den Angriff in der beabsichtigten Form und in der gewollten Richtunggeführt. Der Generalstabsoffizier der l9. Division hat im Jahre 1882 inder nachfolgenden Skizze angegeben, wie der Angriff gedacht war.^)
Ein Vergleich dieser Skizze mit dem Plan 4 ergiebt bis zur Erreichungdes südlichen Höhenrückens volle Uebereinstimmung, wenn die Abzweigungder 5. und 6. Kompagnie des Regiments Nr. 16, die bekanntlich nicht von
*) „Bemerkungen" des Obersten v. Scherst zu dem derzeit erschienenen Werke desHauptmanns Hoenig.
)
1
X