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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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IV. Schlußbetrachtungen.

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während der Krisis durch das Vorschieben der Reserve-Bataillone auf derWestseite des Waldes eine Unterstützung, zum Mindesten eine Aufnahme derBrigade Wedelt angezeigt gewesen wäre. Hätte die 20. Division den Nord-rand der Büsche rechtzeitig mit stärkeren Äbtheilungen erreichen können, sodürfte sich General Cissey veranlaßt gesehen haben, einen Theil seiner Kräftegegen die Waldung zu verwenden, während er nun seine ganze Division zumumfassenden Angriffe der 38. Infanterie-Brigade einzusetzen in der Lage war,wobei sein linker Flügel den Büschen fast die Flanke bot. So kann man sagen,daß die Tronviller Büsche die Gefechtskraft einer Division lahm gelegt haben,und wenn sie erheblich geholfen haben, den linken Flügel des III. Armeekorpszu stützen, so sind sie in hohem Maße an dem Mißgeschick der BrigadeWedelt betheiligt.

Das Generalkommando des X. Armeekorps beabsichtigte zu derZeit, wo es der 19. Halbdivision den Befehl zum Angriffe des rechten feind-lichen Flügels sandte, die Abwehr der dem III. Armeekorps drohenden Um-fassung und die Wiedergewinnung des Nordrandes der Tronviller Büsche.In den nächsten l'/e Stunden verzichtete der Gegner, theilweise aus freienStücken, auf die Fortsetzung des Vorgehens; ja er hatte sogar einige Zeitvor dem Zusammentreffen des kommandirenden Generals mit dem Komman-deur der 19. Division den nordwestlichen Vorsprung der Waldung wiedergeräumt. Aus dem Stocken des Französischen Angriffes ließ sich auf einenAbmarsch des Feindes schließen, und wenn zu der Zeit, als die BrigadeWedelt oorging, eine Gefahr dem Preußischen linken Flügel nicht zu drohenschien, so mußte die Führung jetzt befürchten, daß Theile des Gegnersihren Rückzug ausführen und sich der bevorstehenden Abdrängung von denMaas-Uebergängen noch gerade rechtzeitig entziehen würden. Das seitBeginn der Schlacht auf dem Kampfplatze durch seinen Chef des Stabesvertretene Generalkommando des X. Armeekorps wußte zwar, daß der Gegnererheblich überlegen war.- Trotzdem hielt General v. Voigts-Rhetz den unteranderen Voraussetzungen erlassenen Befehl zum Angriff aufrecht, als er mitdem General v. Schwartzkoppen dicht hinter den vorgehenden Truppenzusammentraf, und billigte dessen Anordnungen auch in ganzem Umfange.Augenscheinlich wurde er dabei von der Ueberzeugung geleitet, daß nurdurch den rücksichtslosen Einsatz der Brigade zum Angriffe derneue Gefechtszweck: die Festhaltung des Feindes, zu erreichen sei.Ein Bericht des Generalkommandos vom 29. August 1870 sagt:Derkommandirende General wurde von der Ansicht geleitet, daß der Feind aufVerdun zurückgehen wolle", und setzt hinzu:Die Brigaden wären vereinzeltins Feuer geschickt, um dem Feinde keine Zeit zum Abmarsche zu lassen undmöglichst viele feindliche Kräfte festzuhalten." Als Hauptmann v. Huenevom Generalstabe des X. Armeekorps den mit den Trümmern seiner Brigadezurückkommenden General v. Wedell traf, sagte er ihm:Herr General!Das ist ganz gleich, ob wir hier geschlagen sind, wenn wir die Franzosen