III. Die Aufnahme der Brigade Wedell durch Kavallerie und Artillerie rc. gZ
Husaren-Brigade herangeeilt. Während er an der Spitze der 3. und 4. Eska-dron in das Handgemenge der Husaren eingriff und dabei den Reitertod fand,warfen sich die 1. und 2. Eskadron auf die rechte Flanke der OldenburgischenDragoner. Rechtzeitig erkannte aber der Führer der rechten Flügel-Eskadron diedem Regiments drohende Gefahr. Halbrechts schwenkend, warf er sich mit seinerSchwadron im „Marsch Marsch" dem überlegenen Feinde entgegen.
Die drei anderen Eskadrons des Dragoner-Regiments Nr. 19 trabtenfestgeschlossen weiter. Auf 500 Schritte vom Feinde Galopp, auf 150 Schritte„MarschMarsch" reitend, brachen sie mit Hurrah in die Linie der Garde-Lanciersein, die sich erst im letzten Augenblick in Bewegung gesetzt hatte. Da dieLanciers im Trabe mit bedeutenden Lücken anritten, wurden sie von denDragonern durchbrochen, vermochten aber auch mit der Lanze in tapfererHand durch lockere Stellen der Deutschen Front hindurchzudringen.
Links rückwärts des Dragoner-Regiments Nr. 19 waren inzwischen die13. Ulanen aufmarschirt. Weit vor ihrer Front ritten General v. Barbyund der Regimentskommandeur, Oberst v. Schack, in den Feind hinein,während der etatsmäßige Stabsoffizier, Major v. Buddenbrock, sich mit einigenUlanen der 1. Eskadron in einen Schwarm Französischer 3. Dragoner hinein-warf, der sich ans dem Handgemenge mit der 1. Eskadron der OldenburgischenDragoner losgelöst haben mochte. Die Masse der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 13 fiel mittelst einer halben Rechtsschwenkung dem rechtenFlügel der Garde-Lanciers, der die 19. Dragoner umfaßt hatte, in die Flanke.Die 2. Eskadron der Hannoverschen Ulanen griff die bereits aufmarschirtenzwei Eskadrons der Kaiserin-Dragoner in der halben rechten Flanke an.Diese empfingen das Ulanen-Regiment mit Karabinerfeuer. Dessen 4. Eskadronhatte beim Aufmärsche den Befehl erhalten, die rechte Flanke des Feindes zuattackiren. Die Eskadron war in Zugkolonne halblinks geschwenkt und inlangem Galopp vorgeeilt. Unmittelbar bei dem Gehöft La Grange erfolgteihr Zusammenstoß mit der 3. im Aufmärsche begriffenen Eskadron derKaiserin-Dragoner.
Links vorwärts der Ulanen schließlich galoppirte die 5. Eskadron des
2. Garde-Dragoner-Regiments. Sie ging über La Grange Ferme hin-aus, übersprang eine hohe Dornhecke und stürzte sich, aus der Zugkolonne zurFront eingeschwenkt, auf die letzte Eskadron der Kaiserin-Dragoner. Diesewollte auf dem rechten Flügel ihres Regiments einrücken und hatte nun diedrohende Umfassung abzuwehren.")
Hinter der Lücke zwischen den beiden ersten Eskadrons der HannoverschenUlanen war die 1. Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 4 aufmarschirt.Eingekeilt zwischen den Ulanen, warf sie sich auf den linken Flügel der Kaiserin-Dragoner. Rechts rückwärts von ihr führte Rittmeister v. Liebermann die
3. Eskadron der 4. Kürassiere heran. Da ein Schwarm Garde-Lanciers aus
*) Vergl. Anhang Nr. 41.