II. Der Angriff des Generals v. Schivartzkoppen.
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das der Mitte der Division vorausgehende Jäger-Bataillon Nr. 20 undbrachte es in Unordnung.*)
Unterdessen hatte der linke Flügel der Division Cissey den Höhen-kamm überschritten. Das Linien-Regiment Nr. 1 warf sich unter Vor-nahme der rechten Schulter im Laufschritt die Höhe hinunter und erreichtemit seiner vordersten Linie zu derselben Zeit den nördlichen Schluchtrand, alsder rechte Flügel der Brigade Wedell auf der Hochfläche südlich des Grundesankam.**) Das Französische Regiment erösfnete aus mehreren übereinanderliegenden Linien ein heftiges Feuer, das von der gelichteten Schützenlinie desRegiments Nr. 57 bald erwidert wurde. Rechts von dem Linien-RegimentNr. 1 suchte das Jäger-Bataillon Nr. 20 in sprungweisem Vorgehen aufdem Hange gegenüber dem rechten Flügel des Regiments Nr. 16 vorwärtszu kommen. Das Linien-Regiment Nr. 6 folgte im zweiten Treffen nurbis in die Nähe des Höhenkammes und blieb hier „in einem Regen vonGeschossen", wie seine Geschichte besagt, bis zum Eintritt der Entscheidunghalten.
Kehren wir zu den Preußischen Truppen zurück. Wir verließen die1. Kompagnie des Regiments Nr. 57, als ihre rechte Hälfte die nordwestlicheEcke der Tronviller Büsche erreichte. Dort hatte Premier-Lieutenant v. Waren-dorff das Feuer auf die am jenseitigen Hange anlangenden Schützenliniendes Linien-Regiments Nr. 1 eröffnen lassen. Als die weiter links befindlichenTheile des Regiments Nr. 57 zur Schlucht hinabstürmten, brachen auch die1. Kompagnie und die rechts von ihr jetzt eintresfenden Schützen der 3. Pionier-Kompagnie vor. Sie gelangten bis zu der 250 in vor den Büschen sichhinziehenden Hecke, aber der nun erfolgende Gegenstoß des Feindes zwang siewieder in den Wald zurück.
Der links abgezweigte Theil der 1. Kompagnie des Regiments Nr. 57war im Vereine mit der 2. Kompagnie dieses Regiments trotz des massen-haften ihnen entgegenschlagenden Feuers auf dem sanften Abhange zurSchlucht weiter vorgedrungen und hatte schließlich die Thalsohle erreicht. Mitihnen waren die geschlossenen Theile der 9. und 12. Kompagnie des Regi-ments Nr. 16 von der Hecke, hinter der sie anfänglich gehalten hatten, vor-geeilt. „Die Soutiens" — berichtet Oberstlieutenant Sannow — „warfensich an eine Hecke oben auf der Höhe, da das Feuer mörderisch wurde . . .Einige Minuten währte der Halt an der Hecke, die keinen Schutz bot, dannerscholl der Ruf: »Vorwärts!«. Darauf lies der größte Theil der an derHecke liegenden Mannschaften, die inzwischen auf dem rechten Flügel nochdurch Abtheilungen des Regiments Nr. 57 verstärkt waren, vorwärts. DasGelände war ungünstig; denn eine lange, zum Feinde sanft abfallendeStrecke mußte durchlaufen werden."
*> Vergl. Anhang Nr. 21.
**) Vergl. Anhang Nr. 22.