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II. Der Angriff des Generals v. Schwartzkoppen.
Das Füsilier-Bataillon hielt die nach seiner Linksschwenkung eingeschlageneRichtung fest. Dadurch kamen die 9. und 11. Kompagnie allmählich hinterden linken Flügel des I. Bataillons,*) während die 10. und 12. Kompagniedessen rechtem Flügel folgten. Diese beiden Kompagnien überschritten diegroße Straße dort, wo sich der Feldweg nach dem einspringenden Winkel derTronviller Büsche abzwcigt. Hier hatte die 12. Kompagnie die ersten Verluste.General v. Wedelt, Oberst v. Cranach und Oberstlientcnant v. Medem, derKommandeur des Füsilier-Bataillons, ritten unmittelbar hinter diesem Halb-bataillon. Die 9. und 11. Kompagnie nahmen im Verlaufe des Vorgehens„Schützen in die Intervalle", aber unter den Einwirkungen des verheerendenfeindlichen Feuers lösten sich allmählich die geschlossenen Thcile dieses Halb-bataillons in eine dichte Schützenlinie auf.
Mit dem Betreten der Hochfläche südlich der Schlucht mehrten sich beimRegiment Nr. 57 die Verluste in empfindlichster Weise. Von Kompagnie-sührern wurden verwundet die Hauptleute Tübben der 10. und v. Bernewitzder 3. sowie die Premierlieutenants v. Borke der 4. und v. Nercke der9. Kompagnie. Da das Feuer mit besonderer Stärke von halblinks vor-wärts kam, nahmen die einzelnen Theile des Regiments allmählich ohneKommando die Front gegen Norden. Ganz von selbst kamen die Schützender 2. Kompagnie und alle nachfolgenden Abtheilungen des Regiments Nr. 57ins Laufen und warfen sich, wenn sie im tiefen Boden eine Strecke durch-messen hatten, erschöpft hin, um frische Kräfte zu neuem Anlaufe zu sammeln.„Das nie Geübte lehrte der Erhaltungstrieb im Augenblicke der Gefahr!"**)
Bei den ersten Sprüngen hatten die Schützen der 2. Kompagnie wegender zu großen Entfernung vom Feinde noch nicht feuern können. Sie be-gannen damit, als sie etwas über die Höhe am einzelnen Baume auf demAbhange zur Schlucht angelangt waren. Links rückwärts von ihnen warfensich die 9. und die II. Kompagnie an die Hecke heran, hinter der die ge-schlossenen Theile des Füsilier-Bataillons Regiments Nr. 16, die inzwischenweiter vorgedrungcn waren, gehalten hatten.
Während das Regiment Nr. 57 in der geschilderten Weise zum Angriffvorgegangeu war, hatte der Gegner frische Kräfte eingesetzt.
Das Linien-Regiment Nr. 43 hatte, wie berichtet, sein Feuer vor-nehmlich auf das Regiment Nr. 57 gerichtet. Wirksam von der PreußischenArtillerie beschossen, wurde es durch die aus der Schlucht emporsteigendenSechzehncr überrascht und wich in Unordnung zurück.
In diesem Augenblicke nahte die Division Cissey, in ihrem ausMars la Tour gerichteten Vormarsche noch immer durch den Höhenrücken 857verdeckt, dem Kampfplatze. Das weichende Linien-Regiment Nr. 43 stieß auf
*) Vergl. Anhang Nr, 19.
**) Vergl. Anhang Nr. 20.