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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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II. Ter Angriff des Generals v. Schwartzkoppen.

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standcn die Mannschaften, die keinen Platz in der ersten Reihe gefundenhatten, an manchen Stellen bis zn sechs Gliedern tief und feuerten über dievor ihnen liegenden Schützen hinweg. So war die Masse des RegimentsNr. 16 in einer dichten Linie anfgegangen, und nur vier Züge der 9. und12. Kompagnie bildeten hinter der Hecke am Wege nach St. Marcel eineschwache Reserve. Es war kurz vor 5V^ Uhr.

Einige Zeit vorher hatte die Artillerie der 19. HalbdivisivnLuft bekommen. Mehrere der Batterien, die sie bisher beschossen hatten,waren abgefahren oder hatten sich gegen die vorgehende Infanterie ge-

wendet. Die beiden Preußischen Batterien gingen vom Schnellfeuerzum langsamen Feuer über. Hauptmann v. Baumbach, der Chef der2. leichten Batterie, beschoß jetzt das Linien-Regiment Nr. 43, das die

theilwcise geräumte Artilleriestellung eingenommen hatte und sein Feuerin Salven gegen die Mitte und den rechten Flügel der Brigade Wedeltabgab.*)

Das Regiment Nr. 57 hatte die Bewegung in dem immer stärkerwerdenden Artillerie- und Jnfantcriefcner des Gegners unaufhaltsam fort-gesetzt. Das I. Bataillon war bei seiner Entwickelung etwas nach links

übergeschwenkt; in dem Mars la Tour östlich umschließenden Grunde

wurde aber durch Vornahme der linken Schulter die vom Divisions-

kommandeur gewollte Richtung nach der Höhe 857 ausgenommen. Die1. Kompagnie, die sogleich zwei Züge entwickelt hatte, wandte sich gegendie Tronviller Waldecke. Als ihre Schützen die besonders vom feind-lichen Feuer bestrichene Hochfläche südlich der alleinstehenden Pappel er-reichten, nahm die linke Hälfte die Richtung nach Norden, während der

Kompagnieführcr, Prcmierlicutenant v. Warendorff, die rechte in der bis-herigen Richtung in den Wald hineinführte und von dessen nördlichemSaume das Feuer aufnehmen ließ. Ein kleiner Theil seiner Leuteblieb im freien Felde westlich der Waldecke liegen. Die linke Hälfteder Schützen ging bis zu der Hecke am Wege nach St. Marcel vor

und eröffncte, sich dort niederwcrfend, das Feuer.**) Der Unter-stützungstrupp der 1. Kompagnie verstärkte die Schützenlinie im Wald-

saume. Die beiden Pionier-Kompagnien bogen in die nach dem ein-springenden Winkel der Tronviller Büsche ziehende Mulde ein, fanden inihr Schutz und erreichten mit geringen Verlusten den südlichen Rand desWaldvorsprungcs. Die 2. Kompagnie des Regiments Nr. 57 hatte kurznacheinander ihre drei Züge entwickelt, die in nordöstlicher Richtung vor-gingen. Die 3. und 4. Kompagnie folgten als Halbbataillvn dem rechtenFlügel der 2. Kompagnie.

*) Bergt. M. W. Bl. 1895, Beiheft 4, S. 200.

**) Lieutenant Langheineken (1./57) berichtet:Mein Zug ging rechts von einemini freien Felde alleinstehenden Baume vor und warf sich dann an einem niedrigen Erd-aufwurfe mit einer Art Hecke nieder."