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II. Ter Angriff des Generals v. Schwartzkoppen.
Die Schützenlinie des I. Bataillons erstieg unter Führung des Bataillons-kommandeurs, Majors v. Kalinowski, den stark gewölbten, an 70 Fuß hohenNordrand der Schlucht. Sie war 150 Schritt über die Thalsohle hinaus-gelangt, ehe die nahe feindliche Stellung sichtbar wurde. Auf dem Höhen-kamm, wo die Batterien der Korpsreserve gestanden hatten, war jetzt dasLinicn-Rcgiment Nr. 43 erschienen und hatte das Feuer vornehmlich gegendie über die Höhen südlich der Schlucht vorgehenden Abtheilungen desRegiments Nr. 57 eröffnet. Die Schützen des I. Bataillons des RegimentsNr. 16 warfen sich zur Feuerabgabe nieder, ihre Unterstütznngstrupps schobensich sogleich in die Feuerlinie ein. Die 2. Staffel des I. Bataillons erreichtein sprungweisem Vorgehen als geschlossenes Halbbataillon die Schlucht. Dadie Front der vordersten Linie bereits überfüllt war, ließ Hauptmann v. Lieresdie 4. Kompagnie den linken Flügel der 3. verlängern und führte seineKompagnie, die 1., in der Schlucht nach Osten, um auf dem rechte» Flügeldes Bataillons die F-euerlinie zu erreichen. Hierbei traf er mit denvorderen Füsilier-Kompagnien zusammen und stieg mit diesen zur Höhehinan.
Die 8. Kompagnie des Regiments Nr. 16 war links rückwärts der7. vorgegangen. Sie stieß auf die von der Brnvillcr Straße sich ostwärtsam Schhichtrande hinziehenden Hecken. Da die Batterien vor der Front derKompagnie abgefahren waren und das Feuer des Feindes jetzt von halbrechtskam, so zog sich die Kompagnie an den Hecken entlang und eilte dann zurSchlucht hinunter, auf deren Grunde sich die 7. Kompagnie soeben ordnete.Miteinander vermischt, kletterten beide Kompagnien den Hang hinauf undwarfen sich oben neben der bereits im Feuer liegenden 4. Kompagnie nieder.Seiner Kompagnie weit voraus eilend, erblickte Hanptmann Schölten, auf demHöhenrande angelangt, eine Batterie — es war die 6. des reitendenArtillerie-Regiments Nr. 17 — auf wenige hundert Schritte vor sich. Schonwollte der tapfere Chef der 8. Kompagnie zum Sturm ans die feindlichenGeschütze schreiten, die Schuß auf Schuß in die Linie der Kämpfer schmetterten,da sank er tödlich getroffen nieder.*)
Als die vordere Linie der Füsiliere zur Schlucht hinunterstieg, sandteOberstlieutenant Sannow seinem geschlossen folgenden Halbbataillon denBefehl, in die Schützenlinie einzurücken. Die 9. und 12. Kompagnie löstennun die vorderen Züge auf, die in die Schlucht hinuntereiltcn und sich theilsin die 10. Kompagnie einschoben, theils deren Linie nach rechts verlängerten.**)In dem verstärkten feindlichen Feuer warf sich der geschlossene Theil desHalbbataillons zunächst an der den Weg nach St. Marcel begleitenden Heckenieder.
Dicht gedrängt, Mann an Mann, lag die vorderste Linie des RegimentsNr. 16 auf dem Höhenrande nördlich der Schlucht, dahinter knieten und
Vergl. Anhang Nr. 17.
**) Vergl. Anhang Nr. 18.