griechischen Philosophen, die in den byzantinischen.»Bibliotheken ruhten, musste man sich nach Spanienbegeben und dort eine schlecht übersetzte, verfälschtegriechische Wissenschaft holen. Ich will von Gerbertnicht sprechen, dessen Reisen unter Muselmännern nochsehr dem Zweifel unterliegen. Seit dem elften Jahr-hundert aber ist Konstantin der Afrikaner seiner Zeitund seinem Lande an Kenntnissen voraus, weil er einemuselmännische Erziehung genossen hat. Von 1130 bis115C lässt ein regsames, in Toledo unter dem Patronatdes Erzbischofs Kaymond gegründetes Collegium die-wichtigsten Werke der arabischen Wissenschaft in’s-Lateinische übersetzen. Seit den ersten Jahren des-dreizehnten Jahrhunderts hält der arabische Aristoteles-seinen Siegeseinzug in der Pariser Universität. Das-Abendland hat seiner vier bis fünf Jahrhunderte alten.Inferiorität sich entledigt. Bis dahin war Europa wissen-schaftlich den Moslemin tributpflichtig. Noch um dieMitte des dreizehnten Jahrhunderts schwankt die Waage..Etwa vom Jahre 1273 ab werden zwei Bewegungenaugenscheinlich: einerseits sinken die mahomedanischen,Länder in den traurigsten intellektuellen Abgrund;,andrerseits tritt Westeuropa entschlossen in die grosse-Bahn der wissenschaftlichen Erforschung der Wahrheit,,eine ungeheure Kurve, deren Weite noch nicht gemessen,werden kann.
Wehe dem, der dem menschlichen Fortschritt nichtmehr dient! Er wird fast sofort verdrängt. Nachdem,die sogenannte arabische Wissenschaft ihren Lebens-keim dem lateinischen Abendland eingeimpft hat, ver-